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Rankgerüste aus Weiden und andere kreative Objekte einfach selber machen

Das Weiden- beziehungsweise Korbflechten ist eine uralte Handwerkskunst. Man fand im Nahen Osten Reste eines Weidenkorbs, die auf ca. 10000 v. Chr. datiert wurden.
Diese Zeitangabe entspricht etwa dem Neolithikum, ein Zeitalter, in dem der Mensch anfing sesshaft zu werden und Landwirtschaft und Viehzucht zu betreiben.
Weidengeflechte wurden für sehr viele verschiedene Zwecke eingesetzt wie natürlich als Gefäße zum Aufbewahren und Transportieren ( Wein- und Holzkiepen), zum Einzäunen von Äckern und Viehweiden, als Fischreusen, als Bienenkörbe und natürlich auch als Möbel.

In den letzten Jahren findet eine deutliche Rückbesinnung auf diese Handwerkstradition statt. Vor allem im Gartenbereich fallen die zunehmenden Angebote an Weidenflechtkursen und die daraus resultierenden Ergebnisse in den Privatgärten auf in Form von Rankgerüsten für Kletterpflanzen als auch einfach als Dekorationsobjekte.
Wenn man die Augen offen hält, entdeckt man auch immer häufiger “lebendige Gartenzäune” aus wachsenden Weidenruten sowie Weidenhütten-und -tunnel als Spielplätze für Kinder.

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Das Weidenflechten kann natürlich eine Kunst sein, aber im Grunde genommen ist es ganz einfach und kann von jedem gemacht werden.

Was benötigt man zum Weidenflechten?

  1. Natürlich benötigt man zum Weidenflechten als allererstes Weidenruten, da diese besonders biegsam und flexibel sind.
    Möglich sind auch andere Materialien wie Haselnussruten (Corylus avellana), junge Triebe von Hartriegel (Cornus in Arten und Sorten) und Schneeball (Viburnum in Arten und Sorten), die entlaubten Ranken von Waldrebe (Clematis in Arten und Sorten) und Brombeere (Rubus sectio Rubus) sowie Sauergrasgewächse (Cyperaceae) wie Seegras, Esperato, Schilf und Binse. Bei den Weidenarten eignen sich besonders folgende:

    • Korb-Weide (Salix viminalis)
    • Silber-Weide (Salix alba)
    • Bruch-Weide (Salix fragilis)
    • Mandel-Weide (Salix triandra)

    Man kann die entsprechenden Ruten entweder als Bündel im Handel kaufen oder sie sich selber schneiden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass es nur in der Zeit vom 01. Oktober bis zum 28. Februar erlaubt ist Zweige zu schneiden zum Schutze von Vögeln und anderem Getier, das in der restlichen Zeit Nester baut und Brutpflege betreibt. Da man ja auch die unbelaubten Zweige nutzen möchte, ist dieser Zeitraum günstig gelegen.
    Für Flechtarbeiten schneidet man meistens die einjährigen Triebe mit Längen zwischen 70 und 150 cm. Möchte man größere Klettergerüste, Beeteinfassungen, Zaune oder sogar Pavillions bauen, so benötigt man zusätzlich noch einige dickere und längere Ruten, die meistens dann schon von mehrjährigen Trieben geschnitten und als Grundgerüst verwendet werden.
    Beim Flechten kann sowohl mit unterschiedlichen Mustern als auch mit verschiedenen Farben gespielt werden, denn die in Frage kommenden Gehölzarten haben unterschiedliche Rindenarten und -farben von gelbgrün über rotbraun bis silbergrau gibt es ein großes Farbspektrum, dass man beim Ernten der Ruten eventuell beachten sollte. Außerdem kann man die Ruten rau mit Rinde oder geschält ohne Rinde verarbeiten. Auch das gibt wieder neue Farbvariationen in dunkel und hell.

    Wenn man die Weiden nicht selbst schneiden möchte, so kann man auch im Herbst beim städtischen Gartenbauamt anfragen, ob man sich beim jährlichen Schnittgut bedienen darf. In der Regel haben die nichts dagegen.

    Beim selbstschneiden unbedingt scharfe und gute Werkzeuge benutzen, um die Pflanze nicht unnötig zu verletzen. Nach dem Schnitt überflüssige Seitentriebe und Blätter entfernen und in Bündeln trocknen lassen.

    Vor der Verarbeitung müssen die Ruten in Wasser eingeweicht werden, damit sie wieder biegsam und flexibel für das Flechten werden. Dieses kann zwischen 10 min und 14 Tage dauern und ist eines der Mysterien des Korbmacherberufs.


  2. Hat man die Weidenruten, braucht man eventuell eine scharfes und spitzes Messer, eine scharfe Gartenschere und eventuell farblich passendes Bindeband oder Draht sowie möglicherweise etwas zum Vorbohren der Stecklöcher im Boden. Dann kann das eigentliche Flechten beginnen.
    Je nachdem was entstehen soll, werden dickere Ruten in der gewünschten Grundform in den Boden oder auch Blumentopf gesteckt. Dabei sollte ca. ein Drittel der Rute zur Verankerung im Boden verschwinden. Möchte man, dass die Weiden anwachsen und lebendig das Geflecht gestalten, so steckt man die Weiden einfach nur mit dem unteren Ende in den Boden. Sollen sie jedoch nicht anwachsen, so steckt man sie entweder verkehrt herum in den Boden, oder man schält das Stück, das sich im Boden befinden wird, damit es nicht Wurzeln bildet.
    Man sollte wissen, dass Weiden wirklich sehr austriebfreudig sind und manchmal trotz aller Gegenmaßnahmen Wurzeln bilden.

  3. Steht die Grundform, so beginnt der wirklich kreative Teil – das Verflechten der Weidenruten miteinander oder das Einflechten von dünneren Ruten zum Stabilisieren und Dekorieren.
    Auch dabei ist zunächst einmal nicht viel zu beachten, denn man flechtet die Rute einmal vorne herum und einmal hinterheraum abwechselnd um die Formgebenden Ruten. Kommt man ans Ende der gerade benutzten Rute so führt man die nächste ein Stückchen parallel mit der vorherigen. Dadurch gibt es einen fließenden Übergang.

    Damit dieser Übergang recht harmonisch aussieht verwendet beginnt man die neue Rute immer mit dem Teil, mit dem die alte endet. Endet sie also mit dem dünnen Ende, so setzt man die neue Rute auch mit dem dünnen Ende an und andersherum.
    Der Kreativität sind beim Flechten keine Grenzen gesetzt. Ich hole mir immer wieder Inspirationen von Abbildungen anderer Objekte. Natürlich kann man auch mit dem Material spielen und einfach mal ein Stück bunten Stoffrest einflechten.


Schwarzäugige SusanneWenn das Werk vollbracht ist bleibt noch als letzte Überlegung, ob es pur wirken oder noch durch eine Bepflanzung mit einer Kletterpflanze verschönert werden soll.
Für das Beranken von Weidenklettergerüsten bieten sich vor allem einjährige Kletterpflanzen an wie Prunkwinde, Schwarzäugige Susanne, Glockenrebe oder auch Kapuzinerkresse, da diese bedingt durch ihre Lebensdauer nicht zu groß und wuchtig werden.

Mehr Informationen zum Thema Kletterpflanzen und ihre Verwendung können Sie auf folgender Webseite finden: Kletterpflanzen.de

Hommage an den Kürbis

Anfänglich hat mich dieser ganze Kult um den Kürbis, der  mittlerweile schon vor einigen Jahren über den Atlantik zu uns ins gediegene Europa herüberschwabbte,  ganz schön genervt. Fragt man die Jugend, gab es Halloween warscheinlich schon immer in Deutschland.

Trotz allen Widerwillens, muss ich jedoch feststellen, dass Kürbisse einfach nicht aus dem Herbst wegzudenken sind mit ihrer eindrucksvollen intensiv leuchtenden Farbe und manchmal auch Größe.  Gerade dieses Jahr bin ich wieder sehr darauf aufmerksam geworden , was mich dazu veranlasst hat,  nun diesem Gewächs einen Artikel zu widmen.

Deswegen nun zu Beginn ein paar Impressionen zum Kürbis:

Kürbis Kürbis Kürbis
Kürbis Kürbis Kürbis
Kürbis Kürbis Kürbis


Kürbis-historisch betrachtet

Die Kürbisse (Cucurbita) bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und gehören tatsächlich zu den ältesten bekannten Kultursorten des Menschen. Wenn man den Angaben glauben darf, dann wurden Funde von Samen domestizierter Kürbisse auf 10000 bis 8000 v. Chr. datiert.
Ursprünglich wurde er wohl hauptsächlich wegen seiner Samen kultiviert, die besonders nahrhaft sind, denn die Früchte der Wildarten sind meistens reich an Bitterstoffen und wenig schmackhaft. Erst durch Zuchtversuche sind im Laufe der Zeit auch Sorten hervorgegangen, deren Früchte als Nahrungsmittel verwendbar wurden.
Beheimatet sind Kürbisse in den warmen und feuchten Regionen von Mittel-und Südamerika. Mit den Reisen von Christoph Columbus gelangten dann erst Samen nach Europa und nach Asien, wo sich besondere Vorlieben für unterschiedliche Arten entwickelten und diese weiter kultiviert und gezüchtet wurden.

Heute kennt man fünf Kürbisarten mit vielen Sorten, die als Nahrungsmittel kultiviert werden:

  1. Garten-Kürbis (Cucurbita pepo): Zu diesen in den Sommermonaten zunächst weichen und schmackhaften, später hartschalig werdenden Kürbisarten zählen die Zucchini, die melonengroßen runden Rondini ‘Tonda di Nizza’, gelbe keulenförmige Drehhalskürbisse ‘Crookneck’, Spaghettikürbis, steirischer Ölkürbis, die “Fliegenden Untertassen” (UFO’s) oder auch Patissons mit flachrunden, gebuchteten Früchten sowie die besonders lange lagerfähigen Eichelkürbisse (Acorn) mit tropfenartiger Form.
  2. Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima): So heißt die große Gruppe der lagerfähigen Einmachkürbisse, zu denen Sorten wie ‘Riesenmelonen’ und ‘Gelber Zentner’ gehören.Bekannt wurde diese Gruppe auch durch einzelne Züchtungen, die die größten Früchte der Erde produzieren wie beispielsweise die Sorten ‘ Atlantic Giant’ oder ‘Big Max’. Der neueste Rekord diesbezüglich liegt angeblich bei 782 kg, gewogen am 3. Oktober 2009. Desweiteren zählen zu dieser Art auch die zum Basteln geeigneten “Halloween”-Kürbisse. Hierfür besonders geeignet sind die vor allem als Zierde genutzten Turban- und Minikürbisse wie ‘Jack be Little’, ‘Baby Bear’ und ‘Sweet Dumpling’. Außerdem die zur Familie der Hubbards zählenden Hokkaido- oder Carotakürbisse ‘Ushiki Kuri’ und ‘Red Kuri’, ‘Blue Kuri’, ‘Blue Hubbard’, ‘Golden Hubbard’ und der mit dekorativen Warzen versehene ‘Chicago Warted Hubbard’.
  3. Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata): Die Sorten dieser Gruppe brauchen mänger und mehr Wärme, weswegen sie vor allem in südlicheren Ländern verbreitet sind und als besonders aromatisch und schmackhaft gelten. Am bekanntesten sind der glockenförmige Melonensquash ‘Butternut’, der in vielen Ländern zu den Hauptgemüsen zählt sowie der tief gekerbte Muskatkürbis ‘Muscade…’ beziehungsweise ‘Musquée de Provence’ und der Schlangenkürbis ‘Tromboncina d’Albenga’, der auch Keulenzucchini genannt wird auf Grund seiner schlangenartig, gekrümmten Früchte.
  4. Feigenblatt-Kürbis (Cucurbita ficifolia) wird in einem großen geographischen Bereich angebaut, ist jedoch auf die Höhenbereiche zwischen rund 1000 bis fast 3000 m beschränkt. Dies unterscheidet ihn von den anderen Arten der Gattung, die auch in wesentlichen tieferen Lagen angebaut werden. Er wird in allen Gebirgslagen Lateinamerikas angebaut. Es gibt vom Feigenblatt-Kürbis keine kommerziellen Cultivare. Er lässt sich auch nicht mit anderen Kürbis-Arten kreuzen.
  5. (Cucurbita argyrosperma)


Wichtige Info’s zum Anbau von Kürbissen:

  • Kürbisse sind meistens einjährige nicht winterharte Pflanzen.
  • Sie gehören zu den Starkzehrern und benötigen damit einen sehr humusreichen und nährstoffreichen Boden mit viel organischer Masse. Dies ist auch der Grund, warum man Kürbispflanzen häufig am Kompost sieht. Im normalen Gartenbeet bietet sich eine Grundlage aus Pferdemist an. Dazu sollte man im Frühjahr einen Graben ausheben und diesen mit dem Mist füllen. Anschließend den Erdaushub mit Kompost vermischen und dann als Erdhügel mit ca. 30cm Breite über der Mistpackung anhäufen. Die Kürbisse in einem Abstand von mindestens 10cm auf dem Rücken des Mistbeetes aussähen.
  • Kürbisse sind rankende Pflanzen mit großen Blättern und wasserreichen Früchten, die sehr viel Platz benötigen. Eine Pflanze alleine kann leicht 3-4m² überwachsen. Sie eignet sich daher wunderbar als Bodendecker, um Brachflächen vor Unkrautbefall und Austrocknung zu schützen.
  • Damit die reifenden Früchte am Boden nicht zu faulen beginnen, sollte man sie bei Zeiten mit einem Holzbrettchen unterlegen. Man kann sie ernten, wenn sie beim Anklopfen hohl klingen.
  • Kaum einer weiß, das Kürbis ein äußerst gesundes Gemüse ist. Sie sins sehr reich an Vitamin C und haben einen weit höheren Gehalt an Vitamin A (Carotin) wie Karotten. Dabei handelt es sich um ein kalorienarmes Gemüse, das reich an Ballaststoffen ist. Aus dem frischen Fruchtfleisch lassen sich wunderbare Suppen zaubern. Kürbis schmeckt sehr hervorragend in Kombination mit Ingwer oder auch süß/sauer eingelegt als Kompott. Probieren Sie doch mal Kürbismarmelade!


… und was man sonst noch mit Kürbis anfangen kann:

Mittlerweile sollte wohl fast jedem die Halloween-Tradition bekannt sein, aus Kürbissen gruselige bis lustige Halloween-Laternen zu basteln. Diese sind als Jack O´Lantern verbreitet. Zurück geht diese Tradition auf eine irische Geschichte, die von Jack O. handelt, einem Bösewicht, dem es gelang den Teufel einzufangen. Dieser erkaufte sich seine Freiheit wieder mit dem Versprechen, Jack in Zukunft in Frieden zu lassen. Doch auch Jack O. musste irgendwann sterben. Auf Grund seiner Taten zu Lebzeiten wurde ihm die Aufnahme in den Himmel verweigert und natürlich blieb ihm nun auch die Hölle verwehrt. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack damit durch das Dunkel wandern könne. Die Iren brachten diese Geschichte als Auswanderer mit in die Vereinigten Staaten, wo die Rübe mit der Zeit vom Kürbis abgelöst wurde, da dieser so zahlreich vorhanden war.
Heutzutage stellt man die Kürbis-Fratzen vor die Haustür aus der Tradition heraus, die bösen Geister vom Haus fern zu halten, die sich in der Nacht vom 31.Oktober auf den 01.November vermehrt herumtreiben sollen.

Auf etwas anderes lustiges bin ich noch gestossen bei meiner Recherche nach den Geheimnissen des Kürbis und das nennt sich Kürbisweitwurf (eng. Pumpkin chunking). Hierbei werden Kürbisse mit extra dafür entwickelten Geräten so weit wie möglich geschleudert. Der Rekord liegt angeblich bei 1324,8m. Jährlich finden Weltmeisterschaften am ersten Wochenende nach Halloween statt in Millsboro, Delaware (USA). Dabei sind manche Leute wirklich kreativ. Wen es interessiert, hier ein Link zur offiziellen Homepage der Weltmeisterschaften.

Zum Schluss noch ein Wort zu den Eigenschaften als Heilpflanze:
Als Heilmittel eignen sich die Kerne von Kürbissen, da diese besonders reichhaltig sind an Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen. Zink, Vitamin C und A sind in hoher Dosierung vorhanden. Kürbiskerne finden daher ihren Einsatz bei der Behandlung von Prostatavergrößerung und Prostatitis als auch gegen Darmparasiten.

Gartengeräte

Jeder Garten will gepflegt sein. Dies erreicht man nur mit besonderen Hilfsmitteln und Werkzeugen, wie sie Hobbygärtner und Gartenprofis in ihren Schuppen stehen haben. Viele Baumärkte preisen ihre Gartengeräte als unentbehrlich an, wobei doch viele Geräte zur sachgemäßen Pflege des Gartens gar nicht nötig wären. Was Sie wirklich benötigen und welche Überlegungen Sie bei der Gerätewahl tätigen müssen steht im folgenden Absatz:

Beim Einkauf von Gartengeräten zählt für den erfahrenen Gärtner die Qualität des Geräts. Er verlässt sich nicht auf High-Tech Produkte, sondern entscheidet mit Augenmaß und Bedacht, welches Gerät für seinen Garten am qualitativ hochwertigsten ist. Die Vorteile eines gut gewählten Garten-Tools sind das angenehmere Arbeiten, die höhere Sicherheit beim Arbeiten und die längere Haltbarkeit des Produkts – dies rechtfertigt die Mehrkosten gegenüber Billigprodukten.

Bei teueren Geräten, die man womöglich nur ein Mal im Quartal braucht, wäre es gut darüber nachzudenken, ob man es ausleihen kann oder ob man sich die hohen Kosten mit dem Nachbarn teilt.

Bei kleineren Geräten sollten Sie niemals vor dem Kauf vergessen, das Gerät in die Hand zu nehmen und eine Checkliste im Gehirn langsam abzuhaken:

  • Wie schwer ist das Gerät?

  • Liegt das Gerät gut in der Hand?

  • Entspricht das Gerät meiner Körpergröße?

  • Kann das Gerät per Teleskoparm expandiert werden?

  • Ist die insgesamte Verarbeitung robust?

  • Sind die Verbindundungsstellen zwischen Materialien stark genug? ( Wie z.B. Metallschaufel und Holzstiel )

  • Ist das Gerät sicher in der Handhabung? Hat es womöglich sogar ein Prüfzeichen?

Arbeitet man mit einer derartigen Liste so sind Enttäuschungen beim Kauf grösstmöglich ausgeschlossen. Hinzu kommt beim Kauf natürlich eine Art “Verliebtheitsfaktor” – “Sagt mir das Produkt in der Art und Weise wie es gefertigt wurde zu?”. Natürlich klingt dies eher nach einer Modeerscheinung der heutigen Trendzeit, jedoch muss ja eine gewisse Symphatie zwischen Gerät und Käufer bestehen, damit lange und einsame Arbeitsstunden mit dem Gerät nicht zur seelischen Qual werden.

Bei Elektrogeräten sollte man unbedingt darauf achten, dass sie entweder das deutsche VDE- oder das österreichische ÖVE- Zeichen tragen. Diese Auszeichnungen garantieren die elektronische Sicherheit des Geräts. Bei Benzingeräten sollten sie unbedingt auf das GS-Zeichen achten, welches für geprüfte mechanische Sicherheit steht. Das europäische CE-Zeichen ist dagegen kein Garant für Qualität.

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Korbinian Rausch am 23. September 2009 in Gartenarbeit

Laubblaskapelle auf der Herbstbühne

Seit einigen Jahren rücken nicht nur die städtischen Bauhöfe im Herbst mit Laubgebläsen an, sondern auch immer mehr Privatpersonen pusten in ihrem Garten die abgefallenen Blätter per Druckluft auf einen Haufen oder einfach nur wild in der Gegend herum. Dass viele dieser Geräte mindestens so viel Lärm machen wie die Mopeds auf dem Weg in die Disko (inzwischen gelten strengere Auflagen, aber durchdringend bleibt das Geräusch dennoch), sorgt dabei nicht selten für Unmut in der Nachbarschaft. Wenn dann noch der Eindruck entsteht, dass das Laub einfach nur in Aufruhr versetzt oder auf das Nachbargrundstück geblasen wird, ist es mit dem Frieden natürlich ganz vorbei.

Wenn man’s denn kann, stellen die Geräte eine Arbeitserleichterung dar oder sind, ähnlich wie ein fahrbarer Rasenmäher, zumindest cooler als die manuelle Alternative und das richtige Geschenk für einen Midlife-gebeutelten Mann. Jedenfalls scheint der Laubbläser cooler als der blöde alte Rechen – eine Runde Ghostbusters im Garten hebt die Herbstlaune.

Für die Kommunen sind die Geräte insofern attraktiv, als sie viel billiger sind als die Strassenreinigung per Hand machen zu lassen. Die klammen Stadtkämmerer freut’s.

Wenn schon, dann aber bitte elektrisch – Dieselbetriebene Laubgebläse (und wenn wir schon dabei sind auch benzinbetriebene Rasenmäher) sind angesichts der heute zur Verfügung stehenden batteriebetriebenen Alternativen ein Vergehen an der Natur. Sonst bläst man von moderner Katalysatorentechnik weitgehend unbeeindruckt CO² herum, dass es ein wahrer Horror ist. Dass der Benutzer des Geräts stundenlang in den Abgasen watet, wird auch seiner Gesundheit nicht bekommen.  Akkugeräte mit Elektroantrieb sind also das mindeste für ein sauberes Gewissen – Rücksicht bei der Zeitplanung sowieso.

Ein Aspekt sollte noch angeschnitten werden: Wenn man’s mit dem Laubblasen (oder Laubsaugen) übertreibt, zerstört man auch noch die Lebensgrundlage bzw. den Unterschlupf vieler für die Bodenökologie wichtiger Käfer und Insekten (oder bläst ihnen gleich direkt das Licht aus). Außerdem gibt das Herbstlaub als natürlicher Dünger ja eigentlich dem Boden das zurück, was ihm der Baum über das Jahr entzogen hat.

Freilich: Auf der Strasse und dem Bürgersteig ist feuchtes Laub eine Rutsch- und Stolperfalle und sollte bei Bedarf beseitigt werden, die Hartnäckigkeit aber, mit der jedes Fitzelchen Rasen von der anscheinend für manche Augen irritierenden Anwesenheit von Blättern (als Salonpsychoanalytiker fragt man sich: Liegt es am Wunsch, den Gedanken an den Tod zu verdrängen?) gesäubert werden muss, will mir nicht in den Kopf. Eine zu dicke Laubdecke kann Rasen zwar ersticken, aber um das zu verhindern, reicht grobes Zusammenrechen oder die Zerkleinerung der Blätter im Verlauf des normalen Rasenmähens vollkommen aus. Nur der Ehrgeiz, bis zum letzten kleinen Blättchen alle zu entfernen, treibt eine unnötige Energieverschwendung an. Eine in Comicstrips und Sketchshows beliebte Situation ist ja gerade dieses eine hartnäckige Blatt, das dem Antihelden beim Laubzusammenrechen den letzten Nerv tötet weil er es nicht kleinkriegt. An sich schon eine Art Humor (gern mit Konservenlachern) zum Schaudern, aber noch gruseliger, wenn einem dergleichen in der realen Welt begegnet.

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Gotthilf Rausch am 17. September 2009 in Gartenarbeit, Jahreszeiten

Schneiden, schneiden,schneiden – oder was sonst noch im Herbst zu tun ist!

Es ist so weit: Der Herbst steht vor der Tür und alle sprechen immer nur vom Ernten!

Herbstimpressionen
Dabei fällt im Garten jetzt noch so mancherlei andere Arbeit an:

  • verblühte Blüten an Stauden und Rosen ausputzen, denn noch bilden sich reichlich neue Blüten solange es warm bleibt.
  • ein letztes Mal Hecken und Formschnitt-Gehölze wie Buchsbaum schneiden
  • beste Pflanzzeit für Stauden und Gehölze
  • ab Ende September können die ersten Blumenzwiebeln für den Frühling in den Boden gebracht werden
  • Beerensträucher wie Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren schneiden
  • Balkon- und Kübelpflanzen auf die Überwinterung vorbereiten beziehungsweise bei den ersten kalten Nächten vor Frost durch Abdecken mit Noppenfolie schützen
  • Das zweite Mähen der Blumenwiese steht an
  • letzte Möglichkeit für Neuanlagen von Rasenflächen

Eines wird dabei klar! Der eingefleischte Hobbygärtner nimmt jetzt Urlaub, um aller Aufgaben Herr zu werden.


Astscheren bei Plamundo
Gartenscheren im Plamundo Gartenshop




Zwei sehr interessante Internetseiten, die sich mit oben beschriebenen Themen ausführlich auseinandersetzen und die ich wärmstens empfehlen möchte, wären.

  1. Gartenscheren.net : Informiert ausführlich rund um das Thema Gartenscheren und damit über sämtliche Schnittarbeiten, die so im privaten Garten anfallen können. Vom aufwendigen Rosenschnitt, zum Form- oder Obstgehölzschnitt. Kaum ein Thema das Schneiden von Pflanzen betreffend wird ausgelassen. Dazu noch ein nettes Bild einer unkonventionellen Idee zum Thema Formschnitt:Buchs-Bank
    Gesehen im “Weißen Garten” in Sissinghurst Castle , Grafschaft Kent (England), dem ehemals  privaten Garten der Schriftstellerin und Gartenkennerin Vita Sackville-West und Ihrem Mann Harold Nicolson.
    Nebenbei ist diese Parkanlage ein “Muß” für jeden Gartenliebhaber. Mich persönlich hat sie sehr inspiriert und die Buchsbaum-Gartenbank wächst langsam in meinem Garten in die richtige Form.

  2. Jahreszeiten-garten.de : Eine Gartenseite, die ausführlich über die Gartenarbeit je nach Jahreszeit informiert.
    Hagebutten
    Die Seite ist zwar noch im Aufbau, aber trotzdem schon recht informativ und vielversprechend.
    Es lohnt sich einen Bick zu wagen und ein bißchen zu stöbern!

Ferienzeit ist Gartenzeit !!
– …aber keine Zeit für Faulpelze!!!

Für den passionierten Hobby-Gärtner gibt es nichts besseres als den langersehnten Sommerferienbeginn! Endlich Zeit für Gartenarbeit! Diese Species von Menschen wird man nun für einige Wochen  Tag und Nacht in ihrem Garten antreffen, denn dort gibt es jetzt auch viel zu tun.

Alles sprießt und schießt. Das bedeutet auf die Knie und Unkraut jäten, aber auch ein letztes Mal für Nahrung sorgen. Vor allem Gemüse, die viel Blattmasse, Knollen oder Früchte produzieren wie Tomaten, Gurken, Lauch,  Sellerie und Kohlsorten wollen noch gedüngt werden. Wer sein Gemüse biologisch ziehen möchte, kann dieses mit Brennesseljauche tun.

Die Sommerferien sind aber auch die Zeit der Ernte und was kann es Schöneres geben?!

Jeden Tag kann ausgewählt werden, was frisch auf den Tisch kommt. Meistens kann man jedoch garnicht soviel essen wie vorhanden ist und nachwächst. Deswegen lohnt es sich einen Wintervorrat anzulegen. Viele Gemüse und Früchte können gut eingelagert werden wie Äpfel, Kartoffeln, Wurzelgemüse und Kohl. Andere müssen erst haltbar gemacht. Dies ist bei vielem Obst und Gemüse ganz einfach und sehr lecker möglich durch Einkochen, Dörren oder Einfrieren.

Für das Einkochen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • süße Marmelade einkochen
  • würzige und exotische Chutneys kochen
  • Liköre und Weine ansetzen
  • in Essig oder Salz einlegen
  • als Fruchtsaft konservieren

Dem Kreativem sind in dem Bereich keine Grenzen gesetzt, denn viele Früchte lassen sich wunderbar miteinander kombinieren und beim Einkochen kommen einem immer wieder neue Ideen, die man ausprobieren möchte. Ich persönlich bin dann immer voller Vorfreude auf die kulinarischen Genüsse, die später im Winter auf mich warten.
Über all diese anfallenden Arbeiten ab der Ernte wie das richtige Einlagern von Gemüse und Konservieren gibt es eine sehr informative und ausführliche neue Webseite, auf die ich zu guter Letzt noch hinweisen möchte: www.pflanzen-ueberwintern.de

Im Garten starten die Pilze dieses Jahr zum Großangriff

Bedingt durch die ungewöhnlich vielen und starken Regenfälle in diesem Frühsommer kombiniert mit den angenehmen, warmen Temperaturen ensteht vielerorts in Deutschland schon seit einigen Wochen ein feucht-warmes Klima. Ideale Vorraussetzungen für das Wachsen und Gedeihen von üppigen Pilzkulturen. Dies mag paradiesische Ernten für den passionierten Pilze-Sammler versprechen – dem Hobbygärtner beschert es jedoch das große Fürchten vor dem Großangriff der Pilzkulturen im Garten


sommerblumen
Sommerblume

Welche Gefahren drohen also bei dieser Witterung?

Man sollte seine Feinde kennen, um dann strategisch korrekt reagieren zu können und um im Endeffekt zu den richtigen Waffen zu greifen.



Mittel gegen Pilzbefall / Fungizid im Shop


Daher nun eine kurze Auflistung, der Plagen, die dieses Klima lieben:

  1. Die Kraut- und Knollenfäule beziehungsweise Braunfäule befällt in erster Linie Kartoffeln und Tomaten. Der unterschiedliche Name bezieht sich dann jeweils auf das Schadbild, das dieser Pilz (Phytophthora infestans) jeweils hervorruft. Bei Tomaten zeigen sich zunächst braune Flecken auf dem Laub. Infolge dessen rollen sich die Blätter ein, trocknen und sterben ab. Auch die Stengel und Früchte werden infiziert. Tomaten erhalten zunächst gelbe Flecken, die sich später braun färben, einsinken und meistens noch an der Pflanze zu faulen anfangen. Spätstens jedoch ein paar Tage nach der Ernte.Das Schadbild bei Kartoffeln ist ähnlich: Die Blattränder färben sich braun und beginnen zu faulen. Das Blatt trocknet bei größerer Ausbreitung und stirbt ab. Ähnliches ist an den Stengln zu beobachten. Auch die Knollen werden angegriffen und entwickeln dadurch eingesunkene, bleigraue Flecken, unter denen sich das Speichergewebe rötlichbraun verfärbt. Diese trockenen Stellen sind hervorragende Eintrittspforten für weitere Fäulniserreger, die der Kartoffel dann entgültig den garaus bereiten.
  2. Grauschimmelpilze erkennt man sehr deutlich an dem grauen Schimmel auf Blättern und auch anderen Pflanzenteilen. Er schädigt vor allem Erdbeeren, Trauben, Tomaten,Gurken, Salat und Bohnen. Ursache für dieses unschöne Erscheinungsbild ist der Botrytis-Pilz, der bei entsprechenden klimatischen Bedingungen die Schwachstellen der Pflanzen belagert und sich dort ausbreitet.
  3. Echter- und Falscher Mehltau geht nicht auf einen Pilz zurück, sondern auf unterschiedliche jeweils auf einzelne Pflanzen spezialisierte Pilze, die allerdings ein ähnliches Schadbild hervorrufen. Echter Mehltau überzieht die Blattoberseiten und auch andere Pflanzenteile mit einem weißen Belag. Er ist der Pilz, der sich eher bei schöner Wetterlage ausbreitet. Dahingegen ist der Falsche Mehltau der Pilzbefall, der vor allem bei feucht-warmem Klima auftritt. Diese Pilze befallen eher die Blattunterseiten mit weißem Belag und rufen auf den Blattoberseiten gelblich, bräunlich oder auch rötlich verfärbte Flecken hervor. Insgesamt schädigt der Falsche Mehltau die Pflanzen nachhaltiger.

Welche Maßnahmen kann man gegen Pilzbefall ergreifen?

Grundsätzlich sind einige wichtige Richtlinien für einen gesunden Garten zu beachten, um den Pflanzen möglichst optimale Lebensbedingungen zu schaffen. Ein gesunder und kräftiger Pflanzenbestand bietet wenig Angriffsfläche für Pilze. Dieses läßt sich erreichen durch die Beachtung der Boden- und Klimaverhältnisse. Nicht jede Pflanze kann überall gut leben. Einige vertragen keinen Wind, andere keine lange Trockenperiode, etc.. Sowohl Nährstoffmangel wie auch -überschuss schwächen eine Pflanze genauso wie Umweltschadstoffe in Luft, Wasser und Boden. Diese Faktoren lassen sich leider häufig nicht so einfach beeinflussen. Genauso wichtig sind aber richtige Pflanzabstände, richtiges gießen und düngen, Einsatz von Mischkulturen und immer wieder der Versuch, ein ökologisches Gleichgewicht im Garten herzustellen und zu erhalten.

Speziell bei Pilzbefall gilt es möglichst alle befallenen Pflanzenteile zu entfernen und zu vernichten. Wenn möglich resistentes Saatgut verwenden. Beim Gießen darauf achten, nicht von oben auf die Pflanze zu gießen, sondern ganz gezielt im Wurzelbereich. Zu viel Stickstoffdüngung vermeiden.

Ergänzend gibt es natürlich die ein oder anderen biologischen Mittel, die man sowohl vorbeugend zur Pflanzenstärkung als auch im Notfall zur Bekämpfung von Pilzbefall einsetzen kann:

  • Zur Pflanzenstärkung regelmäßig mit Schachtelhalmbrühe oder Knoblauchtee spritzen. Die Blätter mit Steinmehl bestäuben. Blattstärkende Mittel spritzen wie beispielsweise Brennessel-Brühe oder Algen-Extrakte.
  • Bei Kraut- und Braunfäule möglichst Kartoffeln und Tomaten so weit wie möglich von einander entfernt Pflanzen, da der Wind die Pilzsporen von den Kartoffeln zu den Tomaten trägt und diese dadurch infiziert. Tomaten unbedingt vor Nässe von oben schützen durch Überdachung oder Anpflanzung im Gewächshaus statt im Freiland. Vorbeugend regelmäßig mit Magermilch besprühen sowie bei Befall mit Schachtelhalmbrühe oder Knoblauchtee. Wichtigste Maßnahme: Alle befallenen Pflanzenteile vernichten! Gleiches gilt für Kartoffeln
  • Gegen Grauschimmel helfen die allgemeinen Empfehlungen. Unbedingt zu beachten sind die richtigen Standorte für die Pflanzen sowie gute Belüftung.
  • Auch bei Echtem- und Falschem Mehltau gelten die zuvor genannten allgemeinen Empfehlungen. Außerdem gibt es von der Firma Schacht ein neues Sortiment an biologischen Spritzmitteln, das sehr zu empfehlen ist.

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All die Pflanzenbrühen und -jauchen lassen sich hervorragend selber herstellen, indem man die entsprechenden Pflanzen dafür sammelt und sie jeweils mit Wasser ansetzt oder überbrüht. Wer keinen Zugang zum Sammeln oder gar Selberherstellen hat, dem seien die beiden Firmen Schacht und Ludwig Engelhart genannt, die über ein sehr umfangreiches Sortiment an Kräutern und fertigen Lösungen verfügen. Sehr zu empfehlen ist z.B. der Ackerschachtelhalm Extrakt weiterlesen »

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Berta Rausch am 14. Juli 2009 in Gartenarbeit, Schädlingsbekämpfung