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	<title>Gartenrausch &#187; Wetter</title>
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	<description>Lobelie im Schatten mit Diamanten</description>
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		<title>Die Uhr des G&#228;rtners hat eine andere Zeit &#8211; der ph&#228;nologische Kalender</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 14:07:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier in der Oberpfalz wird es dieses Jahr wiedermal besonders sichtbar, dass man sich als G&#228;rtner nicht auf den &#252;blichen Datumskalender verlassen kann, wenn es um den Beginn der Jahreszeiten geht.Bekannterma&#223;en beginnt der Fr&#252;hling ja offiziell am 21. M&#228;rz. Die N&#228;chte sind jetzt Anfang M&#228;rz zwar noch frostig, aber die Tage werden l&#228;nger und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Fr%C3%BChling-Proklamation.jpg" style="width:500px;" alt="Fr&#252;hlings-Proklamation" /><br />
Hier in der Oberpfalz wird es dieses Jahr wiedermal besonders sichtbar, dass man sich als G&#228;rtner nicht auf den &#252;blichen Datumskalender verlassen kann, wenn es um den Beginn der Jahreszeiten geht.<br/>Bekannterma&#223;en beginnt der Fr&#252;hling ja offiziell am 21. M&#228;rz. Die N&#228;chte sind jetzt Anfang M&#228;rz zwar noch frostig, aber die Tage werden l&#228;nger und die Sonne gewinnt t&#228;glich an Kraft. Bei diesem Wetter kann mich auf jeden Fall nichts mehr drinnen halten und sowohl gef&#252;hlsm&#228;&#223;ig als auch best&#228;tigt durch einen Blick nach drau&#223;en in meinen Garten, muss ich verk&#252;nden:&#8221;Der Fr&#252;hling ist da!&#8221;<br/><br />
Zuf&#228;llig wei&#223; ich vom letzten Jahr, dass genau um diese Zeit gut 50 cm Schneedecke den Garten bedeckte und von bl&#252;henden Pflanzen weit und breit noch nichts zu sehen war. Der kalendarische Fr&#252;hlingsbeginn, der sich nach astronomischen und meteorologischen Begebenheiten richtet, ist also keine sinnvolle Zeitangabe, wenn es darum geht, wann man mit welchen Arbeiten im Garten beginnen sollte.<br/>F&#252;r die Bauern gilt nat&#252;rlich genau das gleiche Problem. Deswegen haben diese schon vor Jahrhunderten begonnen, die Natur zu beobachten, um festzustellen, welche Pflanzen einen sicheren Hinweis darauf geben, dass sich eine Jahreszeit &#228;ndert. Dies kann der Bl&#252;hbeginn der ersten Fr&#252;hlingsbl&#252;her sein, die Bl&#252;te von Obstb&#228;umen oder der Laubabwurf bestimmter Geh&#246;lze.<br/> Aus solchen<br/> Beobachtungen entstand ein neuer flexibler Kalender, der von Region zu Region sehr unterschiedlich ausfallen kann auf Grund des dort vorherrschenden Klimas. Mit Hilfe von ganz gezielt ausgew&#228;hlten Pflanzen, die einheitlich fast fl&#228;chendeckend in Deutschland vorkommen, lassen sich jeweils f&#252;r den eigenen Wohnort ganz einfach die Jahreszeiten bestimmen nach dem eben beschriebenen &#8220;ph&#228;nologischen Kalender&#8221;.<br/><br />
Die Ph&#228;nologie ist die Lehre von den nat&#252;rlichen Erscheinungen (griech. &#8220;mir erscheint&#8221;) und erfasst j&#228;hrlich periodisch wiederkehrende Entwicklungserscheinungen in der Natur, die vor allem alle Pflanzen betreffen, aber auch bestimmte Ph&#228;nomene der Tierwelt mit einschlie&#223;en wie beispielsweise die erste Biene oder der erste Schmetterling des Jahres.<br/>Die Einteilung der Jahreszeiten erfolgt sehr viel feiner und detaillierter, so dass man nicht nur Fr&#252;hling, Sommer, Herbst und Winter unterscheidet, sondern diese nochmals in einzelne Phasen trennt, so dass letztendlich zehn Jahreszeiten entstehen.</p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Die 10 ph&#228;nologischen Jahreszeiten</span></h2>
<ol>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3918.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;" alt="Schneegl&#246;ckchen" /><br />
<h4>Vorfr&#252;hling</h4>
<p>:<strong><em>Zeigerpflanze:</em></strong> Beginnt mit dem Bl&#252;beginn von Hasel, Schneegl&#246;ckchen und Schwarzerle, endet mit dem Bl&#252;hbeginn von der Salweide<br/><strong><em>Es bl&#252;hen u.a.:</em></strong> Winter-Jasmin, Winterling, Huflattich, Lerchensporn und Seidelbast<br/><strong><em>Tierwelt:</em></strong> Amseln bauen Nester, Stare kehren zur&#252;ck, Maulw&#252;rfe produzieren erste Maulwurfsh&#252;gel, Grasfr&#246;sche beginnen zu laichen<br/><strong><em>Gartenarbeit:</strong></em> Geh&#246;lze pflanzen und schneiden</li>
<p><br clear="all"/></p>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4090.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;" alt="Forsythie" /><br />
<h4>Erstfr&#252;hling</h4>
<p>:<strong><em>Zeigerpflanze:</em></strong> Bl&#252;hbeginn Forsythie und Blattentfaltung der Stachel- und Johannisbeere<br/><strong><em>Es bl&#252;hen u.a.:</em></strong> Salweide (K&#228;tzchen!), Schlehe, Anemone, Primel, Sumpfdotterblume, Kirsche, Pflaume, Birne und Ahorn<br/><strong><em>Tierwelt:</em></strong> Schwalben kehren zur&#252;ck, Rotschwanz br&#252;tet, Kr&#246;ten wandern, Insekten erscheinen<br/><strong><em>Gartenarbeit:</strong></em> Aussaat von Wildblumen, Bodenschlamm aus Teich entfernen, Nisthilfen f&#252;r Insekten
</li>
<p><br clear="all"/></p>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.371.jpg" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;" alt="Apfelbl&#252;te" /><br />
<h4>Vollfr&#252;hling</h4>
<p>:<strong><em>Zeigerpflanze:</em></strong> Bl&#252;hbeginn von Apfel und Flieder und Blattentfaltung bei der Stiel-Eiche<br/><strong><em>Es bl&#252;hen u.a.:</em></strong> Eberesche, Wei&#223;dorn, Rosskastanie, L&#246;wenzahn, Maigl&#246;ckchen<br/><strong><em>Tierwelt:</em></strong> Der Kuckuck ruft. Bilche erwachen, Maik&#228;fer fliegen<br/><strong><em>Gartenarbeit:</strong></em> Stauden pflanzen, sommerliche Zwiebelblumen setzen, Blumenwiese anlegen, Wildkr&#228;uter ernten</li>
<p><br clear="all"/></p>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Holunder-1.jpg" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;" alt="Holunderbl&#252;te" /><br />
<h4>Fr&#252;hsommer</h4>
<p>:<strong><em>Zeigerpflanze:</em></strong> Bl&#252;hbegin des Schwarzen Holunders, der Robinie und vieler Gr&#228;ser (Beginn der Heuschnupfen-Zeit!)<br/><strong><em>Es bl&#252;hen u.a.:</em></strong> Wildrosen, Pappel, Wei&#223;dorn, Wald-Gei&#223;bart und T&#252;rkischer Mohn<br/><strong><em>Tierwelt:</em></strong> die erste Brut vieler Singv&#246;gel wird fl&#252;gge. Grillen beginnen zu zirpen<br/><strong><em>Gartenarbeit:</strong></em> j&#228;ten, Stauden teilen und vermehren</li>
<p><br clear="all"/></p>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_5056.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;" alt="Schwarze Johannisbeere" /><br />
<h4>Hochsommer</h4>
<p>:<strong><em>Zeigerpflanze:</em></strong> Bl&#252;hbeginn von Sommer- und Winterlinde, Reife von Johannisbeere und Winterroggen<br/><strong><em>Es bl&#252;hen u.a.:</em></strong> Wegwarte, Kartoffeln und verschiedene Doldenbl&#252;tler<br/><strong><em>Tierwelt:</em></strong>Gl&#252;hw&#252;rmchen flíegen, Fr&#246;sche quaken, Maulw&#252;rfe werden noch aktiver (Jungtiere!)<br/><strong><em>Gartenarbeit:</strong></em> Johannisbeeren, Erdbeeren und erste Himbeeren ernten, bei Trockenheit gie&#223;en, Unkraut j&#228;ten </li>
<p><br clear="all"/></p>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/eberesche.jpg" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;" alt="Vogelbeere" /><br />
<h4>Sp&#228;tsommer</h4>
<p>:<strong><em>Zeigerpflanze:</em></strong> Fruchtreife von Eberesche und fr&#252;hen Apfelsorten, Bl&#252;tebeginn von Heidekraut und Herbst-Anemone<br/><strong><em>Es bl&#252;hen u.a.:</em></strong><br/><strong><em>Tierwelt:</em></strong> Es fliegen vermehrt Libellen und Stechm&#252;cken<br/><strong><em>Gartenarbeit:</strong></em> Magerwiese ein einziges Mal m&#228;hen, Wildfr&#252;chte und fr&#252;hes Obst ernten</li>
<p><br clear="all"/></p>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3054.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;" alt="Holunderbeeren" /><br />
<h4>Fr&#252;hherbst</h4>
<p>:<strong><em>Zeigerpflanze:</em></strong> Bl&#252;tebeginn der Herbst-Zeitlose, Fruchtreife von Schwarzem Holunder und Hasel<br/><strong><em>Es bl&#252;hen u.a.:</em></strong> Heidekraut<br/><strong><em>Tierwelt:</em></strong> <br/><strong><em>Gartenarbeit:</strong></em> Zwiebeln und Knollen f&#252;rs Fr&#252;hjahr pflanzen, Birnen, Zwetschen und Holunderbeeren ernten</li>
<p><br clear="all"/></p>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3078.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;" alt="Herbstlaub" /><br />
<h4>Vollherbst</h4>
<p>:<strong><em>Zeigerpflanze:</em></strong> Fruchtreife von Stiel-Eiche und Rosskastanie<br/><strong><em>Es bl&#252;hen u.a.:</em></strong> nur noch wenige Bl&#252;ten, statt dessen beginnt sich das Laub bunt zu verf&#228;rben<br/><strong><em>Tierwelt:</em></strong> Altweibersommer; Stare ziehen davon<br/><strong><em>Gartenarbeit:</strong></em> Hecken- und Geh&#246;lzschnitt, weitere Blumenzwiebeln pflanzen. Kaltkeimer auss&#228;en, Sp&#228;tkartoffeln, R&#252;ben, Quitten, Walnuss und &#196;pfel ernten</li>
<p><br clear="all"/></p>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3251.JPG" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;" alt="Eichenlaub" /><br />
<h4>Sp&#228;therbst</h4>
<p>:<strong><em>Zeigerpflanze:</em></strong> Blattverf&#228;rbung bei Stieleiche und Rosskastanie und<br/><strong><em>Es bl&#252;hen u.a.:</em></strong> fast alle Pflanzen werfen ihr Laub ab<br/><strong><em>Tierwelt:</em></strong> Eichh&#246;rnchen sammeln Vorr&#228;te, Igel suchen einen Platz zum &#220;berwintern<br/><strong><em>Gartenarbeit:</strong></em> Geh&#246;lze pflanzen, Laub und Algen aus dem Teich fischen, Nistk&#228;sten s&#228;ubern</li>
<p><br clear="all"/></p>
<li><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Pflanzen%20080.jpg" style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:200px;" alt="Baum im Winter" /><br />
<h4>Winter</h4>
<p>:<strong><em>Zeigerpflanze:</em></strong> Auflaufen des Winterweizens<br/><strong><em>Es bl&#252;hen u.a.:</em></strong>Bl&#252;te von Christrose, Schneeheide. Ansonsten herrscht weitestgehend Vegetationsruhe. Der ph&#228;nologische Winter geht ungef&#228;hr von Ende November/Anfang Dezember bis Mitte/Ende Februar.<br/><strong><em>Tierwelt:</em></strong> Man bekommt nur noch heimische Vogelarten und Winterg&#228;ste auf der Durchreise zu Gesicht.<br/><strong><em>Gartenarbeit:</strong></em>  Geh&#246;lzschnitt (nicht bei Frost!), Teich bei Eisdecke bel&#252;ften, bei starken Schneefall eventuell die Zweige von Geh&#246;lzen entlasten</li>
<p><br clear="all"/>
</ol>
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		<title>Zweige als Orakel f&#252;r W&#252;nsche &amp; Liebe, die Andreas-Zweige</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 14:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sehr &#228;hnlich wie die Barabarazweige im Advent funktionieren auch die sogenannten Andreaszweige. Diese gehen zur&#252;ck auf einen alten Brauch, der im Zusammenhang steht mit dem heiligen St. Andreas. Der kirchliche Gedenktag f&#252;r den Heiligen ist in jedem Jahr der 30. November.Bringen wir mal etwas Licht in die Hintergr&#252;nde zu diesem Brauch: Wer war der Heilige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float:right;margin-left:25px;margin-right:5px;margin-bottom:10px;width:350px;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.492.jpg" alt="wei&#223;e Bl&#252;ten" />Sehr &#228;hnlich wie die Barabarazweige im Advent funktionieren auch die sogenannten Andreaszweige.<br/> Diese gehen zur&#252;ck auf einen alten Brauch, der im Zusammenhang steht mit dem heiligen St. Andreas. Der kirchliche Gedenktag f&#252;r den Heiligen  ist in jedem Jahr der 30. November.<br/>Bringen wir mal etwas Licht in die Hintergr&#252;nde zu diesem Brauch:</p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Wer war der Heilige Andreas ?</span></h2>
<p>St. Andreas war einer der zw&#246;lf Apostel. Zusammen mit seinem noch ber&#252;hmteren Bruder Simon Petrus reihten sich die beiden Fischer am See Gennesaret in die Schar der J&#252;nger Jesu ein. Andreas war wohl tats&#228;chlich erst ein Anh&#228;nger von Johannes dem T&#228;ufer und wurde der erste J&#252;nger von Jesus. Er war wohl anwesend im Kreise der Zw&#246;lf beim Abendmahl in Jerusalem, bei der Himmelfahrt und an Pfingsten. Ansonsten wird er nicht erw&#228;hnt. Erst nach der Auferstehung Christi  &#252;bernimmt er eine sehr wichtige Rolle bei  der Verbreitung des christlichen Glaubens. Laut &#220;berlieferung predigte Andreas den christlichen Glauben in Epirus, Kappadokien, Skythien, Thrazien, Makedonien und Achaia sowie angeblich sogar in Ostanatolien und in Georgien.<br/><br />
W&#228;hrend dieser Reisen vollbrachte er so manche Wunder, Heilungen und Erweckungen. Sein letztes Wunder war wohl die Heilung von Maximilla, der Frau des Statthalters von Patras und bekehrte sie zum Christentum. Der Statthalter selbst lie&#223; sich jedoch nicht &#252;berzeugen und verurteilte Andreas statt dessen zu Folter und einem langsamen Tod. Man kreuzigte den Apostel an einem X-f&#246;rmigen Kreuz, dem nach ihm benannten Andreas-Kreuz, das wir heutzutage an jedem Bahn&#252;bergang zu Gesicht bekommen. Nach zwei qualvollen Tagen, die der Heilige predigend am Kreuz h&#228;ngend verbrachte, starb er am 30. November 60 (?) in Griechenland. Der Statthalter selbst verfiel in Folge seiner Tat dem Wahnsinn und starb ebenfalls.<br/><br />
St. Andreas ist als Heiliger also nicht nur bedeutend f&#252;r die r&#246;misch-katholische Kirche, sondern wird auch ganz besonders verehrt in der orthodoxen Kirche. Er gilt als Schutzpatron der Fischer und Fischh&#228;ndler, Bergleute, Seiler, Metzger und Wassertr&#228;ger; f&#252;r Ehevermittlung, Ehegl&#252;ck und Kindersegen; gegen Gicht, Halsweh, Kr&#228;mpfe und Rotlauf (&#8220;Andreaskrankheit&#8221;). Desweiteren ist er der Schutzpatron von Russland, Schottland, Spanien, Griechenland, Sizilien, Nieder&#246;sterreich, Burgund und der Achaia in Griechenland; von Neapel, Ravenna, Brescia, Amalfi, Mantua, Bordeaux, Br&#252;gge und Patras. All diese L&#228;nder und St&#228;dte stehen in Zusammenhang mit seiner Wanderschaft oder mit Reliquien, die auf unterschiedlichste Art und Weise an diese Orte gelangten.<br/><br />
Aus diesen Geschichten und Legenden entstanden &#252;ber die Jahrhunderte nat&#252;rlich viele Br&#228;uche und Rituale, die vor allem in der sogenannten Andreasnacht (der Nacht zum 30. November) zur Anwendung kommen und die durchaus  von Interesse sind f&#252;r G&#228;rtner und Pflanzenfreunde.<br/></p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Das Brauchtum der Andreasnacht:</span></h2>
<p>Die Andreasnacht geh&#246;rt zu den Losn&#228;chten genauso wie die Wintersonnenwende am 20./21.12 und Sylvester am 31.12./01.01. sowie noch einige andere N&#228;chte.  Solche N&#228;chte sind besonders daf&#252;r geeignet, die Zukunft vorauszusagen. Das Wort Los kommt in diesem Fall von dem deutschen Wort losen mit der Bedeutung vorhersagen, prophezeien.<br/> Die Br&#228;uche der Johannisnacht haben in den meisten F&#228;llen mit einem Orakel zu tun, welches einem M&#228;dchen den zuk&#252;nftigen Ehemann prophezeit.<br/><br />
<strong>Folgende Orakel sind da bekannt:</strong></p>
<ul>
<li>Die logischste Variante: Das M&#228;dchen trinkt vor dem zu Bett Gehen zwei Becher Wein und wird dann von ihrem zuk&#252;nftigen Ehemann tr&#228;umen.</li>
<li>Die einfachste Variante: Das heiratswillige M&#228;dchen schaut in dieser Nacht in den Spiegel und kann darin den zuk&#252;nftigen Ehemann sehen.</li>
<li>Die merkw&#252;rdigen Varianten:<br/>1.) Das M&#228;dchen zieht um Mitternacht aus einem Holzstapel schweigend einen Holzscheit heraus. Ist dieser gerade, so bekommt es einen jungen und starken Ehemann. W&#228;hlt es jedoch einen krummen Holzscheit, so wird auch der Ehemann krumm und alt.<br/>2.) Das M&#228;dchen wirft seinen linken Pantoffel &#252;ber die Schulter in Richtung der T&#252;r. Wenn der Schuh mit der Spitze zur T&#252;r zeigt, so wird das M&#228;dchen innerhalb eines Jahres heiraten.<br/>	3.)Das M&#228;dchen muss von einer Witwe beiderseits schweigend einen Apfel geschenkt bekommen, dessen eine H&#228;lfte sie vor und die andere nach Mitternacht i&#223;t. Alsdann wird sie von ihrem zuk&#252;nftigen Ehemann tr&#228;umen.</li>
</ul>
<p><br/>Br&#228;uche dieser Art lassen sich noch endlos hinzuf&#252;gen, da sie oft regional voneinander abweichen. Bekannt ist in dem Zusammenhang vielerorts auch noch das Andreasgebet, eine Art Heiratsbeschw&#246;rung, die gesprochen wird. Anschlie&#223;end soll sich der oder die zuk&#252;nftige im Spiegel oder im Feuerschein zeigen, denn nicht nur die M&#228;dchen benutzten die wertvolle Vorausschau in dieser Nacht.<br/><br />
Abgesehen von den Heiratsorakeln gibt es den sch&#246;nen Brauch der <strong>Andreasreiser</strong>:<br />
Man schneidet am Andreastag um 6, 9 oder 12 Uhr Zweige von sechs oder neun verschiedenen B&#228;umen oder Str&#228;uchern. W&#228;hrend dieser Arbeit darf nicht gesprochen werden und niemand sollte einen dabei beobachten. W&#228;hlen Sie drei der Zweige aus und umwinden Sie diese jeweils mit einem farbigen Band. Alle Zweige kommen zusammen in eine Vase. Die drei beb&#228;nderten Zweige symbolisieren jeweils einen Wunsch. Wenn die entsprechenden Zweige an Weihnachten bl&#252;hen, dann geht der Wunsch im n&#228;chsten Jahr in Erf&#252;llung.<br/><br />
In manchen Regionen laufen Kinder am Andreastag von T&#252;r zu T&#252;r, sagen einen Spruch auf und erhalten daf&#252;r eine S&#252;&#223;igkeit &#228;hnlich wie mancherorts an Halloween oder an Sylvester das Rummelpott-Laufen.<br/><br />
Zum Schluss noch ein Hinweis zum Bauern-Kalender, denn auch die Bauern nutzten den Andreastag zur Vorausschau auf das kommende Wetter und die daraus resultierende Ernte mit folgenden <strong>Bauernregeln</strong>:</p>
<ul>
<li>
<blockquote>&#8220;Schau in der Andreasnacht, / was f&#252;r Gesicht das Wetter macht:<br />
So wie es ausschaut, glaub&#8217;s f&#252;rwahr, / bringt&#8217;s gutes oder schlechtes Jahr.&#8221; </p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote>&#8220;H&#228;lt St.Andr&#228; den Schnee zur&#252;ck, / so schenkt er reiches Saatengl&#252;ck.&#8221; </p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote>&#8220;Wirft herab Andreas Schnee, / tut&#8217;s dem Korn und Weizen weh.&#8221; </p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote>&#8220;Andreasschnee / tut den Saaten weh.&#8221; </p></blockquote>
</li>
</ul>
<p><br clear="all"/></p>
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		<title>Winterschutz f&#252;r Garten-, K&#252;bel- und Balkonpflanzen</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 10:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der derzeitigen Wetterlage sind es nur die n&#228;chtlichen schon sehr niedrigen Temperaturen, die einen auf die Idee bringen k&#246;nnten, dass der Winter naht. Obwohl der Garten sich gerade jetzt noch einmal ganz besonders pr&#228;chtig pr&#228;sentiert mit besonders leuchtenden und duftenden Bl&#252;ten und Beeren sowie den ersten bunten Bl&#228;ttern, sollte man schon einmal planen, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der derzeitigen Wetterlage sind es nur die n&#228;chtlichen schon sehr niedrigen Temperaturen, die einen auf die Idee bringen k&#246;nnten, dass der Winter naht.<br />
Obwohl der Garten sich gerade jetzt noch einmal ganz besonders pr&#228;chtig pr&#228;sentiert mit besonders leuchtenden und duftenden Bl&#252;ten und Beeren sowie den ersten bunten Bl&#228;ttern, sollte man schon einmal planen, was f&#252;r Materialien zum Schutz der Pflanzen im Winter ben&#246;tigt werden, denn schhneller als man denkt, ist der erste n&#228;chtliche Bodenfrost da und der kann bei manchen Pflanzen schon sofort zu schweren Sch&#228;den f&#252;hren. </p>
<table>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3602.JPG" style="width:200px" alt="Pflanzen&#252;berwinterung" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3593.JPG" style="width:200px" alt="Pflanzen&#252;berwinterung" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3594.JPG" style="width:200px" alt="Pflanzen&#252;berwinterung" /></td>
</tr>
</table>
<p>Ein Winterschutz kommt vor allem f&#252;r alle Pflanzen in Frage, die urspr&#252;nglich in S&#252;deuropa, S&#252;damerika oder in seltenen F&#228;llen auch in Afrika beheimatet sind. Es handelt sich dabei meistens um tropische, subtropische und mediterrane Pflanzen, die keine Vegetationsruhe im Winter einlegen und nat&#252;rlich auch keinen Frost vertragen.<br/><br />
Zus&#228;tzlich muss man einen Winterschutz auch bei einigen Pflanzen im Jungstadium in Erw&#228;gung ziehen.<br/><br />
M&#246;gliche Sch&#228;den durch den Frost betreffen vor allem den Wurzelbereich und die Triebspitzen, weswegen diese beiden Bereiche besonders gesch&#252;tzt werden sollten. Da es aber auch noch andere m&#246;gliche Schadensursachen gibt, m&#246;chte ich etwas detaillierter im Folgenden darauf eingehen.<br/></p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Welche Sch&#228;den k&#246;nnen im Winter an Pflanzen entstehen?</span></h2>
<ol>
<li><strong>Erfrierungen</strong><br/>Diese Art der Sch&#228;digung betrifft vor allem die Triebspitzen und den Wurzelbereich von Pflanzen. Man erkennt den Schaden bei immergr&#252;nen Pflanzen am verf&#228;rben der Bl&#228;tter zun&#228;chst ins gelbliche oder r&#246;tliche. Bei starker Sch&#228;digung verwelken die Bl&#228;tter und werden braun. Die Pflanze wirft Bl&#228;tter oder Nadeln dann g&#228;nzlich ab.<br/> Erfrierungen der Triebspitzen erkennt man daran, dass die Zweigenden sich braun-schwarz verf&#228;rben und absterben. Leider k&#246;nnen Sp&#228;tfr&#246;ste immer wieder auch f&#252;r die ersten Knospen und Bl&#252;ten gef&#228;hrlich werden. Sind diese Frostgesch&#228;digt, so erkennt man dies ebenfalls am Verbr&#228;unen und m&#246;glicherweise abwerfen der Bl&#252;ten.<br/><br />
Erfrierungen an Wurzeln, Wurzelst&#246;cken, Zwiebeln oder Knollen f&#252;hren leider in den meisten F&#228;llen zum Absterben der Pflanze und lassen sich im Vorwege kaum erkennen. Normalerweise entstehen solche Sch&#228;den bei frostharten Pflanzen erst bei einer Bodentemperatur von mindestens -10°C mit Ausnahme von Jungpflanzen, die durchaus auch schon bei weniger kalten Temperaturen Schaden nehmen k&#246;nnen.<br/><br />
In allen F&#228;llen von Erfrierungen hilft nur das pr&#228;ventive Abdecken mit isolierenden und gleichzeitig luft- und wasserdurchl&#228;ssigen Materialien.</li>
<p><br/></p>
<li><strong>Frosttrocknis</strong><br/>Das Ph&#228;nomen der Frosttrocknis betrifft immergr&#252;ne Pflanzen wie Buchsbaum, Eibe, Fichte, Thuja, Kirschloorbeer, Rhododendron, etc. Kommt die Sonne im Winter heraus, so reichen die dann entstehenden Tagestemperaturen oftmals schon aus, das die Bl&#228;tter oder Nadeln beginnen, mit Verdunstung darauf zu reagieren. Der trotzdem gefrorene Boden verhindert jedoch den Wassernachschub, so dass die Pflanzen vertrocknen m&#252;ssen.<br/><br />
Gegnma&#223;nahmen sind das regelm&#228;&#223;ige Gie&#223;en dieser Pflanzen an frostfreien Wintertagen sowie das Abdecken der Pflanzen mit Leinent&#252;chern oder Fr&#252;hbeet-Vliesen an sonnigen Tagen.</li>
<p><br/></p>
<li><strong>Rindensch&#228;den</strong><br/>Im Sp&#228;twinter, wenn die Sonne schon wieder einige Kraft hat, kann der schnelle und h&#228;ufige Wechsel von sonnigen warmen Tagen und kalten, frostigen N&#228;chten starke Sch&#228;den an Rinde und Holz von B&#228;umen verursachen. In der Sonne dehnt sich die Rinde und der Zellsaft wird fl&#252;ssiger, nachts geschieht das Gegenteil. Dadurch entstehen zum einen hohe Spannungen im Stamm und zum anderen steigt die Gefahr der Erfrierungen. Schlimmstenfalls kommt es zum Abplatzen ganzer Holzplatten und zur Entstehung tiefer Risse. Deswegen sieht man vor allem an neu gepflanzten jungen B&#228;umen h&#228;ufig einen Anstrich des Stamms mit wei&#223;er Kalk- oder Kalk-Lehm-Farbe. Diese reflektiert die Sonnen strahlen und verhindert auf diese Art und Weise das &#252;berm&#228;&#223;ige erhitzen der Rinde. &#196;hnlich wirkt das Einwickeln des Stamms mit Schilfmatten, Pappe oder Jutegewebe.</li>
<p><br/></p>
<li><strong>Vern&#228;ssung und Staun&#228;sse</strong><br/>Gerade Steingartenpflanzen und andere trockenheitsliebende Pflanzen leiden sehr h&#228;ufig unter Dauern&#228;sse entstehend durch Dauerregen oder anhaltender Bodenfeuchtigkeit. Ist der Boden gefroren, so kann darauftreffendes Wasser nicht abflie&#223;en. Die Wurzeln der zuvor genannten Pflanzengruppen beginnen dann zu faulen oder die Pflanze leidet massiv an dem Sauerstoffmangel im Boden und erstickt schlicht und einfach. Wenn es sehr lange zu solchen Wetterlagen im Winter kommt, so kann man die gef&#228;hrdeten Pflanzen kurzfristig mit Folie abdecken. Achtung: Unbedingt regelm&#228;&#223;ig l&#252;ften und bei Sonne entfernen, um Hitzestau und Sauerstoffmangel zu verhindern.</li>
<p><br/>
</ol>
<p><br/></p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Winterschutz im Wurzelbereich</span></h2>
<p>Einen wirksamen Winterschutz im Wurzelbereich erreicht man durch das Abdecken des Bodens in diesem Bereich mit entsprechendem Isolationsmaterial. Das richtige Material bietet nat&#252;rlich die Natur selbst, denn <strong>Laub</strong> und <strong>Nadelholzreisig</strong> erf&#252;llen alle Anforderungen und sorgen ja auch in der freien Landschaft f&#252;r den entsprechenden Winterschutz durch liegenbleibendes Herbstlaub beziehungsweise herabfallende Nadeln. S&#228;mtliche Abdeckungen sollten unbedingt luftdurchl&#228;ssig sein. Andernfalls kann es darunter zu Sauerstoffmangel, F&#228;ulnis oder auch Krankheitsbefall kommen. Desweiteren sollte das Material auch wasserdurchl&#228;ssig sein, denn Kondenswasser f&#246;rdert sowohl die Gefahr von Schimmelbildung und F&#228;ulnis als auch von Erfrierungen.<br/><br />
<strong>Laub</strong> ist ein ausgezeichnetes Isolationsmaterial, wenn es tats&#228;chlich trocken und frei von Sch&#228;dlingen ist. Man kann es je nach Pflanzenart 10 bis 15 cm hoch aufsch&#252;tten. Stauden, die sich komplett in den Boden zur&#252;ckziehen k&#246;nnen auch deutlich h&#246;her Abgedeckt werden. Es gilt dabei jedoch die Regel, je h&#246;her und dichter der Wurzelbereich abgedeckt wurde desto eher muss er im Fr&#252;hjahr auch wieder gelockert werden. Ein guter Nebeneffekt beim Laub ist das Auff&#252;llen der N&#228;hrstoffvorr&#228;te im Boden w&#228;hrend es mit der Zeit verrottet.<br/><br />
<strong>Nadelholzreisig</strong> und zwar speziell Fichtenreisig ist besonders gut geeignet als K&#228;lteisolation. Die dicht  stehenden Nadeln sind zwar luftdurchl&#228;ssig, halten aber dennoch die K&#228;lte fern und dadurch, dass die Nadeln im Sp&#228;twinter anfangen langsam abzufallen, kommen im Fr&#252;hjahr dann gleich ausreichend Licht und Luft an den Boden.<br/><br />
Desweiteren eignen sich <strong>Rindenmulch</strong> und <strong>Kompost</strong> als Abdeckungsmaterial. Beides kann jedoch wuchshemmend wirken auf junge Pflanzen und sollte deswegen nur bei erwachsenen Pflanzen verwendet werden. Als K&#228;lteschutz eignen sich diese Materialien dennoch hervorragend.<br />
<br/></p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Winterschutz f&#252;r oberirdische Pflanzenteile</span></h2>
<p>Die oberirdischen Pflanzenteile sollten zum einen vor der K&#228;lte und damit dem Erfrieren gesch&#252;tzt werden, aber auch vor der intensiven Wintersonne. Manche Materialien erf&#252;llen sogar beide Anforderungen.<br/><br />
Am bekanntesten ist das Einwickeln der ganzen Pflanze mit <strong>T&#252;chern, Jutegewebe oder speziellen Winterschutzvliesen</strong>. Folien sind nicht geeignet wegen der Luft- und Wasserundurchl&#228;ssigkeit ausser man verwendet <strong>gelochte oder geschlitzte Folie</strong>. Diese hat jedoch einen geringeren Isolationsschutz und ist somit auch nur bedingt geeignet. Eine weitere M&#246;glichkeit ist wiederum die Verwendung von <strong>Fichtenreisig</strong>. Die geschnittenen Fichtenzweige k&#246;nnen entweder um kleinere Str&#228;ucher, Rosen oder Stauden herum in den Boden gesteckt werden und/oder zwischen die Triebe gebunden werden. Der Vorteil: Es sieht auch noch sch&#246;n und weihnachtlich aus.<br/><br />
Gr&#246;&#223;ere Pflanzen k&#246;nnen ebenfalls mit <strong>Sackleinen, Jute</strong> oder auch <strong>Bast- und Schilfmatten</strong> umwickelt werden. Im Zweifelsfall ist es eventuell leichter, mit Hilfer langer Stangen oder Latten eine Art Ger&#252;st oder Zeltkonstruktion um die Pflanze zu bauen und diese mit <strong>Stoffbahnen</strong> zu umwickeln.<br/><br />
Empfindliche Jungpflanzen lassen sich sehr gut sch&#252;tzen, indem man einen Hasendraht um sie herum aufstellt und diesen mit trockenem und sauberen Herbstlaub auff&#252;llt, so dass die Jungpflanze komplett darin verschwindet.<br/><br />
Gro&#223;e Gr&#228;serhorste wie die von Pampasgras und s&#228;ulenf&#246;rmige Geh&#246;lze sollten oben locker zusammengebunden werden. Dadurch wird der Neuaustrieb in der Mitte der Gr&#228;serhorste gegen K&#228;lte und Vern&#228;ssung gesch&#252;tzt. Bei s&#228;ulenf&#246;rmigen Geh&#246;lzen hilft diese Ma&#223;nahme gegen das Herunterdr&#252;cken der Zweige bei starken Schneef&#228;llen. Deswegen sollte man Hecken und freistehende Str&#228;ucher auch immer wieder kontrollieren bei starken Schneef&#228;llen, denn Schnee kann schnell viel Gewicht entwickeln und dadurch &#196;ste und Zweige brechen lassen. Eventuell ist es ratsam, die Pflanzen durch absch&#252;tteln oder mit dem Besen abkehren, von der Schneelast zu befreien.<br/><br />
Ein besonderes Augenmerk mu&#223; auf die Veredelungsstellen von Pflanzen gelegt werden. Diese sind empfindlich und ben&#246;tigen besonders sorgf&#228;ltigen Schutz. Rosen und Clematis sowie einige andere Pflanzen werden um ihren Fu&#223; herum etwa 10 bis 15 cm hoch angeh&#228;ufelt mit isolierenden Materialien wie zuvor beschrieben.<br/><br />
Ist der Winterschutz einmal angebracht, sollte man ihn regelm&#228;&#223;ig kontrollieren. Es w&#228;re zu Schade, wenn durch den Wind etwas unbemerkt kaput gemacht wird und die entsprechende Pflanze dann doch Schaden nimmt. Schneefreier Frost ist f&#252;r die Pflanzen sehr viel k&#228;lter als wenn sie durch eine dichte Schneedecke gesch&#252;tzt werden, die tats&#228;chlich auch isolierend wirken kann. In solchen N&#228;chten muss der Winterschutz bei sehr empfindlichen Pflanzen sogar erh&#246;ht werden.<br/><br />
Erh&#246;hte Kontrolle sollte auch  im sp&#228;ten Winter durchgef&#252;hrt werden, denn der Winterschutz muss sp&#228;testens dann gelockert und entfernt werden, wenn sich erste Neuaustriebe zeigen. Reine Schattierungsma&#223;nahmen k&#246;nnen noch bis ins Fr&#252;hjahr an Ort und Stelle verbleiben.<br />
<br/></p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Interessante Webseiten zum Thema: &#8220;Pflanzen &#252;berwintern&#8221;</span></h2>
<p>Sehr umfangreich, mit einem Spektrum von praktischen Anleitungen wie besondere Pflanzenarten am besten &#220;berwintert werden bis hin zu Anleitungen wie am besten Obst und Gem&#252;se eingelagert werden sollte, um es m&#246;glichst lange haltbar und lagerungsf&#228;hig zu erhalten. Diese Informationen sind in ansprechender Art und Weise dargestellt auf der Webseite: <a href="http://www.pflanzen-ueberwintern.de/ueberwinterung-pflanzen-%C3%BCberwintern">Pflanzen &#252;berwintern.de</a><br/>  </p>
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		<title>Kalter, nasser Sommer &#8211; ein Greuel f&#252;r die Tomate</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 12:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gotthilf Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ernte]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>
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		<category><![CDATA[Brennesseljauche Pflanzenbrühe]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch der Sommer 2010 zeichnet sich einmal wieder durch ungew&#246;hnliche Wetterlagen aus. Im S&#252;den von Deutschland folgte auf einen extrem lange andauernden Winter ein sp&#228;hrlicher Fr&#252;hling, sieben Wochen Affenhitze ohne Regen im Fr&#252;hsommer und ein total verregneter und eher kalter Juli und August. Speziell f&#252;r die Tomatenfreunde unter den G&#228;rtnern war dies eine echte Katastrophe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch der Sommer 2010 zeichnet sich einmal wieder durch ungew&#246;hnliche Wetterlagen aus.<br />
Im S&#252;den von Deutschland folgte auf einen extrem lange andauernden Winter ein sp&#228;hrlicher Fr&#252;hling, sieben Wochen Affenhitze ohne Regen im Fr&#252;hsommer und ein total verregneter und eher kalter Juli und August.</p>
<p>Speziell f&#252;r die Tomatenfreunde unter den G&#228;rtnern war dies eine echte Katastrophe, denn einmal mehr zeigte einem das Wetter, warum Tomaten bei uns nicht heimisch sind. Der Start in die Saison war zwar recht vielversprechend. Meine Pflanzen wuchsen schnell und kr&#228;ftig. Dadurch hielten sie auch lange dem vielen Nass von oben stand, aber nat&#252;rlich das letzte Regenwochenende machte ihnen dann doch den garaus und sie pr&#228;sentierten sich mit folgendem traurigen und h&#228;&#223;lichen Erscheinungsbild:</p>
<div align="center">
<table border="0">
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Pflanzenbilder%20076.jpg" style="width:250px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="Kraut-und Braunf&#228;ule" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Pflanzenbilder%20077.jpg" style="width:250px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="Kraut- und Braunf&#228;ule" /></td>
</tr>
</table>
</div>
<p>Solches oder ein &#228;hnliches Bild d&#252;rfte in vielen G&#228;rten zu finden gewesen sein und jedem Tomatenfreund die Tr&#228;nen in die Augen schie&#223;en lassen, denn es beudeutet das absolute Aus f&#252;r die Ernte von reifen und aromatischen Tomaten.<br />
Was aber ist der Verursacher f&#252;r dieses Schadbild?</p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Die Kraut- und Braunf&#228;ule</span></h2>
<p>Verursacher dieses Schadbilds ist der  Braunf&#228;ule-Pilz Phytophthora infestans, der vor allem Tomaten und Kartoffeln bef&#228;llt, aber auch andere Nachtschattengew&#228;chse wie Auberginen, etc. Dieser Pilz geh&#246;rt zu den Algenpilzen, die normalerweise bevorzugt im Wasser leben. Obwohl Phytophthora infestans nicht im Wasser lebt, ben&#246;tigt er Wasser zum &#252;berleben und vermehren und Temperaturen um +20°C. Dies erkl&#228;rt schon von alleine, warum die Kraut-und Braunf&#228;ule besonders bei nass-kaltem Wetter auftritt.<br />
Die Sporen dieses Pilzes sind mit blo&#223;em Auge garnicht zu erkennen, da sie nur 0,001 bis 0,007mm gro&#223; werden. Der Pilz bildet diese bei g&#252;nstigen Bedingungen schon innerhalb k&#252;rzester Zeit und zwar in Massen. Die Sporen werden mit dem Wind &#252;ber weite Strecken verteilt. Fallen sie zuf&#228;llig auf Bl&#228;tter oder Stengel von Tomaten, so dringen sie in das Gewebe der Pflanze ein. Dieses kann jedoch nur dann passieren, wenn die betroffene Stelle nass ist.</p>
<p><strong>Die wichtigste vorbeugende Ma&#223;nahme gegen Kraut- und Braunf&#228;ule bei Tomaten</strong> ist deswegen, die oberirdischen Teile der Pflanze m&#246;glichst nicht oder nur kurz nass werden zu lassen. Man sollte Tomaten daher ein Dach &#252;ber dem Kopf bieten in Form eines Kleingew&#228;chshaus, eines Tomatenhaus oder eines Dach&#252;berhangs an einer S&#252;dseite. Desweiteren sollte man unbedingt einen ausreichenden Abstand zwischen den Pflanzen einhalten, damit Feuchtigkeit auf den Pflanzen schnell von Sonne und Wind abgetrocknet werden k&#246;nnen. Grunds&#228;tzlich brauchen Tomaten also einen sehr sonnigen und luftigen Standort.<br />
Beim Gie&#223;en sollte man nie von oben , sondern immer direkt im Wurzelbereich und neben der Pflanze mit weichem Strahl gie&#223;en, so dass die unteren Bl&#228;tter nicht von unten benetzt werden oder gar Erdkl&#252;mpchen nach oben spritzen, denn der Pilz &#252;berwintert im Boden in nicht geernteten Kartoffeln.<br />
Tomaten und Kartoffeln sollten nie nebeneinander angebaut werden. wenn es sich dennoch nicht vermeiden l&#228;sst, so unbedingt die Hauptwindrichtung beachten beim Pflanzen, so dass der Wind von den Tomaten zu den Kartoffeln und nicht andersherum weht.</p>
<p>Versuchen Sie m&#246;glichst gesunde und kr&#228;ftige Pflanzen mit maximal zwei Haupttrieben zu ziehen. Eine geschw&#228;chte Pflanzen ist nat&#252;rlich nicht so widerstandsf&#228;hig wie eine gesunde. Dies bedeutet die Auswahl von widerstandsf&#228;higen Sorten, den richtigen Standort, richtiges Gie&#223;en, nicht &#252;berd&#252;ngen und rechtzeitig ausgeizen.<br />
Wechseln Sie j&#228;hrlich den Standort ihrer Tomaten und beobachten Sie sie sorgf&#228;ltig.<br />
Enfernen Sie befallene Bl&#228;tter und Fr&#252;chte sofort und geben Sie diese in die Bio-Tonne und nicht auf den Kompost, da der Pilz m&#246;glicherweise die Verrottungshitze &#252;berleben k&#246;nnte. Manchmal kann man die Pflanze noch retten, wenn man den Pilz rechtzeitig erkennt und eine W&#228;rmeperiode bevorsteht. Klettert die Temperatur deutlich &#252;ber +20°C und ist es dabei auch noch trocken, so stirbt der Pilz oft schon innerhalb weniger Stunden.<br />
Bei mir mu&#223;ten dieses Jahr jedoch 30 Tomatenpflanzen komplett dran glauben, da an eine Rettung nicht mehr zu denken war.<br />
Desinfizieren Sie die Pflanzst&#228;be vor jeder neuen Nutzung, um die Verbreitung der Kraut- und Braunf&#228;ule einzud&#228;mmen. </p>
<p>Das wichtigste zum Schluss:<strong> Wie erkennt man die Kraut- und Braunf&#228;ule?</strong><br />
Man entdeckt den Befall meistens zun&#228;chst an den Tomaten selbst, die br&#228;unliche eingesunkene, aber harte Flecken bekommen. Doch auch an den Bl&#228;ttern und Stengeln zeigt sich fr&#252;her oder sp&#228;ter der Befall in Form von gr&#228;ulich-gr&#252;nen bis schwarzen Flecken auf der Blattoberseite und einem gr&#228;ulichen Pilzbefall an der Blattunterseite.<br />
Alle Pflanzenteile sterben in Folge sehr rasch ab und die Fr&#252;chte werden ungenie&#223;bar.</p>
<p><strong>Das beste Bek&#228;mpfungsmittel</strong> ist eine gute Prophylaxe und das sorgf&#228;ltige &#220;berwachen und Beobachten der Pflanzen.<br />
Die Anwendung von Brennesseljauche als D&#252;nger bringt meistens erxtrem gesunde und widerstandsf&#228;hige Pflanzen hervor.<br />
Vorbeugende Spritzungen mit nat&#252;rlichen Mitteln zur St&#228;rkung und Pizbek&#228;mpfung wie Schachtelhalmbr&#252;he, Knoblauchsud k&#246;nnen das Problem von vornherein eind&#228;mmen.<br />
Bei leichtem Befall unbedingt die befallenen Teile sofort entfernen. Man findet dann verschiedene M&#246;glichkeiten der unterst&#252;tzenden Behandlung wie das Bespr&#252;hen mit einer Milchmischung aus zwei Litern Magermilch und zehn Litern Wasser oder im Notfall der Einsatz eines Kupfer-Pr&#228;parats. </p>
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		<title>Es geht auch ohne Gift - Biologischer Pflanzenschutz mit Hilfe von Kr&#228;uterausz&#252;gen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 15:11:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>
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		<category><![CDATA[Pflanzenschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir leben in einem spannenden Jahrhundert. Unter anderem h&#228;lt das Wetter jedes Jahr etwas Neues und Unerwartetes f&#252;r uns bereit.Das Jahr 2010 zeichnet sich da bisher besonders aus durch einen sehr langen Winter, gefolgt von einem &#228;u&#223;erst kalten und regenreichen Mai, der uns nun schon im Fr&#252;hling einen neuen Ansturm von Armeen von Blattl&#228;usen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben in einem spannenden Jahrhundert. Unter anderem h&#228;lt das Wetter jedes Jahr etwas Neues und Unerwartetes f&#252;r uns bereit.<br/>Das Jahr 2010 zeichnet sich da bisher besonders aus durch einen sehr langen Winter, gefolgt von einem &#228;u&#223;erst kalten und regenreichen Mai, der uns nun schon im Fr&#252;hling einen neuen Ansturm von Armeen von Blattl&#228;usen und Pilzen auf unsere G&#228;rten und Felder beschert.<br/><br />
Zum Gl&#252;ck kann man sich erstaunlicherweise doch immer noch auf die Natur verlassen, denn  Beobachtungen in meinem Garten erwecken in mir den Eindruck, als ob eine abgeschw&#228;chte Form der Marienk&#228;ferplage aus Norddeutschland vom letzten Jahr nun auch S&#252;ddeutschland erreicht hat und das ist aus g&#228;rtnerischer Sicht auch gut so.<br/>Tats&#228;chlich sind die Marienk&#228;fer gleichzeitig mit den Blattl&#228;usen erschienen und d&#252;rfen sich nun wie im Schlaraffenland f&#252;hlen, da sie Blattl&#228;use als besonderen Leckerbissen auf ihrer Speisekarte stehen haben.<br/> </p>
<table>
<tr>
<td valign=top><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4660.JPG" style="width:180px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="marienk&#228;fer" /><a href=''>Pflanzenbilder von www.kultur-pflanze.de</a></td>
<td valign=top><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4704.JPG" style="width:180px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="blattl&#228;use" /></td>
<td valign=top><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4703.JPG" style="width:180px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="marienk&#228;ferlarve" /></td>
</tr>
<tr>
<td><i>Marienk&#228;fer (Coccinellidae) bei der Paarung</i></td>
<td><i>R&#246;hrenblattl&#228;use (Aphididae) auf dem Neuaustrieb einer Wildrose</i></td>
<td><i>Maik&#228;ferlarve beim Fressen von Blattl&#228;usen</i></td>
</tr>
</table>
<p>Damit w&#228;ren wir auch schon mitten im <a href='http://www.plamundo.de/tree/243/Biologische-Pflanzenschutzmittel/' title='biologische Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung'>biologischen Pflanzenschutz</a> gelandet, denn dieser besteht aus verschiedenen M&#246;glichkeiten der Angriffsstrategien:</p>
<ol>
<li>Der Einsatz von sogenannten <strong>N&#252;tzlingen</strong>, die auf ihrem Speiseplan genau die Tiere stehen haben, die wir als Sch&#228;dlinge bezeichnen (siehe Marienk&#228;fer und Blattl&#228;use)</li>
<li><strong>Kr&#228;uterausz&#252;ge aus Wildkr&#228;utern</strong> k&#246;nnen sehr leicht hergestellt und als biologisches Spritzmittel verwendet werden zur direkten Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung ohne andere Pflanzen und Tiere zu sch&#228;digen beziehungsweise ohne Nachwirkungen auf den Menschen. </li>
<li><strong>Mechanischer Pflanzenschutz</strong> beinhaltet das klassische Absammeln oder Abspritzen der Sch&#228;dlinge von dn Pflanzen, das Entfernen befallenen Pflanzenteile sowie das Aufstellen von Fallen oder Schutzma&#223;nahmen wie Insekten- und Vogelschutznetzen oder Schneckenz&#228;unen.</li>
<li>Vorbeugender Pflanzenschutz mit Hilfe von <strong>nat&#252;rlichen Pflanzenst&#228;rkungsmitteln</strong> und korrektem Pflanzengebrauch. Eine gesund Pflanze, die den richtigen Standort und die richtigen Lebensbedingungen hat, wird weniger h&#228;ufig von Pflanzensch&#228;dlingen heimgesucht und kann eine Attacke gegebenenfalls leichter wegstecken.</li>
</ol>
<p><br/></p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Brennesseljauche, Ackerschachtelhalmbr&#252;he, Knoblauchtee &#038; Co</span></h3>
<p>Ich m&#246;chte mich an dieser Stelle den bew&#228;hrten Hausmitteln zuwenden, die schon seit Urzeiten f&#252;r die Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung in G&#228;rten eingesetzt wurden.<br/>Einige Vorteile der Kr&#228;uterausz&#252;ge wurden zuvor schon genannt. Erg&#228;nzend w&#228;re dem noch hinzuzuf&#252;gen, dass diese Mittel wiklich sehr leicht herzustellen und dabei auch noch billig sind, denn in den meisten F&#228;llen kann man die Kr&#228;uter in der Natur sammeln oder im eigenen Garten im Kr&#228;uterbeet finden. Dazu ben&#246;tigt man in der Regeln nur einen 10 Liter Eimer, Wasser und etwas Arbeit und Geduld.<br/><br />
<strong><span style="color: #ff6600;">Folgende Grundrezepte kommen f&#252;r diesen Zweck in Frage:</span></strong></p>
<ul>
<li><strong>Jauche</strong><br/>Eine Kr&#228;uterjauche ist ein vergorener Kr&#228;utersud aus kleingeschnittenen Pflanzenbestandteilen und Regenwasser. Am bekanntesten ist hier sicherlich die Brennesseljauche. Die Rezepturen, die man so findet variieren in den Angaben leider sehr stark und k&#246;nnen vermutlich auch nicht so konkret genannt werden, da die einzelne Pflanze je nach Wachstumsphase unterschiedlich hohe Konzentrationen von dem ben&#246;tigten Wirkstoff aufweist. Die Angaben handeln sich also um ungef&#228;hre Richtwerte. Experimentierfreude ist gefragt!<br/><br />
<strong>Rezept f&#252;r Brennesseljauche</strong></p>
<ol>
<li>Sie ben&#246;tigen ein Fass aus Holz oder Kunststoff, das nicht zu klein dimensioniert sein sollte. Unbedingt Metallgef&#228;&#223;e vermeiden, da das Metall w&#228;hrend des G&#228;rungsprozesses mit der Jauche reagieren und ungewollte chemische Reaktionen ausl&#246;sen kann. Platzieren Sie das Fass an einem m&#246;glichst sonnigen Ort. Je w&#228;rmer der Platz desto schneller ist der G&#228;rprozess beendet.</li>
<li>Sammeln Sie die oberirdischen Bestandteile von nicht bl&#252;henden Brennesseln und zerkleinern Sie sie grob. Man ben&#246;tigt ungef&#228;hr 1 kg Frischmaterial auf 10 Liter Wasser.</li>
<li>Die zerkleinerten Brennesseln werden in das Fass gegeben und mit Regnwasser aufgegossen, so dass m&#246;glichst ein Abstand zum Rand von einer Handbreit entsteht. W&#228;hrend des G&#228;rprozesses kommt es zu Schaum- und Bl&#228;schenbildung, so dass die Fl&#252;ssigkeit &#252;berlaufen k&#246;nnte.</li>
<li>Das Fass bleibt unverschlossen an einem sonnigen Ort stehen. Man kann es eventuell mit einem Drahtgitter bedecken, um zu verhindern, dass Bl&#228;tter oder Insekten hineinfliegen. F&#252;r die G&#228;rung ist Sauerstoff dringend notwendig. Deswegen sollte zus&#228;tzlich die Jauche einmal t&#228;glich umger&#252;hrt werden.</li>
<li>Da w&#228;hrend der G&#228;rung immer unangenehme Ger&#252;che entstehen, sollte man von vornherein einen Standort w&#228;hlen, der einsam genug liegt, damit sich niemand bel&#228;stigt f&#252;hlt. Zus&#228;tzlich kann man zur Geruchsbindung etwas Steinmehl oder Baldrinbl&#252;tenextrakt auf die Oberfl&#228;che geben.</li>
<li>Nach 1 1/2 bis 3 Wochen ist die Brennesseljauche fertig. Sie hat dann eine braune Farbe und die Brennesselbestandteile sind auf den Boden des Fasses gesunken. Au&#223;erdem findet keine Bl&#228;schenbildung mehr statt. Sie k&#246;nnen nun das Fass mit einem Deckel verschlie&#223;en. Die Jauche ist f&#252;r die gesamte Gartensaison haltbar.</li>
<li>Man sollte die Jauche vor dem Ausbringen sowohl sorgf&#228;ltig durchsieben als auch unbedingt mit Wasser im Verh&#228;ltnis von 1:10 verd&#252;nnen. Sie wird direkt in den Wurzelbereich gegeben. Als Spritzmittel mu&#223; die Jauche im Verh&#228;ltnis 1:50 verd&#252;nnt werden und wirkt dann direkt auf Triebspitzen und Bl&#228;ttern gegen Blattl&#228;use und Spinnmilben.</li>
</ol>
<p>Brennesseljauche dient nicht nur als Pflanzenschutzmittel, sondern eignet sich gleichzeitig hervorragend als stickstoff- und kalihaltigen D&#252;nger, der vor allem f&#252;r starkzehrende Pflanzen wie Tomaten und Kohl eingesetzt werden kann.<br/>Nat&#252;rlich k&#246;nnen auch andere Kr&#228;uter wie Beinwell oder Rainfarn zu Jauchen verarbeitet werden ebenso wie Knoblauch, Zwiebeln und sogar Komposterde und Tierexkremente. Vorsichtig mu&#223; man allerdings immer mit der Verd&#252;nnung sein, da zu kr&#228;ftige Jauchen sowohl die Bildung von geilen Trieben f&#246;rdern als auch Verbrennungen an den Pflanzen verursachen k&#246;nnen.</li>
<li><strong>Br&#252;he</strong><br/>Um eine Kr&#228;uterbr&#252;he zu erhalten ben&#246;tigt man ungef&#228;hr 1 kg Pflanzenteile auf 10 Liter Regenwasser. Man legt die Kr&#228;uter f&#252;r 24 Stunden in der entsprechenden Menge Wasser ein und l&#228;&#223;t sie ziehen. Nach Ablauf dieser Zeitkocht man den gesamten Sud auf und l&#228;&#223;t ihn f&#252;r eine halbe Stunde leicht sieden. Nach dem Abk&#252;hlen kann die Br&#252;he abgesiebt und direkt verwendet werden. Auch die Br&#252;he mu&#223; vor der Verwendung mit Regenwasser verd&#252;nnt werden.<br/><br />
<strong>Typische Pflanzen aus denen Br&#252;hen hergestellt werden, sind:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Ackerschachtelhalm</strong> (Equisetum arvense) &#8211;> Vorbeugend gegen Pilzkrankheiten. Kann auch ohne Probleme mit Brennesseljauche vermischt werden.</li>
<li><strong>Wurm-</strong> (Dryopteris filix-mas) <strong>und Adlerfarn</strong> (Pteridium aquilinum) &#8211;> Spritzmittel gegen Schild-, Schmier- und Blutl&#228;use.</li>
<li><strong>Rainfarn</strong> (Tanacetum vulgare) &#8211;> Gie&#223;- und Spritzmittel gegen Rost und Mehltau sowie gegen Blattwespen, Brombeer- und Erdbeermilben, Erdbeerbl&#252;tenstecher und Himbeerk&#228;fer.</li>
<li><strong>Wermut</strong> (Artemisia absinthium) &#8211;>Unverd&#252;nnte Spritzungen gegen Blattl&#228;use, S&#228;ulenrost an Johannisbeeren, Raupen, Kohlwei&#223;linge und Ameisen.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Tee</strong><br/>Um einen Kr&#228;utertee zu erhalten &#252;berbr&#252;hen Sie die Pflanzenteile (frisch oder getrocknet) mit kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen. Er kann dann abgeseiht und nach dem Abk&#252;hlen direkt verwendet werden.<br/><br />
Am h&#228;ufigsten wird sicherlich ein <strong>Zwiebel-Knoblauchtee</strong> eingesetzt, der allgemein gegen Ungeziefer und Pilze wirkt. Man verwendet f&#252;r die Herstellung 75g gehacktes Frischmaterial auf 10 Liter Wasser. Beiden Bestandteilen wird eine antibiotische und und keimhemmende Wirkung nachgesagt.</li>
<li><strong>Kaltwasserauszug</strong><br/>Pflanzenteile werden f&#252;r maximal 1 bis 2 Tage in kaltes Wasser eingelegt. Man siebt die festen Bestandteile danach ab und kann den Kaltwasserauszug sofort verwenden. Dieser darf auf gar keinen Fall g&#228;ren.<br/> Bekannt ist der <strong>Tomatenbl&#228;tter-Auszug</strong>, der vor allem als Spritzmittel zur Flugzeit der Kohlwei&#223;linge bei Kohlarten zum Einsatz kommt, um die Falter von den Pflanzen abzuhalten.</li>
</ul>
<p><br/></p>
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		<title>Immerfeuchtes Wetter</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 13:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gotthilf Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wetter]]></category>
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		<category><![CDATA[Pflanzenschädlinge]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel Regen, einigerma&#223;en warm, regelm&#228;&#223;ige sonnige Phasen, wieder viel Regen und nochmal Regen. Nach l&#228;ngeren Trockenperioden freut man sich, dass Natur und Mensch die l&#228;ngst ben&#246;tigte Erfrischung erhalten. Im Sp&#228;tsommer und Herbst w&#252;rde man unbetr&#252;bt sagen: Ideales Pilzwetter. Tats&#228;chlich kann man zur Zeit auch groteske Riesenpilze sammeln, dem Rest des Gem&#252;segartens bereitet der verregnete Sommer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Viel Regen, einigerma&#223;en warm, regelm&#228;&#223;ige sonnige Phasen, wieder viel Regen und nochmal Regen. Nach l&#228;ngeren Trockenperioden freut man sich, dass Natur und Mensch die l&#228;ngst ben&#246;tigte Erfrischung erhalten. Im Sp&#228;tsommer und Herbst w&#252;rde man unbetr&#252;bt sagen: Ideales Pilzwetter. Tats&#228;chlich kann man zur Zeit auch groteske Riesenpilze sammeln, dem Rest des Gem&#252;segartens bereitet der verregnete Sommer allerdings einige Probleme.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Natur explodiert und zerreist sich dabei buchst&#228;blich selbst. Die Kirschen hat es vom Baum gepr&#252;gelt, Tomaten platzen, Rasen und Unkraut wuchern wie nie. Gem&#252;se und Zierpflanzen haben mit <a href='http://www.garten-faq.de/Sch%C3%A4dlinge%20%2526%20Pflanzenschutz'>Schimmelbefall und Sch&#228;dlingen</a> zu k&#228;mpfen. Bakterien und Schnecken vermehren sich wie wild.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf die M&#252;ckenplage, sobald es mal eine Woche lang warm ist, kann man sich jetzt schon mal gefasst machen, jeder T&#252;mpel und Sumpf wartet buchst&#228;blich nur darauf, einen mit Larven zu begl&#252;cken. Es steht also noch einiges in den Startl&#246;chern f&#252;r Mensch und Natur.</p>
<p style="text-align: justify;">Mindestens einen Vorteil hatte das Wetter der letzen Monate allerdings: Das feuchte und k&#252;hle Wetter vermindert die Vermehrung der Borkenk&#228;fer. Die im letzten Jahr stark mitgenommenen W&#228;lder d&#252;rfen sich also auf Erholung freuen. W&#228;hrend im warmen April 2009 noch ideale Vermehrungsbedingungen Schlimmes bef&#252;rchten lie&#223;en (d.h. fr&#252;hzeitiges Verlassen der Winterquartiere und Beginn der Fortpflanzung bei den Borkenk&#228;fern) haben die vergangenen k&#252;hleren, feuchten Wochen wohl erstmal einen Strich durch die Buchdruckerrechnung gemacht.</p>
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