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	<title>Gartenrausch &#187; Schädlingsbekämpfung</title>
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	<description>Lobelie im Schatten mit Diamanten</description>
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		<title>Kalter, nasser Sommer &#8211; ein Greuel f&#252;r die Tomate</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 12:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gotthilf Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ernte]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch der Sommer 2010 zeichnet sich einmal wieder durch ungew&#246;hnliche Wetterlagen aus. Im S&#252;den von Deutschland folgte auf einen extrem lange andauernden Winter ein sp&#228;hrlicher Fr&#252;hling, sieben Wochen Affenhitze ohne Regen im Fr&#252;hsommer und ein total verregneter und eher kalter Juli und August. Speziell f&#252;r die Tomatenfreunde unter den G&#228;rtnern war dies eine echte Katastrophe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch der Sommer 2010 zeichnet sich einmal wieder durch ungew&#246;hnliche Wetterlagen aus.<br />
Im S&#252;den von Deutschland folgte auf einen extrem lange andauernden Winter ein sp&#228;hrlicher Fr&#252;hling, sieben Wochen Affenhitze ohne Regen im Fr&#252;hsommer und ein total verregneter und eher kalter Juli und August.</p>
<p>Speziell f&#252;r die Tomatenfreunde unter den G&#228;rtnern war dies eine echte Katastrophe, denn einmal mehr zeigte einem das Wetter, warum Tomaten bei uns nicht heimisch sind. Der Start in die Saison war zwar recht vielversprechend. Meine Pflanzen wuchsen schnell und kr&#228;ftig. Dadurch hielten sie auch lange dem vielen Nass von oben stand, aber nat&#252;rlich das letzte Regenwochenende machte ihnen dann doch den garaus und sie pr&#228;sentierten sich mit folgendem traurigen und h&#228;&#223;lichen Erscheinungsbild:</p>
<div align="center">
<table border="0">
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Pflanzenbilder%20076.jpg" style="width:250px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="Kraut-und Braunf&#228;ule" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Pflanzenbilder%20077.jpg" style="width:250px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="Kraut- und Braunf&#228;ule" /></td>
</tr>
</table>
</div>
<p>Solches oder ein &#228;hnliches Bild d&#252;rfte in vielen G&#228;rten zu finden gewesen sein und jedem Tomatenfreund die Tr&#228;nen in die Augen schie&#223;en lassen, denn es beudeutet das absolute Aus f&#252;r die Ernte von reifen und aromatischen Tomaten.<br />
Was aber ist der Verursacher f&#252;r dieses Schadbild?</p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Die Kraut- und Braunf&#228;ule</span></h2>
<p>Verursacher dieses Schadbilds ist der  Braunf&#228;ule-Pilz Phytophthora infestans, der vor allem Tomaten und Kartoffeln bef&#228;llt, aber auch andere Nachtschattengew&#228;chse wie Auberginen, etc. Dieser Pilz geh&#246;rt zu den Algenpilzen, die normalerweise bevorzugt im Wasser leben. Obwohl Phytophthora infestans nicht im Wasser lebt, ben&#246;tigt er Wasser zum &#252;berleben und vermehren und Temperaturen um +20°C. Dies erkl&#228;rt schon von alleine, warum die Kraut-und Braunf&#228;ule besonders bei nass-kaltem Wetter auftritt.<br />
Die Sporen dieses Pilzes sind mit blo&#223;em Auge garnicht zu erkennen, da sie nur 0,001 bis 0,007mm gro&#223; werden. Der Pilz bildet diese bei g&#252;nstigen Bedingungen schon innerhalb k&#252;rzester Zeit und zwar in Massen. Die Sporen werden mit dem Wind &#252;ber weite Strecken verteilt. Fallen sie zuf&#228;llig auf Bl&#228;tter oder Stengel von Tomaten, so dringen sie in das Gewebe der Pflanze ein. Dieses kann jedoch nur dann passieren, wenn die betroffene Stelle nass ist.</p>
<p><strong>Die wichtigste vorbeugende Ma&#223;nahme gegen Kraut- und Braunf&#228;ule bei Tomaten</strong> ist deswegen, die oberirdischen Teile der Pflanze m&#246;glichst nicht oder nur kurz nass werden zu lassen. Man sollte Tomaten daher ein Dach &#252;ber dem Kopf bieten in Form eines Kleingew&#228;chshaus, eines Tomatenhaus oder eines Dach&#252;berhangs an einer S&#252;dseite. Desweiteren sollte man unbedingt einen ausreichenden Abstand zwischen den Pflanzen einhalten, damit Feuchtigkeit auf den Pflanzen schnell von Sonne und Wind abgetrocknet werden k&#246;nnen. Grunds&#228;tzlich brauchen Tomaten also einen sehr sonnigen und luftigen Standort.<br />
Beim Gie&#223;en sollte man nie von oben , sondern immer direkt im Wurzelbereich und neben der Pflanze mit weichem Strahl gie&#223;en, so dass die unteren Bl&#228;tter nicht von unten benetzt werden oder gar Erdkl&#252;mpchen nach oben spritzen, denn der Pilz &#252;berwintert im Boden in nicht geernteten Kartoffeln.<br />
Tomaten und Kartoffeln sollten nie nebeneinander angebaut werden. wenn es sich dennoch nicht vermeiden l&#228;sst, so unbedingt die Hauptwindrichtung beachten beim Pflanzen, so dass der Wind von den Tomaten zu den Kartoffeln und nicht andersherum weht.</p>
<p>Versuchen Sie m&#246;glichst gesunde und kr&#228;ftige Pflanzen mit maximal zwei Haupttrieben zu ziehen. Eine geschw&#228;chte Pflanzen ist nat&#252;rlich nicht so widerstandsf&#228;hig wie eine gesunde. Dies bedeutet die Auswahl von widerstandsf&#228;higen Sorten, den richtigen Standort, richtiges Gie&#223;en, nicht &#252;berd&#252;ngen und rechtzeitig ausgeizen.<br />
Wechseln Sie j&#228;hrlich den Standort ihrer Tomaten und beobachten Sie sie sorgf&#228;ltig.<br />
Enfernen Sie befallene Bl&#228;tter und Fr&#252;chte sofort und geben Sie diese in die Bio-Tonne und nicht auf den Kompost, da der Pilz m&#246;glicherweise die Verrottungshitze &#252;berleben k&#246;nnte. Manchmal kann man die Pflanze noch retten, wenn man den Pilz rechtzeitig erkennt und eine W&#228;rmeperiode bevorsteht. Klettert die Temperatur deutlich &#252;ber +20°C und ist es dabei auch noch trocken, so stirbt der Pilz oft schon innerhalb weniger Stunden.<br />
Bei mir mu&#223;ten dieses Jahr jedoch 30 Tomatenpflanzen komplett dran glauben, da an eine Rettung nicht mehr zu denken war.<br />
Desinfizieren Sie die Pflanzst&#228;be vor jeder neuen Nutzung, um die Verbreitung der Kraut- und Braunf&#228;ule einzud&#228;mmen. </p>
<p>Das wichtigste zum Schluss:<strong> Wie erkennt man die Kraut- und Braunf&#228;ule?</strong><br />
Man entdeckt den Befall meistens zun&#228;chst an den Tomaten selbst, die br&#228;unliche eingesunkene, aber harte Flecken bekommen. Doch auch an den Bl&#228;ttern und Stengeln zeigt sich fr&#252;her oder sp&#228;ter der Befall in Form von gr&#228;ulich-gr&#252;nen bis schwarzen Flecken auf der Blattoberseite und einem gr&#228;ulichen Pilzbefall an der Blattunterseite.<br />
Alle Pflanzenteile sterben in Folge sehr rasch ab und die Fr&#252;chte werden ungenie&#223;bar.</p>
<p><strong>Das beste Bek&#228;mpfungsmittel</strong> ist eine gute Prophylaxe und das sorgf&#228;ltige &#220;berwachen und Beobachten der Pflanzen.<br />
Die Anwendung von Brennesseljauche als D&#252;nger bringt meistens erxtrem gesunde und widerstandsf&#228;hige Pflanzen hervor.<br />
Vorbeugende Spritzungen mit nat&#252;rlichen Mitteln zur St&#228;rkung und Pizbek&#228;mpfung wie Schachtelhalmbr&#252;he, Knoblauchsud k&#246;nnen das Problem von vornherein eind&#228;mmen.<br />
Bei leichtem Befall unbedingt die befallenen Teile sofort entfernen. Man findet dann verschiedene M&#246;glichkeiten der unterst&#252;tzenden Behandlung wie das Bespr&#252;hen mit einer Milchmischung aus zwei Litern Magermilch und zehn Litern Wasser oder im Notfall der Einsatz eines Kupfer-Pr&#228;parats. </p>
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		<item>
		<title>Es geht auch ohne Gift - Biologischer Pflanzenschutz mit Hilfe von Kr&#228;uterausz&#252;gen</title>
		<link>http://www.gartenrausch.com/2010/es-geht-auch-ohne-gift-biologischer-pflanzenschutz-mit-hilfe-von-kraeuterauszuegen/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 15:11:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>
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		<category><![CDATA[Brennesseljauche Pflanzenbrühe]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir leben in einem spannenden Jahrhundert. Unter anderem h&#228;lt das Wetter jedes Jahr etwas Neues und Unerwartetes f&#252;r uns bereit.Das Jahr 2010 zeichnet sich da bisher besonders aus durch einen sehr langen Winter, gefolgt von einem &#228;u&#223;erst kalten und regenreichen Mai, der uns nun schon im Fr&#252;hling einen neuen Ansturm von Armeen von Blattl&#228;usen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben in einem spannenden Jahrhundert. Unter anderem h&#228;lt das Wetter jedes Jahr etwas Neues und Unerwartetes f&#252;r uns bereit.<br/>Das Jahr 2010 zeichnet sich da bisher besonders aus durch einen sehr langen Winter, gefolgt von einem &#228;u&#223;erst kalten und regenreichen Mai, der uns nun schon im Fr&#252;hling einen neuen Ansturm von Armeen von Blattl&#228;usen und Pilzen auf unsere G&#228;rten und Felder beschert.<br/><br />
Zum Gl&#252;ck kann man sich erstaunlicherweise doch immer noch auf die Natur verlassen, denn  Beobachtungen in meinem Garten erwecken in mir den Eindruck, als ob eine abgeschw&#228;chte Form der Marienk&#228;ferplage aus Norddeutschland vom letzten Jahr nun auch S&#252;ddeutschland erreicht hat und das ist aus g&#228;rtnerischer Sicht auch gut so.<br/>Tats&#228;chlich sind die Marienk&#228;fer gleichzeitig mit den Blattl&#228;usen erschienen und d&#252;rfen sich nun wie im Schlaraffenland f&#252;hlen, da sie Blattl&#228;use als besonderen Leckerbissen auf ihrer Speisekarte stehen haben.<br/> </p>
<table>
<tr>
<td valign=top><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4660.JPG" style="width:180px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="marienk&#228;fer" /><a href=''>Pflanzenbilder von www.kultur-pflanze.de</a></td>
<td valign=top><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4704.JPG" style="width:180px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="blattl&#228;use" /></td>
<td valign=top><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4703.JPG" style="width:180px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="marienk&#228;ferlarve" /></td>
</tr>
<tr>
<td><i>Marienk&#228;fer (Coccinellidae) bei der Paarung</i></td>
<td><i>R&#246;hrenblattl&#228;use (Aphididae) auf dem Neuaustrieb einer Wildrose</i></td>
<td><i>Maik&#228;ferlarve beim Fressen von Blattl&#228;usen</i></td>
</tr>
</table>
<p>Damit w&#228;ren wir auch schon mitten im <a href='http://www.plamundo.de/tree/243/Biologische-Pflanzenschutzmittel/' title='biologische Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung'>biologischen Pflanzenschutz</a> gelandet, denn dieser besteht aus verschiedenen M&#246;glichkeiten der Angriffsstrategien:</p>
<ol>
<li>Der Einsatz von sogenannten <strong>N&#252;tzlingen</strong>, die auf ihrem Speiseplan genau die Tiere stehen haben, die wir als Sch&#228;dlinge bezeichnen (siehe Marienk&#228;fer und Blattl&#228;use)</li>
<li><strong>Kr&#228;uterausz&#252;ge aus Wildkr&#228;utern</strong> k&#246;nnen sehr leicht hergestellt und als biologisches Spritzmittel verwendet werden zur direkten Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung ohne andere Pflanzen und Tiere zu sch&#228;digen beziehungsweise ohne Nachwirkungen auf den Menschen. </li>
<li><strong>Mechanischer Pflanzenschutz</strong> beinhaltet das klassische Absammeln oder Abspritzen der Sch&#228;dlinge von dn Pflanzen, das Entfernen befallenen Pflanzenteile sowie das Aufstellen von Fallen oder Schutzma&#223;nahmen wie Insekten- und Vogelschutznetzen oder Schneckenz&#228;unen.</li>
<li>Vorbeugender Pflanzenschutz mit Hilfe von <strong>nat&#252;rlichen Pflanzenst&#228;rkungsmitteln</strong> und korrektem Pflanzengebrauch. Eine gesund Pflanze, die den richtigen Standort und die richtigen Lebensbedingungen hat, wird weniger h&#228;ufig von Pflanzensch&#228;dlingen heimgesucht und kann eine Attacke gegebenenfalls leichter wegstecken.</li>
</ol>
<p><br/></p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Brennesseljauche, Ackerschachtelhalmbr&#252;he, Knoblauchtee &#038; Co</span></h3>
<p>Ich m&#246;chte mich an dieser Stelle den bew&#228;hrten Hausmitteln zuwenden, die schon seit Urzeiten f&#252;r die Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung in G&#228;rten eingesetzt wurden.<br/>Einige Vorteile der Kr&#228;uterausz&#252;ge wurden zuvor schon genannt. Erg&#228;nzend w&#228;re dem noch hinzuzuf&#252;gen, dass diese Mittel wiklich sehr leicht herzustellen und dabei auch noch billig sind, denn in den meisten F&#228;llen kann man die Kr&#228;uter in der Natur sammeln oder im eigenen Garten im Kr&#228;uterbeet finden. Dazu ben&#246;tigt man in der Regeln nur einen 10 Liter Eimer, Wasser und etwas Arbeit und Geduld.<br/><br />
<strong><span style="color: #ff6600;">Folgende Grundrezepte kommen f&#252;r diesen Zweck in Frage:</span></strong></p>
<ul>
<li><strong>Jauche</strong><br/>Eine Kr&#228;uterjauche ist ein vergorener Kr&#228;utersud aus kleingeschnittenen Pflanzenbestandteilen und Regenwasser. Am bekanntesten ist hier sicherlich die Brennesseljauche. Die Rezepturen, die man so findet variieren in den Angaben leider sehr stark und k&#246;nnen vermutlich auch nicht so konkret genannt werden, da die einzelne Pflanze je nach Wachstumsphase unterschiedlich hohe Konzentrationen von dem ben&#246;tigten Wirkstoff aufweist. Die Angaben handeln sich also um ungef&#228;hre Richtwerte. Experimentierfreude ist gefragt!<br/><br />
<strong>Rezept f&#252;r Brennesseljauche</strong></p>
<ol>
<li>Sie ben&#246;tigen ein Fass aus Holz oder Kunststoff, das nicht zu klein dimensioniert sein sollte. Unbedingt Metallgef&#228;&#223;e vermeiden, da das Metall w&#228;hrend des G&#228;rungsprozesses mit der Jauche reagieren und ungewollte chemische Reaktionen ausl&#246;sen kann. Platzieren Sie das Fass an einem m&#246;glichst sonnigen Ort. Je w&#228;rmer der Platz desto schneller ist der G&#228;rprozess beendet.</li>
<li>Sammeln Sie die oberirdischen Bestandteile von nicht bl&#252;henden Brennesseln und zerkleinern Sie sie grob. Man ben&#246;tigt ungef&#228;hr 1 kg Frischmaterial auf 10 Liter Wasser.</li>
<li>Die zerkleinerten Brennesseln werden in das Fass gegeben und mit Regnwasser aufgegossen, so dass m&#246;glichst ein Abstand zum Rand von einer Handbreit entsteht. W&#228;hrend des G&#228;rprozesses kommt es zu Schaum- und Bl&#228;schenbildung, so dass die Fl&#252;ssigkeit &#252;berlaufen k&#246;nnte.</li>
<li>Das Fass bleibt unverschlossen an einem sonnigen Ort stehen. Man kann es eventuell mit einem Drahtgitter bedecken, um zu verhindern, dass Bl&#228;tter oder Insekten hineinfliegen. F&#252;r die G&#228;rung ist Sauerstoff dringend notwendig. Deswegen sollte zus&#228;tzlich die Jauche einmal t&#228;glich umger&#252;hrt werden.</li>
<li>Da w&#228;hrend der G&#228;rung immer unangenehme Ger&#252;che entstehen, sollte man von vornherein einen Standort w&#228;hlen, der einsam genug liegt, damit sich niemand bel&#228;stigt f&#252;hlt. Zus&#228;tzlich kann man zur Geruchsbindung etwas Steinmehl oder Baldrinbl&#252;tenextrakt auf die Oberfl&#228;che geben.</li>
<li>Nach 1 1/2 bis 3 Wochen ist die Brennesseljauche fertig. Sie hat dann eine braune Farbe und die Brennesselbestandteile sind auf den Boden des Fasses gesunken. Au&#223;erdem findet keine Bl&#228;schenbildung mehr statt. Sie k&#246;nnen nun das Fass mit einem Deckel verschlie&#223;en. Die Jauche ist f&#252;r die gesamte Gartensaison haltbar.</li>
<li>Man sollte die Jauche vor dem Ausbringen sowohl sorgf&#228;ltig durchsieben als auch unbedingt mit Wasser im Verh&#228;ltnis von 1:10 verd&#252;nnen. Sie wird direkt in den Wurzelbereich gegeben. Als Spritzmittel mu&#223; die Jauche im Verh&#228;ltnis 1:50 verd&#252;nnt werden und wirkt dann direkt auf Triebspitzen und Bl&#228;ttern gegen Blattl&#228;use und Spinnmilben.</li>
</ol>
<p>Brennesseljauche dient nicht nur als Pflanzenschutzmittel, sondern eignet sich gleichzeitig hervorragend als stickstoff- und kalihaltigen D&#252;nger, der vor allem f&#252;r starkzehrende Pflanzen wie Tomaten und Kohl eingesetzt werden kann.<br/>Nat&#252;rlich k&#246;nnen auch andere Kr&#228;uter wie Beinwell oder Rainfarn zu Jauchen verarbeitet werden ebenso wie Knoblauch, Zwiebeln und sogar Komposterde und Tierexkremente. Vorsichtig mu&#223; man allerdings immer mit der Verd&#252;nnung sein, da zu kr&#228;ftige Jauchen sowohl die Bildung von geilen Trieben f&#246;rdern als auch Verbrennungen an den Pflanzen verursachen k&#246;nnen.</li>
<li><strong>Br&#252;he</strong><br/>Um eine Kr&#228;uterbr&#252;he zu erhalten ben&#246;tigt man ungef&#228;hr 1 kg Pflanzenteile auf 10 Liter Regenwasser. Man legt die Kr&#228;uter f&#252;r 24 Stunden in der entsprechenden Menge Wasser ein und l&#228;&#223;t sie ziehen. Nach Ablauf dieser Zeitkocht man den gesamten Sud auf und l&#228;&#223;t ihn f&#252;r eine halbe Stunde leicht sieden. Nach dem Abk&#252;hlen kann die Br&#252;he abgesiebt und direkt verwendet werden. Auch die Br&#252;he mu&#223; vor der Verwendung mit Regenwasser verd&#252;nnt werden.<br/><br />
<strong>Typische Pflanzen aus denen Br&#252;hen hergestellt werden, sind:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Ackerschachtelhalm</strong> (Equisetum arvense) &#8211;> Vorbeugend gegen Pilzkrankheiten. Kann auch ohne Probleme mit Brennesseljauche vermischt werden.</li>
<li><strong>Wurm-</strong> (Dryopteris filix-mas) <strong>und Adlerfarn</strong> (Pteridium aquilinum) &#8211;> Spritzmittel gegen Schild-, Schmier- und Blutl&#228;use.</li>
<li><strong>Rainfarn</strong> (Tanacetum vulgare) &#8211;> Gie&#223;- und Spritzmittel gegen Rost und Mehltau sowie gegen Blattwespen, Brombeer- und Erdbeermilben, Erdbeerbl&#252;tenstecher und Himbeerk&#228;fer.</li>
<li><strong>Wermut</strong> (Artemisia absinthium) &#8211;>Unverd&#252;nnte Spritzungen gegen Blattl&#228;use, S&#228;ulenrost an Johannisbeeren, Raupen, Kohlwei&#223;linge und Ameisen.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Tee</strong><br/>Um einen Kr&#228;utertee zu erhalten &#252;berbr&#252;hen Sie die Pflanzenteile (frisch oder getrocknet) mit kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen. Er kann dann abgeseiht und nach dem Abk&#252;hlen direkt verwendet werden.<br/><br />
Am h&#228;ufigsten wird sicherlich ein <strong>Zwiebel-Knoblauchtee</strong> eingesetzt, der allgemein gegen Ungeziefer und Pilze wirkt. Man verwendet f&#252;r die Herstellung 75g gehacktes Frischmaterial auf 10 Liter Wasser. Beiden Bestandteilen wird eine antibiotische und und keimhemmende Wirkung nachgesagt.</li>
<li><strong>Kaltwasserauszug</strong><br/>Pflanzenteile werden f&#252;r maximal 1 bis 2 Tage in kaltes Wasser eingelegt. Man siebt die festen Bestandteile danach ab und kann den Kaltwasserauszug sofort verwenden. Dieser darf auf gar keinen Fall g&#228;ren.<br/> Bekannt ist der <strong>Tomatenbl&#228;tter-Auszug</strong>, der vor allem als Spritzmittel zur Flugzeit der Kohlwei&#223;linge bei Kohlarten zum Einsatz kommt, um die Falter von den Pflanzen abzuhalten.</li>
</ul>
<p><br/></p>
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		<item>
		<title>Nachtrag zur Maik&#228;ferplage 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 09:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fauna & Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>
		<category><![CDATA[maikäferplage 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenschädlinge]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach allen schlimmsten Bef&#252;rchtungen ist dies der einzige Maik&#228;fer, den ich bisher in meinem Garten zu Gesicht bekommen habe.Da ich aber im Fr&#252;hjahr jede Menge Engerlinge beim Umgraben entdeckte, mu&#223; ich meine Bef&#252;rchtungen wohl auf das n&#228;chste Jahr schieben, da sich die Larven ja bekannterma&#223;en erst im Herbst verpuppen und dann im darauf folgenden Fr&#252;hjahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach allen schlimmsten Bef&#252;rchtungen ist dies der einzige Maik&#228;fer, den ich bisher in meinem Garten zu Gesicht bekommen habe.<br/>Da ich aber im Fr&#252;hjahr jede Menge Engerlinge beim Umgraben entdeckte, mu&#223; ich meine Bef&#252;rchtungen wohl auf das n&#228;chste Jahr schieben, da sich die Larven ja bekannterma&#223;en erst im Herbst verpuppen und dann im darauf folgenden Fr&#252;hjahr als K&#228;fer erscheinen.<br/></p>
<table border="0">
<tr>
<td><img style="width:170px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4685.JPG" alt="Maik&#228;fer" /></td>
<td><img style="width:170px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4686.JPG" alt="Maik&#228;fer" /></td>
<td><img style="width:170px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4684.JPG" alt="Maik&#228;fer" /></td>
</tr>
</table>
<p>In S&#252;dhessen, Baden-W&#252;rttemberg und Teilen von &#214;sterreich scheint die vorhergesagte Maik&#228;ferplage jedoch trotz kalter Temperaturen in diesem Fr&#252;hjahr in vollem Gange zu sein.<br/> Tats&#228;chlich findet man jede Menge Artikel &#252;ber umstrittene Hubschraubereins&#228;tze in Pfungstadt zur Bek&#228;mpfung der Tiere mit Insektiziden. Der verwendete Wirkstoff Dimethoat  scheint nicht ausreichend getestet zu sein in Bezug auf die Auswirkungen auf andere Lebewesen des Waldes und auch den Menschen.<br/><br />
Wer in dieser Gegend im Wald spazieren geht, sollte vorerst wohl erstmal auf den Verzehr von Waldbeeren und Pilzen verzichten.</br><br />
Da mu&#223; man doch die entspannten Ma&#223;nahmen unserer &#246;sterreichischen Nachbarn ervorheben:Jeder Walgauer ist aufgerufen, die l&#228;stigen Tierchen zu sammeln und gegen Bezahlung zur Vernichtung abzuliefern.<br/> So ein Verhalten klingt zumindest nach &#246;kologischem Bewu&#223;tsein.<br/><br />
Mal abwarten, was f&#252;r eine Haltung ich einnehmen werde, wenn tats&#228;chlich die K&#228;fer n&#228;chstes Jahr meinen Garten kahlfressen werden. Ich denke, da hilft nur:&#8221;Cool bleiben&#8221; und auf den Johanniaustrieb warten.<br/>  </p>
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		<title>Folgt der Maik&#228;fer dieses Jahr dem Beispiel des Marienk&#228;fers mit einer neuen Plage?</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 12:02:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fauna & Flora]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Anlegen eines neuen Gartens entdeckte ich bei der Anlage eines Beetes in einer ehemaligen und total ungepflegten Rasenfl&#228;che sechs dicke Engerlinge auf eine Fl&#228;che von knapp einem Quadratmeter. So etwas war mir tats&#228;chlich zuvor noch nie passiert und deswegen begann ich zu forschen, was es damit auf sich hat. Zun&#228;chst einmal darf ich Ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Anlegen eines neuen Gartens entdeckte ich bei der Anlage eines Beetes in einer ehemaligen und total ungepflegten Rasenfl&#228;che sechs dicke Engerlinge auf eine Fl&#228;che von knapp einem Quadratmeter. So etwas war mir tats&#228;chlich zuvor noch nie passiert und deswegen begann ich zu forschen, was es damit auf sich hat.<br />
Zun&#228;chst einmal darf ich Ihnen den Tatbestand vorstellen:<br/><br />
<img style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:15px;width:250px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_4152.JPG" alt="Engerling" /><br />
<strong>Herr oder auch Frau</strong><br />
<h1><span style="color: #ff6600;">Maik&#228;fer<br/> (Melolontha melolontha)</span></h1>
<p> <strong>zur Zeit noch als Engerling t&#228;tig.</strong><br/><br />
<br/><br />
Mir -als geborenes Stadtkind- sind Maik&#228;fer als real existierende Lebewesen noch kaum bekannt. Nur Max und Moritz beziehungsweise ihr Sch&#246;pfer Wilhelm Busch hatte sie mir n&#228;her gebracht. Sp&#228;ter hinterliess der Liedtext von Reinhard Mey „Es gibt keine Maik&#228;fer mehr“ Spuren von diesen Tieren in meiner Erinnerung. So dachte ich dann in Folge auch, dass Maik&#228;fer eine bedrohte Tierart sind und fand sie recht putzig, wenn ich sie mal antraf, mit ihren auff&#228;lligen gef&#228;cherten F&#252;hlern am Kopf.<br/><br />
Beim Herumfragen im Bekanntenkreis konnten mir die Landpommeranzen jedoch von Maik&#228;ferplagen alle vier Jahre im Mai / Juni berichten. Diese &#228;u&#223;ersten sich durch massenhaftes Herumschwirren und Niederlassen der &#228;u&#223;erst klebrigen Tiere (mit Vorliebe in den Haaren) sowie Kahlfra&#223; der Laubb&#228;ume.<br/><br />
<strong>Nun aber zu den Fakten:</strong><br/>Maik&#228;fer geh&#246;ren zu den Blatthornk&#228;fern (Scarabaeidae). In Deutschland k&#246;nnen drei unterschiedliche Arten von ihnen angetroffen werden. Am h&#228;ufigsten ist der Feldmaik&#228;fer (Melolontha melolontha), der ca. 23 mm gro&#223; wird und einen schwarzen K&#246;rper hat mit mehreren charakteristischen dreieckigen wei&#223;en Flecken in einer Reihe an den Seiten und braunen Fl&#252;geldecken.<br/>Etwas seltener ist dann schon der Waldmaik&#228;fer (Melolontha hippocastani), der deutlich mehr braun am K&#246;rper gezeichnet ist wie der Feldmaik&#228;fer.<br/>Nur noch vereinzelt in S&#252;dwestdeutschland anzutreffen ist die Sorte mit dem sch&#246;nen deutschen Ersatz-Namen Gl&#252;cksmaik&#228;fer (Melolontha pectoralis), der optisch dem Feldmaik&#228;fer sehr &#228;hnlich ist. F&#252;r diesen K&#228;fer gibt es n&#228;mlich nur den lateinischen Namen und keinen allgemeing&#252;ltigen deutschen.<br/> Am deutlichsten lassen sich diese drei Arten wohl tats&#228;chlich durch die Form und Art der Behaarung ihrer Hinterleibsspitzen unterscheiden.<br/><br />
<strong>Der Lebenszyklus</strong> eines Maik&#228;fers ist auch sehr interessant:<br />
Der K&#228;fer selbst lebt n&#228;mlich nur 5-7 Wochen. In dieser Zeit ern&#228;hrt er sich mit gro&#223;er Vorliebe vom frischen Laub von Buche, Ahorn, Eiche, Hainbuche und Rosskastanie. Sind diese B&#228;ume schon leer ger&#228;ubert, fri&#223;t er auch schon Mal die Nadeln von Nadelb&#228;umen. Nat&#252;rlich ist das Problem an dieser Speisekarte nicht der einzelne K&#228;fer an sich, sondern das Auftreten in riesen Schw&#228;rmen, die schnell viele B&#228;ume entlauben k&#246;nnen. Dabei ist das Kahlfressen f&#252;r die B&#228;ume nicht das gr&#246;&#223;te Problem, da der K&#228;fer nur eine kurze Zeitspanne aktiv ist und die B&#228;ume dann wieder austreiben k&#246;nnen. Auf Grund des Zeitpunktes (Mitte bis Ende Juni) f&#252;r diesen zweiten Neuaustrieb nennt man ihn auch Johannitrieb.<br/><br />
Neben dem Fressen ist seine Hauptaktivit&#228;t in dieser Zeit nat&#252;rlich die Fortpflanzung. Dabei kommt ihm zu Gute, dass der Maik&#228;fer au&#223;erordentlich gut riechen kann mit Hilfe seiner f&#228;cherf&#246;rmigen F&#252;hler, denn das Weibchen produziert einen Duftstoff aus Blatts&#228;ften, dem das M&#228;nnchen unweigerlich folgt. Deswegen haben die M&#228;nnchen auch sieben F&#252;hlerpl&#228;ttchen, die etwa 50.000 Geruchsnerven haben und die Weibchen nur sechs mit ca. 9000 Geruchsnerven.<br/><br />
Nach der Paarung legt das Weibchen ca. bis zu 30 Eier ungef&#228;hr 25 cm tief in lockeren Boden. Das M&#228;nnchen stirbt und das Weibchen lebt noch ein bi&#223;chen l&#228;nger, denn es kann in seiner kurzen Lebenszeit als Maik&#228;fer bis zu drei Eiablagen machen. <br/><br />
Nach ca. 3-4 Wochen schl&#252;pfen die Larven, die Engerling genannt werden und beginnen zu fressen. Dieses setzen sie die n&#228;chsten drei bis vier Jahre fort. W&#228;hrend sie sich anf&#228;nglich haupts&#228;chlich von abgestorbenen Pflanzenteilen und Haarwurzeln ern&#228;hren, w&#228;chst ihr Hunger mit ihrem Lebensalter deutlich an. Letztendlich fressen sie sogar die kr&#228;ftigen, dicken Wurzeln von Laubb&#228;umen und Douglasien an und k&#246;nnen diese dadurch so nachhaltig besch&#228;digen, dass ganze W&#228;lder vernichtet werden k&#246;nnen. Der Maik&#228;fer ist also als Larve noch viel bedrohlicher wie als K&#228;fer. Engerlinge lieben &#252;brigens L&#246;wenzahnwurzeln. Dem Garten werden sie hingegen eher nicht gef&#228;hrlich, au&#223;er er liegt in einem Gebiet nahe eines befallenen Waldes.<br/><br />
Im letzten Larvenjahr verpuppt sich der Engerling im Herbst und schl&#252;pft bei ca. 12°C Lufttemperatur. Den Boden verlassen die fertigen K&#228;fer ihrem Namen entsprechend Mitte bis Ende Mai. Da der Lebenszyklus meistens vier Jahre andauert, kommte es auch nur alle vier Jahre zu einem massenhaften Auftreten der Tiere verbunden mit dem entsprechenden Kahlfra&#223;  und den viel verheerenderen Fresssch&#228;den im letzten Larvenjahr zuvor.<br/><br />
Tats&#228;chlich gibt es auch ein paar nat&#252;rliche Feinde. Der Engerling steht auf der Speisekarte von Maulw&#252;rfen, Amseln, parasit&#228;rer Dolchwespe, Flederm&#228;usen, Gliederf&#252;&#223;ern (Steinkriecher), Gr&#252;nspecht, Igel, Kr&#228;he, Laufk&#228;fer mit Larven,  M&#246;wen, parasit&#228;re Nematoden, Raupenfliege, Schmarotzerfliege, Spitzmaus, Star. Aber auch im Boden befindliche Bakterien, Nematoden, Pilze und Viren k&#246;nnen sie gef&#228;hrden.<br/> Gebiete, die eine hohe Maulwurfpopulation aufweisen sind tats&#228;chlich nie von Maik&#228;ferplagen heimgesucht worden. Mittlerweile gibt es vor allem in den stark betroffenen Waldgebieten S&#252;dhessens und der Oberrheinischen Tiefebene viele Versuche, der m&#246;glichst nicht invasiven Sch&#228;dlingsbek&#228;mpfung. Man hat beispielsweise versuchsweise mit Neem-Azal gespr&#252;ht, einem vom Niembaum gewonnenen giftigen Wirkstoff. Das Ergebnis mu&#223; sich erst noch zeigen. Au&#223;erdem gibt es Versuche mit Pilzen, die die Populationen vermindern sollen.<br/><br />
Alles in allem bin ich nach wie vor nicht sehr begeistert von meinem Engerlingfund und werde den Garten weiterhin im Auge behalten, denn eventuell sind sie, der Gr&#246;&#223;e nach zu urteilen, dieses Jahr im Herbst fertig zum Verpuppen und ein sch&#246;ner Anblick sind sie zus&#228;tzlich auch nict gerade. Dann werde ich wohl n&#228;chstes Jahr wieder berichten.<br />
Gespannt darf man sicherlich die n&#228;chsten Wochen die Zeitungen beobachten, ob in Hessen nun wirklich die erwartete biblische Jahrhundertplage der Maik&#228;fer eintritt oder ob die Gegenma&#223;nahmen Wirkung gezeigt haben.</p>
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		<title>Katzenminze (Nepeta)  Die Staude des Jahres 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 14:47:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Katzenminze (Nepeta in Sorten und Arten) geh&#246;rt mit ihren ca. 250 Arten zur Familie der Lippenbl&#252;tler (Lamiaceae).Die meisten Arten sind mehrj&#228;hrige, krautige Pflanzen, die eine H&#246;he von 20 bis 150 cm erreichen. Es gibt aber auch vereinzelt Halbstr&#228;ucher und einj&#228;hrige Arten. Die Wuchsform ist breit halbkugelf&#246;rmig bis aufrecht buschig, einige Arten werden auch sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2272.JPG" target="popup"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2272.JPG" style="float:left;margin-right:20px;margin-bottom:10px;width:300px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="Katzenminze" /></a>Die Katzenminze (Nepeta in Sorten und Arten) geh&#246;rt mit ihren ca. 250 Arten zur Familie der Lippenbl&#252;tler (Lamiaceae).<br/>Die meisten Arten sind mehrj&#228;hrige, krautige Pflanzen, die eine H&#246;he von 20 bis 150 cm erreichen. Es gibt aber auch vereinzelt Halbstr&#228;ucher und einj&#228;hrige Arten. Die Wuchsform ist breit halbkugelf&#246;rmig bis aufrecht buschig, einige Arten werden auch sehr ausladend und fallen auseinander.<br/><br />
<strong>An folgenden Merkmalen l&#228;&#223;t sich Nepeta ganz einfach erkenne:</strong><br/></p>
<ul>
<li>vierkantiger Stengel, der sehr oft behaart ist. Leider gibt es nat&#252;rlich auch Exemplare mit kahlem Stengel.</li>
<li>die Blattstellung ist bei allen Arten <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/kreuzgegenst%C3%A4ndig">kreuzgegenst&#228;ndig </a>(dekussiert). H&#228;ufig sind die Blattr&#228;nder gekerbt, gez&#228;hnt oder gewellt sowie behaart.</li>
<li>charakteristisch sind die kleinen blaulila Bl&#252;ten, die in Scheinquirlen stehen wie es f&#252;r die Familie der Lippenbl&#252;tler typisch ist. Nat&#252;rlich findet man deswegen auch die auffallenden f&#252;nfz&#228;hligen Lippenbl&#252;tler-Bl&#252;ten. Mittlerweile gibt es auch wei&#223;e, rosafarbene und gelbe Arten der  Katzenminze</li>
</ul>
<p><strong>Standortanspr&#252;che:</strong><br/><br />
Die meisten Arten der Katzenminze bevorzugen eher trockene und sonnige Standorte mit durchl&#228;ssigen, kalkarmen B&#246;den. Es gibt jedoch auch ein paar Arten, die frische bis feuchte B&#246;den und halbschattige Standorte bevorzugen und sich gut als Unterpflanzung von lichten Geh&#246;lzen und Str&#228;uchern eignen.<br/><br />
 Welche Art nun welchen Standort bevorzugt, l&#228;&#223;t sich wunderbar am &#228;u&#223;eren Erscheinungsbild ihrer Laubbl&#228;tter ablesen: Je schmaler, kleiner und behaarter die Bl&#228;tter sind desto mehr Sonne vertr&#228;gt die Pflanze. Die Blattfarbe wird dann wohl auch eher zu einem dumpgen graugr&#252;n tendieren. Dies sind alles Schutzma&#223;nahmen gegen starke Sonnenbestrahlung und die damit verbundene Gefahr der Verbrennung und &#252;berm&#228;&#223;igen Verdunstung von Wasser.<br/><br />
Nepeta-Arten mit gr&#246;&#223;eren, unbehaarten Bl&#228;ttern mit leuchtender F&#228;rbung deuten auf einen h&#246;heren Wasserbedarf hin. Diese Pflanzen vertragen dann keine direkte Sonneneinstrahlung, sondern eben feuchte, halbschattige Standorte. <br/><br />
<strong>Besonderheiten und Verwendung:</strong></p>
<ul>
<li>Katzenminze geh&#246;rt zu den &#228;ltesten heimischen Heilpflanzen in unseren Breiten. Schon im 1. Jahrhundert n.Chr. wird sie namendlich erw&#228;hnt. Genutz werden k&#246;nnen grunds&#228;tzlich alle Bestandteile der Pflanze. &#220;blicherweise verwendet man aber nur die Bl&#228;tter, die &#252;ber viel &#228;therisches &#214;l verf&#252;gen und ein kampferartiges Poleiminze-Thymian-Aroma verstr&#246;men. Katzenminze wirkt k&#252;hlend und astringierend. Sie wird innerlich als Tee eingenommen bei Fieber und Grippe sowie bei Schlafst&#246;rungen in Kombination mit Melisse und Baldrian als auch bei Herzklopfen und Reizbarkeit.<br/> Desweiteren wirkt sie harntreibend und krampfl&#246;send, weswegen sie auch bei nerv&#246;sen Verdauungsst&#246;rungen, Durchfall, Magenverstimmungen, Koliken und Menstruationsbeschwerden zum Einsatz kommt.</li>
<li>Am bekanntesten ist sicherlich die Wirkung von Katzenminze auf Katzen, der sie sicherlich auch ihren Namen verdankt.<br/>Nepeta enth&#228;lt den Wirkstoff Actinidin, der auf Katzen &#228;u&#223;erst belebend und anregend wirkt. Dieses f&#252;hrt dazu, dass so manch eine Katze sich &#228;u&#223;erst merkw&#252;rdig benimmt und die Katzenminze nicht &#252;berlebt. Wie verr&#252;ckt w&#228;lzen und reiben sich die Katzen am und im Kraut, um die &#220;berreste dann schlie&#223;lich zu vertilgen. Angeblich soll es Katzen geben, die garnicht auf die Pflanze reagieren, aber meine Katzen haben bisher kein Exemplar &#252;berleben lassen. Wenn jemand einen guten Tip hat wie man trotz Katzen Nepeta im Garten zum Wachsen bekommt, w&#228;re ich sehr dankbar.<br/> Tats&#228;chlich wird Katzenspielzeug h&#228;ufig auch mit getrockneter Katzenminze gef&#252;llt, um es f&#252;r die Katze interessant zu machen. Das Actinidin ist auch beim Baldrian (Valeriana officinalis) der Grund f&#252;r die Behauptung, dass Baldrian nachts Katzen singen l&#228;&#223;t. </li>
<li>Das &#228;therische &#214;l der Katzenminze wirkt sehr gut als M&#252;cken-Abwehr wie amerikanische Chemiker herausgefunden haben. Auch gegen Pflanzensch&#228;dlinge soll es eine gute Wirkung entfalten. Deswegen gilt die Katzenminze selber als sehr widerstandsf&#228;hige Pflanze, die selten an Pflanzensch&#228;dlingen leidet. Pflanzt man sie in Gesellschaft von Rosen, so soll sie den Blattlausbefall mindern. </li>
<li>Verpasst man der Katzenminze einen <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/remontierschnitt">Remontierschnitt </a>nach der ersten Bl&#252;te, so bl&#252;ht sie oft sehr z&#252;gig ein zweites Mal, weswegen sie gerne im Garten gesehen ist. Verwendung findet sie dort meistens als Beeteinfassung oder als Steingartenpflanze, da sie wirklich sehr gut Trockenheit &#252;berstehen kann. Vereinzelte Sorten eignen sich wie schon zuvor erw&#228;hnt als Unterpflanzung von Str&#228;uchern und Geh&#246;lzen sowie als Staude f&#252;r schattige und feuchte Pl&#228;tze.</li>
</ul>
<p><br clear="all"/> </p>
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		<title>Der Maiswurzelbohrer &#8211; Woher? Wohin?</title>
		<link>http://www.gartenrausch.com/2009/der-maiswurzelbohrer-woher-wohin/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 11:12:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gotthilf Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Mittel- &#252;ber Nordamerika, &#252;ber den Balkan und schlie&#223;lich &#252;ber die Alpen (gern per Flugzeug) ist der Maiswurzelbohrer vor wenigen Jahren in Zentraleuropa angekommen. Gerade im ehemaligen Jugoslawien und in Italien ist er schon verh&#228;ngnisvoll an der Arbeit. Die EU definiert ihn als Quarant&#228;neschadorganismus, das hei&#223;t &#8220;shoot on sight&#8221; und Eind&#228;mmung mit versch&#228;rften Mitteln. Seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float:right; margin-left:10px; margin-bottom:10px;" src="http://www.gartenrausch.com/wp-content/mais.jpg" alt="" /></p>
<p style="text-align: justify;">Von Mittel- &#252;ber Nordamerika, &#252;ber den Balkan und schlie&#223;lich &#252;ber die Alpen (gern per Flugzeug) ist der Maiswurzelbohrer vor wenigen Jahren in Zentraleuropa angekommen. Gerade im ehemaligen Jugoslawien und in Italien ist er schon verh&#228;ngnisvoll an der Arbeit. Die EU definiert ihn als Quarant&#228;neschadorganismus, das hei&#223;t &#8220;shoot on sight&#8221; und Eind&#228;mmung mit versch&#228;rften Mitteln. Seine Larven fressen die Maiswurzeln auf und lassen die Pflanzen umknicken, Ernteausf&#228;lle sind die Folge. Gerade in Monokulturen f&#252;hlen sich die Maiswurzelbohrer wohl und k&#246;nnen sich innerhalb nur eines Jahres zum &#252;berw&#228;ltigenden Todesengel im Maisfeld entwickeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Statt sich auf nat&#252;rliche Methoden zu verlassen, wurden in der Vergangenheit chemische Waffen eingesetzt. Im Jahr 2008 starben beim chemischen Gro&#223;einsatz (Saatgutbeize) am Oberrhein abertausende Bienenv&#246;lker, dem Bohrer war&#8217;s relativ egal, ein typischer Fall von Spatzen und Kanonen (ich hab mich aber ohnehin schon immer gefragt, warum &#252;berhaupt jemand Spatzen abschie&#223;en will?). Das Bienensterben hatte indirekt nat&#252;rlich auch seine Auswirkung auf die Obsternte und und und&#8230; (Gartenrausch informierte bereits &#252;ber die wichtige Stellung der Biene im Kreislauf der Natur).</p>
<p style="text-align: justify;">Dabei sind simple &#246;kologische Ma&#223;nahmen am effektivsten: Die Fruchtfolge macht der verw&#246;hnten Brut den Garaus, die Schweiz macht&#8217;s vor. Wenn aus den im Maisfeld gelegten Eier  die Larven im Weizenfeld schl&#252;pfen verhungern sie aufgrund ihrer verw&#246;hnten Zuckerschnuten. Dummerweise wird Mais nobel von der EU gef&#246;rdert, Fruchtwechsler sind die Dummen der Subventionsolympiade.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenig &#252;berraschend sind die Verschw&#246;rungstheorien, die rund um den Maiswurzelbohrer gewickelt werden. Er &#246;ffne bzw. erweitere den Markt f&#252;r Pflanzenschutzmittelhersteller, f&#252;r Agrar-/Chemiekonzerne und Gentechnikfirmen. Steht der K&#228;fer im Dienst der Steigerung der Akzeptanz gentechnikver&#228;nderter Pflanzen? Oder ist er einfach nur aus Dummheit und Unachtsamkeit eingeschleppt worden? <em><strong>Business- oder Holzklasse</strong> &#8211; Das ist die Frage, die z&#228;hlt.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Garten starten die Pilze dieses Jahr zum Gro&#223;angriff</title>
		<link>http://www.gartenrausch.com/2009/im-garten-starten-die-pilze-dieses-jahr-zum-grossangriff/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 14:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gartenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>
		<category><![CDATA[pilzbefall]]></category>

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		<description><![CDATA[Bedingt durch die ungew&#246;hnlich vielen und starken Regenf&#228;lle in diesem Fr&#252;hsommer kombiniert mit den angenehmen, warmen Temperaturen ensteht vielerorts in Deutschland schon seit einigen Wochen ein feucht-warmes Klima. Ideale Vorraussetzungen f&#252;r das Wachsen und Gedeihen von &#252;ppigen Pilzkulturen. Dies mag paradiesische Ernten f&#252;r den passionierten Pilze-Sammler versprechen &#8211; dem Hobbyg&#228;rtner beschert es jedoch das gro&#223;e [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>Bedingt durch die ungew&#246;hnlich vielen und starken Regenf&#228;lle in diesem Fr&#252;hsommer kombiniert mit den angenehmen, warmen Temperaturen ensteht vielerorts in Deutschland schon seit einigen Wochen ein feucht-warmes Klima. Ideale Vorraussetzungen f&#252;r das Wachsen und Gedeihen von &#252;ppigen Pilzkulturen. Dies mag paradiesische Ernten f&#252;r den passionierten Pilze-Sammler versprechen &#8211; dem Hobbyg&#228;rtner beschert es jedoch das gro&#223;e F&#252;rchten vor dem Gro&#223;angriff der Pilzkulturen im Garten</em></p>
<p style="text-align: center;">
<p><center><br />
<a href='http://www.kultur-pflanze.de/pflanzen-bilder-sommerblumen'><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/L1000183.JPG" alt="sommerblumen" /><br/>Sommerblume</a></center></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff6600;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Welche Gefahren drohen also bei dieser Witterung?</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;">Man sollte seine Feinde kennen, um dann strategisch korrekt reagieren zu k&#246;nnen und um im Endeffekt zu den richtigen Waffen zu greifen.</p>
<p><center><br />
<a href="http://www.plamundo.de/tree/242/gegen_Pilzbefall/"><br />
Mittel gegen Pilzbefall / Fungizid im Shop</a><a href="http://www.plamundo.de/tree/242/gegen_Pilzbefall/"><br />
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<p style="text-align: justify;">Daher nun eine kurze Auflistung, der Plagen, die dieses Klima lieben:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Die <strong>Kraut- und Knollenf&#228;ule beziehungsweise Braunf&#228;ule </strong>bef&#228;llt in erster Linie Kartoffeln und Tomaten. Der unterschiedliche Name bezieht sich dann jeweils auf das Schadbild, das dieser Pilz (Phytophthora infestans) jeweils hervorruft. Bei Tomaten zeigen sich zun&#228;chst braune Flecken auf dem Laub. Infolge dessen rollen sich die Bl&#228;tter ein, trocknen und sterben ab. Auch die Stengel und Fr&#252;chte werden infiziert. Tomaten erhalten zun&#228;chst gelbe Flecken, die sich sp&#228;ter braun f&#228;rben, einsinken und meistens noch an der Pflanze zu faulen anfangen. Sp&#228;tstens jedoch ein paar Tage nach der Ernte.Das Schadbild bei Kartoffeln ist &#228;hnlich: Die Blattr&#228;nder f&#228;rben sich braun und beginnen zu faulen. Das Blatt trocknet bei gr&#246;&#223;erer Ausbreitung und stirbt ab. &#196;hnliches ist an den Stengln zu beobachten. Auch die Knollen werden angegriffen und entwickeln dadurch eingesunkene, bleigraue Flecken, unter denen sich das Speichergewebe r&#246;tlichbraun verf&#228;rbt. Diese trockenen Stellen sind hervorragende Eintrittspforten f&#252;r weitere F&#228;ulniserreger, die der Kartoffel dann entg&#252;ltig den garaus bereiten.</li>
<li> <strong>Grauschimmelpilze</strong> erkennt man sehr deutlich an dem grauen Schimmel auf Bl&#228;ttern und auch anderen Pflanzenteilen. Er sch&#228;digt vor allem Erdbeeren, Trauben, Tomaten,Gurken, Salat und Bohnen. Ursache f&#252;r dieses unsch&#246;ne Erscheinungsbild ist der Botrytis-Pilz, der bei entsprechenden klimatischen Bedingungen die Schwachstellen der Pflanzen belagert und sich dort ausbreitet.</li>
<li><strong> Echter- und Falscher Mehltau</strong> geht nicht auf einen Pilz zur&#252;ck, sondern auf unterschiedliche jeweils auf einzelne Pflanzen spezialisierte Pilze, die allerdings ein &#228;hnliches Schadbild hervorrufen. Echter Mehltau &#252;berzieht die Blattoberseiten  und auch andere Pflanzenteile mit einem wei&#223;en Belag. Er ist der Pilz, der sich eher bei sch&#246;ner Wetterlage ausbreitet. Dahingegen ist der Falsche Mehltau der Pilzbefall, der vor allem bei feucht-warmem Klima auftritt. Diese Pilze befallen eher die Blattunterseiten mit wei&#223;em Belag und rufen auf den Blattoberseiten gelblich, br&#228;unlich oder auch r&#246;tlich verf&#228;rbte Flecken hervor. Insgesamt sch&#228;digt der Falsche Mehltau die Pflanzen nachhaltiger.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff6600;"> </span></p>
<h3>Welche Ma&#223;nahmen kann man gegen Pilzbefall ergreifen?</h3>
<p>Grunds&#228;tzlich sind einige wichtige Richtlinien f&#252;r einen gesunden Garten zu beachten, um den Pflanzen m&#246;glichst optimale Lebensbedingungen zu schaffen. Ein gesunder und kr&#228;ftiger Pflanzenbestand bietet wenig Angriffsfl&#228;che f&#252;r Pilze. Dieses l&#228;&#223;t sich erreichen durch die Beachtung der Boden- und Klimaverh&#228;ltnisse. Nicht jede Pflanze kann &#252;berall gut leben. Einige vertragen keinen Wind, andere keine lange Trockenperiode, etc.. Sowohl N&#228;hrstoffmangel wie auch -&#252;berschuss schw&#228;chen eine Pflanze genauso wie Umweltschadstoffe in Luft, Wasser und Boden. Diese Faktoren lassen sich leider h&#228;ufig nicht so einfach beeinflussen. Genauso wichtig sind aber richtige Pflanzabst&#228;nde, richtiges gie&#223;en und d&#252;ngen, Einsatz von Mischkulturen und immer wieder der Versuch, ein &#246;kologisches Gleichgewicht im Garten herzustellen und zu erhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Speziell bei Pilzbefall gilt es m&#246;glichst alle befallenen Pflanzenteile zu entfernen und zu vernichten. Wenn m&#246;glich resistentes Saatgut verwenden. Beim Gie&#223;en darauf achten, nicht von oben auf die Pflanze zu gie&#223;en, sondern ganz gezielt im Wurzelbereich. <a href="http://www.richtig-duengen.de/wie-d%C3%BCnge-ich-richtig">Zu viel Stickstoffd&#252;ngung vermeiden</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Erg&#228;nzend gibt es nat&#252;rlich die ein oder anderen biologischen Mittel, die man sowohl vorbeugend zur Pflanzenst&#228;rkung als auch im Notfall zur Bek&#228;mpfung von Pilzbefall einsetzen kann:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Zur <strong>Pflanzenst&#228;rkung</strong> regelm&#228;&#223;ig mit Schachtelhalmbr&#252;he oder Knoblauchtee spritzen. Die Bl&#228;tter mit Steinmehl best&#228;uben. Blattst&#228;rkende Mittel spritzen wie beispielsweise Brennessel-Br&#252;he oder Algen-Extrakte.</li>
<li>Bei <strong>Kraut- und Braunf&#228;ule</strong> m&#246;glichst Kartoffeln und Tomaten so weit wie m&#246;glich von einander entfernt Pflanzen, da der Wind die Pilzsporen von den Kartoffeln zu den Tomaten tr&#228;gt und diese dadurch infiziert. Tomaten unbedingt vor N&#228;sse von oben sch&#252;tzen durch &#220;berdachung oder Anpflanzung im Gew&#228;chshaus statt im Freiland. Vorbeugend regelm&#228;&#223;ig mit Magermilch bespr&#252;hen sowie bei Befall mit Schachtelhalmbr&#252;he oder Knoblauchtee. Wichtigste Ma&#223;nahme: Alle befallenen Pflanzenteile vernichten! Gleiches gilt f&#252;r Kartoffeln</li>
<li>Gegen <strong>Grauschimmel</strong> helfen die allgemeinen Empfehlungen. Unbedingt zu beachten sind die richtigen Standorte f&#252;r die Pflanzen sowie gute Bel&#252;ftung.</li>
<li>Auch bei <strong>Echtem- und Falschem Mehltau</strong> gelten die  zuvor genannten allgemeinen Empfehlungen. Au&#223;erdem gibt es von der Firma Schacht ein neues Sortiment an biologischen Spritzmitteln, das sehr zu empfehlen ist.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff6600;"><strong>:</strong></span><br />
All die Pflanzenbr&#252;hen und -jauchen lassen sich hervorragend selber herstellen, indem man die entsprechenden Pflanzen daf&#252;r sammelt und sie jeweils mit Wasser ansetzt oder &#252;berbr&#252;ht. Wer keinen Zugang zum Sammeln oder gar Selberherstellen hat, dem seien die beiden Firmen <a href="http://www.plamundo.de/tree/243/Biologische_Pflanzenschutzmittel/">Schacht</a> und Ludwig Engelhart genannt, die &#252;ber ein sehr umfangreiches Sortiment an Kr&#228;utern und fertigen L&#246;sungen verf&#252;gen. Sehr zu empfehlen ist z.B. der <a href="http://www.plamundo.de/article/06314/Ackerschachtelhalm_Extrakt_Compositum_1l_Flasche.xhtml">Ackerschachtelhalm Extrakt</a><em> </em><ins datetime="2009-07-14T14:08:40+00:00"></ins><span id="more-12"></span></p>
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