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	<title>Gartenrausch</title>
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	<description>Lobelie im Schatten mit Diamanten</description>
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		<title>Der Schmetterling (Lepidoptera)- das sch&#246;nste Flatterding im Garten</title>
		<link>http://www.gartenrausch.com/2010/der-schmetterling-lepidoptera-das-schoenste-flatterding-im-garten/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 12:27:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fauna & Flora]]></category>
		<category><![CDATA[garten-blog]]></category>
		<category><![CDATA[gartenblog]]></category>
		<category><![CDATA[gartenwissen]]></category>
		<category><![CDATA[schmetterlinge]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen Schmetterling - so zierlich sch&#246;n - habe ich heute in unserem Garten gesehen. Er flatterte auf und ab und brachte alles um sich herum auf Trab. Ich wollte ihn fangen, doch nein &#8211; er war so klein, und seine bunten Fl&#252;gel waren wie Sonnenschein. Da flatterte er daher, ganz leicht im Wind, und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellpadding="10">
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Gew%C3%A4chshaus%20039.jpg" style="width:175px" alt="Admiral" /></td>
<td>
<p style="text-align: center;">
Einen Schmetterling<br />
- so zierlich sch&#246;n -<br />
habe ich heute<br />
in unserem Garten gesehen.</p>
<td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2787.JPG" style="width:175px" alt="Pfauenauge" /></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.15.jpg" style="width:175px" alt="Kleiner Fuchs" /></td>
<td>
<p style="text-align: center;">Er flatterte<br />
auf und ab<br />
und brachte alles<br />
um sich herum auf Trab.</p>
<td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Gew%C3%A4chshaus%20040.jpg" style="width:175px" alt="Admiral" /></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2013.JPG" style="width:175px" alt="Diestelfalter" /></td>
<td>
<p style="text-align: center;">Ich wollte ihn fangen,<br />
doch nein &#8211; er war so klein,<br />
und seine bunten Fl&#252;gel<br />
waren wie Sonnenschein.</p>
<td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4239.JPG" style="width:175px" alt="Trauermantel" /></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2024.JPG" style="width:175px" alt="Pfauenauge" /></td>
<td>
<p style="text-align: center;">Da flatterte er daher,<br />
ganz leicht im Wind,<br />
und die Zeit flog mit ihm fort,<br />
so ganz geschwind.</p>
<td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2011.JPG" style="width:175px" alt="Diestelfalter" /></td>
</tr>
</table>
<p>Seitdem der Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii oder alternifolia) in voller Bl&#252;te dasteht, fallen sie einem wieder vermehrt ins Auge, die Schmetterlinge (Lepidoptera).<br />
Den meisten Menschen sind vor allem die Tagfalter ein Begriff wie Pfauenauge, Admiral, Kohlwei&#223;ling, etc., die tags&#252;ber auf Nahrungssuche gehen und in vielen F&#228;llen als wundersch&#246;ne buntgemusterte Flecken durch die L&#252;fte torkeln.<br />
Schmetterlinge sind dabei nicht nur h&#252;bsch anzuschauen. Im Laufe ihres Lebens durchlaufen sie verschiedenste Entwicklungsphasen und beeinflussen den Garten jeweils unterschiedlich im positiven und negativen Sinne.<br/></p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Die Metamorphose des Schmetterlings</span></h2>
<p>Schmetterlinge stellen eine eigene Ordnung dar in der Gruppe der Insekten. In Europa sind ca. 3000 Arten bekannt. Dies mag einem zun&#228;chst viel erscheinen, wenn man kurz inne h&#228;lt und die Arten aufz&#228;hlt, die einem sofort in den Sinn kommen. Doch darf man nicht vergessen, dass die Gruppe der Schmetterlinge sowohl Tagfalter als auch Nachtfalter umfasst, welche uns besser bekannt sind als Motten.<br />
 Diese erste Einteilung geschieht durch die Tageszeit, w&#228;hrend der der entsprechende Schmetterling auf Nahrungssuche geht.<br/><br />
Damit ist das Pferd jedoch von hinten aufgez&#228;umt, denn der fertige Falter ist das Endstadium des Schmetterlings, der sogenannte Imago. Beginnen wir also am Anfang der Entwicklung:</p>
<ol>
<li>In diesem Fall beginnt die Geschichte mit dem <strong>Ei</strong>. Das Weibchen legt nach der Befruchtung zwischen 20 und 1000 Eier ab, aus denen dann die Raupen schl&#252;pfen. Diese Eier werden je nach Art als ein Gelege oder in Gr&#252;ppchen an verschiedenen Orten &#8220;angeklebt&#8221;. Die meisten Raupen schl&#252;pfen schon nach 2-4 Wochen. Es gibt aber auch Schmetterlingsarten, deren Eier &#252;berwintern. </li>
<p><br/></p>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2033.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:170px;" alt="Raupe_Kohlwei&#223;ling " />Die<strong> Raupe</strong> ist das Larvenstadium des Schmetterlings und damit auch die Form, in der er das meiste fri&#223;t. Genaugenommen tut die Raupe nichts anderes als fressen, wachsen und sich vier- bis f&#252;nfmal h&#228;uten. Selbsterkl&#228;rend ist das Larvenstadium damit die sch&#228;dlichste Zeit in der Entwicklung des Schmetterlings f&#252;r den Garten, denn er ern&#228;hrt sich nun von Bl&#228;ttern, Nadeln, Bl&#252;ten, Samen oder Fr&#252;chten verschiedener Pflanzen, wobei viele Arten auf bestimmte Pflanzen spezialisiert und angewiesen sind. Genannt sei hier der Kohlwei&#223;ling, dessen Raupen innerhalb k&#252;rzester Zeit einen starken Lochfra&#223; an Kohlbl&#228;ttern bis hin zum Skelettierfra&#223; verursachen k&#246;nnen und oftmals auch im Inneren der Kohlk&#246;pfe w&#252;ten.</li>
<p><br clear="all"/></p>
<li>Hat die Raupe genug gefressen und  ihre Endgr&#246;&#223;e erreicht, so verpuppt sie sich. Die <strong>Puppe</strong> ist damit das Ruhestadium des Schmetterlings.W&#228;hrend dieser Puppenruhe ver&#228;ndert sich der K&#246;rper des Schmetterlings scheinbar komplett. Die sogenannte Metamorphose findet statt, denn jetzt wird aus der dicken und schwerf&#228;lligen Raupe der bunte und leichtfl&#252;gelige Schmetterling. Die Puppe selbst kann sich kaum bewegen. In den meisten F&#228;llen kann sie nur das Hinterteil leicht bewegen und sich dadurch in eine rollende Bewegung versetzen.<br/> Um sich vor Fressfeinden in diesem Stadium zu sch&#252;tzen, bleibt ihnen nur die Tarnung oder ein sicheres Versteck. Tats&#228;chlich sehen die Puppen h&#228;ufig aus wie ein verwelktes Blatt. Ein weiterer Schutzmechanismus, der sehr bekannt sein d&#252;rfte, ist das Einspinnen in einen Kokon wie es die Seidenspinner-Raupe vollzieht. F&#252;r die Herstellung des Kokons produziert sie einen ca. 500 m langen Faden. Dieser Faden ist das Material, aus dem Seide gesponnen wird. Hierf&#252;r wird der Faden maschinell abgewickelt und auf Spulen wieder aufgewickelt in den Seidenplantagen, in denen die Seidenspinner-Raupen extra f&#252;r diesen Zweck gez&#252;chtet werden.<br/>Man erkennt das Ende der Puppenzeit h&#228;ufig an einer Dunklerf&#228;rbung der Puppe und am sichtbarwerden der Fl&#252;gel durch die Puppenh&#252;lle hindurch. Das Schl&#252;pfen passiert entweder, indem die Puppe an einigen Stellen aufplatzt oder es ist eine Art Deckel vorhanden, den der Schmetterling von innen aufdr&#252;ckt. Ist er vollst&#228;ndig geschl&#252;pft, so ist er noch nicht sofort flugtauglich, da sich seine Fl&#252;gel erst noch entfalten und trocknen m&#252;ssen.</li>
<p><br/>	</p>
<li>Der <strong>Schmetterling</strong> ist fertig, sobald er fliegen kann. Er ist &#8220;erwachsen&#8221; geworden. Seine Lebensdauer betr&#228;gt ab jetzt je nach Art zwischen einem Tag und 10 Monaten. Ein Tagfalter lebt im Durchschnitt etwa zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit darf er das Leben genie&#223;en. Er ern&#228;hrt sich vom Bl&#252;tennektar, den er mit seinem langen Saugr&#252;ssel aufnimmt und best&#228;ubt dabei als ausgezeichneten Nebeneffekt die Pflanzen im Garten. Manche Pflanzen sind sogar komplett auf den Schmetterling bei der Best&#228;ubung angewiesen, da sie so tiefe und enge Bl&#252;tenkelche bilden wie beispielsweise einige Orchideenarten. Der fertige Schmetterling ist also wieder eher ein N&#252;tzling im Garten und kein Sch&#228;dling wie seine Raupe.<br/> Letztendlich ist das Ziel des Schmetterlingsdaseins aber nicht die Best&#228;ubung der Pflanzen und auch nicht die Zierde eines jeden Gartens, sondern die Fortpflanzung. So sterben die meisten Schmetterlinge auch direkt nach der Eiablage. Nur wenige Arten k&#246;nnen als Schmetterling &#252;berwintern. In unseren Breiten macht das nur das Tagpfauenauge, das man immer mal wieder im Winter im Haus herumflatternd findet, weil es durch die W&#228;rme aus seinem Versteck gelockt wurde. Schmetterlinge sind n&#228;mlich wechselwarm. Sie werden erst ab einer bestimmten Temperatur aktiv und verfallen bei K&#228;lte in eine Starre. Um sich zu aktivieren nutzen sie entweder die W&#228;rme der Sonnenstrahlen oder sie erw&#228;rmen sich durch das Schlagen mit den Fl&#252;geln.</li>
<p><br/>
</ul>
<h2><span style="color: #ff6600;">Knallige Farben, exotische Muster und lustige Ausw&#252;chse</span></h2>
<p>Was wie eine Beschreibung eines Clowns klingt, sind die Abwehr- und Abschreckmechanismen der Schmetterlinge und ihrer Raupen gegen Fressfeinde und die Eigenschaften, die das menschliche Auge so erfreuen.<br/><br />
Hier eine kleine Bilderauswahl, um diese Vielf&#228;ltigkeit zu zeigen:</p>
<table border="0" cellpadding="10">
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4809.JPG" style="width:175px" alt="Schlehenb&#252;rsterspinner" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2794.JPG" style="width:175px" alt="Pfauenauge" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2579.JPG" style="width:175px" alt="Schwalbenschwanz" /></td>
</tr>
</table>
<p>Die Farben und Muster wie beispielsweise die Augen auf den Fl&#252;geln des Tagpfauenauges dienen dem Zweck, V&#246;gel oder andere Feinde zu verwirren oder zu erschrecken, indem die Augen von gro&#223;en Tieren imitiert werden oder sich der Schmetterling tarnt, indem er das Aussehen eines anderen Tieres animmt. Diese Methode verwendet zum Beispiel der Hornissen-Glasfl&#252;gler. Ein Schmetterling, der einer Hornisse zum Verwechseln &#228;hnlich sieht. Diese Art der Tarnung bezeichnet man auch als Mimikry und wird von vielen Tierarten verwendet.<br/><br />
Manche Schmetterlingsraupen w&#228;hlen da jedoch eine deutlich unauff&#228;lligere Variante. Sie &#228;hneln in Farbe und Form so sehr kleinen Zweigen, dass man sie f&#252;r solche h&#228;lt und nicht als Raupen identifiziert solange sie sich nicht bewegen.<br/>  </p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Wie holt man sich Schmetterlinge in seinen Garten?</span></h2>
<p> Die nat&#252;rlichen Lebensr&#228;ume der Schmetterlinge gehen stetig zur&#252;ck durch die Ausbreitung des Menschen. Da ist es nicht nur eine sch&#246;ne, sondern auch eine n&#252;tzliche Idee, gute Lebensbedingungen f&#252;r Schmetterlinge im Garten zu schaffen. Im Folgenden soll erkl&#228;rt werden, welche Lebensbedingungen dies sind:</p>
<ul>
<li>Grunds&#228;tzlich erm&#246;glichen s&#228;mtliche Elemente eines &#8220;Naturgartens&#8221; den Schmetterlingen einen guten Lebensraum. Damit ist gemeint kleine &#246;kologische Inseln oder Nischen zu schaffen mit heimischen Wildpflanzen und vielen R&#252;ckzugsm&#246;glichkeiten f&#252;r Tiere. Wo viele heimische Wildblumen, Kr&#228;uter, Unkr&#228;uter und nat&#252;rliche Wildhecken in ausgewogenen Pflanzengesellschaft wachsen d&#252;rfen, da werden auch Schmetterlinge und andere seltene Tiere bald zu Hause sein.</li>
<p><br/></p>
<li>Bestimmte Pflanzen dienen besonders vielen unterschiedlichen Arten an Schmetterlingsraupen und fertigen Schmetterlingen als Nahrungsquelle. Besonders erw&#228;hnenswert sind hier: die Eiche (Quercus in Arten), die Weiden (Salix in Arten), Pappeln (Populus in Arten), Birken (Betula in Arten), der Wei&#223;dorn (Crataegus in Arten), die Schlehe (Prunus spinosa), die Hasel (Corylus in Arten), Rosen (Rosa in Arten), Himbeeren (Rubus idaeus) und Brombeeren (Rubus fruticosus), Brennesseln (Urtica in Arten), viele Kr&#228;uter und die folgenden Garten-Stauden:
<ul>
<li>Rote Schaf-Garbe (Achillea millefolium und Hybriden)</li>
<li>Astern (Aster in Arten und Sorten)</li>
<li>Spornblume (Centranthus ruber)</li>
<li>Silberkerze (Cimicifuga in arten und Sorten)</li>
<li>Nelken (Dianthus in Arten und Sorten)</li>
<li>Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea)</li>
<li>Kugeldistel (Echinops in Arten und Sorten)</li>
<li>Sonnenbraut (Helenium Hybriden)</li>
<li>Garten-Sonnenblume (Helianthus decapetalus &#8216;Capenoch Star&#8217; </li>
<li>Alant (Inula in Arten)</li>
<li>Lavendel (Lavandula angustifolia)</li>
<li>Blut-Weiderich (Lythrum salicaria)</li>
<li>Indiandernessel (Monarda Hybriden)</li>
<li>Katzenminze (Nepeta faassenii)</li>
<li>Majoran (Origanum in Arten)</li>
<li>Garten-Flammenblume (Phlox paniculata-Hybriden)</li>
<li>Gro&#223;e Braunelle (Prunella grandiflora)</li>
<li>Salbei (Salvia in Arte )</li>
<li>Purpur-Fetthenne (Sedum telephium &#8216;Herbstfreude&#8217;)</li>
</ul>
</li>
<p><br/></p>
<li>Der Verzicht auf chemische Spritzmittel gegen Sch&#228;dlinge ist unerl&#228;sslich. Genauso sollte bei den D&#252;ngemitteln auf &#246;kologische Vertr&#228;glichkeit geachtet werden.</li>
<p><br/></p>
<li>Besonders in sehr hei&#223;en und trockenen Sommern ben&#246;tigen Schmetterling eine Wasserquelle. Wundersch&#246;n w&#228;re nat&#252;rlich ein naturnah angelegter Gartenteich oder andere Feuchtgebiete wie Sumpf- oder Moorbeete. Letztendlich reicht jedoch auch eine versteckt eingebaute Vogeltr&#228;nke. </li>
<p><br/>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Unkraut &#8211;  der Freund des Bodens und Zeigerpflanze f&#252;r den G&#228;rtner</title>
		<link>http://www.gartenrausch.com/2010/das-unkraut-der-freund-des-bodens-und-zeigerpflanze-fuer-den-gaertner/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 10:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fauna & Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenarbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Artikel ist einmal mehr ein Versuch, den verhunzten Ruf der Unkr&#228;uter zu verbessern, denn wer sich nur ein bi&#223;chen mit dem Thema Unkraut auseinandersetzt, der muss unweigerlich feststellen, welche wichtigen Aufgaben diese kleinen Wildkr&#228;uter im Garten &#252;bernehmen. Unkraut vergeht nicht In diesem bekannten Satz liegt viel Wahrheit, doch er verst&#228;rkt auch ein ungerechtfertigtes Vorurteil. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel ist einmal mehr ein Versuch, den verhunzten Ruf der Unkr&#228;uter zu verbessern, denn wer sich nur ein bi&#223;chen mit dem Thema Unkraut auseinandersetzt, der muss unweigerlich feststellen, welche wichtigen Aufgaben diese kleinen Wildkr&#228;uter im Garten &#252;bernehmen.<br/></p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Unkraut vergeht nicht</span></h2>
<p><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.59.jpg" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:150px;" alt="l&#246;wenzahn" />In diesem bekannten Satz liegt viel Wahrheit, doch er verst&#228;rkt auch ein ungerechtfertigtes Vorurteil.<br/> Als erstes muss man dringend den Begriff &#8220;Unkraut&#8221; kl&#228;ren, denn schaut man sich die Pflanzen einmal im einzelnen an, so wird man keine darunter finden, die nicht zu den alteingesessenen Heilpflanzen unserer Regionen geh&#246;rt und alleine schon deswegen eine Daseinsberechtigung vorzuzeigen hat. Doch nicht nur die medizinisch verwendbaren Inhaltsstoffe dieser Pflanzen sind beeindruckend, sondern auch ihre F&#228;higkeit, den Boden zu pflegen.<br/><br />
Manch einer wird sich nun fragen, was damit gemeint ist? Die Antwort ist ganz einfach: In jedem Kubikmeter Boden schlummern Milliarden von ruhenden Samen. Entstehen im Boden bestimmte Verh&#228;ltnisse wie Bodenverdichtung, Staun&#228;sse, Versauerung des Bodens und so weiter, so bieten sich pl&#246;tzlich die richtigen Lebensbedingungen f&#252;r einige von ihnen, die genau an diese Gegebenheiten angepasst sind. Folglich beginnen solche Samen zu keimen und innerhalb k&#252;rzester Zeit werden sie urpl&#246;tzlich &#252;berall aus dem Boden sprie&#223;en. Daran ist dann nicht der Nachbar schuld, der seinen Garten vernachl&#228;ssigt und nie Unkraut j&#228;tet, sonders dies ist ein Warnsignal der Natur, dass m&#246;glicherweise etwas aus dem Gleichgewicht gekommen ist.<br/><br />
<img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4735.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:150px;" alt="brennessel" />Fr&#252;here Bauerngenerationen wu&#223;ten um dieses Ph&#228;nomen und lie&#223;en ein St&#252;ck Land, das neu als Acker genutzt werden sollte, erstmal f&#252;r ein Jahr brach liegen, um zu sehen, welche Pflanzen sich dort ansiedeln w&#252;rden. Durch die Pflanzengesellschaften, die sich dann dort ausbreiteten, konnten sie nicht nur R&#252;ckschl&#252;sse auf die vorliegende Bodenqualit&#228;t ziehen, sondern diese Pflanzen waren auch gleichzeitig das Heilmittel f&#252;r die Mi&#223;st&#228;nde im Boden.<br/>Zu den echten Pionieren der Pflanzenwelt geh&#246;ren beispielsweise L&#246;wenzahn, Greiskraut und G&#228;nsekresse. Diese drei Pflanzen bilden tiefreichende Wurzeln aus, die sich ihre N&#228;hrstoffe aus der Tiefe holen und dadurch verdichteten und schweren Boden auflockern. Durch diese Auflockerung wird der Boden vorbereitet f&#252;r empfindlichere Pflanzen, die sich nun ansiedeln k&#246;nnen. Andere Wildkr&#228;uter geben &#252;ber ihre Wurzeln Ausscheidungen ab, die Nematoden und Pilze abwehren oder sie sammeln Stickstoff (Prinzip der Gr&#252;nd&#252;ngung) oder tragen ma&#223;geblich zur Humusbildung bei.<br/><br />
Kurzum, egal, ob man seinen kleinen Privatgarten pflegt oder professionelle Landwirtschaft betreibt, die genaue Beobachtung des Unkrauts ist enorm wichtig und erspart einem oft teure und aufwendige Bodenanalysen. H&#228;ufig genug reicht der &#8220;Befall&#8221; mit bestimmten Unkr&#228;utern auch als Heilmethode aus.<br/> Hat sich der Boden erholt, so wird auch das Unkraut nach und nach von anderen Pflanzen verdr&#228;ngt werde. Manchmal gibt es dem G&#228;rtner allerdings auch einen Hinweis darauf, dass er aktiv eingreifen sollte, um seinen Boden gesund zu erhalten. Dann m&#252;ssen eventuell Massnahmen ergriffen werden, um ihn beispielsweise aufzulockern, Sand oder Kompost beizumengen, N&#228;hrstoffe anzureichern und so weiter.<br/>Deswegen:&#8221;Augen auf beim Unkrautj&#228;ten!&#8221;.<br/></p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Welches Unkraut sagt uns was?</span></h2>
<table border="1">
<tr>
<td><strong>Acker-Fuchsschwanzgras</strong><br/>(Alopecurus myosuroides)</td>
<td>n&#228;hrstoffarme, kaliumreiche, sehr lehmige B&#246;den,<a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/arch%C3%A4ophyten" target="new">Arch&#228;ophyt</a></td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Acker-Gauchheil</strong><br/>(Anagallis arvensis)</td>
<td>kalkreicher, alkalischer Boden, <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/arch%C3%A4ophyten" target="new">Arch&#228;ophyt</a></td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Acker-Glockenblume</strong><br/>(Campanula rapunculoides)</td>
<td><a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/apophyten" target="new">Apophyt</a>, kalkreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Acker-Hellerkraut</strong><br/>(Thlaspi arvense)</td>
<td>stickstoffreiche,hum&#246;se, lehmige B&#246;den,</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Acker-Hundskamille</strong><br/>(Anthemis arvensis)</td>
<td>kalkfreie, saure B&#246;den</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Acker-Minze</strong><br/>(Mentha arvensis)</td>
<td>nasser, verdichteter, n&#228;hrstoffreicher Boden, Zeigerpflanze f&#252;r Staun&#228;sse</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Acker-Schachtelhalm</strong><br/>(Equisetum arvense)</td>
<td>Zeigerpflanze f&#252;r Staun&#228;sse, kalkarme, feuchte B&#246;den</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Acker-Senf</strong><br/>(Sinapis arvensis)</td>
<td><a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/arch%C3%A4ophyten" target="new">Arch&#228;ophyt</a>, stickstoffreicher, kalkreicher, alkalischer Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Ackerwinde</strong><br/>(Convolvulus arvensis)</td>
<td>trockener, kalkreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Adlerfarn</strong><br/>(Pteridium aquilinum)</td>
<td>n&#228;hrstoffarme, kalkarme B&#246;den</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Ampfer-Kn&#246;terich</strong><br/>(Persicaria lapathifolia)</td>
<td>stickstoffreicher Boden, feucht-nasse Standorte</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>B&#228;renklau</strong><br/>(Heracleum in Arten)</td>
<td>feuchter, stickstoffreicher, kaliumreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beinwell</strong><br/>(Symphytum officinale)</td>
<td>n&#228;hrstoffreiche, feuchte bis nasse B&#246;den, Zeigerpflanze f&#252;r Staun&#228;sse</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Besenginster</strong><br/>(Cytisus scoparius)</td>
<td>stickstoffarmer Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Bingelkraut</strong><br/>(Mercurialis in Arten)</td>
<td>stickstoffreicher,humoser, alkalischer Boden, Ruderalpflanze,</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Breitwegerich</strong><br/>(Plantago major)</td>
<td>nasser, verdichteter, lehmiger Boden, Zeigerpflanze f&#252;r Staun&#228;sse</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Brennessel</strong><br/>(Urtica dioica)</td>
<td>geh&#246;rt zu den <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/nitrophyten">Nitrophyt</a>,  stickstoffreiche, kalkreiche, humusreiche B&#246;den </td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Echte Kamille</strong><br/>(Matricaria chamomilla)</td>
<td>stickstoffreiche B&#246;den</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Echtes Leinkraut</strong><br/>(Linaria vulgaris)</td>
<td><a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/apophyten" target="new">Apophyt</a>, kalkreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Franzosenkraut</strong><br/>(Galinsoga in Arten)</td>
<td>stickstoffreicher, humusreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Fr&#252;hlings-Hungerbl&#252;mchen</strong><br/>(Erophila verna)</td>
<td>stickstoffarme, magere und trockene Standorte, bevorzugt sandige und kiesige B&#246;den</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>G&#228;nsebl&#252;mchen</strong><br/>(Bellis perennis)</td>
<td><a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/arch%C3%A4ophyten" target="new">Arch&#228;ophyt</a>, saurer, n&#228;hrstoffarmer Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>G&#228;nsedistel</strong><br/>(Sonchus in Arten)</td>
<td>stickstoffreicher, kalkreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>G&#228;nse-Fingerkraut</strong><br/>(Potentilla anserina)</td>
<td>stickstoffreiche, lehmige und verdichtete B&#246;den, Zeigerpflanze f&#252;r Staun&#228;sse</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Gamander-Ehrenpreis</strong><br/>(Veronica chamaedrys)</td>
<td>stickstoffreicher, kalkreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Giersch</strong><br/>(Aegopodium podagraria)</td>
<td>stickstoffreicher Boden, Boden f&#252;r Schattenpflanzen,</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Hasen-Klee</strong><br/>(Trifolium arvense)</td>
<td>stickstoffarmer, trockener, magerer, saurer Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Hirtent&#228;schelkraut</strong><br/>(Capsella in Arten)</td>
<td>stickstoffreicher, n&#228;hrstoffarmer, humusreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Hornkraut</strong><br/>(Cerastium in Arten)</td>
<td>stickstoffarmer Boden, kalkreicher Boden (Acker-Hornkraut)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Huflattich</strong><br/>(Tussilago farfara)</td>
<td>kalkreicher, humusreicher Boden, oft nasse, verdichtete B&#246;den, Zeigerpflanze f&#252;r Staun&#228;sse</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Klappertopf</strong><br/>(Rhinanthus in Arten)</td>
<td>stickstoffarmer Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Klatsch-Mohn</strong><br/>(Papaver rhoeas)</td>
<td><a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/apophyten" target="new">Apophyt</a>, kalkreicher, sandiger Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Klee</strong><br/>(Trifolium in Arten)</td>
<td>kalkreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Kleiner Sauerampfer</strong><br/>(Rumex acetosella)</td>
<td>n&#228;hrstoffarme, kalkarme, leicht saure B&#246;den</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Klettenlabkraut</strong><br/>(Galium aparine)</td>
<td><a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/nitrophyten">Nitrophyt</a>, stickstoffreicher Boden, oft nasse, verdichtete B&#246;den, Zeigerpflanze f&#252;r Staun&#228;sse</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Kohl-Kratzdistel</strong><br/>(Cirsium oleraceum)</td>
<td>stickstoffreiche Feuchtwiesen</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Kreuzkraut</strong><br/>(Senecio in Arten)</td>
<td>stickstoffreiche B&#246;den</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>L&#246;wenzahn</strong><br/>(Taraxacum sect. Ruderalia)</td>
<td><a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/nitrophyten">Nitrophyt</a>, stickstoffreicher, kalkreicher, humusreicher Boden, oft nasse, verdichtete B&#246;den, Zeigerpflanze f&#252;r Staun&#228;sse</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Melde</strong><br/>(Atriplex in Arten)</td>
<td><a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/halophyten" target="new">Halophyt</a>, stickstoffreicher, kaliumreicher, humusreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Quecke</strong><br/>(Elymus repens)</td>
<td>Pionierpflanze, <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/nitrophyten">Nitrophyt</a>, stickstoffreicher Boden </td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Ringelblume</strong><br/>(Calendula officinalis)</td>
<td>kalkreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Roter Fingerhut</strong><br/>(Digitalis purpurea)</td>
<td>magnesiumreicher, kaliumreicher, saurer Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Sauerklee</strong><br/>(Oxalis in Arten)</td>
<td>n&#228;hrstoffarmer, kalkarmer, saurer Boden, Boden f&#252;r Schattenpflanzen</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Schwarzer Holunder</strong><br/>(Sambucus nigra)</td>
<td>stickstoffreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Sichelm&#246;hre</strong><br/>(Falcaria vulgaris)</td>
<td>kalkreicher, trockener Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Storchschnabel</strong><br/>(Geranium in Arten)</td>
<td>kalkreicher, trockener Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Tauben-Skabiose</strong><br/>(Scabiosa columbaria)</td>
<td>kalkreicher Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Vogelmiere</strong><br/>(Stellaria media)</td>
<td>stickstoffreicher, humusreicher, sandiger Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Wegwarte</strong><br/>(Cichorium intybus)</td>
<td>kalkreicher, alkalischer Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Wiesen-Salbei</strong><br/>(Salvia pratensis)</td>
<td>kalkreicher, eher trockener, alkalischer Boden</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Wolfsmilch</strong><br/>(Euphorbia in Arten)</td>
<td>stickstoffreicher, kalkreicher, sandiger Boden</td>
</tr>
</table>
<p><br clear="all"/></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hommage an den Mohn</title>
		<link>http://www.gartenrausch.com/2010/hommage-an-den-mohn/</link>
		<comments>http://www.gartenrausch.com/2010/hommage-an-den-mohn/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 12:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ernte]]></category>
		<category><![CDATA[Fauna & Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Giftige Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Heilpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[garten-blog]]></category>
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		<category><![CDATA[papaver orientale]]></category>
		<category><![CDATA[Türkenmohn]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Familie der Mohngew&#228;chse (Papaveraceae) geh&#246;rt zu meinen erkl&#228;rten Lieblingen, weswegen ihr nun auch endlich ein eigener Artikel gewidmet werden mu&#223;.Ob Klatschmohn (Papaver rhoeas), T&#252;rkenmohn (Papaver orientale) oder Islandmohn (Papaver nudicaule) &#8211; das Erscheinen der ersten Bl&#252;ten im Jahr l&#228;&#223;t das Herz aufgehen, denn diese &#252;berzeugen durch den starken Kontrast zwischen filigran, seidigen Bl&#252;tenbl&#228;ttern, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Familie der Mohngew&#228;chse (Papaveraceae) geh&#246;rt zu meinen erkl&#228;rten Lieblingen, weswegen ihr nun auch endlich ein eigener Artikel gewidmet werden mu&#223;.<br/>Ob Klatschmohn (Papaver rhoeas), T&#252;rkenmohn (Papaver orientale) oder Islandmohn (Papaver nudicaule) &#8211; das Erscheinen der ersten Bl&#252;ten im Jahr l&#228;&#223;t das Herz aufgehen, denn diese &#252;berzeugen durch den starken Kontrast zwischen filigran, seidigen Bl&#252;tenbl&#228;ttern, die so verg&#228;nglich und empfindlich erscheinen und dem intensiven, leuchtenden Farbrausch, der die Emotionen zum Kochen bringt mit den knallenden und oft kontrastreichen Farben wie feuerrot und mitternachtsschwarz.<br/><br />
Mohn ist wie ein Flamencotanz &#8211; streng und verspielt, beherrscht und feurig, voller Leidenschaft eben!<br />
Erfreuen Sie Ihre Sinne mit den folgenden Bildern und Sie werden verstehen wovon ich schreibe.</p>
<table>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.74.jpg" style="width:195px; border:8px solid #999933;" alt="Mohn" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4709.JPG" style="width:195px; border:8px solid #999933;" alt="Mohn" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4719.JPG" style="width:195px; border:8px solid #999933;" alt="Mohn" /></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4711.JPG" style="width:195px; border:9px solid #999933;" alt="Mohn" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.225.jpg" style="width:195px; border:8px solid #999933;" alt="Mohn" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4707.JPG" style="width:195px; border:9px solid #999933;" alt="Mohn" /></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.224.jpg" style="width:195px; border:8px solid #999933;" alt="Mohn" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4721.JPG" style="width:195px; border:8px solid #999933;" alt="Mohn"/></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.10_0.jpg" style="width:195px; border:11px solid #999933;" alt="Mohn" /></td>
</tr>
</table>
<p><br/></p>
<h3>Mohn als Staude f&#252;r den Garten</h3>
<p>Die Familie der Mohngew&#228;chse umfasst weltweit ca. 70 Arten. Charakteristisch f&#252;r alle Mohngew&#228;chse sind die auff&#228;lligen Bl&#252;ten, die aus vier zarten Kronenbl&#228;ttern bestehen und meistens in sehr kr&#228;ftigen Farben erscheinen wie leuchtend rot oder orange oft mit schwarzer Mitte.<br/> Von hohem Wiedererkennungswert ist ebenfalls die Samenkapsel, die den feinen Samen enth&#228;lt, den man auch als Mohnk&#246;rner in Brot und Kuchen findet. Die Kapseln lassen sich sehr gut trocknen und werden f&#252;r Trockenblumengestecke verwendet.<br/>Die Pflanze w&#228;chst horstartig und bildet im Herbst eine Blattrosette aus gefiederten, blaugr&#252;nen, lanzettlichen, silbrig behaarten Bl&#228;ttern aus, die immergr&#252;n &#252;berwintert. Nach der Bl&#252;te im Mai / Juni ziehen sich die Bl&#228;tter ein. Die Pflanze ist &#252;ber den Sommer also quasi nicht sichtbar, weswegen es nicht empfehlenswert ist, ein reines Mohnbeet anzulegen. Man sollte den Mohn eher ganz gezielt mit anderen Stauden kombinieren, die diese L&#252;cke durch ihr Wachstum verdecken und die farblich auch mit den oft etwas krassen Farben des Mohns harmonieren. Mit blau und wei&#223; ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Wer es mag, kann nat&#252;rlich auch ganz gewagt den Mohn mit anderen krachigen Farben kombinieren wie leuchtend gelb, orange, rosa und pink.<br/><br />
<strong>Als Begleitstauden f&#252;r den Mohn eignen sich folgende:</strong></p>
<ul>
<li>Rittersporn (Delphinium in Arten und Sorten)</li>
<li>Schleierkraut (Gypsophila paniculata)</li>
<li>Lupine (Lupinus in Arten und Sorten)</li>
<li>Lavendel (Lavendula in Arten und Sorten))</li>
<li>Sommersalbei (Salvia nemorosa)</li>
<li>Scharfgarbe (Achillea in Arten und Sorten)</li>
<li>Sonnenhut (Rudbeckia in Arten und Sorten)</li>
<li>Sommermargerite (Leucanthemum vulgare)</li>
</ul>
<p>Eigentlich ist der Mohn eine sehr unkomplizierte Pflanze, wenn man ein paar grunds&#228;tzliche Dinge beachtet. Deswegen hier <strong>ein paar Tips zum richtigen Standort und zur Pflege von Mohngew&#228;chsen</strong>:</p>
<ol>
<li>Mohngew&#228;chse geh&#246;ren zu den Tiefwurzlern. Sie bilden mit der Zeit eine sehr tief reichende Pfahlwurzel aus. Deswegen mag der Mohn an dem Ort bleiben, an dem er erstmalig ein Zuhause gefunden hat. Setzt man den Mohn um, so nimmt er einem dies sehr &#252;bel, in dem er erstmal vor sich hin k&#252;mmert, nicht bl&#252;ht und manchmal ganz sein Leben aushaucht. Finden Sie also f&#252;r Ihren Mohn von Anfang an den richtigen Platz.</li>
<li>Wegen der empfindlichen Pfahlwurzel ist es nicht empfehlenswert den Boden direkt um die Pflanze durch tiefes Hacken aufzulockern. Dabei besteht erh&#246;hte Gefahr, die Wurzel zu verletzen. Auch dieses nimmt der Mohn sehr &#252;bel. Lockern Sie den Boden im Fr&#252;hjahr nur ganz vorsichtig und oberfl&#228;chlich auf, dann kann nichts passieren. Wenn Sie dann noch etwas Kompost oder ersatzweise Hornsp&#228;ne untermischen, dann dankt es ihnen der Mohn mit leuchtendem Bl&#252;tenreichtum.</li>
<li>Die tiefen Wurzeln haben auch einen Vorteil, denn man mu&#223; den Mohn so gut wie nie gie&#223;en. Er kann sich mit Hilfe der Wurzeln auch bei l&#228;ngerer Trockenheit wunderbar selbst versorgen aus den tieferen Bodenschichten. Daf&#252;r ist die Wurzel anf&#228;llig f&#252;r F&#228;ulnisbildung bei Staun&#228;sse. Der Mohn liebt aus diesem Grunde einen lockeren und durchl&#228;ssigen Boden, der gerne n&#228;hrstoffreich und humos sein darf.</li>
<li>Der Standort sollte sehr sonnig sein. Das bringt dann auch die Farben so richtig zum leuchten.</li>
<li>Lassen Sie dem Mohn nach der Bl&#252;te Zeit, die Bl&#228;tter selbstst&#228;ndig einzuziehen. Schneiden Sie die Reste wirklich erst ab, wenn sie vertrocknet sind.</li>
<li>Die verbl&#252;hten Bl&#252;ten entfernen, um die kraftraubende Samenbildung zu vermeiden. Dies verhindert unter Umst&#228;nden auch das ungewollte selbstst&#228;ndige Auss&#228;en.</li>
</ol>
<h3> Folgende 4 Arten sind f&#252;r den Anbau im Garten als Zierpflanze geeignet:</h3>
<ol>
<img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4718.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:150px; border:8px solid #999933;" alt="t&#252;rkenmohn" /></p>
<li><strong>T&#252;rken-Mohn</strong> (Papaver orientale)<br/>
<ul>
<li><i>Merkmale:</i> Mehrj&#228;hrige Staude mit horstartigen und aufrechten Wuchs. Je nach Sorte 30 &#8211; 100 cm hoch, gefiederte und behaarte Bl&#228;tter, Bl&#252;tenfarbe in scharlachrot, rosa, wei&#223; oder orange zum Teil mit schwarzer Mitte. Die Bl&#252;ten k&#246;nnen einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen.</li>
<li><i>Bl&#252;tezeit:</i> Mai bis Juli</li>
<li><i>Verwendung:</i> Eine klassische Bauerngartenstaude. Geeignet als Leitstaude f&#252;r Beete und Rabatten in Einzelstellung oder auch als kleine Gruppe.</li>
<li><i>Standort:</i> Vertr&#228;gt keine Staun&#228;sse, deswegen lockere, durchl&#228;ssige, n&#228;hrstoffreiche B&#246;den in voller Sonne.</li>
<li><i>Vermehrung:</i>Durch Wurzelstecklinge nach der Bl&#252;te, Pflanzung m&#246;glichst im Fr&#252;hjahr mit einem Abstand von 50 bis 80 cm.</li>
<li><i>Pflege:</i> Wie zuvor beschrieben.</li>
<li><i>Besonderheiten:</i>Sehr viele Sorten mit attraktiven Bl&#252;ten in unterschiedlichen Farben und Gr&#246;&#223;en, gef&#252;llt und einfach sind im Handel erh&#228;ltlich</li>
</ul>
</li>
<p><br clear="all"/></p>
<li><strong>Alpen-Mohn</strong> (Papaver alpinum)<br/>
<ul>
<li><i>Merkmale:</i> Buschige, immergr&#252;ne Staude mit einer Gesamth&#246;he von 15 &#8211; 20 cm. Die Bl&#228;tter sind schmal gefiedert. Die Bl&#252;ten sind zierlich mit einem Durchmesser von 4 cm in reinem wei&#223; mit einem zartgelben Zentrum und gelben Staubbl&#228;ttern.</li>
<li><i>Bl&#252;tezeit:</i> Juni / Juli</li>
<li><i>Verwendung:</i> Der Alpen-Mohn ist eine Pflanze f&#252;r den Steingarten, auf Trockenmauern aus Kalkstein und in Steintr&#246;gen.</li>
<li><i>Standort:</i> Durchl&#228;ssiger Boden am besten mit Schotteruntermischung.</li>
<li><i>Vermehrung:</i> Aussaat zwischen Februar und April, Pflanzabstand ungef&#228;hr 15 cm. Der Alpen-Mohn versamt sich oft selbstst&#228;ndig. im Sp&#228;therbst ist auch eine Vermehrung mit Wurzelstecklingen m&#246;glich.</li>
<li><i>Pflege:</i> anspruchslose und damit pflegeleichte Staude. Ben&#246;tigt nur in sehr strengen Wintern eine Abdeckung mit Fichtenreisig.</li>
<li><i>Besonderheiten:</i> Der Alpen-Mohn hat mehrere Unterarten, die sich durch unterschiedliche Bl&#252;ten- und Blattfarben sowie ihr Vorkommen unterscheiden. Interessant ist der Rh&#228;tische Alpenmohn (P. alpinum subsp. rhaeticum) mit mit goldgelb bis orange gef&#228;rbten Bl&#252;ten sowie der Kerner-Alpenmohn  (P. alpinum subsp. kerneri) mit rein gelben Bl&#252;ten.</li>
</ul>
</li>
<p><br/><br />
<img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_1734.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:150px; border:8px solid #999933;"   alt="islandmohn" /></p>
<li><strong>Island-Mohn</strong> (Papaver nudicaule)<br/>
<ul>
<li><i>Merkmale:</i> Meistens nur ein- beziehungsweise zweij&#228;hrige Staude mit aufrechtem Wuchs und 20- 50 cm H&#246;he. Die bl&#228;tter sind blaugr&#252;n, gefiedert und behaart. Der Islandmohn hat oft verschiedene Bl&#252;tenfarben  an einer Pflanze mit wei&#223;en, gelben, orangen, rosanen und roten Bl&#252;ten mit einem Durchmesser von maximal 8 cm.</li>
<li><i>Bl&#252;tezeit:</i> April bis September</li>
<li><i>Verwendung:</i> Im Steingarten,in Rabatten, Beeten und auch als Balkon- und K&#252;belpflanze m&#246;glich.</li>
<li><i>Standort:</i> Durchl&#228;ssiger, kalkhaltiger Boden, gerne sandig oder mit Steinen durchsetzt.</li>
<li><i>Vermehrung:</i> Aussaat im Juli oder Wurzelstecklinge im Sp&#228;therbst. Nach frostfreier &#220;berwinterung Pflanzung im Fr&#252;hjahr ins Freiland mit einem Pflanzabstand von 20 bis 25 cm. Islandmohn s&#228;t sich gerne selbst aus.</li>
<li><i>Pflege:</i>Wie zuvor beschrieben</li>
</ul>
</li>
<p><br clear="all"/><br />
<img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4849.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:150px; border:8px solid #999933;" alt="klatschmohn" /></p>
<li><strong>Klatschmohn</strong> (Papaver rhoeas)<br/>
<ul>
<li><i>Merkmale:</i> Unkomplizierte, einj&#228;hrige, wenig verzweigte Pflanze mit einer H&#246;he von 30 bis 80 cm. Die Bl&#228;tter sind behaart, eingeschnitten bis gefiedert. Klatschmohn bl&#252;t meistens scharlachrot mit schwarzer Mitte. Es gibt aber auch wei&#223;e und rosafarbene Exemplare.</li>
<li><i>Bl&#252;tezeit:</i> Mai bis Juli</li>
<li><i>Verwendung:</i> In der Blumenwiese oder in naturnahen Bereichen des Gartens kombiniert mit Kornblume und Margerite.</li>
<li><i>Standort:</i> Siehe Alpen-Mohn</li>
<li><i>Vermehrung:</i>Aussaat an Ort und Stelle ab M&#228;rz / April </li>
</ul>
</li>
<p><br clear="all"/>
</ol>
<h3>Die Heilpflanze Mohn</h3>
<p><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/013_28.jpg" style="float:right;margin-left:20px;margin-right:5px;margin-bottom:10px;width:170px; border:8px solid #999933;"  alt="schlafmohn" /><br />
Wenn man von Mohn als Heil- und Nutzpflanze spricht, dann meint man nicht die zuvor beschriebenen Arten, sondern die Mohnart Papaver somniferum auch bekannt als sogenannter Schlaf-Mohn. Dieser z&#228;hlt tats&#228;chlich zu einer der &#228;ltesten Nutzpflanzen der Menschheitsgeschichte, denn es gibt Hinweise auf seine Nutzung schon in der Jungsteinzeit um 6000 v.Chr..<br/><br />
Genutzt werden zwei seiner Qualit&#228;ten: Zum einen die Samen, die man als Backzutat &#8220;Mohn&#8221; kennt und zum anderen sein giftiger Milchsaft, der Alkaloide enth&#228;lt, welche f&#252;r die Herstellung von Opium, Heroin, Morphin und Codein genutzt wird.<br/>Das Lebensmittel Mohnsaat geh&#246;rt zu den calciumreichsten mit einem Calciumgehalt von 2,475 %. Mohnsaat ist au&#223;erdem reich an Vitamin B. Der Morphingehalt ist &#252;brigens sehr gering und damit nicht sch&#228;dlich f&#252;r den Menschen. Dennoch sollte man wissen, dass der zeitnahe Genu&#223; von Mohnsamen durchaus einen Drogentest positiv werden lassen kann. Der Samen kann gepresst und zu &#214;l weiterverarbeitet werden. Mohn&#246;l ist lecker als Salat&#246;l.<br />
Alle Erzeugnisse aus dem Milchsaft der Mohnpflanze sind verschreibungspflichtig und unterliegen dem Bet&#228;ubungsmittelgesetz. Dieses verbietet in Deutschland den ungenehmigten Anbau und Vertrieb aller Teile der Pflanze. Auch als Privatperson darf man Papaver somniferum nicht einmal als Zierpflanze im Garten stehen habe, au&#223;er man hat eine Sondergenehmigung.<br/> Wenn man von dem Mi&#223;brauch der Wirkstoffe absieht, dann ist der Schlafmohn eine sehr bedeutende Heilpflanze.<br/></p>
<p><br clear="all"/></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>21.Juni &#8211; langersehnter Sommeranfang:  Mitsommernacht, Sommersonnenwende, St. Johannes-Nacht</title>
		<link>http://www.gartenrausch.com/2010/21-juni-langersehnter-sommeranfang-mitsommernacht-sommersonnenwende-st-johannes-nacht/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 09:31:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brauchtum & Rituale]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreszeiten]]></category>
		<category><![CDATA[garten-blog]]></category>
		<category><![CDATA[gartenblog]]></category>
		<category><![CDATA[sommeranfang]]></category>
		<category><![CDATA[sonnenwendfeuer]]></category>

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		<description><![CDATA[Besonders in diesem Jahr mit seinem langen Winter und extrem kalten Fr&#252;hling ist er besonders sehnlichst erwartet: Der Sommer!! Auf der n&#246;rdlichen Hemisph&#228;re beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende am 21.Juni eines jeden Jahres. Dies ist der Tag mit dem l&#228;ngsten Tag und der k&#252;rzesten Nacht. Die Sonne steht direkt &#252;ber dem n&#246;rdlichen Polarkreis und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Besonders in diesem Jahr mit seinem langen Winter und extrem kalten Fr&#252;hling ist er besonders sehnlichst erwartet:<br />
<h3><span style="color: #ff6600;">Der Sommer!!</span></h3>
<p>Auf der n&#246;rdlichen Hemisph&#228;re beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende am 21.Juni eines jeden Jahres. Dies ist der Tag mit dem l&#228;ngsten Tag und der k&#252;rzesten Nacht. Die Sonne steht direkt &#252;ber dem n&#246;rdlichen Polarkreis und hat damit ihren n&#246;rdlichsten Punkt erreicht bevor sie sich wieder auf die Reise begiebt in Richtung &#196;quator.<br/>Direkt am n&#246;rdlichen Polarkreis geht an diesem Tag die Sonne garnicht unter.Man nennt dort diesen Tag auch Polartag. Die sogenannte Mitternachtssonne sinkt herab auf den Horizont und steigt wieder auf, statt wie normalerweise am Horizont unterzugehen. Es wird also nie richtig dunkel, weswegen dieses Ph&#228;nomen auch als &#8220;Wei&#223;e Nacht&#8221; bekannt ist.<br/></p>
<div align="center"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/DSCN2517.JPG" style="width:350px;" alt="Sonnenuntergang"/></div>
<p> Je n&#246;rdlicher man sich vom n&#246;rdlichen Polarkreis aus gesehen begibt desto mehr &#8220;Wei&#223;e N&#228;chte&#8221; kann man im Polargebiet erleben. Dort wird es an einigen Orten oft wochenlang nicht richtig dunkel. Die Umkehrung findet nat&#252;rlich ebenso im Winter statt, in dem es genauso wochenlang nicht hell wird.<br/><br />
Diese starke Beeinflussung des Lebens durch die Sonne mit Helligkeit und Dunkelheit erkl&#228;rt, warum die Sommersonnenwende als Fest an Bedeutung zunimmt je n&#246;rdlicher man lebt. In Skandinavien, dem Baltikum und Finnland ist dieses Fest deswegen ein sehr bedeutender Feiertag, der teilweise gleichzusetzen ist mit unserem Weihnachtsfest.<br/></p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Geschichte und Mythos der Sommersonnenwende </span></h3>
<p>Die Sommersonnenwende ist ein sehr altes Fest heidnischen Ursprungs wie alle Sonnenfeste, da der Mensch im Laufe seiner Entwicklungsgeschichte schon immer in starker Abh&#228;ngigkeit vom Sonnenkreislauf stand. Da die Unterschiede zwischen Sommer und Winter im hohen Norden Europas am kontrastreichsten sind, hat das Fest vor allem seine Wurzeln in den keltischen und germanischen Traditionen.<br/><br />
Die Kelten feierten dieses Fest gleich mehrere Tage lang zu Ehren der Erdenmutter, da es sich um die sch&#246;nste Zeit im Jahr handelte, denn das Wetter war meist warm und angenehm und die Natur pr&#228;sentierte sich in ihrer ganzen Pracht und &#220;ppigkeit. Erstes Gem&#252;se war schon reif und die kommende Ernte im Wachsen. Man sagte auch die Erdg&#246;ttin sei gerade schwanger mit den Fr&#252;chten der Erde. Deswegen ist es nicht weiter verwunderlich, das die Festlichkeiten sehr lebendig, lustvoll und ekstatisch begangen wurden. Man tanzte trancegleich nackt und nur geschm&#252;ckt mit Blumen und gr&#252;nen Zweigen  n&#228;chtelang um lodernde Feuer und huldigte so der Fruchtbarkeit der Erde. Selbsgebrautes Starkbier mit aphrodisierenden und halluzinogenen Kr&#228;utern angereichert wurde getrunken, so dass nicht verwunderlich ist, dass die T&#228;nzer in wilde ekstatische T&#228;nze verfielen, die man sp&#228;ter in christlicher Zeit als Veits-Tanz bezeichnete. Alles in allem ein Fest also der &#252;bersch&#228;umenden  Freude, Lebendigkeit und Fruchtbarkeit, an dem der Mensch den G&#246;ttern nahe kommen konnte.<br/> Die Kr&#228;uter, die traditionell sowohl f&#252;r das Getr&#228;nk als auch f&#252;r den K&#246;rperschmuck verwendet wurden, sollen folgende sein:</p>
<ul>
<li>Johanniskraut (Hypericum perforatum)</li>
<li>Beifu&#223; (Artemisia vulgaris)</li>
<li>Eisenkraut (Verbena officinalis)</li>
<li>Kamille (Matricaria chamomilla)</li>
<li>Holunderbl&#252;ten (Sambucus nigra)</li>
<li>Schafgarbe (Achillea millefolium)</li>
<li>Gundelrebe (Glechoma hederacea)</li>
<li>Blutwurz (Potentilla erecta)</li>
<li>B&#228;rlapp (Lycopodium bisdepuratum)</li>
<li>Arnika (Arnica montana)</li>
<li>Ringelblume (Calendula officinalis)</li>
<li>K&#246;nigskerze (Verbascum in Arten)</li>
<li>K&#252;mmel (Carum carvi)</li>
</ul>
<p>Andere Kulturen wie beispielsweise die germanische verehrten an diesem Tag mehr den Sonnengott oder zum Teil auch die Sonneng&#246;ttin, die an diesem Tag h&#228;ufig durch K&#246;pfen rituell ermordet werden, um in eine andere Daseinsform &#252;berzugehen oder anders ausgedr&#252;ckt der Gott der Jahreszeiten stirbt auf dem H&#246;hepunkt seiner Macht und der Kreislauf kann neu beginnen.<br/><br />
Mit der Christianisierung Europas waren die heidnischen und wilden Gebr&#228;uche nicht mehr geduldet. Da Johannes der T&#228;ufer aber an einem 24,Juni geboren wurde, verwendete man Bestanteile des urspr&#252;nglichen Sonnenwendfestes, um ein neues christliches Fest zu begr&#252;nden, dass die heidnischen Rituale verdr&#228;ngen sollte.   Erhalten geblieben ist seit Urzeiten das Feuer, das in unserem Kulturraum eher als Johanni-Feuer bekannt ist. Dieses wird traditionell auf hohen Bergen entz&#252;ndet zum einen als Symbol f&#252;rdie Sonne stellvertretend f&#252;r Christus und zum anderen als Schutzfeuer, das b&#246;se D&#228;monen, Krankheiten, mi&#223;gebildete Kinder und Hagelschaden fern halten soll. Zu diesem Zweck verbrannte man vielerorts symbolisch Strohpuppen im Feuer.<br/><br />
W&#228;hrend der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland hat man sich einiger alter germanischer Gebr&#228;uche bedient und diese mi&#223;braucht, indem die Sonnenwendfeste zu offiziellen Feiertagen erhoben und mit den Ideologien des Nationalsoziolismus gespickt wurden. Deswegen ruft das Sonnenwendfest noch oft einen bitteren Beigeschmack bei vielen Menschen hervor und hat oft einen schlechten Ruf.<br/> </p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Sommersonnenwende heute</span></h3>
<p>Was bleibt also &#252;brig von diesem alten Brauchtum? Der l&#228;ngste Tag im Jahr ist auch heute noch ein wirklich guter Grund zum Feiern, auch wenn ein bi&#223;chen Wehmut mitspielt, da klar ist, dass die N&#228;chte ab dann wieder l&#228;nger werden und einen ersten Hauch des Winters ank&#252;ndigen. Umso dringender mu&#223; die kurze Zeit des unbeschwerten Sommers genossen werden.<br/><br />
Geblieben ist unausweichlich das Sch&#252;ren und Umtanzen eines Feuers als Element, dass in allen Kulturen wie ein roter Faden vorhanden ist. Geblieben ist auch das Anfertigen von Blumenschmuck aus Kr&#228;utern und gr&#252;nen Zweigen in unterschiedlichster Form, sei es als Johanniskrone oder schlicht als Kr&#228;nze im Haar der M&#228;dchen. Es gibt Orte, an denen spezielles Bier gebraut wird, doch meistens wird es wohl eher gekauft und reichlich konsumiert. Der schwedische Brauch, die ersten frischen Kartoffeln mit Hering, Sauerrahm und Schnittlauch zubereitet sowie als Nachtisch frische Erdbeeren mit Sahne zu reichen, durchweicht mancherorts die heimischen Gebr&#228;uche.<br/><br />
Eine weitere sch&#246;ne Tradition aus Schweden f&#252;r junge, unverheiratete M&#228;dchen ist das Sammeln von sieben verschiedenen Wildkr&#228;utern von sieben verschiedenen Wiesen in der Nacht der Sommersonnenwende. Diese werden unter das Kopfkissen gelegt. Hat man das Sammeln schweigend und in aller Stille vollzogen, so wird man in der Nacht von seinem zuk&#252;nftigen Ehemann tr&#228;umen. Das Geheimnis des Namens darf jedoch auf gar keinen Fall geteilt werden, sonst geht die Verbindung nicht in Erf&#252;llung.<br/><br />
<strong>Zu guter letzt noch ein Tip f&#252;r den G&#228;rtner:</strong><br />
Tats&#228;chlich sind die Tage rund um den Sommeranfang sehr gut geeignet f&#252;r das erste Ernten vieler Kr&#228;uter. Diese stehen zum Teil noch vor der Bl&#252;te und sind jetzt besonders stark angereichert mit wertvollen &#228;therischen &#214;len und anderen wichtigen Geschmacksstoffen.<br/> </p>
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		<item>
		<title>Es geht auch ohne Gift - Biologischer Pflanzenschutz mit Hilfe von Kr&#228;uterausz&#252;gen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 15:11:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Brennesseljauche Pflanzenbrühe]]></category>
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		<category><![CDATA[Kräuterauszüge]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir leben in einem spannenden Jahrhundert. Unter anderem h&#228;lt das Wetter jedes Jahr etwas Neues und Unerwartetes f&#252;r uns bereit.Das Jahr 2010 zeichnet sich da bisher besonders aus durch einen sehr langen Winter, gefolgt von einem &#228;u&#223;erst kalten und regenreichen Mai, der uns nun schon im Fr&#252;hling einen neuen Ansturm von Armeen von Blattl&#228;usen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben in einem spannenden Jahrhundert. Unter anderem h&#228;lt das Wetter jedes Jahr etwas Neues und Unerwartetes f&#252;r uns bereit.<br/>Das Jahr 2010 zeichnet sich da bisher besonders aus durch einen sehr langen Winter, gefolgt von einem &#228;u&#223;erst kalten und regenreichen Mai, der uns nun schon im Fr&#252;hling einen neuen Ansturm von Armeen von Blattl&#228;usen und Pilzen auf unsere G&#228;rten und Felder beschert.<br/><br />
Zum Gl&#252;ck kann man sich erstaunlicherweise doch immer noch auf die Natur verlassen, denn  Beobachtungen in meinem Garten erwecken in mir den Eindruck, als ob eine abgeschw&#228;chte Form der Marienk&#228;ferplage aus Norddeutschland vom letzten Jahr nun auch S&#252;ddeutschland erreicht hat und das ist aus g&#228;rtnerischer Sicht auch gut so.<br/>Tats&#228;chlich sind die Marienk&#228;fer gleichzeitig mit den Blattl&#228;usen erschienen und d&#252;rfen sich nun wie im Schlaraffenland f&#252;hlen, da sie Blattl&#228;use als besonderen Leckerbissen auf ihrer Speisekarte stehen haben.<br/> </p>
<table>
<tr>
<td valign=top><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4660.JPG" style="width:180px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="marienk&#228;fer" /><a href=''>Pflanzenbilder von www.kultur-pflanze.de</a></td>
<td valign=top><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4704.JPG" style="width:180px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="blattl&#228;use" /></td>
<td valign=top><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4703.JPG" style="width:180px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="marienk&#228;ferlarve" /></td>
</tr>
<tr>
<td><i>Marienk&#228;fer (Coccinellidae) bei der Paarung</i></td>
<td><i>R&#246;hrenblattl&#228;use (Aphididae) auf dem Neuaustrieb einer Wildrose</i></td>
<td><i>Maik&#228;ferlarve beim Fressen von Blattl&#228;usen</i></td>
</tr>
</table>
<p>Damit w&#228;ren wir auch schon mitten im <a href='http://www.plamundo.de/tree/243/Biologische-Pflanzenschutzmittel/' title='biologische Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung'>biologischen Pflanzenschutz</a> gelandet, denn dieser besteht aus verschiedenen M&#246;glichkeiten der Angriffsstrategien:</p>
<ol>
<li>Der Einsatz von sogenannten <strong>N&#252;tzlingen</strong>, die auf ihrem Speiseplan genau die Tiere stehen haben, die wir als Sch&#228;dlinge bezeichnen (siehe Marienk&#228;fer und Blattl&#228;use)</li>
<li><strong>Kr&#228;uterausz&#252;ge aus Wildkr&#228;utern</strong> k&#246;nnen sehr leicht hergestellt und als biologisches Spritzmittel verwendet werden zur direkten Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung ohne andere Pflanzen und Tiere zu sch&#228;digen beziehungsweise ohne Nachwirkungen auf den Menschen. </li>
<li><strong>Mechanischer Pflanzenschutz</strong> beinhaltet das klassische Absammeln oder Abspritzen der Sch&#228;dlinge von dn Pflanzen, das Entfernen befallenen Pflanzenteile sowie das Aufstellen von Fallen oder Schutzma&#223;nahmen wie Insekten- und Vogelschutznetzen oder Schneckenz&#228;unen.</li>
<li>Vorbeugender Pflanzenschutz mit Hilfe von <strong>nat&#252;rlichen Pflanzenst&#228;rkungsmitteln</strong> und korrektem Pflanzengebrauch. Eine gesund Pflanze, die den richtigen Standort und die richtigen Lebensbedingungen hat, wird weniger h&#228;ufig von Pflanzensch&#228;dlingen heimgesucht und kann eine Attacke gegebenenfalls leichter wegstecken.</li>
</ol>
<p><br/></p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Brennesseljauche, Ackerschachtelhalmbr&#252;he, Knoblauchtee &#038; Co</span></h3>
<p>Ich m&#246;chte mich an dieser Stelle den bew&#228;hrten Hausmitteln zuwenden, die schon seit Urzeiten f&#252;r die Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung in G&#228;rten eingesetzt wurden.<br/>Einige Vorteile der Kr&#228;uterausz&#252;ge wurden zuvor schon genannt. Erg&#228;nzend w&#228;re dem noch hinzuzuf&#252;gen, dass diese Mittel wiklich sehr leicht herzustellen und dabei auch noch billig sind, denn in den meisten F&#228;llen kann man die Kr&#228;uter in der Natur sammeln oder im eigenen Garten im Kr&#228;uterbeet finden. Dazu ben&#246;tigt man in der Regeln nur einen 10 Liter Eimer, Wasser und etwas Arbeit und Geduld.<br/><br />
<strong><span style="color: #ff6600;">Folgende Grundrezepte kommen f&#252;r diesen Zweck in Frage:</span></strong></p>
<ul>
<li><strong>Jauche</strong><br/>Eine Kr&#228;uterjauche ist ein vergorener Kr&#228;utersud aus kleingeschnittenen Pflanzenbestandteilen und Regenwasser. Am bekanntesten ist hier sicherlich die Brennesseljauche. Die Rezepturen, die man so findet variieren in den Angaben leider sehr stark und k&#246;nnen vermutlich auch nicht so konkret genannt werden, da die einzelne Pflanze je nach Wachstumsphase unterschiedlich hohe Konzentrationen von dem ben&#246;tigten Wirkstoff aufweist. Die Angaben handeln sich also um ungef&#228;hre Richtwerte. Experimentierfreude ist gefragt!<br/><br />
<strong>Rezept f&#252;r Brennesseljauche</strong></p>
<ol>
<li>Sie ben&#246;tigen ein Fass aus Holz oder Kunststoff, das nicht zu klein dimensioniert sein sollte. Unbedingt Metallgef&#228;&#223;e vermeiden, da das Metall w&#228;hrend des G&#228;rungsprozesses mit der Jauche reagieren und ungewollte chemische Reaktionen ausl&#246;sen kann. Platzieren Sie das Fass an einem m&#246;glichst sonnigen Ort. Je w&#228;rmer der Platz desto schneller ist der G&#228;rprozess beendet.</li>
<li>Sammeln Sie die oberirdischen Bestandteile von nicht bl&#252;henden Brennesseln und zerkleinern Sie sie grob. Man ben&#246;tigt ungef&#228;hr 1 kg Frischmaterial auf 10 Liter Wasser.</li>
<li>Die zerkleinerten Brennesseln werden in das Fass gegeben und mit Regnwasser aufgegossen, so dass m&#246;glichst ein Abstand zum Rand von einer Handbreit entsteht. W&#228;hrend des G&#228;rprozesses kommt es zu Schaum- und Bl&#228;schenbildung, so dass die Fl&#252;ssigkeit &#252;berlaufen k&#246;nnte.</li>
<li>Das Fass bleibt unverschlossen an einem sonnigen Ort stehen. Man kann es eventuell mit einem Drahtgitter bedecken, um zu verhindern, dass Bl&#228;tter oder Insekten hineinfliegen. F&#252;r die G&#228;rung ist Sauerstoff dringend notwendig. Deswegen sollte zus&#228;tzlich die Jauche einmal t&#228;glich umger&#252;hrt werden.</li>
<li>Da w&#228;hrend der G&#228;rung immer unangenehme Ger&#252;che entstehen, sollte man von vornherein einen Standort w&#228;hlen, der einsam genug liegt, damit sich niemand bel&#228;stigt f&#252;hlt. Zus&#228;tzlich kann man zur Geruchsbindung etwas Steinmehl oder Baldrinbl&#252;tenextrakt auf die Oberfl&#228;che geben.</li>
<li>Nach 1 1/2 bis 3 Wochen ist die Brennesseljauche fertig. Sie hat dann eine braune Farbe und die Brennesselbestandteile sind auf den Boden des Fasses gesunken. Au&#223;erdem findet keine Bl&#228;schenbildung mehr statt. Sie k&#246;nnen nun das Fass mit einem Deckel verschlie&#223;en. Die Jauche ist f&#252;r die gesamte Gartensaison haltbar.</li>
<li>Man sollte die Jauche vor dem Ausbringen sowohl sorgf&#228;ltig durchsieben als auch unbedingt mit Wasser im Verh&#228;ltnis von 1:10 verd&#252;nnen. Sie wird direkt in den Wurzelbereich gegeben. Als Spritzmittel mu&#223; die Jauche im Verh&#228;ltnis 1:50 verd&#252;nnt werden und wirkt dann direkt auf Triebspitzen und Bl&#228;ttern gegen Blattl&#228;use und Spinnmilben.</li>
</ol>
<p>Brennesseljauche dient nicht nur als Pflanzenschutzmittel, sondern eignet sich gleichzeitig hervorragend als stickstoff- und kalihaltigen D&#252;nger, der vor allem f&#252;r starkzehrende Pflanzen wie Tomaten und Kohl eingesetzt werden kann.<br/>Nat&#252;rlich k&#246;nnen auch andere Kr&#228;uter wie Beinwell oder Rainfarn zu Jauchen verarbeitet werden ebenso wie Knoblauch, Zwiebeln und sogar Komposterde und Tierexkremente. Vorsichtig mu&#223; man allerdings immer mit der Verd&#252;nnung sein, da zu kr&#228;ftige Jauchen sowohl die Bildung von geilen Trieben f&#246;rdern als auch Verbrennungen an den Pflanzen verursachen k&#246;nnen.</li>
<li><strong>Br&#252;he</strong><br/>Um eine Kr&#228;uterbr&#252;he zu erhalten ben&#246;tigt man ungef&#228;hr 1 kg Pflanzenteile auf 10 Liter Regenwasser. Man legt die Kr&#228;uter f&#252;r 24 Stunden in der entsprechenden Menge Wasser ein und l&#228;&#223;t sie ziehen. Nach Ablauf dieser Zeitkocht man den gesamten Sud auf und l&#228;&#223;t ihn f&#252;r eine halbe Stunde leicht sieden. Nach dem Abk&#252;hlen kann die Br&#252;he abgesiebt und direkt verwendet werden. Auch die Br&#252;he mu&#223; vor der Verwendung mit Regenwasser verd&#252;nnt werden.<br/><br />
<strong>Typische Pflanzen aus denen Br&#252;hen hergestellt werden, sind:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Ackerschachtelhalm</strong> (Equisetum arvense) &#8211;> Vorbeugend gegen Pilzkrankheiten. Kann auch ohne Probleme mit Brennesseljauche vermischt werden.</li>
<li><strong>Wurm-</strong> (Dryopteris filix-mas) <strong>und Adlerfarn</strong> (Pteridium aquilinum) &#8211;> Spritzmittel gegen Schild-, Schmier- und Blutl&#228;use.</li>
<li><strong>Rainfarn</strong> (Tanacetum vulgare) &#8211;> Gie&#223;- und Spritzmittel gegen Rost und Mehltau sowie gegen Blattwespen, Brombeer- und Erdbeermilben, Erdbeerbl&#252;tenstecher und Himbeerk&#228;fer.</li>
<li><strong>Wermut</strong> (Artemisia absinthium) &#8211;>Unverd&#252;nnte Spritzungen gegen Blattl&#228;use, S&#228;ulenrost an Johannisbeeren, Raupen, Kohlwei&#223;linge und Ameisen.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Tee</strong><br/>Um einen Kr&#228;utertee zu erhalten &#252;berbr&#252;hen Sie die Pflanzenteile (frisch oder getrocknet) mit kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen. Er kann dann abgeseiht und nach dem Abk&#252;hlen direkt verwendet werden.<br/><br />
Am h&#228;ufigsten wird sicherlich ein <strong>Zwiebel-Knoblauchtee</strong> eingesetzt, der allgemein gegen Ungeziefer und Pilze wirkt. Man verwendet f&#252;r die Herstellung 75g gehacktes Frischmaterial auf 10 Liter Wasser. Beiden Bestandteilen wird eine antibiotische und und keimhemmende Wirkung nachgesagt.</li>
<li><strong>Kaltwasserauszug</strong><br/>Pflanzenteile werden f&#252;r maximal 1 bis 2 Tage in kaltes Wasser eingelegt. Man siebt die festen Bestandteile danach ab und kann den Kaltwasserauszug sofort verwenden. Dieser darf auf gar keinen Fall g&#228;ren.<br/> Bekannt ist der <strong>Tomatenbl&#228;tter-Auszug</strong>, der vor allem als Spritzmittel zur Flugzeit der Kohlwei&#223;linge bei Kohlarten zum Einsatz kommt, um die Falter von den Pflanzen abzuhalten.</li>
</ul>
<p><br/></p>
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		<title>Nachtrag zur Maik&#228;ferplage 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 09:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fauna & Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>
		<category><![CDATA[maikäferplage 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach allen schlimmsten Bef&#252;rchtungen ist dies der einzige Maik&#228;fer, den ich bisher in meinem Garten zu Gesicht bekommen habe.Da ich aber im Fr&#252;hjahr jede Menge Engerlinge beim Umgraben entdeckte, mu&#223; ich meine Bef&#252;rchtungen wohl auf das n&#228;chste Jahr schieben, da sich die Larven ja bekannterma&#223;en erst im Herbst verpuppen und dann im darauf folgenden Fr&#252;hjahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach allen schlimmsten Bef&#252;rchtungen ist dies der einzige Maik&#228;fer, den ich bisher in meinem Garten zu Gesicht bekommen habe.<br/>Da ich aber im Fr&#252;hjahr jede Menge Engerlinge beim Umgraben entdeckte, mu&#223; ich meine Bef&#252;rchtungen wohl auf das n&#228;chste Jahr schieben, da sich die Larven ja bekannterma&#223;en erst im Herbst verpuppen und dann im darauf folgenden Fr&#252;hjahr als K&#228;fer erscheinen.<br/></p>
<table border="0">
<tr>
<td><img style="width:170px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4685.JPG" alt="Maik&#228;fer" /></td>
<td><img style="width:170px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4686.JPG" alt="Maik&#228;fer" /></td>
<td><img style="width:170px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4684.JPG" alt="Maik&#228;fer" /></td>
</tr>
</table>
<p>In S&#252;dhessen, Baden-W&#252;rttemberg und Teilen von &#214;sterreich scheint die vorhergesagte Maik&#228;ferplage jedoch trotz kalter Temperaturen in diesem Fr&#252;hjahr in vollem Gange zu sein.<br/> Tats&#228;chlich findet man jede Menge Artikel &#252;ber umstrittene Hubschraubereins&#228;tze in Pfungstadt zur Bek&#228;mpfung der Tiere mit Insektiziden. Der verwendete Wirkstoff Dimethoat  scheint nicht ausreichend getestet zu sein in Bezug auf die Auswirkungen auf andere Lebewesen des Waldes und auch den Menschen.<br/><br />
Wer in dieser Gegend im Wald spazieren geht, sollte vorerst wohl erstmal auf den Verzehr von Waldbeeren und Pilzen verzichten.</br><br />
Da mu&#223; man doch die entspannten Ma&#223;nahmen unserer &#246;sterreichischen Nachbarn ervorheben:Jeder Walgauer ist aufgerufen, die l&#228;stigen Tierchen zu sammeln und gegen Bezahlung zur Vernichtung abzuliefern.<br/> So ein Verhalten klingt zumindest nach &#246;kologischem Bewu&#223;tsein.<br/><br />
Mal abwarten, was f&#252;r eine Haltung ich einnehmen werde, wenn tats&#228;chlich die K&#228;fer n&#228;chstes Jahr meinen Garten kahlfressen werden. Ich denke, da hilft nur:&#8221;Cool bleiben&#8221; und auf den Johanniaustrieb warten.<br/>  </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Folgt der Maik&#228;fer dieses Jahr dem Beispiel des Marienk&#228;fers mit einer neuen Plage?</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 12:02:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fauna & Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Anlegen eines neuen Gartens entdeckte ich bei der Anlage eines Beetes in einer ehemaligen und total ungepflegten Rasenfl&#228;che sechs dicke Engerlinge auf eine Fl&#228;che von knapp einem Quadratmeter. So etwas war mir tats&#228;chlich zuvor noch nie passiert und deswegen begann ich zu forschen, was es damit auf sich hat. Zun&#228;chst einmal darf ich Ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Anlegen eines neuen Gartens entdeckte ich bei der Anlage eines Beetes in einer ehemaligen und total ungepflegten Rasenfl&#228;che sechs dicke Engerlinge auf eine Fl&#228;che von knapp einem Quadratmeter. So etwas war mir tats&#228;chlich zuvor noch nie passiert und deswegen begann ich zu forschen, was es damit auf sich hat.<br />
Zun&#228;chst einmal darf ich Ihnen den Tatbestand vorstellen:<br/><br />
<img style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:15px;width:250px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4152.JPG" alt="Engerling" /><br />
<strong>Herr oder auch Frau</strong><br />
<h1><span style="color: #ff6600;">Maik&#228;fer<br/> (Melolontha melolontha)</span></h1>
<p> <strong>zur Zeit noch als Engerling t&#228;tig.</strong><br/><br />
<br/><br />
Mir -als geborenes Stadtkind- sind Maik&#228;fer als real existierende Lebewesen noch kaum bekannt. Nur Max und Moritz beziehungsweise ihr Sch&#246;pfer Wilhelm Busch hatte sie mir n&#228;her gebracht. Sp&#228;ter hinterliess der Liedtext von Reinhard Mey „Es gibt keine Maik&#228;fer mehr“ Spuren von diesen Tieren in meiner Erinnerung. So dachte ich dann in Folge auch, dass Maik&#228;fer eine bedrohte Tierart sind und fand sie recht putzig, wenn ich sie mal antraf, mit ihren auff&#228;lligen gef&#228;cherten F&#252;hlern am Kopf.<br/><br />
Beim Herumfragen im Bekanntenkreis konnten mir die Landpommeranzen jedoch von Maik&#228;ferplagen alle vier Jahre im Mai / Juni berichten. Diese &#228;u&#223;ersten sich durch massenhaftes Herumschwirren und Niederlassen der &#228;u&#223;erst klebrigen Tiere (mit Vorliebe in den Haaren) sowie Kahlfra&#223; der Laubb&#228;ume.<br/><br />
<strong>Nun aber zu den Fakten:</strong><br/>Maik&#228;fer geh&#246;ren zu den Blatthornk&#228;fern (Scarabaeidae). In Deutschland k&#246;nnen drei unterschiedliche Arten von ihnen angetroffen werden. Am h&#228;ufigsten ist der Feldmaik&#228;fer (Melolontha melolontha), der ca. 23 mm gro&#223; wird und einen schwarzen K&#246;rper hat mit mehreren charakteristischen dreieckigen wei&#223;en Flecken in einer Reihe an den Seiten und braunen Fl&#252;geldecken.<br/>Etwas seltener ist dann schon der Waldmaik&#228;fer (Melolontha hippocastani), der deutlich mehr braun am K&#246;rper gezeichnet ist wie der Feldmaik&#228;fer.<br/>Nur noch vereinzelt in S&#252;dwestdeutschland anzutreffen ist die Sorte mit dem sch&#246;nen deutschen Ersatz-Namen Gl&#252;cksmaik&#228;fer (Melolontha pectoralis), der optisch dem Feldmaik&#228;fer sehr &#228;hnlich ist. F&#252;r diesen K&#228;fer gibt es n&#228;mlich nur den lateinischen Namen und keinen allgemeing&#252;ltigen deutschen.<br/> Am deutlichsten lassen sich diese drei Arten wohl tats&#228;chlich durch die Form und Art der Behaarung ihrer Hinterleibsspitzen unterscheiden.<br/><br />
<strong>Der Lebenszyklus</strong> eines Maik&#228;fers ist auch sehr interessant:<br />
Der K&#228;fer selbst lebt n&#228;mlich nur 5-7 Wochen. In dieser Zeit ern&#228;hrt er sich mit gro&#223;er Vorliebe vom frischen Laub von Buche, Ahorn, Eiche, Hainbuche und Rosskastanie. Sind diese B&#228;ume schon leer ger&#228;ubert, fri&#223;t er auch schon Mal die Nadeln von Nadelb&#228;umen. Nat&#252;rlich ist das Problem an dieser Speisekarte nicht der einzelne K&#228;fer an sich, sondern das Auftreten in riesen Schw&#228;rmen, die schnell viele B&#228;ume entlauben k&#246;nnen. Dabei ist das Kahlfressen f&#252;r die B&#228;ume nicht das gr&#246;&#223;te Problem, da der K&#228;fer nur eine kurze Zeitspanne aktiv ist und die B&#228;ume dann wieder austreiben k&#246;nnen. Auf Grund des Zeitpunktes (Mitte bis Ende Juni) f&#252;r diesen zweiten Neuaustrieb nennt man ihn auch Johannitrieb.<br/><br />
Neben dem Fressen ist seine Hauptaktivit&#228;t in dieser Zeit nat&#252;rlich die Fortpflanzung. Dabei kommt ihm zu Gute, dass der Maik&#228;fer au&#223;erordentlich gut riechen kann mit Hilfe seiner f&#228;cherf&#246;rmigen F&#252;hler, denn das Weibchen produziert einen Duftstoff aus Blatts&#228;ften, dem das M&#228;nnchen unweigerlich folgt. Deswegen haben die M&#228;nnchen auch sieben F&#252;hlerpl&#228;ttchen, die etwa 50.000 Geruchsnerven haben und die Weibchen nur sechs mit ca. 9000 Geruchsnerven.<br/><br />
Nach der Paarung legt das Weibchen ca. bis zu 30 Eier ungef&#228;hr 25 cm tief in lockeren Boden. Das M&#228;nnchen stirbt und das Weibchen lebt noch ein bi&#223;chen l&#228;nger, denn es kann in seiner kurzen Lebenszeit als Maik&#228;fer bis zu drei Eiablagen machen. <br/><br />
Nach ca. 3-4 Wochen schl&#252;pfen die Larven, die Engerling genannt werden und beginnen zu fressen. Dieses setzen sie die n&#228;chsten drei bis vier Jahre fort. W&#228;hrend sie sich anf&#228;nglich haupts&#228;chlich von abgestorbenen Pflanzenteilen und Haarwurzeln ern&#228;hren, w&#228;chst ihr Hunger mit ihrem Lebensalter deutlich an. Letztendlich fressen sie sogar die kr&#228;ftigen, dicken Wurzeln von Laubb&#228;umen und Douglasien an und k&#246;nnen diese dadurch so nachhaltig besch&#228;digen, dass ganze W&#228;lder vernichtet werden k&#246;nnen. Der Maik&#228;fer ist also als Larve noch viel bedrohlicher wie als K&#228;fer. Engerlinge lieben &#252;brigens L&#246;wenzahnwurzeln. Dem Garten werden sie hingegen eher nicht gef&#228;hrlich, au&#223;er er liegt in einem Gebiet nahe eines befallenen Waldes.<br/><br />
Im letzten Larvenjahr verpuppt sich der Engerling im Herbst und schl&#252;pft bei ca. 12°C Lufttemperatur. Den Boden verlassen die fertigen K&#228;fer ihrem Namen entsprechend Mitte bis Ende Mai. Da der Lebenszyklus meistens vier Jahre andauert, kommte es auch nur alle vier Jahre zu einem massenhaften Auftreten der Tiere verbunden mit dem entsprechenden Kahlfra&#223;  und den viel verheerenderen Fresssch&#228;den im letzten Larvenjahr zuvor.<br/><br />
Tats&#228;chlich gibt es auch ein paar nat&#252;rliche Feinde. Der Engerling steht auf der Speisekarte von Maulw&#252;rfen, Amseln, parasit&#228;rer Dolchwespe, Flederm&#228;usen, Gliederf&#252;&#223;ern (Steinkriecher), Gr&#252;nspecht, Igel, Kr&#228;he, Laufk&#228;fer mit Larven,  M&#246;wen, parasit&#228;re Nematoden, Raupenfliege, Schmarotzerfliege, Spitzmaus, Star. Aber auch im Boden befindliche Bakterien, Nematoden, Pilze und Viren k&#246;nnen sie gef&#228;hrden.<br/> Gebiete, die eine hohe Maulwurfpopulation aufweisen sind tats&#228;chlich nie von Maik&#228;ferplagen heimgesucht worden. Mittlerweile gibt es vor allem in den stark betroffenen Waldgebieten S&#252;dhessens und der Oberrheinischen Tiefebene viele Versuche, der m&#246;glichst nicht invasiven Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung. Man hat beispielsweise versuchsweise mit Neem-Azal gespr&#252;ht, einem vom Niembaum gewonnenen giftigen Wirkstoff. Das Ergebnis mu&#223; sich erst noch zeigen. Au&#223;erdem gibt es Versuche mit Pilzen, die die Populationen vermindern sollen.<br/><br />
Alles in allem bin ich nach wie vor nicht sehr begeistert von meinem Engerlingfund und werde den Garten weiterhin im Auge behalten, denn eventuell sind sie, der Gr&#246;&#223;e nach zu urteilen, dieses Jahr im Herbst fertig zum Verpuppen und ein sch&#246;ner Anblick sind sie zus&#228;tzlich auch nict gerade. Dann werde ich wohl n&#228;chstes Jahr wieder berichten.<br />
Gespannt darf man sicherlich die n&#228;chsten Wochen die Zeitungen beobachten, ob in Hessen nun wirklich die erwartete biblische Jahrhundertplage der Maik&#228;fer eintritt oder ob die Gegenma&#223;nahmen Wirkung gezeigt haben.</p>
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		<title>Lexikon der Folien und Vliese Was ist wof&#252;r und wird wie verwendet</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 13:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreszeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Pflanzenanbau]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenzucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Momentan ist wiedermal der Zeitpunkt, an dem ich vermehrt &#252;ber die verschiedensten Folien und Vliese stolpere, die man angeblich alle im Garten dringend ben&#246;tigt. Mittlerweile ist die Auswahl so vielf&#228;ltig geworden, dass mir Sinn, Zweck und vor allem der Unterschied untereinander oft nicht mehr so klar ist. Deswegen habe ich mich nun auf das Thema [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Momentan ist wiedermal der Zeitpunkt, an dem ich vermehrt &#252;ber die verschiedensten Folien und Vliese stolpere, die man angeblich alle im Garten dringend ben&#246;tigt.<br />
Mittlerweile ist die Auswahl so vielf&#228;ltig geworden, dass mir Sinn, Zweck und vor allem der Unterschied untereinander oft nicht mehr so klar ist.<br />
Deswegen habe ich mich nun auf das Thema gest&#252;rzt, um den Durchblick zu erhalten.</p>
<table>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2023.JPG" style="width:150px;" alt="Tomatenhaus"/></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2374.JPG" style="width:150px;" alt="Foliengew&#228;chshaus"/></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2521.JPG" style="width:150px;" alt="Verfr&#252;hungsfolie"/></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2336.JPG" style="width:150px;" alt="Schattierungsgewebe"/></td>
</tr>
</table>
<p><br/></p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Welchen Zweck erf&#252;llen Folien &#038; Vliese</span></h3>
<ol>
<li>Man kann entsprechende Produkte zur Wachstumsbeschleunigung, Ernteverfr&#252;hung und Kulturzeitverl&#228;ngerung  einsetzen. Durch das Abdecken entwickelt sich unter der Folie eine h&#246;here Temperatur und eine h&#246;here Luftfeuchtigkeit. Beides f&#246;rdert das Wachstum von Jungpflanzen. Durch Einsatz von Abdeckfolien l&#228;&#223;t sich die Ernte um bis zu drei Wochen verfr&#252;hen, durch Unterlegen schwarzer Mulchfolie um bis zu zwei Wochen. Insbesondere f&#252;r fr&#252;he Gem&#252;searten und Kr&#228;uter lohnt sich die Anwendung von Folien und Vliesen.</li>
<li>Spezielle Folien und Vliese wurden entwickelt zum Schutz von Gem&#252;se- und Zierpflanzen vor K&#228;lte oder Frost.</li>
<li>Man kann Folien als Eindeckungsmaterial f&#252;r Gew&#228;chsh&#228;user verwenden.</li>
<li>Folien werden zur Abdichtung von Teichgruben und Wasserl&#228;ufen benutzt.</li>
<li> Es gibt sogenannte Mulchfolien, die auf dem Boden ausgelegt werden k&#246;nnen, um das Unkrautwachstum zu Unterdr&#252;cken, die Bodenerw&#228;rmung zu f&#246;rdern und die Feuchtigkeit l&#228;nger im Boden zu halten.</li>
</ol>
<p><br/></p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Welche Folien und Vliese eignen sich f&#252;r welchen Zweck</span></h3>
<p>Bei der Herstellung von Folien f&#252;r den Garten wird tats&#228;chlich etwas mehr auf Inhaltsstoffe und auch Abbaustoffe geachtet wie bei den meisten herk&#246;mmlichen Folien und Vliesen, die man so im Baumarkt findet.<br />
Es ist demnach empfehlenswert auch auf diese zur&#252;ckzugreifen, wenn man ein wenig &#246;kologisches Bewu&#223;tsein an den Tag legen m&#246;chte und dass sollte nun wirklich an vorderster Stelle f&#252;r einen G&#228;rtner stehen.<br />
Grunds&#228;tzlich bestehen die Produkte aus Polyethylen (PE) oder Polyvinylchlorid (PVC). Diese beiden Materialien untescheiden sich in zwei wesentlichen Punkten.</p>
<ul>
<li><b>PVC-Folien</b>:<br/>Dieses Material ist sehr widerstandsf&#228;hig gegen UV-Strahlung und andere Witterungseinfl&#252;sse. Sie haben dadurch eine deutliche l&#228;ngere Haltbarkeit. Daf&#252;r enthalten sie chlorierte Kohlenwasserstoffe, die bei der &#252;blichen Entsorgung der Folien die Umwelt belasten.</li>
<li><b>PE-Folien</b>:<br/>Dieses Material wird unter andauernder Sonnenbestrahlung recht schnell br&#252;chig und spr&#246;de. Es gibt jedoch UV-stabilisierte Varianten, die insgesamt stabiler sind, aber auch deutlich teurer. Daf&#252;r lassen sie sich fast r&#252;ckstandsfrei entsorgen oder sogar recht gut recyclen.</li>
</ul>
<p><br/><br />
<b>&#8230;und dies bietet der Markt:</b></p>
<ol>
<li>
<h4><span style="color: #ff6600;">Folien zur Ernteverfr&#252;hung</span></h4>
<p>Hierf&#252;r ben&#246;tigt man entweder ein transparentes und damit lichtdurchl&#228;ssiges Material als Abdeckung oder ein schwarzes, welches unter die Pflanzen kommt und die Bodenerw&#228;rmung f&#246;rdert. Bei den transparenten Folien handelt es sich meistens um PE-Folien mit einer St&#228;rke von 0,5 mm. Diese k&#246;nnen sowohl flach &#252;ber dem Beet mit der Saat ausgebreitet werden und tragen dann die Bezeichnung Flachfolien oder mit Hilfe von Drahtb&#252;geln als Folientunnel &#252;ber die Beete gespannt werden.</p>
<ul>
<li><b>ungelochte Folien</b>:<br/>eignen sich nur f&#252;r die kurzfristige Abdeckung, da sie weder Luft noch Wasser hindurchlassen. Man mu&#223; sie also regelm&#228;&#223;ig entfernen zum W&#228;ssern und Bel&#252;ften. Au&#223;erdem ist die Gefahr von F&#228;ulnis und Sch&#228;dlingsbefall unter ihnen relativ hoch.</li>
<li><b>Lochfolien</b>:<br/>haben -wie der Name schon erahnen l&#228;&#223;t- gleichm&#228;&#223;ig verteilte sehr kleine vorgestanzte L&#246;cher. Diese L&#246;cher erm&#246;glichen eine geringe Zirkulation an Luft und Wasser. Man verwendet sie vor allem als Flachfolien. G&#252;nstig sind hier Folien mit 500-1000 L&#246;chern / m², die auf Grund ihrer beschriebenen Eigenschaften ungef&#228;hr f&#252;r 3-5 Wochen &#252;ber den Pflanzen verbleiben k&#246;nnen je nach Gr&#246;&#223;enwachstum des Gem&#252;ses.</li>
<li><b>Schlitzfolien</b>:<br/>Statt L&#246;chern hat diese Folie ca. 30000 sehr feine und dehnbare Schlitze pro m². Diese zun&#228;chst geschlossenen Schlitze erm&#246;glichen ein &#8221; mitwachsen&#8221; der Folie. Je gr&#246;&#223;er die sich darunter befindlichen Pflanzen werden desto mehr &#246;ffnen sich die Schlitze und lassen dadurch auch mehr Wasser und Luft hindurch. Auf Grund dieser Eigenschaften kann diese Folie oft sogar bis zur Ernte auf den Pflanzen belassen werden. Sie ist aber im Gegenzug nicht so haltbar wie die Lochfolie.</li>
<li><b>Vlies</b>:<br/>Darunter versteht man ein sehr leichtes und feines Gewebe aus Polyethylen (PE) oder auch Polypropylen (PP). Es l&#228;&#223;t Wasser und Luft wunderbar zirkulieren, so dass man es ebensolange auf den Pflanzen belassen kann wie die Schlitzfolie vorrausgesetzt, man hat beim Verlegen gen&#252;gend Dehnungsreserve an den Seiten vorgesehen. Zus&#228;tzlich zur Ernteverfr&#252;hung k&#246;nnen Vliese auch als Schutz gegen Gem&#252;sefliegen eingesetzt werden.</li>
<li><b>Mulchfolien</b>:<br/>Schwarz gef&#228;rbte PE-Folie wird auf dem Boden ausgebreitet. Dort, wo Pflanzen gesetzt oder ges&#228;t werden sollen, werden L&#246;cher oder Schlitze geschnitten. Man verwendet diese Methode vor allem bei w&#228;rmebed&#252;rftigen Gem&#252;sen wie Paprika, Gurke oder Erdbeere. Zus&#228;tzlich zur F&#246;rderung der Erw&#228;rmung des Bodens und der bodennahen Luftschicht, unterdr&#252;ckt die Folie das Unkrautwachstum und verhindert das Verschmutzen der Fr&#252;chte. Der Nachteil der Folie gegen&#252;ber des Mulchvlies ist das Gie&#223;en und D&#252;ngen, das nur &#252;ber die L&#246;cher und Schlitze in der Folie vorgenommen werden kann.</li>
<li><b>Mulchvlies</b>:<br/>Funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Mulchfolie. Das schwarz eingef&#228;rbte Vlies ist jedoch durchl&#228;ssig f&#252;r Wasser und Luft, was das Gie&#223;en erleichtert und vor Sch&#228;dlingsbefall und F&#228;ulnis sch&#252;tzt. Daf&#252;r findet jedoch auch deutlich weniger Bodenerw&#228;rmung statt.</li>
</ul>
</li>
<p><br/></p>
<li>
<h4><span style="color: #ff6600;">Folien als K&#228;lteschutz</span></h4>
<p>Folien und Vliese tragen zwar sehr schnell zur Bodenerw&#228;rmung bei und k&#246;nnen somit auch bodennahe Pflanzen beziehungsweise die Wurzeln vor K&#228;lte sch&#252;tzen, Frost k&#246;nnen sie aber nur bedingt abhalten. Pflanzen, die nicht winterhart sind, m&#252;ssen also bei Frostgefahr an einen frostfreien Ort umgezogen werden. </p>
<ul>
<li><b>ungelochte Folien</b>:<br/>Eignen sich am besten zum Schutz vor K&#228;lte, da sie keine Luft entweichen lassen. Da die Sonne aber im Herbst und im Fr&#252;hjahr durchaus gro&#223;e Kraft entwickeln kann, besteht dann ganz schnell die Gefahr der &#220;berhitzung. Dadurch wird ein sehr gutes Klima f&#252;r Pilzkulturen jeglicher Art gef&#246;rdert. Man sollte Folien also nur kurzfristig als Frostschutzabdeckung verwenden.</li>
<li><b>Vlies</b>:<br/>eignet sich besser f&#252;r den dauerhaften K&#228;lteschutz, da es zum einen luftdurchl&#228;ssig ist und dadurch ein besseres Klima f&#246;rdert. Das im Gewebe festgehaltene Wasser kann im gefrorenen Zustand sogar noch zus&#228;tzlich als isolierende Schicht beg&#252;nstigend wirken, so dass meistens ein Schutz der oberirdischen Pflanzenteile bis zu -5°C gew&#228;hrleistet wird. </li>
<li><b>Luftpolster- oder Noppenfolien</b>:<br/>sind besonders gut isolierend durch die Lufteinschl&#252;sse in den Noppen. Deswegen wird sie sehr gerne als Erg&#228;nzung zur W&#228;rmed&#228;mmung im Fr&#252;hbeet und Gew&#228;chshaus hergenommen beziehungsweise zum Winterschutz von T&#246;pfen bei im Freien &#252;berwinternden Pflanzen. Aber auf jeden Fall beachten, dass diese Folie auch weder Wasser noch Luft durchl&#228;&#223;t und damit Pilbefall gef&#246;rdert werden kann.</li>
</ul>
</li>
<p><br/></p>
<li>
<h4><span style="color: #ff6600;">Folien zur Abdeckung von Gew&#228;chsh&#228;usern</span> </h4>
<ul>
<li><b>Gitterfolie</b>:<br/>ist eine PE-Folie, die durch eine Gitternetzeinlage verst&#228;rkt wurde. Man nennt sie deswegen auch gelegentlich Drahtfolie. Diese Folienart wird auf Grund ihrer Widerstandsf&#228;higkeit gerne f&#252;r Tomatenh&#228;user, und Fr&#252;hbeetfenster verwendet.</li>
<li><b>ungelochte Folie</b>:<br/>wie schon zuvor erw&#228;hnt, l&#228;&#223;t sie sich wunderbar &#252;ber Drahtb&#252;geln als Abdeckung in Form von Folientunneln verwenden. Diese gibt es in einer niedrigen Variante von nur 50 cm H&#246;he bis hin zu begehbaren Exemplaren, die wie ein Gew&#228;chshaus funktionieren.</li>
</ul>
</li>
<p><br/></p>
<li>
<h4><span style="color: #ff6600;">Teichfolien</span></h4>
<p>Folien, die f&#252;r die Anlage von Gartenteichen verwendet werden, m&#252;ssen sehr hohen Anforderungen gerecht werden, da sie &#252;ber einen langen Zeitraum dehn- und rei&#223;fest bleiben m&#252;ssen sowie verrottungsbest&#228;ndig, wurzelfest, witterungsbest&#228;ndig und unsch&#228;dlich f&#252;r Pflanzen und Tiere. Die &#252;blichen Folienst&#228;rken liegen bei 0,5 bis 1,5 cm je nach Gr&#246;&#223;e des Teichs und des daraus resultierenden Wassergewichts gibt es auch dickere Folien. Man sollte nur solche verwenden, auf die der Hersteller eine Garantie von mindestens 10 Jahren gew&#228;hrt.</p>
<ul>
<li><b>PE-Folie</b>:<br/></li>
<li><b>PVC-Folie</b>:<br/></li>
<li><b>Kautschuk-Folie</b>:<br/></li>
</ul>
</li>
<p><br/>
</ol>
]]></content:encoded>
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		<title>Pflanzen mit Charakter Pfingstrosen, T&#252;rkenmohn, Tomaten &amp; CoEine Geschichte von Liebe, Hass &amp; Standhaftigkeit</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 11:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fauna & Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreszeiten]]></category>
		<category><![CDATA[garten-blog]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Fr&#252;hling kommt immer mit sch&#246;pferischer Kraft und Lust auf Neubeginn. Wenn der Zeitpunkt erreicht ist, an dem man den Triebspitzen beim Wachsen zuschauen kann, dann juckt es auch dem &#228;ltesten G&#228;rtner in den H&#228;nden, dass endlich die im Winter entwickelten neuen Ideen f&#252;r den Garten umgesetzt werden k&#246;nnen. Bei einem jungen oder gar frisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fr&#252;hling kommt immer mit sch&#246;pferischer Kraft und Lust auf Neubeginn. Wenn der Zeitpunkt erreicht ist, an dem man  den Triebspitzen beim Wachsen zuschauen kann, dann juckt es auch dem &#228;ltesten G&#228;rtner in den H&#228;nden, dass endlich die im Winter entwickelten neuen Ideen f&#252;r den Garten umgesetzt werden k&#246;nnen.</p>
<p>Bei einem jungen oder gar frisch angelegten Garten gibt es da viel zu tun, was aber machen, wenn der eigene Garten schon &#252;ber Jahre perfektioniert wurde?</p>
<p>Dann bleibt auf jeden Fall die Umgestaltung der Beete. Neue Pflanzen k&#246;nnen ausprobiert werden, andere Pflanzenvergesellschaften zusammengestellt werden und nebenbei ist dies auch der richtige Zeitpunkt, um alte Stauden zu teilen.</p>
<p>Gerade die alteingesessenen Damen und Herren haben da so manch menschliche Eigenschaften: Sie bestehen auf ihren Standort oder wollen ihn immer nach einem Jahr wechseln, sie m&#246;gen die direkte Nachbarschaft bestimmter Arten gerne oden lehnen sie ab, manche wollen sogar andere Exemplare nicht in der direkten Umgebung wissen.</p>
<p>Bevor also wild geteilt und umgepflanzt wird, gibt es so manches zu bedenken und zu planen.<br />
Im folgenden Stelle ich ein paar besondere &#8220;Stursch&#228;del&#8221; oder netter ausgedr&#252;ckt &#8220;Charakterk&#246;pfe&#8221; unter den Gartenpflanzen vor:</p>
<ol>
<li>
<h1><span style="color: #ff6600;">Die Standhaften</span></h1>
<p><img  style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:15px;width:200px;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4720.JPG" alt="T&#252;rken-Mohn" /><br />
<h3>T&#252;rken-Mohn<br/> (Papaver orientale) </h3>
<p>Der Mohn ist der typischer Vertreter der Standhaftigkeit. Einmal einen Platz gefunden wird dieser nie mehr verlassen.<br />
Nat&#252;rlich gibt es daf&#252;r einen trifftigen Grund:<br />
Mohngew&#228;chse sind Tiefwurzler und bilden mit der Zeit eine sehr starke Pfahlwurzel. Man kann sie also im Grunde genommen irgendwann nicht mehr ausgraben ohne die Wurzel zu verletzen.  Tiefes Hacken im Wurzelbereich zur Bodenlockerung und -bel&#252;ftung sind somit ebenfalls ungesund f&#252;r den Mohn.<br />
Ist er jedoch am richtigen Standort mit einem durchl&#228;ssigen, n&#228;hrstoffreichen Boden, so kann er das Herz jahrelang erfreuen mit &#252;ppigen, leuchtenden Bl&#252;ten.<br />
Die Pfahlwurzeln reagieren sehr leicht mit Schimmelbildung und F&#228;ulnis bei Staun&#228;sse.</p>
<p>Zwei weitere Pflanzenarten, die gleiche Bed&#252;rfnisse haben wie der T&#252;rken-Mohn sind &#252;brigens <strong>Lupinen</strong> (Lupinus polyphyllus-Hybriden) und das <strong>Tr&#228;nende Herz</strong> (Dicentra spectabilis).<br />
<br clear="all"/></p>
<h3>Pfingstrosen<br/>(Paeonia Arten und -Hybriden)</h3>
<p>Pfingstrosen geh&#246;ren ebenfalls zu den &#8220;Lass mich blo&#223; in Ruhe&#8221; &#8211; Pflanzen, denn sie m&#246;chte auch ein Leben lang am gleichen Platz wohnen, aber sie haben etwas andere Anspr&#252;che.<br />
Pfingstrosen sind Flachwurzler. Sie lieben einen sehr sonnigen und m&#246;glichst windgesch&#252;tzten Standort in n&#228;hrstoffreicher Erde. Man pflanzt die Paeonien sehr dicht unter der Oberfl&#228;che (maximal mit 5 cm Erde bedecken), da sie sonst nicht oder nur sehr m&#228;&#223;ig bl&#252;hen. Au&#223;erdem beg&#252;nstigt tieferes Pflanzen die Stengelf&#228;ule, f&#252;r die sie leider sehr empfindlich sind.<br />
In Folge f&#228;llt die Pflege von Pfingstrosen sehr m&#228;&#223;ig aus. Man darf nur vorsichtig und ganz oberfl&#228;chlich die Erde lockern oder sogar abtragen, um sie durch guten Gartenkompost zu ersetzen. Das Anh&#228;ufeln zum Schutz der jungenTriebe im Fr&#252;hjahr vor sp&#228;ten Fr&#246;sten, sollte man auch lieber weglassen und statt dessen eine Pflanzhaube verwenden. Diese gibt es aus Kunststoff oder Glas und k&#246;nnen sogar optisch als Dekoration im Garten wirken. Am richtigen Standort k&#246;nnen Pfingstrosen leicht 100 Jahre alt werden.<br/><br />
<img  style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:15px;width:250px;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.387.jpg" alt="Stockrose" /></p>
<h3>Taglilien<br/> (Hemerocallis Arten und -Hybriden) </h3>
<p>Taglilien wollen auch noch standhaft bleiben. Wenn man f&#252;r sie den richtigen Platz finden will im Garten, so mu&#223; man im Auge behalten, dass sie sich mit den Jahren noch gut ausbreiten werden und Platz ben&#246;tigen (leicht 1 m²). M&#246;chte man sie doch teilen, so kann dies bedeuten, dass sie 1-2 Jahre Zeit brauchen, um wieder in alter Bl&#252;tenpracht zu erscheinen.<br />
Platz sollte man ebenso bei <strong>Stockrosen</strong> (Alcea ficifolia und A. rosea) und <strong>Lilien</strong> (Lilium Arten und _Hybriden) einplanen. Am richtigen Standort mit ausreichend Platz k&#246;nnen Stockrosen tats&#228;chlich mehrere Jahre ausharren.<br clear="all"/><br />
<img  style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:15px;width:200px;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2379.JPG" alt="Tomate" /></p>
<h3>Tomate<br/> (Solanum lycopersicum) </h3>
<p>Tomaten geh&#246;ren bei uns nicht zu den mehrj&#228;hrigen Pflanzen, da sie &#252;berhaupt keinen Frost vertragen. Trotzdem wollen Tomaten jedes Jahr den gleichen Platz an der Sonne haben. Sonnig,n&#228;hrstoffreich, wind- und regengesch&#252;tzt, so liebt sie es. Tats&#228;chlich liebt sie sich selbst sogar im Kompost und geh&#246;rt damit zu den standhaften Charakterpflanzen wie auch zu den liebenden. Dies betrifft ganz genauso die <strong>Kartoffeln</strong> (Solanum tuberosum)<br />
<br clear="all"/>
</li>
<p><br/></p>
<li>
<h1><span style="color: #ff6600;">Die Liebenden</span></h1>
<h3>Wermuth (Artemisia absinthium)</h3>
<p>Wermuth ist eine Pflanze der ganz gro&#223;en Gef&#252;hle. Sie liebt und sie hasst in gleicher Intensit&#228;t und geh&#246;rt damit auch in die Gruppe der Hassenden. In seiner N&#228;he h&#228;lt es keine andere Pflanze aus au&#223;er die Johannisbeere, die in seiner direkten Nachbarschaft sogar deutlich ertragreicher wird. Wermuth sch&#252;tzt die Johannisbeere vor dem S&#228;ulenrost. Dies liegt wohl an den vielen Substanzen, die er bildet und zu denen unter anderem starke Bitter- und Gerbstoffe, Harze und Vitamin B und C geh&#246;ren. <br/>Im Gegenzug sorgen genau diese Substanzen aber auch daf&#252;r, dass sogar Giersch und Quecke das Weite suchen.<br />
Nicht umsonst ist ja auch das Produkt, das aus Wermuth bekannterma&#223;en gewonnen wird sehr unberechenbar: der Absinth!
</li>
<p><br/></p>
<li>
<h1><span style="color: #ff6600;">Die Hassenden</span></h1>
<h3>Liebst&#246;ckel (Levisticum officinale)</h3>
<p>Liebst&#246;ckel ist sehr durchsetzungsstark und setzt sich deutlich gegen seine Nachbarn durch. Er geh&#246;rt zu den Gew&#252;rz- und Heilpflanzen und enth&#228;lt als solche jede Menge Gerb- und Bitterstoffe sowie in seinem speziellen Fall das Gift Cumin. Dieses ist bekannt als M&#228;usegift und kann in sehr hohen Dosen sogar f&#252;r den Menschen gef&#228;hrlich werden.  Mit Hilfe seiner Inhaltsstoffe hemmt er das Wachstum seiner Nachbarn und breitet sich statt dessen selber kr&#228;ftig aus.<br />
&#196;hnlich verh&#228;lt es sich auch mit <strong>Wermuth</strong> (Artemisia absinthium) und <strong>Beifu&#223;</strong> (Artemisia vulgaris).<br />
<br/><br />
<img  style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:15px;width:250px;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.94.jpg" alt="Rittersporn" /></p>
<h3>Rittersporn<br/> (Delphinium in Arten, Sorten und -Hybriden)</h3>
<p>Rittersporn hasst seine Verwandten und manchmal sogar sich selbst. Er ist ein wahrer Narzist und duldet seinesgleichen nicht in einem Umkreis von ca. 1 m. Nur sehr selten gelingt es, ein weiteres Exemplar in die direkte N&#228;he  eines schon vorhandenen zu setzen und zum Gedeihen zu bekommen. M&#246;chte man ihn bei &#8220;guter Laune&#8221; halten, so sollte man ihn mit anderen hochwachsenden Stauden umgeben bevor man ihm einen Verwandten als Nachbarn gibt. In Frage f&#252;r solche Barrierepflanzungen kommen beispielsweise die Sonnenbraut (Helenium-Hybriden), die hohen Sonnenhut-Arten (Rudbeckia maxima und R.nitida), Staudensonnenblumen (Helianthus-Arten) und hohe Raublattastern (Aster novae-angliae).<br/><br />
&#196;hnlich wie beim Rittersporn verh&#228;lt es sich auch bei der <strong>Flammenblume</strong> (Phlox Paniculata-Hybriden). Mehr als drei Verwandte an einem Platz h&#228;lt auch er nicht aus. Dieses liegt in diesem Fall allerdings weniger an der Selbstunvertr&#228;glichkeit, sondern am steigenden Risiko des Sch&#228;dlingsbefalls, das signifikant steigt, je gr&#246;&#223;er eine Phlox-Anpflanzung wird. Sowohl Echter Mehltau als auch Stengel&#228;lchen machen sich dann gerne breit und lassen ihn verk&#252;mmern.<br />
<br clear="all"/><br />
<img  style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:15px;width:200px;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2674.JPG" alt="Rose" /></p>
<h3>Rosen (Rosaceae)</h3>
<p>Auch die Familie der Rosen ist sehr narzistisch veranlagt, aber wen wundert das schon bei der K&#246;nigin der Blumen?! Dies &#228;u&#223;ert sich in diesem Fall darin, dass die Rose die erste ihrer Art an einem Standort sein will. M&#246;chte man einen alten Rosenstock durch einen jungen ersetzen, so kommt man nicht umhin, die Erde weitr&#228;umig und bis zu einer Tiefe von ca. 1 m auszutauschen.<br/> Dies gilt ebenfalls f&#252;r den <strong>Rittersporn</strong> (Delphinium in Arten und Sorten). Wie zuvor schon erw&#228;hnt ist er ja seinem Namen alle Ehre verleihend ein wahrer Hei&#223;sporn und vertr&#228;gt in seltenen F&#228;llen noch nicht einmal kleine Bestandteile seiner selbst am gleichen Ort. Dies sollte man unbedingt bei Teilung der Staude beachten und gegebenenfalls lieber gleich ganz neue Pl&#228;tze  f&#252;r die Pflanzen finden.<br/><strong>Staudenmargarite</strong> (Leucanthemum in Arten und Sorten), <strong>Petersilie</strong> (Petrosilium), <strong>Gartenkresse</strong> (Lepidium sativum), <strong>Meerrettich</strong> (Armoracia rusticana ), <strong>Erbsen</strong> (Pisum sativum), <strong>Erdbeeren</strong> (Fragaria in Arten und Sorten) und <strong>Tulpen</strong> (Tulipa in Arten und Sorten) m&#246;gen ebenfalls nicht an den Standort eines Vorg&#228;ngers gepflanzt werden und m&#252;ssen auch noch zus&#228;tzlich in den meisten F&#228;llen j&#228;hrlich im Garten umziehen, weil sie sich selbst dann nicht mehr ertragen. Je nach Pflanzenart kann es zwischen drei bis zehn Jahre dauern bis die Beete wieder mit ihresgleichen best&#252;ckt werden k&#246;nnen.<br/>
</li>
<p><br clear="all"/></p>
</ol>
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		<title>Wie lassen sich neue Pflanzen am besten vorziehen</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 13:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Gartenseiten]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenzucht]]></category>
		<category><![CDATA[minigewächshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzen vorziehen]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenanbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Fr&#252;hjahr lassen sich die ersten Pflanzen f&#252;r den Garten oder Balkon schon ab Mitte Februar ans&#228;en -auch wenn eventuell noch Schnee liegt- vorrausgesetzt man hat ein Zimmergew&#228;chshaus, ein Fr&#252;hbeet oder sogar ein Kleingew&#228;chshaus im eigenen Garten zur Verf&#252;gung. Die Anzucht von eigenen Jungpflanzen hat den ganz gro&#223;en Vorteil, dass man auf ein viel gr&#246;&#223;eres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Basilikum-Keimlinge.jpg" alt="Basilikum-Keimling" />Im Fr&#252;hjahr lassen sich die ersten Pflanzen f&#252;r den Garten oder Balkon schon ab Mitte Februar ans&#228;en -auch wenn eventuell noch Schnee liegt- vorrausgesetzt man hat ein Zimmergew&#228;chshaus,  ein <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/fr%C3%BChbeet">Fr&#252;hbeet</a> oder sogar ein Kleingew&#228;chshaus im eigenen Garten zur Verf&#252;gung.</p>
<p>Die Anzucht von eigenen Jungpflanzen hat den ganz gro&#223;en Vorteil, dass man auf ein viel gr&#246;&#223;eres und spezielleres Sortiment an Saatgut zur&#252;ckgreifen kann und auf diese Art und Weise ungew&#246;hnlichere Pflanzenarten auspflanzen kann als einen der Handel meistens so bietet.<br />
Jedes Jahr kommen viele neue Blumen- und Gem&#252;sesorten auf den Markt, bei denen sich das Ausprobieren durchaus lohnen kann. Vor allem dann, wenn es sich um Saatgut handelt, dass resistent ist gegen bestimmte Sch&#228;dlinge. Gerade im Internet lohnt sich da das St&#246;bern.</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Welche Bedingungen sind notwendig f&#252;r das gesunde Auflaufen der Samen?</span></h3>
<p>Grunds&#228;tzlich ben&#246;tigt so ein Samenk&#246;rnchen drei wichtige Rahmenbedingungen, um zu gedeihen:</p>
<ol>
<li><strong>W&#228;rme</strong>:<br/>Die meisten Pflanzen ben&#246;tigen zum Keimen eine m&#246;glichst konstante Temperatur von + 18-25°C tags&#252;ber und  +15-18°C nachts. Das Abfallen der Temperatur unter +15°C sollte m&#246;glichst vermieden werden.<br />
Kohlrabi, Fenchel und Kopfsalat sowie die meisten Sommerblumen und Kt&#228;uter kommen mit diesen Temperaturangaben sehr gut zurecht. Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen, Stangenbohnen und Melonen brauchen es hingegen noch einen kleinen Tick w&#228;rmer und sollten nicht weniger als +18°C bekommen.</p>
<p>Dies bedeutet, dass man ohne Heizung nicht auskommt, wenn man so fr&#252;h im Jahr beginnen will. <a href="http://www.gewaechshaus-shop.com/gewaechshaus-mini-gew%C3%A4chshaus-0">Minigew&#228;chsh&#228;user</a> gibt es im Handel schon mit integrierter Heizung und noch besser mit zusetzlichem Thermostat, so dass man eine konstante bestimmte Temperatur ausw&#228;hlen kann. Wer schon ein unbeheiztes Minigew&#228;chshaus zu Hause hat, der kann dieses mit einer Heizmatte oder einem Heizkabel kombinieren. Die Matte wird unter dem Gew&#228;chshaus platziert und das Kabel kann in Spiralen im Substrat eingebettet werden und w&#228;re auch f&#252;r ein Fr&#252;hbeet einsetzbar. Dieses l&#228;&#223;t sich allerdings auch ganz wunderbar mit einer &#8220;nat&#252;rlichen Heizung&#8221; versehen in Form eines Mistbeetes. </p>
<p>Wichtig w&#228;re also die regelm&#228;&#223;ige Kontrolle der Temperatur. Auch hierbei kommt es gerne zu Mi&#223;verst&#228;ndinissen, denn entscheidend ist nicht die Temperatur der Luft, sondern des Bodens.<br />
Achtung: Zu hohe Temperaturen k&#246;nnen auch wieder sch&#228;dlich sein. Viele Pflanzen keimen nicht mehr, wenn das Thermometer &#252;ber +28-30°C klettert. Solche Temperaturen k&#246;nnen tats&#228;chlich in kleinen Anbaur&#228;umen wie im Gew&#228;chshaus oder Fr&#252;hbeet bei Sonneneinstrahlung leicht mal erreicht werden. Dagegen hilft ausreichend bel&#252;ften oder Schattieren mit Schattiergewebe oder auch Abdeckvliesen.</p>
<p>Zur Keimung ben&#246;tigen die meisten Pflanzen eine etwas h&#246;here Temperatur wie w&#228;hrend ihrer Jungpflanzenphase. Man kann diese nach der Keimung also etwas reduzieren, um Energie zu sparen.</li>
<li><strong>Wasser</strong>:<br/>Dieser Faktor d&#252;rfte jedem einleuchten, denn die Samen m&#252;ssen ja leicht &#8220;quellen&#8221;, um zum Keimen animiert zu werden. Bei vielen Arten beg&#252;nstigt das vorherige Einweichen der Samen f&#252;r einige Stunden im warmen Wasser den Keimungsvorgang. Einmal gew&#228;ssert d&#252;rfen sie dann nicht mehr austrocknen, sonst stirbt der Keimling, der ja noch nicht &#252;ber ausreichend Speicherkapazit&#228;t f&#252;r Wasser und N&#228;hrstoffe verf&#252;gt, um so eine Extremsituation zu &#252;berdauern.<br />
Dies bedeutet, dass man nach dem S&#228;en die Pflanzenschalen einmalig gut w&#228;ssert mit einem ganz weichen Strahl, um das Ausschwemmen der Samen zu verhindern.<br />
Es gibt tats&#228;chlich spezielle Aufsetze f&#252;r die Gie&#223;kanne, die eine solche weiche Brause verursachen. Anschlie&#223;end unbedingt die Pflanzgef&#228;&#223;e abdecken mit der Haube des Zimmergew&#228;chshauses, einer aufgeschnittenen Plastikflasche oder mit zwei bis drei Lagen Fr&#252;hbeetvlies, um das rasche Abtrocknen der Erde zu verhindern und gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit zu erh&#246;hen. Ab diesem Zeitpunkt t&#228;glich die Bodenfeuchte kontrolliern. Das Substrat sollte immer feucht, aber nie nass sein. Staun&#228;sse f&#252;hrt sehr schnell zu F&#228;ulnis- und Schimmelbildung und bedeutet damit schnell den Tod der Keimlinge.</p>
<p>Nach dem Auflaufen der Pflanzen sollte man nicht mehr abends gie&#223;en, damit die Pflanzen die Nacht &#252;ber trocken sind. Denn auch in dem Fall kann die N&#228;sse dann zu Pilzbefall f&#252;hren.</li>
<li><strong>Licht</strong>:<br/>Idealerweise ben&#246;tigen Pflanzen w&#228;hrend der Anzuchtsphase mindestens acht bis zw&#246;lf Stunden Licht mit einer Intensit&#228;t von mindestens 2000 Lux und dieses am besten direkt von oben. Deswegen ist die Fensterbank kein 100%iger geeigneter Ort f&#252;r das Minigew&#228;chshaus, da das Licht nur von der Seite kommt und die Jungpflanzen sich extrem in diese Richtung wenden.<br />
Im Februar und manchmal auch noch im M&#228;rz kann es also sinnvoll sein zus&#228;tzliches k&#252;nstliches Licht bereitzustellen. Die Zusatzbelichtung verbessert die Qualit&#228;t der Jungpflanzen und verk&#252;rzt die Anzuchtphase um 7 bis 14 Tage.</p>
<p>Wie schon zuvor erw&#228;hnt, kann zuviel Licht in Form von Sonneneinstrahlung auch sch&#228;dlich wirken, da es zu &#220;berhitzung und Austrocknung f&#252;hren kann.</li>
</ol>
<p><br/><br />
An dieser Stelle noch ein Hinweis auf eine Webseite, die sich nur mit dem Thema Pflanzenanzucht besch&#228;ftigt und damit noch viel mehr Information bereith&#228;lt:<br />
externer Link: -> <a href="http://www.pflanzen-anzucht.de/">Pflanzen-Anzucht.de</a><br />
<br/></p>
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		<title>Rankger&#252;ste aus Weiden und andere kreative Objekte einfach selber machen</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 15:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brauchtum & Rituale]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[bräuche & rituale]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Weiden- beziehungsweise Korbflechten ist eine uralte Handwerkskunst. Man fand im Nahen Osten Reste eines Weidenkorbs, die auf ca. 10000 v. Chr. datiert wurden. Diese Zeitangabe entspricht etwa dem Neolithikum, ein Zeitalter, in dem der Mensch anfing sesshaft zu werden und Landwirtschaft und Viehzucht zu betreiben. Weidengeflechte wurden f&#252;r sehr viele verschiedene Zwecke eingesetzt wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Weiden- beziehungsweise Korbflechten ist eine uralte Handwerkskunst. Man fand im Nahen Osten Reste eines Weidenkorbs, die auf ca. 10000 v. Chr. datiert wurden.<br />
Diese Zeitangabe entspricht etwa dem Neolithikum, ein Zeitalter, in dem der Mensch anfing sesshaft zu werden und Landwirtschaft und Viehzucht zu betreiben.<br />
Weidengeflechte wurden f&#252;r sehr viele verschiedene Zwecke eingesetzt wie nat&#252;rlich als Gef&#228;&#223;e zum Aufbewahren und Transportieren ( Wein- und Holzkiepen), zum Einz&#228;unen von &#196;ckern und Viehweiden, als Fischreusen, als Bienenk&#246;rbe und nat&#252;rlich auch als M&#246;bel.</p>
<p>In den letzten Jahren findet eine deutliche R&#252;ckbesinnung auf diese Handwerkstradition statt. Vor allem im Gartenbereich fallen die zunehmenden Angebote an Weidenflechtkursen und die daraus resultierenden Ergebnisse in den Privatg&#228;rten auf in Form von Rankger&#252;sten f&#252;r Kletterpflanzen als auch einfach als Dekorationsobjekte.<br />
Wenn man die Augen offen h&#228;lt, entdeckt man auch immer h&#228;ufiger &#8220;lebendige Gartenz&#228;une&#8221; aus wachsenden Weidenruten sowie Weidenh&#252;tten-und -tunnel als Spielpl&#228;tze f&#252;r Kinder.<br />
<br/></p>
<table>
<tr>
<td><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2435.JPG"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2435.JPG" style="width:135px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="weidenger&#252;st" /></a></td>
<td><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2432.JPG"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2432.JPG" style="width:135px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="weidenger&#252;st" /></a></td>
<td><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2430_0.JPG"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2430_0.JPG" style="width:135px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="weidenger&#252;st" /></a></td>
<td><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2384.JPG"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2384.JPG" style="width:135px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;"  alt="weidenger&#252;ste" /></a></td>
</tr>
</table>
<p><br/><br />
Das Weidenflechten kann nat&#252;rlich eine Kunst sein, aber im Grunde genommen ist es ganz einfach und kann von jedem gemacht werden.<br />
<br/></p>
<h4>Was ben&#246;tigt man zum Weidenflechten?</h4>
<ol>
<li>Nat&#252;rlich ben&#246;tigt man zum Weidenflechten als allererstes Weidenruten, da diese besonders biegsam und flexibel sind.<br />
 M&#246;glich sind auch andere Materialien wie Haselnussruten (Corylus avellana), junge Triebe von Hartriegel (Cornus in Arten und Sorten) und Schneeball (Viburnum in Arten und Sorten), die entlaubten Ranken von Waldrebe (Clematis in Arten und Sorten) und Brombeere (Rubus sectio Rubus) sowie Sauergrasgew&#228;chse (Cyperaceae) wie Seegras, Esperato, Schilf und Binse. Bei den Weidenarten eignen sich besonders folgende:</p>
<ul>
<li> Korb-Weide (Salix viminalis)</li>
<li>Silber-Weide (Salix alba)</li>
<li>Bruch-Weide (Salix fragilis)</li>
<li>Mandel-Weide (Salix triandra)</li>
</ul>
<p>Man kann die entsprechenden Ruten entweder als B&#252;ndel im Handel kaufen oder sie sich selber schneiden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass es nur in der Zeit vom 01. Oktober bis zum 28. Februar erlaubt ist Zweige zu schneiden zum Schutze von V&#246;geln und anderem Getier, das in der restlichen Zeit Nester baut und Brutpflege betreibt. Da man ja auch die unbelaubten Zweige nutzen m&#246;chte, ist dieser Zeitraum g&#252;nstig gelegen.<br />
F&#252;r Flechtarbeiten schneidet man meistens die einj&#228;hrigen Triebe mit L&#228;ngen zwischen 70 und 150 cm. M&#246;chte man gr&#246;&#223;ere Kletterger&#252;ste, Beeteinfassungen, Zaune oder sogar Pavillions bauen, so ben&#246;tigt man zus&#228;tzlich noch einige dickere und l&#228;ngere Ruten, die meistens dann schon von mehrj&#228;hrigen Trieben geschnitten und als Grundger&#252;st verwendet werden.<br />
Beim Flechten kann sowohl mit unterschiedlichen Mustern als auch mit verschiedenen Farben gespielt werden, denn die in Frage kommenden Geh&#246;lzarten haben unterschiedliche Rindenarten und -farben von gelbgr&#252;n &#252;ber rotbraun bis silbergrau gibt es ein gro&#223;es Farbspektrum, dass man beim Ernten der Ruten eventuell beachten sollte. Au&#223;erdem kann man die Ruten rau mit Rinde oder gesch&#228;lt ohne Rinde verarbeiten. Auch das gibt wieder neue Farbvariationen in dunkel und hell.</p>
<p>Wenn man die Weiden nicht selbst schneiden m&#246;chte, so kann man auch im Herbst beim st&#228;dtischen Gartenbauamt anfragen, ob man sich beim j&#228;hrlichen Schnittgut bedienen darf. In der Regel haben die nichts dagegen.</p>
<p>Beim selbstschneiden unbedingt scharfe und gute Werkzeuge benutzen, um die Pflanze nicht unn&#246;tig zu verletzen. Nach dem Schnitt &#252;berfl&#252;ssige Seitentriebe und Bl&#228;tter entfernen und in B&#252;ndeln trocknen lassen.</p>
<p>Vor der Verarbeitung m&#252;ssen die Ruten in Wasser eingeweicht werden, damit sie wieder biegsam und flexibel f&#252;r das Flechten werden. Dieses kann zwischen 10 min und 14 Tage dauern und ist eines der Mysterien des Korbmacherberufs.</li>
<p><br/> </p>
<li>Hat man die Weidenruten, braucht man eventuell eine scharfes und spitzes Messer, eine scharfe Gartenschere und eventuell farblich passendes Bindeband oder Draht sowie m&#246;glicherweise etwas zum Vorbohren der Steckl&#246;cher im Boden. Dann kann das eigentliche Flechten beginnen.<br />
Je nachdem was entstehen soll, werden dickere Ruten in der gew&#252;nschten Grundform in den Boden oder auch <a href="http://www.blumentopf-info.de">Blumentopf </a>gesteckt. Dabei sollte ca. ein Drittel der Rute zur Verankerung im Boden verschwinden. M&#246;chte man, dass die Weiden anwachsen und lebendig das Geflecht gestalten, so steckt man die Weiden einfach nur mit dem unteren Ende in den Boden. Sollen sie jedoch nicht anwachsen, so steckt man sie entweder verkehrt herum in den Boden, oder man sch&#228;lt das St&#252;ck, das sich im Boden befinden wird, damit es nicht Wurzeln bildet.<br />
Man sollte wissen, dass Weiden wirklich sehr austriebfreudig sind und manchmal trotz aller Gegenma&#223;nahmen Wurzeln bilden.</li>
<p><br/> </p>
<li>Steht die Grundform, so beginnt der wirklich kreative Teil &#8211; das Verflechten der Weidenruten miteinander oder das Einflechten von d&#252;nneren Ruten zum Stabilisieren und Dekorieren.<br />
Auch dabei ist zun&#228;chst einmal nicht viel zu beachten, denn man flechtet die Rute einmal vorne herum und einmal hinterheraum abwechselnd um die Formgebenden Ruten. Kommt man ans Ende der gerade benutzten Rute so f&#252;hrt man die n&#228;chste ein St&#252;ckchen parallel mit der vorherigen. Dadurch gibt es einen flie&#223;enden &#220;bergang.</p>
<p>Damit dieser &#220;bergang recht harmonisch aussieht verwendet beginnt man die neue Rute immer mit dem Teil, mit dem die alte endet. Endet sie also mit dem d&#252;nnen Ende, so setzt man die neue Rute auch mit dem d&#252;nnen Ende an  und andersherum.<br />
Der Kreativit&#228;t sind beim Flechten keine Grenzen gesetzt. Ich hole mir immer wieder Inspirationen von Abbildungen anderer Objekte. Nat&#252;rlich kann man auch mit dem Material spielen und einfach mal ein St&#252;ck bunten Stoffrest einflechten.  </li>
<p><br/>
	</ol>
<p><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2427.JPG" target="new"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2427.JPG" style="float:left;margin-right:25px; margin-bottom:15px;width:250px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;"  alt="Schwarz&#228;ugige Susanne" /></a>Wenn das Werk vollbracht ist  bleibt noch als letzte &#220;berlegung, ob es pur wirken oder noch durch eine Bepflanzung mit einer Kletterpflanze versch&#246;nert werden soll.<br />
F&#252;r das Beranken von Weidenkletterger&#252;sten bieten sich vor allem einj&#228;hrige Kletterpflanzen an wie Prunkwinde, Schwarz&#228;ugige Susanne, Glockenrebe oder auch Kapuzinerkresse, da diese bedingt durch ihre Lebensdauer nicht zu gro&#223; und wuchtig werden.</p>
<p>Mehr Informationen zum Thema Kletterpflanzen und ihre Verwendung k&#246;nnen Sie auf folgender Webseite finden:<a href="http://www.kletter-pflanzen.de/" target="new"> Kletterpflanzen.de</a><br />
 <br clear="all"/> </p>
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		<title>Tomaten pflanzen!</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 12:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gotthilf Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jahreszeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenzucht]]></category>
		<category><![CDATA[tomatensamen]]></category>
		<category><![CDATA[tomatensorten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist jetzt schon der richtige Zeitpunkt, um ans Anpflanzen von Tomaten zu denken? Klaro! Und man sollte sich auch Gedanken &#252;ber die richtigen Sorten machen, dann kann man jetzt schon mit der Planung und Arbeit beginnen. Die richtigen Tomatensamen sollte man schon jetzt bestellen, um mit ihnen fr&#252;hzeitig ins Gartenjahr zu starten. Beim Anbau im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist jetzt schon der richtige Zeitpunkt, um ans <a  href="http://www.tomaten-anbau.de/tomatenanbau">Anpflanzen von Tomaten</a> zu denken? Klaro! Und man sollte sich auch Gedanken &#252;ber die richtigen Sorten machen, dann kann man jetzt schon mit der Planung und Arbeit beginnen. Die richtigen <a href="http://www.magicgardenseeds.de/seite?wg=171">Tomatensamen</a> sollte man schon jetzt bestellen, um mit ihnen fr&#252;hzeitig ins Gartenjahr zu starten.</p>
<p>Beim Anbau im Freien, sprich au&#223;erhalb des <a href="http://www.klimatechniker.org/gew%C3%A4chshaus/f%C3%BCr-profis-gew%C3%A4chshaus-im-garten">Gew&#228;chshauses</a>, ist ein wichtiger Faktor f&#252;r die richtige Tomatensorte ihre Resistenz gegen die Kraut- und Braunf&#228;ule. Dies ist eine Pilzerkrankung, die einem schon mal das ganze Tomatenfeld abspenstig machen kann. Dass man da nicht mit der chemischen Keule ran will ist selbstverst&#228;ndlich. Schlie&#223;lich k&#246;nnte man sich da gleich die importierten Tomaten im Discounter kaufen.</p>
<p>Somit empfiehlt es sich, robuste Tomatensorten zu kaufen und zu s&#228;en.</p>
<p><img src="http://www.gartenrausch.com/wp-content/tomaten.jpg" alt="tomaten" width="400" /></p>
<p><strong>Wildtomaten</strong> sind eine sehr gute Wahl, sie sind nicht &#252;berz&#252;chtet und so grunds&#228;tzlich besser an naturnahes Leben gewohnt. Vielen Menschen, die Supermarkttomaten gew&#246;hnt sind, sind diese Tomaten allerdings zu klein, der Geschmack &#252;berzeugt dann aber letztlich fast jeden, mit den Wasserbomben aus dem Billigregal sind sie nicht zu vergleichen. Diese Tomaten wachsen eher bodennah, m&#252;ssen auch nicht am Spalier hochgezogen werden, etwas auseinanderbinden sollte man sie aber schon.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich sind Cocktailtomaten, sprich kleinfr&#252;chtige Tomaten, die widerstandsf&#228;higeren Sorten, gro&#223;e Tomaten sind eher anf&#228;llig f&#252;r Pilzerkrankungen. Ein anderer Faktor f&#252;r Tomatensorten, die gegen die Kraut- und Braunf&#228;ule ankommen, ist fr&#252;hes Reifen. Sorten, die fr&#252;her ihre Reife erlangen, entkommen der „Hochzeit“ der Pilzsporen durch fr&#252;he Ernte. Das Problem ist dann halt, dass man im Sommer auf dem Trockenen sitzt. Noch ein Tipp: Tomaten m&#246;glichst weit von Kartoffeln entfernt pflanzen, denn diese sind anf&#228;llig f&#252;r den gleichen Pilz und so steckt man sich unter Umst&#228;nden die ganze heimische Brut an.</p>
<p>Und f&#252;r ganz ambitionierte G&#228;rtner gibt es noch das <a href="http://www.chili-tomaten.de/anbauen-tomatengew%C3%A4chshaus-minigew%C3%A4chshaus-f%C3%BCr-tomaten-und-chilis">Tomatengew&#228;chshaus</a>, was in den meisten F&#228;llen aber durch einen einfachen Folienschlauch ersetzt werden kann.</p>
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		<title>Katzenminze (Nepeta)  Die Staude des Jahres 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 14:47:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fauna & Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Heilpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>
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		<category><![CDATA[pflanze des jahres]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Katzenminze (Nepeta in Sorten und Arten) geh&#246;rt mit ihren ca. 250 Arten zur Familie der Lippenbl&#252;tler (Lamiaceae).Die meisten Arten sind mehrj&#228;hrige, krautige Pflanzen, die eine H&#246;he von 20 bis 150 cm erreichen. Es gibt aber auch vereinzelt Halbstr&#228;ucher und einj&#228;hrige Arten. Die Wuchsform ist breit halbkugelf&#246;rmig bis aufrecht buschig, einige Arten werden auch sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2272.JPG" target="popup"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2272.JPG" style="float:left;margin-right:20px;margin-bottom:10px;width:300px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="Katzenminze" /></a>Die Katzenminze (Nepeta in Sorten und Arten) geh&#246;rt mit ihren ca. 250 Arten zur Familie der Lippenbl&#252;tler (Lamiaceae).<br/>Die meisten Arten sind mehrj&#228;hrige, krautige Pflanzen, die eine H&#246;he von 20 bis 150 cm erreichen. Es gibt aber auch vereinzelt Halbstr&#228;ucher und einj&#228;hrige Arten. Die Wuchsform ist breit halbkugelf&#246;rmig bis aufrecht buschig, einige Arten werden auch sehr ausladend und fallen auseinander.<br/><br />
<strong>An folgenden Merkmalen l&#228;&#223;t sich Nepeta ganz einfach erkenne:</strong><br/></p>
<ul>
<li>vierkantiger Stengel, der sehr oft behaart ist. Leider gibt es nat&#252;rlich auch Exemplare mit kahlem Stengel.</li>
<li>die Blattstellung ist bei allen Arten <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/kreuzgegenst%C3%A4ndig">kreuzgegenst&#228;ndig </a>(dekussiert). H&#228;ufig sind die Blattr&#228;nder gekerbt, gez&#228;hnt oder gewellt sowie behaart.</li>
<li>charakteristisch sind die kleinen blaulila Bl&#252;ten, die in Scheinquirlen stehen wie es f&#252;r die Familie der Lippenbl&#252;tler typisch ist. Nat&#252;rlich findet man deswegen auch die auffallenden f&#252;nfz&#228;hligen Lippenbl&#252;tler-Bl&#252;ten. Mittlerweile gibt es auch wei&#223;e, rosafarbene und gelbe Arten der  Katzenminze</li>
</ul>
<p><strong>Standortanspr&#252;che:</strong><br/><br />
Die meisten Arten der Katzenminze bevorzugen eher trockene und sonnige Standorte mit durchl&#228;ssigen, kalkarmen B&#246;den. Es gibt jedoch auch ein paar Arten, die frische bis feuchte B&#246;den und halbschattige Standorte bevorzugen und sich gut als Unterpflanzung von lichten Geh&#246;lzen und Str&#228;uchern eignen.<br/><br />
 Welche Art nun welchen Standort bevorzugt, l&#228;&#223;t sich wunderbar am &#228;u&#223;eren Erscheinungsbild ihrer Laubbl&#228;tter ablesen: Je schmaler, kleiner und behaarter die Bl&#228;tter sind desto mehr Sonne vertr&#228;gt die Pflanze. Die Blattfarbe wird dann wohl auch eher zu einem dumpgen graugr&#252;n tendieren. Dies sind alles Schutzma&#223;nahmen gegen starke Sonnenbestrahlung und die damit verbundene Gefahr der Verbrennung und &#252;berm&#228;&#223;igen Verdunstung von Wasser.<br/><br />
Nepeta-Arten mit gr&#246;&#223;eren, unbehaarten Bl&#228;ttern mit leuchtender F&#228;rbung deuten auf einen h&#246;heren Wasserbedarf hin. Diese Pflanzen vertragen dann keine direkte Sonneneinstrahlung, sondern eben feuchte, halbschattige Standorte. <br/><br />
<strong>Besonderheiten und Verwendung:</strong></p>
<ul>
<li>Katzenminze geh&#246;rt zu den &#228;ltesten heimischen Heilpflanzen in unseren Breiten. Schon im 1. Jahrhundert n.Chr. wird sie namendlich erw&#228;hnt. Genutz werden k&#246;nnen grunds&#228;tzlich alle Bestandteile der Pflanze. &#220;blicherweise verwendet man aber nur die Bl&#228;tter, die &#252;ber viel &#228;therisches &#214;l verf&#252;gen und ein kampferartiges Poleiminze-Thymian-Aroma verstr&#246;men. Katzenminze wirkt k&#252;hlend und astringierend. Sie wird innerlich als Tee eingenommen bei Fieber und Grippe sowie bei Schlafst&#246;rungen in Kombination mit Melisse und Baldrian als auch bei Herzklopfen und Reizbarkeit.<br/> Desweiteren wirkt sie harntreibend und krampfl&#246;send, weswegen sie auch bei nerv&#246;sen Verdauungsst&#246;rungen, Durchfall, Magenverstimmungen, Koliken und Menstruationsbeschwerden zum Einsatz kommt.</li>
<li>Am bekanntesten ist sicherlich die Wirkung von Katzenminze auf Katzen, der sie sicherlich auch ihren Namen verdankt.<br/>Nepeta enth&#228;lt den Wirkstoff Actinidin, der auf Katzen &#228;u&#223;erst belebend und anregend wirkt. Dieses f&#252;hrt dazu, dass so manch eine Katze sich &#228;u&#223;erst merkw&#252;rdig benimmt und die Katzenminze nicht &#252;berlebt. Wie verr&#252;ckt w&#228;lzen und reiben sich die Katzen am und im Kraut, um die &#220;berreste dann schlie&#223;lich zu vertilgen. Angeblich soll es Katzen geben, die garnicht auf die Pflanze reagieren, aber meine Katzen haben bisher kein Exemplar &#252;berleben lassen. Wenn jemand einen guten Tip hat wie man trotz Katzen Nepeta im Garten zum Wachsen bekommt, w&#228;re ich sehr dankbar.<br/> Tats&#228;chlich wird Katzenspielzeug h&#228;ufig auch mit getrockneter Katzenminze gef&#252;llt, um es f&#252;r die Katze interessant zu machen. Das Actinidin ist auch beim Baldrian (Valeriana officinalis) der Grund f&#252;r die Behauptung, dass Baldrian nachts Katzen singen l&#228;&#223;t. </li>
<li>Das &#228;therische &#214;l der Katzenminze wirkt sehr gut als M&#252;cken-Abwehr wie amerikanische Chemiker herausgefunden haben. Auch gegen Pflanzensch&#228;dlinge soll es eine gute Wirkung entfalten. Deswegen gilt die Katzenminze selber als sehr widerstandsf&#228;hige Pflanze, die selten an Pflanzensch&#228;dlingen leidet. Pflanzt man sie in Gesellschaft von Rosen, so soll sie den Blattlausbefall mindern. </li>
<li>Verpasst man der Katzenminze einen <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/remontierschnitt">Remontierschnitt </a>nach der ersten Bl&#252;te, so bl&#252;ht sie oft sehr z&#252;gig ein zweites Mal, weswegen sie gerne im Garten gesehen ist. Verwendung findet sie dort meistens als Beeteinfassung oder als Steingartenpflanze, da sie wirklich sehr gut Trockenheit &#252;berstehen kann. Vereinzelte Sorten eignen sich wie schon zuvor erw&#228;hnt als Unterpflanzung von Str&#228;uchern und Geh&#246;lzen sowie als Staude f&#252;r schattige und feuchte Pl&#228;tze.</li>
</ul>
<p><br clear="all"/> </p>
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		<title>Baum des Jahres 2009 -der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 12:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fauna & Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Gartenseiten]]></category>
		<category><![CDATA[garten-blog]]></category>
		<category><![CDATA[gartenblog]]></category>
		<category><![CDATA[pflanze des jahres]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor das Jahr 2009 nun fast schon seinen Abschied nimmt, bin ich auch noch als Sp&#228;tz&#252;nder der Nation &#252;ber unseren Baum dieses Jahres gestolpert: Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) Dieser Baum geh&#246;rt zu den stattlichsten in unseren Breiten mit einer H&#246;he von 25 bis 30 m (selten auch bis 40 m) und einer Kronenbreite von 15 bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor das Jahr 2009 nun fast schon seinen Abschied nimmt, bin ich auch noch als Sp&#228;tz&#252;nder der Nation &#252;ber unseren Baum dieses Jahres gestolpert:<br/><br />
<span style="color: #ff6600;"><big><strong><u>Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)</u></strong></big></span><br/><br />
<img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/bergahorn2_a_roloff.jpg" style="float:left;margin-right:30px;margin-bottom:10px;width:300px;" alt="Berg-Ahorn" />Dieser Baum geh&#246;rt zu den stattlichsten in unseren Breiten mit einer H&#246;he von 25 bis 30 m (selten auch bis 40 m) und einer Kronenbreite von 15 bis 20 m. Bis zu 300 Jahre alt kann der ausladenede Berg-Ahorn werden.<br/><br />
Man findet ihn als Stra&#223;en- und Alleebaum, in Parkanlagen und in der freien Landschaft. Er wird  auch als die &#8220;Eiche der h&#246;heren Lagen&#8221; bezeichnet. Besonders<br />
wohl f&#252;hlt er sich an Steilh&#228;ngen, auf Ger&#246;llhalden und in feuchten T&#228;lern. Daher nat&#252;rlich auch der Name:Berg-Ahorn.<br/> Am auff&#228;lligsten ist seine wundersch&#246;ne leuchtendgelbe Herbstf&#228;rbung, die ganze Landstriche pr&#228;gt wie beispielsweise da Engtal im Karwendelgebirge, das auf Grund dieses Spektakels viele Touristen j&#228;hrlich magnetisch anzieht.<br/><br />
Woher kennt man Den Berg-Ahorn noch?</p>
<ul>
<li>Das Holz dieses Baumes geh&#246;rt zu den Laubedelh&#246;lzern und ist &#228;u&#223;erst wertvoll. Nicht wegzudenken ist es aus der Instrumentenbau-Branche, in der es als Klangholz in vielen Instrumenten zum Einsatz kommt wie bei Geigen, Lauten, Zittern und bei Fagott und Panfl&#246;te. Da es sich sehr gut polieren, beizen und f&#228;rben l&#228;&#223;t, wird der Berg-Ahorn ebenfalls zur Herstellung von M&#246;beln, Parkett und einfachen K&#252;chenger&#228;ten wie Holzl&#246;ffeln, etc. verwendet.</li>
<li>Auch den Ahornsirup kennt wohl fast jeder. Vor allem alle die, die gerne Pfannkuchen oder M&#252;sli zum Fr&#252;hst&#252;ck verzehren. Haupts&#228;chlich wird dieser zwar aus dem nordamerikanischen Zucker-Ahorn (Acer saccharum) gewonnen, man kann aber auch den Berg-Ahorn daf&#252;r nutzen. Dieser produziert im Schnitt ca. 50l Saft im Fr&#252;hjahr, w&#228;hrend der Zucker-Ahorn das dreifache liefert.</li>
<li>Das Laub wird wegen des hohen Stickstoffgehaltes zum Teil noch bis heute als Viehfutter verwendet.</li>
</ul>
<p><br clear="all"/><br />
<span style="color: #ff6600;"><big><strong><u>Wer bestimmt den &#8220;Baum des Jahres&#8221;?</u></strong></big></span><br />
Das erste Mal wurde 1989 ein &#8220;Baum des Jahres&#8221; ausgew&#228;hlt. Entstanden ist die Idee dazu in Wahlstedt in Schleswig-Holstein. Der Vorsitzende des Umweltschutzvereins Wahlstedt  Dr. Silvius Wodarz war derjenige, der im Namen des Vereins die Stieleiche zum Baum des Jahres 1989 ausgerufen hat. Seitdem ist dieser Begriff zu einer feststehenden Institution in Deutschland geworden mit dem Zweck jedes Jahr einen heimischen Baum auszuw&#228;hlen und ihn dadurch vermehrt ins Bewu&#223;tsein der Bev&#246;lkerung zu bringen.<br/><br />
Mittlerweile trifft die j&#228;hrliche Wahl eine Kommission mit dem Namen: &#8220;Kuratorium Baum des Jahres&#8221; in Berlin bestehend aus Angeh&#246;rigen der Natur- und Umweltschutzverb&#228;nde nach folgenden Kriterien:</p>
<ul>
<li>In Frage kommen B&#228;ume, die vom Aussterben bedroht sind (z.B.Speierling), eine besondere &#246;kologische Bedeutung haben wie die Hainbuche oder die symbolisch f&#252;r einen gef&#228;hrdeten Lebensraum stehen k&#246;nnen wie beispielsweise die Silberweide oder Schwarzerle f&#252;r den Auwald. M&#246;glich sind auch B&#228;ume, die in heutiger Zeit aus unseren Wirtschaftsw&#228;ldern verdr&#228;ngt worden sind wie die Esche, um auch sie wieder mehr ins Bewu&#223;tsein zu bringen. </li>
<li>Es mu&#223; sich bei der Auswahl um eine heimisches Geh&#246;lz handeln.</li>
</ul>
<p><br/><br />
<span style="color: #ff6600;"><big><strong><u>Folgende B&#228;ume wurden seit 1989 zum &#8220;Baum des Jahres&#8221; gek&#252;rt:</u></strong></big></span><br/></p>
<table style="table-layout:fixed" border="1" rules="all">
<thead  style="background-color:#33CCFF" >
<th style="width:80px"><span style="color:#FF6699">Jahr</span></th>
<th style="width:160px"><span style="color:#FF6699">Baumart</span></th>
<th style="width:190px"><span style="color:#FF6699">Botanischer Name</span></th>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2010</td>
<td><b>Vogel-Kirsche</b></td>
<td>Prunus avium</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2009</td>
<td><b>Berg-Ahorn</b></td>
<td>Acer pseudoplatanus</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2008</td>
<td><b>Walnuss</b></td>
<td>Juglans regia</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2007</td>
<td><b>Wald-Kiefer </b></td>
<td>Pinus sylvestris</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2006</td>
<td><b>Schwarz-Pappel</b></td>
<td>Populus nigra</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2005</td>
<td><b>Rosskastanie</b></td>
<td>Aesculus hippocastanum</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2004</td>
<td><b>Wei&#223;-Tanne</b></td>
<td>Abies alba</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2003</td>
<td><b>Schwarz-Erle</b></td>
<td>Alnus glutinosa</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2002</td>
<td><b>Wacholder</b></td>
<td>Juniperus communis</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2001</td>
<td><b>Esche</b></td>
<td>Fraxinus excelsior</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">2000</td>
<td><b>Sand-Birke</b></td>
<td>Betula pendula</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1999</td>
<td><b>Silber-Weide</b></td>
<td>Salix alba</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1998</td>
<td><b>Wild-Birne</b></td>
<td>Pyrus communis</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1997</td>
<td><b>Eberesche</b></td>
<td>Sorbus aucuparia</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1996</td>
<td><b>Hainbuche</b></td>
<td>Carpinus betulus</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1995</td>
<td><b>Spitz-Ahorn</b></td>
<td>Acer platanoides</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1994</td>
<td><b>Eibe</b></td>
<td>Taxus baccata</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1993</td>
<td><b>Speierling</b></td>
<td>Sorbus domestica</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1992</td>
<td><b>Berg-Ulme</b></td>
<td>Ulmus glabra</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1991</td>
<td><b> Sommer-Linde</b></td>
<td>Tillia platyphyllos</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1990</td>
<td><b>Buche</b></td>
<td>Fagus sylvatica</td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color:#FFFF00">1989</td>
<td><b>Stiel-Eiche</b></td>
<td>Quercus robur</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><br/></p>
<p><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3424.JPG" style="float:right; margin-left:20px; margin-bottom:10px; width:250px;" alt="Ginko" /><b>Tats&#228;chlich gibt es auch einen Baum des Jahrtausends: Der Ginko (Ginko biloba).</b><br/><br />
Wie ich finde einer der eindrucksvollsten B&#228;ume &#252;berhaupt. Jeder hat vermutlich schon einmal Bilder von seinen Bl&#228;ttern gesehen. Botanisch gesehen geh&#246;rt der Ginko jedoch garnicht zu den Laubb&#228;umen, sondern zu den Nadelgeh&#246;lzen. Verwandte des Ginkos, die der heutigen Art sehr &#228;hnlich waren, bewuchsen schon im Zeitalter des Jura ( also vor knapp 200 Millionen Jahren) die Erde. Es handelt sich demnach um einen sehr robusten und starken Baum. Es hei&#223;t sogar, dass ein Ginko den Atombombenangriff auf Hiroshima &#252;berlebte. Diese Art wurde also zu Recht zum Baum des Jahrhunderts gew&#228;hlt mit solch starkem Symbolcharakter.<br/><br />
Es gibt eine sehr ausf&#252;hrliche Webseite zu diesem Thema, der ich auch ausnahmsweise mal die Bilder in diesem Artikel entliehen habe.<br />
Wer Informationen sucht zum Thema Baum des Jahres oder ganz allgemein zu heimischen Geh&#246;lzen, der findet hier reichhaltiges Material. Au&#223;erdem werden eine Menge Anregungen gegeben zu Projekten rund um den Baum. Sie k&#246;nnen direkt &#252;ber diesen Link dorthin gelangen: <a href="http://www.baum-des-jahres.de" target="new">Baum des Jahres.de</a><br/><br />
<span style="color: #ff6600;"><big><strong><u>Der Baum des Jahres 2010 &#8211; Die Vogel-Kirsche (Prunus avium)</u></strong></big></span><br/><br />
<img src="http://www.baum-des-jahres.de/download/Roetliche_Herbstfaerbung.jpg" style="float:left;margin-right:30px;margin-bottom:10px;width:300px" alt"Vogel-Kirsche"/>Die Vogel-Kirsche ist sozusagen die Mutter unserer Kultur-Kirschb&#228;ume und daher auch als Wild-Kirsche bekannt.<br/><br />
Zweifellos ist sie einer der sch&#246;nsten B&#228;ume, da sie zu jeder Jahreszeit besondere Reize bereith&#228;lt, die das Auge erfreuen.<br/>Man findet sie an Waldr&#228;ndern, in der freien Landschaft und in Parkanlagen und erkennt sie sp&#228;testens im April an ihrer ungeheuerlichen wei&#223;en Bl&#252;tenpracht. Nicht umsonst hat die Kirschbl&#252;te bei den Japanern so einen hohen Stellenwert, dass sie zum traditionellen Kirschbl&#252;tenfest Hanami einen Feiertag bekommen. Man kann diese B&#228;ume w&#228;hrend der Bl&#252;te wirklich nicht &#252;bersehen, wird man doch fast geblendet von soviel wei&#223;er Strahlenkraft.<br/><br />
Im Sommer folgen die leuchtenden, wohlschmeckenden Kirschen in rot bis schwarzrot, an denen sicherlich keiner vorbeigeht und der Herbst bringt eine eindrucksvolle leuchtende Herbstf&#228;rbung der Bl&#228;tter mit sich.<br/><br />
Was hat die Vogel-Kirsche noch zu bieten?</p>
<ul>
<li>Das Holz der Vogel-Kirsche ist sehr wertvoll und wird sehr gerne zur M&#246;belherstellung verwendet. Man erkennt esleicht, da es &#252;ber einen r&#246;tlich-braunen dunkleren Kern und hellerem Splintholz besteht. Viele Biedermeier-M&#246;bel wurden aus diesem Holz gemacht. Auch im Musikinstrumentenbau findet sie anklang, da dieses Holz gut gedrechselt werden kann und wundersch&#246;ne auff&#228;llige Fl&#246;ten daraus entstehen.</li>
<li>Das man aus Kirschen allerlei kulinarische K&#246;stlichkeiten produzieren kann muss wohl nicht weiter erw&#228;hnt werden, denn jeder kennt sie in Torten, Marmeladen, Alkoholischen Getr&#228;nken und vielem mehr.</li>
<li>Die Vogel-Kirsche ist wichtig als Bienenweide und als Vogeln&#228;hrgeh&#246;lz</li>
<li>Sogar die Kirschkerne finden n&#252;tzliche Verwendung. Gereinigt und getrocknet f&#252;llen sie sogenannte Kirschkernkissen, die ein unglaublich guter Ersatz f&#252;r die herk&#246;mmliche W&#228;rmflasche sind. Die Kerne speichern aufgew&#228;rmt in Ofen oder Mikrowelle ganz ausgezeichnet die W&#228;rme.<br/>Zuletzt noch erw&#228;hnenswert der Rekord im Kirschkernweitspucken, der angeblich bei  21,71 m liegen soll.</li>
</ul>
<p><br clear="all"/>  </p>
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		<title>Der Garten im Advent &#8211; Barbarazweige und Wintersonnenwende</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 13:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brauchtum & Rituale]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreszeiten]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit riesen Schritte geht das Jahr zur Neige. Der Winter steht vor der T&#252;r und mit ihm eine ruhige und besinnliche Zeit. Auch im Garten wird es nun ruhig, denn das Tageslicht schwindet und die Pflanzen gehen fast alle ihn ihre Vegetationsruhe. Mit dem ersten Frost und Schnee wird alles mit einer wei&#223;en, leisen Decke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit riesen Schritte geht das Jahr zur Neige. Der Winter steht vor der T&#252;r und mit ihm eine ruhige und besinnliche Zeit.<br/><br />
Auch im Garten wird es nun ruhig, denn das Tageslicht schwindet und die Pflanzen gehen fast alle ihn ihre <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon-vegetationsruhe" target="new">Vegetationsruhe</a>. Mit dem ersten Frost und Schnee wird alles mit einer wei&#223;en, leisen Decke &#252;berzuckert.<br/><br />
Wenn im Garten alles aufger&#228;umt und gereinigt wurde, dann bleibt nicht mehr soviel zu tun.<br />
Zum Gl&#252;ck steht nun Weihnachten vor der T&#252;r und mit ihm die wundersch&#246;ne Adventszeit. Diese bringt neben Pl&#228;tzchen backen, Kerzenschein und gem&#252;tliche Teestunden vorm bollernden Kaminofen auch ein paar Br&#228;uche mit sich, die das G&#228;rtnerherz h&#246;her schlagen lassen.<br/><br />
Gleich zu Beginn der Adventzeit wartet die heilige Barbara mit ihrem Brauchtum gefolgt von der Wintersonnenwende (auch Tagundnachtgleiche genannt). Ich habe ein bi&#223;chen recherchiert, was es mit diesen Br&#228;uchen auf sich hat und m&#246;chte nun im folgenden meine Ergebnisse teilen:<br/></p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Was sind nun also Barbara-Zweige und Barbara-G&#228;rtchen?</span></h4>
<p> <img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.3.jpg" style="float:left;margin-right:20px;margin-bottom:10px;width:300px;" alt="Knospen" /><b><u>Die Legende der heiligen Barbara</u></b><br />
Ob es die Heilige Barbara tats&#228;chlich gab, ist nie gekl&#228;rt worden. Es gibt aber eine Legende, die auf eine Frau im 3.Jahrhundert zur&#252;ckgeht, die &#246;stlich von Konstantinopel (heute Istanbul) gelebt haben soll. Diese Barbara war die Tochter eines wohlhabenden Heiden, der ihr in ihrer Jugend eine gute und freie Erziehung und Bildung zukommen lie&#223;, angeblich um sie vom Christentum fern zu halten. Sie durfte sich ihre eigenen R&#228;umlichkeiten in einem Turm einrichten und erhielt dort regelm&#228;&#223;ig Unterricht von verschiedenen Gelehrten.<br/><br />
 Einer dieser Lehrer brachte ihr das Christentum nahe, woraufhin sie sich heimlich Taufen lie&#223;. Als ein Heide um ihre Hand anhielt, lehnte sie den Antrag ab und offenbarte sich vor ihrem Vater als Christin. Dieser w&#252;rde dar&#252;ber so zornig, dass er ihr die nur Wahl lie&#223; zwischen der Heirat mit dem Heiden oder einer furchtbaren Bestrafung. Als Reaktion auf diese Androhung fl&#252;chtete Barbara vor ihrem Vater, der sie daraufhin mit gez&#252;cktem Schwert verfolgte.<br/> Auf Grund eines Verrats konnte er sie stellen und seine Bestrafung war grausam und brutal. Doch auch dadurch wandte sie sich nicht vom christlichen Glauben ab, so das der endt&#228;uschte Vater sie wegen Hochverrats zum Tode verurteilen und sich selbst als Henker einsetzen lie&#223;.<br/><br />
 Am 04. Dezember starb der Legende nach die heilige Barbara als M&#228;rtyrerin, gek&#246;pft durch ihren Vater, der daraufhin vom Blitz getroffen wurde.<br/><br />
 <img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.370.jpg" style="float:left;margin-right:20px;margin-bottom:10px;width:250px;" alt="Knospen" /><b><u>Der Barbara-Zweig</u></b><br />
 Die Legende zur Legende besagt desweiteren, dass sich auf dem Weg in den Kerker ein Kirschbaumzweig in ihrem Gewand verfangen habe, den Barbara fortan mit ihrem Trinkwasser am Leben erhielt, was dieser ihr mit dem Hervorbringen von Bl&#252;ten dankte.<br/> M&#246;glicherweise geht darauf der Brauch zur&#252;ck, am 04. Dezember Obstbaum zweige zu schneiden und sie in die Vase zu stellen, auf dass sie in der Weihnachtsnacht erbl&#252;hen m&#246;gen als Zeichen daf&#252;r, dass das &#8220;Licht der Welt&#8221; auf die Erde gekommen ist. Tut er dies tats&#228;chlich, soll es ein gutes Zeichen sein f&#252;r das kommende Jahr<br/>Verwendet werden vor allem: Weichsel, Apfel, Birne, Pflaume, Flieder, Linde, &#8211; heute nimmt man auch &#196;ste von Mandelb&#228;umchen, Forsythie, Jasmin, Weide und Rosskastanie. In den Alpen nennt man die Barbarazweige „Barbarabaum”. <br/>Damit die Zweige &#252;berhaupt zum Austreiben kommen, m&#252;ssen sie vor dem Schneiden schon einmal Frost bekommen haben, da sie den K&#228;lteimpuls dazu ben&#246;tigen. Ersatzweise kann man sie auch &#252;ber Nacht ins Gefrierfach legen. Den darauffolgenden Tag m&#252;ssen die Zweige im handwarmen Wasser liegen, um sie dann endlich in der Vase  platzieren zu k&#246;nnen. Egal,wann die Bl&#252;hten sich &#246;ffnen, dies ist im kalten Winterimmer ein sehr magischer Augenblick. Bekommt man doch eine Voraussicht auf den kommenden Fr&#252;hling.<br/><br />
Es wird gemunkelt, dass das Brauchtum um den Barbarazweig wiedermal auf germanischen Ursprung zur&#252;ckgreift, n&#228;mlich auf den Brauch der germanischen Lebensrute.<br/>Man schlug mit den bl&#252;henden Zweigen die Kinder, um die Lebenskraft der sich verj&#252;ngenden Natur auf sie zu &#252;bertragen. Ein Brauch, der sich heute am Nikolaustag wiederfindet. Die Rute diente urspr&#252;nglich nicht der Z&#252;chtigung von ungezogenen Kindern. sondern der Segensspendung. Der Schlag mit der Lebensrute hat noch einen Hintergrund: Auf diese Weise fordert man in Schweden die Julgeschenke ein. Der Schlagende &#252;bertr&#228;gt die Vitalit&#228;t der Natur und der Geschlagene dankt in Form eines Geschenkes.<br/><br />
Zur&#252;ck zur Barbara: Bei uns gibt es den Brauch mehrere Zweige zu schneiden und jeden einzelnen mit einem Namen eines Verehrers zu versehen. Der Zweig, der zuerst erbl&#252;ht, gibt Hinweis auf den zuk&#252;nftigen Br&#228;utigam.<br/><br />
<b><u>Das Barbara-G&#228;rtchen</u></b><br />
Bekannt auch unter den Namen Adonisg&#228;rtlein, Advents- oder Weihnachtsg&#228;rtchen.<br/>Dies sind die Namen f&#252;r das winterliche Gr&#252;n in der Krippe. Man streut am Barbaratag Weizen- oder Gerstenk&#246;rner auf einen Teller mit K&#252;chenkrepp oder Watte und begie&#223;t sie regelm&#228;&#223;ig. Zu Weihnachten ist die Saat aufgegangen und bildet einen dichten gr&#252;nen Busch, in den man als Hinweis auf das „Licht der Welt” eine Kerze stellt.</p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Wintersonnenwende<br/> &#8211; von Raunacht und Licht</span></h4>
<p>Die Wintersonnenwende bezeichnet die l&#228;ngste Nacht des Jahres vom 21. auf den 22.Dezember. Mit ihr beginnen die Tage wieder l&#228;nger zu werden und das Licht kehrt zur&#252;ck. Je weiter n&#246;rdlich man beheimatet ist desto wichtiger und festlicher wird dieses Fest begangen, da hoch im Norden das Tageslicht zeitweilig sogar ganz verschwindet w&#228;hrend des Winters. Die Wiederkehr des Lichts begr&#252;&#223;t man mit einem gro&#223;en Lagerfeuer. Eine gute Gelegenheit mit guten Freunden im Garten zusammenzukommen und sich darauf zu freuen, dass der Beginn der n&#228;chsten Gartensaison nun deutlich n&#228;her r&#252;ckt.<br/><br />
 Gleichzeitig ist die Wintersonnenwendenacht auch der Beginn der Raun&#228;chte. Aus christlicher Sicht handelt es sich um die zw&#246;lf N&#228;chte zwischen Weihnacht und Dreik&#246;nig, dem neuen und dem alten Geburtstag Christi. Genaugenommen sind es aber jene zw&#246;lf Tage und N&#228;chte, die zwischen dem Mondjahr mit 354 Tagen und dem Sonnenjahr mit 366 Tagen liegen. Daher spricht man auch von der &#8220;Zeit zwischen den Jahren&#8221;. Um diese Tage ranken sich jede Menge Mythen und Br&#228;uche.<br/><br />
 Einer davon besagt, dass die Tore der Welten sich &#246;ffnen. Nach germanischer Vorstellung brauste nun die wilde Jagd durch die L&#252;fte: Odin galoppierte auf seinem achtbeinigen Ross Sleipnir durch den Himmel. Und Frau Holda, die im Winter als wilde Frau Percht erscheint, zieht mit ihrem unheimlichen Gefolge bestehend aus neun Kinderseelen, Elben, Zwergen und Hexen umher. Im Volksglauben hie&#223; es daher, dass man in den Rauhn&#228;chten nach dem Abendl&#228;uten nicht mehr vor die T&#252;r gehen solle, da man des Todes sei, wenn man der wilden Fuhre begegnet. Um das Haus vor diesen b&#246;sen Geistern zu sch&#252;tzen, schm&#252;ckt man Fenster und T&#252;ren mit immergr&#252;nen Zweigen. Besonders  Buchs, Eiben, Tannen und Wacholder sprach man eine d&#228;monenabwehrende Eigenschaften zu. Ihre Wirkungsweise soll &#228;u&#223;erst kurios sein, denn beim Anblick der Zweige verfallen &#8220;Hexen&#8221; angeblich in einen Z&#228;hlzwang. Statt Unfug zu treiben, z&#228;hlen sie die Bl&#228;tter oder Nadeln und kommen damit einfach nicht zu Ende.<br />
<br clear="all"/> </p>
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