Archiv der Kategorie ‘Giftige Pflanzen‘

Alle Jahre wieder…
– Weihnachtsstern, Weihnachtskaktus
& Ritterstern (Amaryllis)

Weihnachten ist eine festliche Zeit voller Brauchtum und Traditionen. Von Land zu Land und Region zu Region wechseln diese Traditionen deutlich. Mittlerweile kann man jedoch weltweit bestimmte Pflanzenarten antreffen, die „traditionell“ für die Weihnachtsdekoration verwendet werden. Gemeint sind Rittersterne (Amaryllis), Weihnachtssterne (Poinsetttien) und Weihnachtskakteen. Diese Pflanzen blühen im Winter ungefähr um die Zeit von Weihnachten und beeindrucken durch äußerst prachtvolle Blüten, die entweder durch ihre Farbgebung, die Größe und Form oder auch durch die Menge der Blüten überzeugen.

Weihnachtsstern Ritterstern-Amaryllis Weihnachtskaktus
Ritterstern-Amaryllis Weihnachtskaktus Weihnachtsstern

Alle drei Pflanzenarten sind allerdings nicht sehr traditionell, da keine von ihnen bei uns heimisch wächst. Dies erklärt sich natürlich eigentlich von selbst durch die Blütezeit im Winter. Es handelt sich durchweg um Pflanzen aus Mittel- und Südamerika, die ihren Eroberungsfeldzug als Weihnachtspflanzen erst Mitte des letzten Jahrhunderts antraten.
Heute kann man sich das europäische Weihnachten ohne sie garnicht mehr vorstellen. Damit Sie viel Freude an Ihren Pflanzen für das Fest und durchaus auch noch eine lange Zeit danach, finden Sie nun im Folgenden die passenden Pflanzenportraits mit wichtigen Pflege-Tips:

Ritterstern (Hippeastrum-Hybride)

Amaryllis

  • Pflanzensteckbrief
    • Herkunft: Rittersterne stammen aus den Trockenzonen in Südamerika. Sie gehören zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und wurden lange Zeit mit dem Namen Amaryllis bezeichnet. Dieser ist jedoch nicht korrekt, da er nur Pflanzen meint, die aus Südafrika stammen. Dennoch ist der Name Amaryllis für den Ritterstern bei uns weitau mehr verbreitet wie der korrekte Name.
    • Wuchs: Der Ritterstern gehört zu den Geophyten. Wie die meisten Zwiebelpflanzen braucht er eine Ruhephase, die in die Zeit von August bis Dezember fällt. Die Pflanze eignet sich hervorragend als Topfpflanze und wird im Durchschnitt ca. 45 cm hoch.
    • Blätter: Die Blätter bilden sich erst nach der Blüte zum Frühjahrsanfang. Sie sind je nach Sorte hell bis kräftig grün und werden ebenfalls ca. 45 cm lang. Ihre Form ist länglich lineal.
    • Blüte: Die Blüten bilden sich nach 6-8 Wochen nach Ende der Ruhephase im Dezember bis Februar. Aus Der Zwiebel erscheint ein hohler, ca. 45 cm langer Blütenschaft, der 3-4 große Blüten hervorbringt. Bei kräftigen, großen und gesunden Blumenzwiebeln können die Einzelblüten einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen und blühen für ungefähr zwei Wochen. Nach dem ersten Blütenschaft folgt etwas später meistens noch ein zweiter. Die klassische Farbe der Blüten ist kräftig rot. Es gibt aber mittlerweile eine riesige Auswahl unterschiedlichster Hybrid-Sorten mit Blütenvarianten von strahlend weiß über zart rosa bis dunkelrot, gestreift, gepunktet und mehrfarbig. Die Blüten gibt es in einfachen und gefüllten Varianten.

  • Standort: Rittersterne brauchen einen sonnigen Standort. Die Zwiebeln brauchen nicht viel Platz. normalerweise reicht es vollkommen aus, wenn um die Zwiebel herum noch ca. 2 cm Platz sind bis zum Topfrand.
    Zwiebelpflanzen bevorzugen es trocken und reagieren auf Staunässe äußerst empfindlich mit Schimmelbefall und Fäulnis. Der Topf sollte deswegen unbedingt Drainagelöcher haben. Eine ganz normale, lockere Blumenerde ist vollkommen ausreichend.
  • Pflege: Normalerweise kauft man entweder die reine trockene Zwiebel oder aber die antreibende Zwiebel fertig gepflanzt im Topf. Pflanzt man die Zwiebel selber so darf sie nicht zu tief gepflanzt werden. Nur maximal die Hälfte der Zwiebel verschwindet in der Erde, der Rest muss unbedingt oberhalb der Erdoberfläche herausragen. Diese Maßnahme lässt die Zwiebel schneller abtrocknen und schützt vor zuviel Nässe. Nach dem Pflanzen einmal gut angießen und dann am besten das Gießen vergessen bis der erste Blütenschaft ca. 20 cm hoch gewachsen ist. Gießt man in dieser Zeit zu viel, so bildet sich manchmal garnicht oder erst sehr verzögert der ersehnte Blütenschaft. Erst dann wird die Erde ständig feucht gehalten und einmal wöchentlich darf mit einem Pflanzendünger gedüngt werden.

    Möchte man im nächsten Jahr wieder einen blühenden Ritterstern haben, so muss dieser nach der Blüte unbedingt gut weitergepflegt werden. Bis zum August ist er nämlich in der Wachstumsphase und füllt seine Reserven wieder auf für die nächste Ruhe- und Blütephase. Weiterhin mäßig, aber regelmäßig gießen und einmal wöchentlich düngen. Da nur noch Blätter wachsen, kann man ihn getrost ab Ende Mai in den Garten pflanzen an einen Platz an dem er nicht stört und trotzdem ausreichend Licht bekommt.

    In unseren Breiten muss im August die notwendige Ruhephase künstlich eingeleitet werden. Stellen Sie hierfür das Gießen komplett ein und stellen sie die Zwiebel an einen dunklen und kühlen Ort. Temperaturen um +10°C wären die optimale Umgebung. Die Zwiebel zieht nun ihre Blätter ein und hält eine dreimonatige Ruhe ein. Rechtzeitig im Dezember kann man den Topf wieder hervorholen, gegebenenfalls die Zwiebel in neue Erde setzen, bei Zimmertemperatur an einen hellen Platz stellen, einmalig angießen und auf die wunderschöne Blüte warten.

  • Vermehrung: Wenn man einen Ritterstern länger wie eine Blühphase behält, so kann man irgendwann mit der Bildung von kleinen Brutzwiebeln rechnen. Diese erkennt man daran, dass neben der Zwiebel Blätter aus der Erde herauswachsen. Nach der folgenden Ruhephase kann man die Zwiebelchen von der Mutterzwiebel abtrennen und in einen eigenen kleinen Topf pflanzen. Allerdings kann es 3-4 Jahre dauern bis aus den Brutzwiebeln blühfähige Zwiebeln geworden sind. Die heranwachsenden Brutzwiebeln brauchen keine Ruhephase. Sie werden wie die großen durchgehend gepflegt bis sich das erste Mal ein Blütenschaft bildet.

Weihnachtskaktus (Schlumbergera)

Weihnachtskaktus

  • Pflanzensteckbrief
    • Herkunft: Der Weihnachtskaktus stammt ursprünglich aus der Mata Atlântica, dem atlantischen tropischen Regenwald im Osten Brasiliens. Die ursprüngliche Form ist als Zimmerpflanze kaum noch zu finden. Im Handel werden durchweg Kreuzungen und Hybriden angeboten mit besobderen Blütenfarben und -formen.
    • Wuchs: Der Weihnachtskaktus gehört zur Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Er wächst strauchartig überhängend, bildet viele charakteristische Triebe aus den flachen Blattsegmenten und ist sehr anspruchslos.
    • Blätter: Dunkelgrüne Triebsegmente, die scheinbar eines aus dem anderen wachsen und wie eine Gliederkette wirken.
    • Blüte: In der Zeit von November bis Februar kann der Weihnachtskaktus eine Fülle beeindruckender Blüten hervorbringen. Die häufigste Blütenfarbe ist knallig pink bis zart blassrosa. Es gibt jedoch auch Varianten mit roten, orangen, gelben und weißen Blüten. Diese sind röhrenartig geformt. Die Blütenblätter liegen schuppenartig um diese Blütenröhre herum. Sehr charakteristisch sind die langen Staubblätter, die weit aus der Blüte herausragen und sie zu einem sehr zarten und filigranen Gebilde machen.

  • Standort:Pflanzen dieser Art mögen sonnige bis halbschattige Standorte bei Temperaturen über +10°C. Direkte Sonne ist ihnen jedoch meistens zu viel. Die Blätter verfärben sich dann rötlich. Im Sommer können die Pflanzen gerne an einen geeigneten Platz auf Balkon oder Terrasse umziehen. Als Kaktusgewächs bevorzugt der Weihnachtskaktus mageren und durchlässigen Boden. Sehr empfehlenswert ist die Verwendung von guter Kakteenerde aus dem Fachhandel.
  • Pflege:Schlumbergera sind sehr pflegeleicht und damit auch durchaus geeignet für Menschen ohne grünen Daumen. Das wichtigste ist der zuvor beschriebene richtige Standort und sparsames Gießen. Der Weihnachtskaktus verträgt keine Staunässe. Gießen Sie ihn deswegen immer dann durchdringend, wenn die Erde abgetrocknet ist und er wird wunderbar wachsen und gedeihen. Nach der Blütephase, wenn sich die neuen Blätter bilden, darf einmal monatlich mit einem Kakteendünger gedüngt werden.
    Bevor der Kaktus wieder blüht, benötigt er eine Ruhephase von ca. sechs Wochen. Stellen Sie Ihn also ab Mitte September an einen kühleren und ruhig schattigen Ort und reduzieren sie das Gießen auf ein absolutes Minimum (schlückchenweise). Erst wenn sich die Blütenknospen zeigen, darf langsam wieder mehr gegossen werden und die Pflanze zieht wieder an einen helleren und sonnigeren Ort um.
  • Vermehrung: Am leichtesten ist die Vermehrung des Weihnachtskaktus mit Blattstecklingen. Schneiden Sie dafür kleine Triebstücke mit 2-3 Blattsegmenten ab und stecken Sie diese 1-3 cm tief in Kakteenerde. Angießen und eventuell die ersten Tage mit einem Gefrierbeutel abdecken, um die Luftfeuchtigkeit für die Pflanze zu erhöhen. Nur gießen, wenn die Erde abgetrocknet ist. Schon bald bilden sich neue Blätter, wenn die Wurzelbildung gut funktioniert hat.

Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)

  • Pflanzensteckbrief
    • Herkunft: Der Weihnachtsstern ist eine Pflanze der tropischen Laubwälder Mittel- und Südamerikas und gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Mittlerweile ist seine Verbreitung jedoch weltweit fortgeschritten. Große Populationen finden sich zusätzlich in Afrika, Asien, und Australien.
      Alexander von Humboldt brachte den Weihnachtsstern 1804 mit nach Europa. Die Vermarktung zur heute an Weihnachten in Massen verkauften Pflanze fand jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts statt durch deutsche Auswanderer in Kalifornien. Seit dem ist der Weihnachtsstern zu einem festen Bestandteil der weihnachtlichen Dekoration geworden. Ihn zu Ehren gibt es in den USA sogar den „Poinsettia Day“ am 12. 12. jeden Jahres, an dem man sich gegenseitig mit dieser Pflanze beglückt.
    • Wuchs: Weihnachtssterne wachsen inihrer Heimat als immergrüner Strauch, der tatsächlich Höhen von bis zu 4 m erreichen kann. Wir hier kenen die Pflanzen eher als kleine bis mittelgroße Topfpflanze, die auch als kleiner Hochstamm gezogen werden kann.
    • Blätter: Die Blätter sind lang gestielt (ca. 8 cm<), länglich oval, je nach Sorte leicht gezahnt mit einer dunkelgrünen Ober- und einer helleren Unterseite. Was viele fälschlicherweise für die Blüte halten, sind in Wahrheit farbigen Hochblätter (Brakteen), die sich sternenförmig um die eigentlichen Blüten anordnen. Diese Hochblätter können leuchtend rot über rosa nach weiß sämtliche Schattierungen aufweisen und auch panachiert sein./li>
    • Blüte: In der Blütezeit von November bis Februar bildet die Pflanze sogenannte Cyathien aus. Darunter versteht man einfachste eingeschlechtliche Blüten, die in diesem Fall ganz unscheinbar grün gelb gefärbt sind und sich in der Mitte des Sterns aus Hüllblättern befinden. Ein Tip: Das Vorhandensein der Blüten weist auf eine junge, frische Blüte hin. Mit fortgeschrittener Alterung wirft die Pflanze diese Blüten ab. Achten Sie darauf beim Kauf einer Pflanze.

  • Standort: Je wärmer der Standort desto heller sollte er sein. Andernfalls reagiert der Weihnachtsstern mit dem Abwerfen der Blätter. Der Standort sollte also gleichmäßig warm bei ca.+20°C, hell und ohne Zugluft sein. Auf Kältereize reagiert die Pflanze ebenfalls sehr empfindlich mit dem gleichen Symptom und kann innerhalb weniger Tage völlig kahl dastehen. Achten Sie deshalb auch unbedingt auf einen guten Kälteschutz beim Transport und meiden sie beim Kauf Pflanzen, die im zugigen Eingangsbereich eines Ladens stehen.
  • Pflege:Auf Grund der großen Blätter, verdunstet die Pflanze sehr viel Wasser und benötigt auch sehr viel Nachschub. Dennoch verträgt sie überhaupt keine Staunässe. Gießen Sie Ihren Weihnachtsstern daher lieber öfters, aber immer erst dann, wenn die Erde oberflächlich getrocknet ist. Entfernen Sie nach ein paar Minuten dann unbedingt das überschüssige Gießwasser aus Übertopf oder Pflanzenuntersetzer.
    Nicht während der Blühphase düngen. Erst nach Bendung der Blüte mit einem handelsüblichen Zimmerpflanzendünger einmal monatlich düngen.
    Weihnachtssterne gehören zu den Kuztagespflanzen. Möchte man sie im nächsten Jahr wieder zum Blühen bringen, so gelingt dies nur, wenn die Pflanze ab Oktober täglich für 12 Stunden absoluter Dunkelheit ohne Störlicht ausgesetzt werden. Die einfachste Möglichkeit wäre das Abdecken der Pflanzen mit einem Karton oder das Einstellen in einen geschlossenen Schrank von beispielsweise 18 bis 8 Uhr. Diese Prozedur muss für 6-8 Wochen durchgehalten werden, dann beginnt der Weihnachtsstern wieder mit der Blütebildung rechtzeitig zu Weihnachten.
    Im Frühjahr regt ein kräftiger Rückschnitt einen buschigen Neuaustrieb an.
  • Vermehrung:Auch bei dieser Pflanze bietet sich die Stecklingsvermehrung an. Nutzen Sie doch die geschnittenen Triebspitzen vom Rückschnitt und pflanzen Sie diese in gut durchlässige Erde (Blumenerde und Sand im Verhältnis 2:1 mischen). Entfernen Sie zuvor alle Blätter bis auf drei, um die Verdunstung zu minimieren. Empfehlenswert ist für die ersten Wochen die Abdeckung der Stecklinge mit einem Gefrierbeutel aus dem gleichen Grund. Stecken Sie ruhig mehrere Stecklinge in einen Topf, denn so entsteht relativ schnell eine schöne buschige neu Pflanze.

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Gotthilf Rausch am 22. Dezember 2011 in Allgemein, Fauna & Flora, Giftige Pflanzen, Jahreszeiten

Hommage an den Mohn

Die Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) gehört zu meinen erklärten Lieblingen, weswegen ihr nun auch endlich ein eigener Artikel gewidmet werden muß.
Ob Klatschmohn (Papaver rhoeas), Türkenmohn (Papaver orientale) oder Islandmohn (Papaver nudicaule) – das Erscheinen der ersten Blüten im Jahr läßt das Herz aufgehen, denn diese überzeugen durch den starken Kontrast zwischen filigran, seidigen Blütenblättern, die so vergänglich und empfindlich erscheinen und dem intensiven, leuchtenden Farbrausch, der die Emotionen zum Kochen bringt mit den knallenden und oft kontrastreichen Farben wie feuerrot und mitternachtsschwarz.
Mohn ist wie ein Flamencotanz – streng und verspielt, beherrscht und feurig, voller Leidenschaft eben!
Erfreuen Sie Ihre Sinne mit den folgenden Bildern und Sie werden verstehen wovon ich schreibe.

Mohn Mohn Mohn
Mohn Mohn Mohn
Mohn Mohn Mohn

Mohn als Staude für den Garten

Die Familie der Mohngewächse umfasst weltweit ca. 70 Arten. Charakteristisch für alle Mohngewächse sind die auffälligen Blüten, die aus vier zarten Kronenblättern bestehen und meistens in sehr kräftigen Farben erscheinen wie leuchtend rot oder orange oft mit schwarzer Mitte.
Von hohem Wiedererkennungswert ist ebenfalls die Samenkapsel, die den feinen Samen enthält, den man auch als Mohnkörner in Brot und Kuchen findet. Die Kapseln lassen sich sehr gut trocknen und werden für Trockenblumengestecke verwendet.
Die Pflanze wächst horstartig und bildet im Herbst eine Blattrosette aus gefiederten, blaugrünen, lanzettlichen, silbrig behaarten Blättern aus, die immergrün überwintert. Nach der Blüte im Mai / Juni ziehen sich die Blätter ein. Die Pflanze ist über den Sommer also quasi nicht sichtbar, weswegen es nicht empfehlenswert ist, ein reines Mohnbeet anzulegen. Man sollte den Mohn eher ganz gezielt mit anderen Stauden kombinieren, die diese Lücke durch ihr Wachstum verdecken und die farblich auch mit den oft etwas krassen Farben des Mohns harmonieren. Mit blau und weiß ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Wer es mag, kann natürlich auch ganz gewagt den Mohn mit anderen krachigen Farben kombinieren wie leuchtend gelb, orange, rosa und pink.
Als Begleitstauden für den Mohn eignen sich folgende:

  • Rittersporn (Delphinium in Arten und Sorten)
  • Schleierkraut (Gypsophila paniculata)
  • Lupine (Lupinus in Arten und Sorten)
  • Lavendel (Lavendula in Arten und Sorten))
  • Sommersalbei (Salvia nemorosa)
  • Scharfgarbe (Achillea in Arten und Sorten)
  • Sonnenhut (Rudbeckia in Arten und Sorten)
  • Sommermargerite (Leucanthemum vulgare)

Eigentlich ist der Mohn eine sehr unkomplizierte Pflanze, wenn man ein paar grundsätzliche Dinge beachtet. Deswegen hier ein paar Tips zum richtigen Standort und zur Pflege von Mohngewächsen:

  1. Mohngewächse gehören zu den Tiefwurzlern. Sie bilden mit der Zeit eine sehr tief reichende Pfahlwurzel aus. Deswegen mag der Mohn an dem Ort bleiben, an dem er erstmalig ein Zuhause gefunden hat. Setzt man den Mohn um, so nimmt er einem dies sehr übel, in dem er erstmal vor sich hin kümmert, nicht blüht und manchmal ganz sein Leben aushaucht. Finden Sie also für Ihren Mohn von Anfang an den richtigen Platz.
  2. Wegen der empfindlichen Pfahlwurzel ist es nicht empfehlenswert den Boden direkt um die Pflanze durch tiefes Hacken aufzulockern. Dabei besteht erhöhte Gefahr, die Wurzel zu verletzen. Auch dieses nimmt der Mohn sehr übel. Lockern Sie den Boden im Frühjahr nur ganz vorsichtig und oberflächlich auf, dann kann nichts passieren. Wenn Sie dann noch etwas Kompost oder ersatzweise Hornspäne untermischen, dann dankt es ihnen der Mohn mit leuchtendem Blütenreichtum.
  3. Die tiefen Wurzeln haben auch einen Vorteil, denn man muß den Mohn so gut wie nie gießen. Er kann sich mit Hilfe der Wurzeln auch bei längerer Trockenheit wunderbar selbst versorgen aus den tieferen Bodenschichten. Dafür ist die Wurzel anfällig für Fäulnisbildung bei Staunässe. Der Mohn liebt aus diesem Grunde einen lockeren und durchlässigen Boden, der gerne nährstoffreich und humos sein darf.
  4. Der Standort sollte sehr sonnig sein. Das bringt dann auch die Farben so richtig zum leuchten.
  5. Lassen Sie dem Mohn nach der Blüte Zeit, die Blätter selbstständig einzuziehen. Schneiden Sie die Reste wirklich erst ab, wenn sie vertrocknet sind.
  6. Die verblühten Blüten entfernen, um die kraftraubende Samenbildung zu vermeiden. Dies verhindert unter Umständen auch das ungewollte selbstständige Aussäen.

Folgende 4 Arten sind für den Anbau im Garten als Zierpflanze geeignet:

    türkenmohn

  1. Türken-Mohn (Papaver orientale)
    • Merkmale: Mehrjährige Staude mit horstartigen und aufrechten Wuchs. Je nach Sorte 30 – 100 cm hoch, gefiederte und behaarte Blätter, Blütenfarbe in scharlachrot, rosa, weiß oder orange zum Teil mit schwarzer Mitte. Die Blüten können einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen.
    • Blütezeit: Mai bis Juli
    • Verwendung: Eine klassische Bauerngartenstaude. Geeignet als Leitstaude für Beete und Rabatten in Einzelstellung oder auch als kleine Gruppe.
    • Standort: Verträgt keine Staunässe, deswegen lockere, durchlässige, nährstoffreiche Böden in voller Sonne.
    • Vermehrung:Durch Wurzelstecklinge nach der Blüte, Pflanzung möglichst im Frühjahr mit einem Abstand von 50 bis 80 cm.
    • Pflege: Wie zuvor beschrieben.
    • Besonderheiten:Sehr viele Sorten mit attraktiven Blüten in unterschiedlichen Farben und Größen, gefüllt und einfach sind im Handel erhältlich

  2. Alpen-Mohn (Papaver alpinum)
    • Merkmale: Buschige, immergrüne Staude mit einer Gesamthöhe von 15 – 20 cm. Die Blätter sind schmal gefiedert. Die Blüten sind zierlich mit einem Durchmesser von 4 cm in reinem weiß mit einem zartgelben Zentrum und gelben Staubblättern.
    • Blütezeit: Juni / Juli
    • Verwendung: Der Alpen-Mohn ist eine Pflanze für den Steingarten, auf Trockenmauern aus Kalkstein und in Steintrögen.
    • Standort: Durchlässiger Boden am besten mit Schotteruntermischung.
    • Vermehrung: Aussaat zwischen Februar und April, Pflanzabstand ungefähr 15 cm. Der Alpen-Mohn versamt sich oft selbstständig. im Spätherbst ist auch eine Vermehrung mit Wurzelstecklingen möglich.
    • Pflege: anspruchslose und damit pflegeleichte Staude. Benötigt nur in sehr strengen Wintern eine Abdeckung mit Fichtenreisig.
    • Besonderheiten: Der Alpen-Mohn hat mehrere Unterarten, die sich durch unterschiedliche Blüten- und Blattfarben sowie ihr Vorkommen unterscheiden. Interessant ist der Rhätische Alpenmohn (P. alpinum subsp. rhaeticum) mit mit goldgelb bis orange gefärbten Blüten sowie der Kerner-Alpenmohn (P. alpinum subsp. kerneri) mit rein gelben Blüten.
  3. islandmohn

  4. Island-Mohn (Papaver nudicaule)
    • Merkmale: Meistens nur ein- beziehungsweise zweijährige Staude mit aufrechtem Wuchs und 20- 50 cm Höhe. Die blätter sind blaugrün, gefiedert und behaart. Der Islandmohn hat oft verschiedene Blütenfarben an einer Pflanze mit weißen, gelben, orangen, rosanen und roten Blüten mit einem Durchmesser von maximal 8 cm.
    • Blütezeit: April bis September
    • Verwendung: Im Steingarten,in Rabatten, Beeten und auch als Balkon- und Kübelpflanze möglich.
    • Standort: Durchlässiger, kalkhaltiger Boden, gerne sandig oder mit Steinen durchsetzt.
    • Vermehrung: Aussaat im Juli oder Wurzelstecklinge im Spätherbst. Nach frostfreier Überwinterung Pflanzung im Frühjahr ins Freiland mit einem Pflanzabstand von 20 bis 25 cm. Islandmohn sät sich gerne selbst aus.
    • Pflege:Wie zuvor beschrieben


  5. klatschmohn

  6. Klatschmohn (Papaver rhoeas)
    • Merkmale: Unkomplizierte, einjährige, wenig verzweigte Pflanze mit einer Höhe von 30 bis 80 cm. Die Blätter sind behaart, eingeschnitten bis gefiedert. Klatschmohn blüt meistens scharlachrot mit schwarzer Mitte. Es gibt aber auch weiße und rosafarbene Exemplare.
    • Blütezeit: Mai bis Juli
    • Verwendung: In der Blumenwiese oder in naturnahen Bereichen des Gartens kombiniert mit Kornblume und Margerite.
    • Standort: Siehe Alpen-Mohn
    • Vermehrung:Aussaat an Ort und Stelle ab März / April

Die Heilpflanze Mohn

schlafmohn
Wenn man von Mohn als Heil- und Nutzpflanze spricht, dann meint man nicht die zuvor beschriebenen Arten, sondern die Mohnart Papaver somniferum auch bekannt als sogenannter Schlaf-Mohn. Dieser zählt tatsächlich zu einer der ältesten Nutzpflanzen der Menschheitsgeschichte, denn es gibt Hinweise auf seine Nutzung schon in der Jungsteinzeit um 6000 v.Chr..
Genutzt werden zwei seiner Qualitäten: Zum einen die Samen, die man als Backzutat „Mohn“ kennt und zum anderen sein giftiger Milchsaft, der Alkaloide enthält, welche für die Herstellung von Opium, Heroin, Morphin und Codein genutzt wird.
Das Lebensmittel Mohnsaat gehört zu den calciumreichsten mit einem Calciumgehalt von 2,475 %. Mohnsaat ist außerdem reich an Vitamin B. Der Morphingehalt ist übrigens sehr gering und damit nicht schädlich für den Menschen. Dennoch sollte man wissen, dass der zeitnahe Genuß von Mohnsamen durchaus einen Drogentest positiv werden lassen kann. Der Samen kann gepresst und zu Öl weiterverarbeitet werden. Mohnöl ist lecker als Salatöl.
Alle Erzeugnisse aus dem Milchsaft der Mohnpflanze sind verschreibungspflichtig und unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz. Dieses verbietet in Deutschland den ungenehmigten Anbau und Vertrieb aller Teile der Pflanze. Auch als Privatperson darf man Papaver somniferum nicht einmal als Zierpflanze im Garten stehen habe, außer man hat eine Sondergenehmigung.
Wenn man von dem Mißbrauch der Wirkstoffe absieht, dann ist der Schlafmohn eine sehr bedeutende Heilpflanze.


Die Ambrosia Pflanze – Was für ein Arschloch

Die Beifuß-Ambrosie ist seit wenigen Jahren Schreckgespenst nicht nur von Allergikern. Und das mit Recht: Die höchst allergenen Pollen der Ambrosia können auch bei bisher allergiefremden Menschen allergische Reaktionen bis hin zum Asthma hervorrufen. Noch dazu blüht sie sehr spät und kann damit die Pollensaison bis in den Oktober oder November verlängern, wenn sie sich erst einmal etabliert hat.

Ihr Ursprung liegt in Nordamerika, sie ist vermutlich über Vogelfutter importiert worden und in Ungarn schon sehr bedenklich verbreitet. In Deutschland sind die Region Berlin/Brandenburg und Süddeutschland am stärksten befallen.

Die Umweltbehörden sind inzwischen sehr aufmerksam gegenüber der Gefahr, die Gesundheitsgefahr, die von der Pflanze ausgeht ist schließlich äußerst bedenklich. Daher sind auch alle Spaziergänger und Gärtner angehalten, verdächtige Pflanzen zu melden bzw. selber zu entfernen und zu entsorgen (mit der nötigen Vorsicht!).

Woran man die Ambrosia erkennt und mehr Details zu den Gefahren, erfahren Sie hier und auf vielen weiteren Seiten im Internet:  Externer Link (JKI)

Ambrosia ist übrigens griechisch für Unsterblichkeit und wird mit allem assoziiert, was göttlich ist – Die Pflanze ist tatsächlich recht hartnäckig und als wahre Samenschleuder macht sie auch dem Schwerenöter Zeus alle Ehre.

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Gotthilf Rausch am 03. September 2009 in Giftige Pflanzen, Interessante Gartenseiten

Rucola-Notstand im Supermarkt-Regal?
… dagegen ist ein Kraut gewachsen!

rucolaNachdem letzte Woche im abgepackten Rucola (Eruca sativa), auch bekannt als Rauke oder Garten-Senfrauke, aus den Supermärkten Plus und Netto Blätter des Gewöhnlichen Greiskrauts (Senecio vulgaris) oder auch Jakobskreuzkraut entdeckt wurden, welche für den Menschen giftig sind, ruft die Nation den Rucola-Notstand aus. Fast alle deutschen Supermärkte haben daraufhin den Rucola vorübergehend aus ihrem Sortiment genommen. So etwas ist natürlich mitten im Hochsommer sehr dramatisch, da Rucola gerade in der heißen Jahreszeit bei den meisten Menschen auf dem Hauptspeiseplan steht.


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Man fragt sich also:

Wie konnte es dazu kommen?

Beide Pflanzen sehen sich tatsächlich sehr ähnlich und besetzen gleiche Standorte, denn beide lieben sandig-lehmige Böden und bevorzugen sonnige, nicht zu trockene, aber nährstoffreiche Plätze. Außerdem sind beide recht durchsetzungsstark in ihrer weltweiten Verbreitung als Kosmopoliten. Das Gewöhnliche Greiskraut gehört zu den typischen Unkräutern und sieht im Jungpflanzenstadium vor der Blüte der Rucola-Pflanze zum verwechseln ähnlich. Es ist daher leicht vorstellbar, dass dieses Unkraut in einem großen Rucola-Feld nicht als solches erkannt wird und so im Rucola-Salat im Supermarkt landet. Tatsächlich ist es deswegen auch vorstellbar, dass diese leberschädigende und krebserregende Pflanze immer einmal in einer Verpackungseinheit vorkommt.

Welche Unterscheidungsmerkmale gibt es zwischen den beiden Pflanzen?

  • Die Blätter des Gewöhnlichen Greiskrauts sind tiefer fiederteilig eingeschnitten und deutlich heller wie die des Rucolas. Leider läßt sich das am deutlichsten erst im direkten Vergleich beider Pflanzen erkennen. Desweiteren sind die Blätter des Greiskrauts behaart und die vom Rucola nicht.
  • Die Blüten können als Unterscheidungsmerkmal verwendet werden, denn die des Rucolas sind hellgelb bis gelb und haben vier Blütenblätter, während das Greiskraut zu den Korbblütlern gehört und deswegen Blütenköpfchen mit vielen Strahlen- und Scheibenblüten bildet, die eher von goldgelber Farbe sind. Leider erntet man die Blätter zum Verzehr jedoch normalerweise vor der Blüte, da sie mit Beginn der Blühphase häufig sehr bitter und scharf im Geschmack werden.

Fazit: Den eigenen Rucola ernten.

Durch das hohe wilde Vorkommen von Rucola in unseren Breiten kann man darauf schließen, dass es sich um eine unkomplizierte Pflanze handelt. Es ist folglich ein leichtes, seinen eigenen Rucola anzubauen und zu ernten. Wer so und so schon über ein Gemüsebeet oder gar ein Gewächshaus im eigenen Garten verfügt, der weiß sicherlich, dass Rucola sich bestens eignet als Zwischenkultur. Man kann ihn aber durchaus auch im Balkonkasten oder Blumentopf ansähen. Die Ausbeute ist dann nur leider bedeutend geringer.

Von Anfang April an bis in den September kann Rucola ausgesäht werden. Einfach die Samen ca. 1cm tief in gute durchlässige Erde stecken, reichlich angießen und feucht halten, dann erscheinen nach ein paar Tagen bei warmen Temperaturen schon die ersten Triebe. Geerntet werden die jungen Blätter vor der Blüte.

So kann man sich leicht vor giftigem Greiskraut schützen und muss nicht auf den würzigen Geschmack des Rucolas verzichten.

Zu guter Letzt noch eine Bezugsquelle für Rucola Samen (Magic Garden Seeds).

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Berta Rausch am 18. August 2009 in Allgemein, Giftige Pflanzen

Giftige Pflanzen – Vorsicht beim Spaziergang durch Wald und Wiesen

Viele Menschen leiden unter Allergien und reagieren teils sehr empfindlich auf Pflanzensporen, auf Berührung mit Blättern und Stängeln etc. Es gibt aber auch in unseren Breiten viele Pflanzen am Wegesrand, in sumpfigen Gelände, am Feldrand und vielerorten, die für alle Menschen giftig sind und bei Berührung heftige Reaktionen, Verbrennungen gleich, auslösen können.

Kinder und giftige Pflanzen, Zecken und Co.

Da sollte man vor allem bei Kindern natürlich aufpassen. Bei den Kleinen ist sowieso nicht nur in freier Wildbahn, sondern auch im eigenen Garten geboten, darauf zu achten, dass sie keinen Zugang zu Pflanzen haben, deren Blätter oder gar Beeren (denn sie sind auf jeden Fall Objekt der Begierde) bei Verzehr giftig sind. Alles was Beeren hat oder auch nur so ähnlich aussieht, und nicht definitiv genießbar ist, ist in einem Haushalt mit kleinen Kindern tabu. Auch dann sollte man aber nicht darauf verzichten, die Kinder frühzeitig und wiederholt darüber aufzuklären, dass sie evtl. in anderen Gärten oder öffentlichen Räumen auf entsprechende Beeren stoßen könnten, regelmäßige aufmerksame Spaziergänge sind sinnvoll.

Lange Kleidung beim Spielen im Gras ist anzuraten, so kann man großflächigen Reizungen etwas vorbeugen. Das ist ohnehin auch bezüglich der Zeckengefahr, gerade in Süd- und Ostdeutschland, eine gute Idee. Auch das Baden oder Duschen nach dem Ausflug in die Natur (oder dem intensiven Spielen mit Katzen, Hunden und anderen Haustieren, die wahre Schleudern von Untieren wie Zecken, Flöhen etc sind) ist sinnvoll, um etwaige Parasiten abzuspülen bevor sie sich festbeißen – gerade Zecken krabbeln oft sehr lange am Körper, bis sie sich für eine Stelle entscheiden.

Giftige Pflanzen allgemein

Man sollte nicht meinen, wieviele Pflanzen schon bei Berührung zu Verletzungen führen können. Die Giftzentralen geben auch im Internet ausführlich Auskunft über gefährliche Pflanzen. Für den eigenen Garten kann man auch die Gärtnerei zu Rate ziehen, die wissen für gewöhnlich, welche Pflanzen man sich nach Hause holen kann (insbesondere, wenn man Kinder oder Haustiere hat, die nicht verstehen, dass sie sich vor etwaigen schmucken, aber schädlichen, Pflanzen fernhalten sollten).

Einige Beispiele:

  • Die Thuja, der vor allem für Heckenbepflanzungen beliebte Lebensbaum, sollte nur mit Handschuhen geschnitten werden, da er Hautrötungen hervorruft. Vielen Gartenliebhabern ist dieses recht phantasielose Gewächs aber ohnehin ein Dorn im Auge;-) Aber auch der immergrüne Buchsbaum ist kein harmloser Geselle.
  • Der Riesen-Bärenklau, eine locker über einen Meter hoch wachsende Pflanze mit charakteristischem Schirm aus Doldenblüten und dickem Stiel, ist in der Wildbahn regelmäßig anzutreffen und übt auf Kinder mit seinem harten Stiel eine gefährliche Faszination aus. Vor allem in Verbindung mit Sonneneinstrahlung zieht man sich so leicht schwere Verbrennungen zu. Auch die Herkulesstaude ist eine „photoxische“ Pflanze, d.h. sie hinterlässt auf der Haut ein Gift, das in Verbindung mit UV-Strahlung zu Verbrennungen führt und sogar krebserregend ist.
  • Wilde Farne: Auch diese führen zu Hautreizungen, meist fühlt man schon kurz nach Kontakt einen brennnesselähnlichen Effekt.
  • Giftefeu: Da sagt’s schon der Name: Finger weg

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Gotthilf Rausch am 24. Juli 2009 in Giftige Pflanzen