Immerfeuchtes Wetter

Viel Regen, einigermaßen warm, regelmäßige sonnige Phasen, wieder viel Regen und nochmal Regen. Nach längeren Trockenperioden freut man sich, dass Natur und Mensch die längst benötigte Erfrischung erhalten. Im Spätsommer und Herbst würde man unbetrübt sagen: Ideales Pilzwetter. Tatsächlich kann man zur Zeit auch groteske Riesenpilze sammeln, dem Rest des Gemüsegartens bereitet der verregnete Sommer allerdings einige Probleme.

Die Natur explodiert und zerreist sich dabei buchstäblich selbst. Die Kirschen hat es vom Baum geprügelt, Tomaten platzen, Rasen und Unkraut wuchern wie nie. Gemüse und Zierpflanzen haben mit Schimmelbefall und Schädlingen zu kämpfen. Bakterien und Schnecken vermehren sich wie wild.

Auf die Mückenplage, sobald es mal eine Woche lang warm ist, kann man sich jetzt schon mal gefasst machen, jeder Tümpel und Sumpf wartet buchstäblich nur darauf, einen mit Larven zu beglücken. Es steht also noch einiges in den Startlöchern für Mensch und Natur.

Mindestens einen Vorteil hatte das Wetter der letzen Monate allerdings: Das feuchte und kühle Wetter vermindert die Vermehrung der Borkenkäfer. Die im letzten Jahr stark mitgenommenen Wälder dürfen sich also auf Erholung freuen. Während im warmen April 2009 noch ideale Vermehrungsbedingungen Schlimmes befürchten ließen (d.h. frühzeitiges Verlassen der Winterquartiere und Beginn der Fortpflanzung bei den Borkenkäfern) haben die vergangenen kühleren, feuchten Wochen wohl erstmal einen Strich durch die Buchdruckerrechnung gemacht.

Keine Kommentare »

Gotthilf Rausch am 10. Juli 2009 in Wetter