Nachtrag zur Maikäferplage 2010

Nach allen schlimmsten Befürchtungen ist dies der einzige Maikäfer, den ich bisher in meinem Garten zu Gesicht bekommen habe.
Da ich aber im Frühjahr jede Menge Engerlinge beim Umgraben entdeckte, muß ich meine Befürchtungen wohl auf das nächste Jahr schieben, da sich die Larven ja bekanntermaßen erst im Herbst verpuppen und dann im darauf folgenden Frühjahr als Käfer erscheinen.

Maikäfer Maikäfer Maikäfer

In Südhessen, Baden-Württemberg und Teilen von Österreich scheint die vorhergesagte Maikäferplage jedoch trotz kalter Temperaturen in diesem Frühjahr in vollem Gange zu sein.
Tatsächlich findet man jede Menge Artikel über umstrittene Hubschraubereinsätze in Pfungstadt zur Bekämpfung der Tiere mit Insektiziden. Der verwendete Wirkstoff Dimethoat scheint nicht ausreichend getestet zu sein in Bezug auf die Auswirkungen auf andere Lebewesen des Waldes und auch den Menschen.
Wer in dieser Gegend im Wald spazieren geht, sollte vorerst wohl erstmal auf den Verzehr von Waldbeeren und Pilzen verzichten.

Da muß man doch die entspannten Maßnahmen unserer österreichischen Nachbarn ervorheben:Jeder Walgauer ist aufgerufen, die lästigen Tierchen zu sammeln und gegen Bezahlung zur Vernichtung abzuliefern.
So ein Verhalten klingt zumindest nach ökologischem Bewußtsein.
Mal abwarten, was für eine Haltung ich einnehmen werde, wenn tatsächlich die Käfer nächstes Jahr meinen Garten kahlfressen werden. Ich denke, da hilft nur:“Cool bleiben“ und auf den Johanniaustrieb warten.

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Berta Rausch am 07. Juni 2010 in Allgemein, Fauna & Flora, Schädlingsbekämpfung