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	<title>Gartenrausch &#187; Brauchtum &amp; Rituale</title>
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	<description>Lobelie im Schatten mit Diamanten</description>
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		<title>Zweige als Orakel f&#252;r W&#252;nsche &amp; Liebe, die Andreas-Zweige</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 14:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brauchtum & Rituale]]></category>
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		<description><![CDATA[Sehr &#228;hnlich wie die Barabarazweige im Advent funktionieren auch die sogenannten Andreaszweige. Diese gehen zur&#252;ck auf einen alten Brauch, der im Zusammenhang steht mit dem heiligen St. Andreas. Der kirchliche Gedenktag f&#252;r den Heiligen ist in jedem Jahr der 30. November.Bringen wir mal etwas Licht in die Hintergr&#252;nde zu diesem Brauch: Wer war der Heilige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float:right;margin-left:25px;margin-right:5px;margin-bottom:10px;width:350px;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.492.jpg" alt="wei&#223;e Bl&#252;ten" />Sehr &#228;hnlich wie die Barabarazweige im Advent funktionieren auch die sogenannten Andreaszweige.<br/> Diese gehen zur&#252;ck auf einen alten Brauch, der im Zusammenhang steht mit dem heiligen St. Andreas. Der kirchliche Gedenktag f&#252;r den Heiligen  ist in jedem Jahr der 30. November.<br/>Bringen wir mal etwas Licht in die Hintergr&#252;nde zu diesem Brauch:</p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Wer war der Heilige Andreas ?</span></h2>
<p>St. Andreas war einer der zw&#246;lf Apostel. Zusammen mit seinem noch ber&#252;hmteren Bruder Simon Petrus reihten sich die beiden Fischer am See Gennesaret in die Schar der J&#252;nger Jesu ein. Andreas war wohl tats&#228;chlich erst ein Anh&#228;nger von Johannes dem T&#228;ufer und wurde der erste J&#252;nger von Jesus. Er war wohl anwesend im Kreise der Zw&#246;lf beim Abendmahl in Jerusalem, bei der Himmelfahrt und an Pfingsten. Ansonsten wird er nicht erw&#228;hnt. Erst nach der Auferstehung Christi  &#252;bernimmt er eine sehr wichtige Rolle bei  der Verbreitung des christlichen Glaubens. Laut &#220;berlieferung predigte Andreas den christlichen Glauben in Epirus, Kappadokien, Skythien, Thrazien, Makedonien und Achaia sowie angeblich sogar in Ostanatolien und in Georgien.<br/><br />
W&#228;hrend dieser Reisen vollbrachte er so manche Wunder, Heilungen und Erweckungen. Sein letztes Wunder war wohl die Heilung von Maximilla, der Frau des Statthalters von Patras und bekehrte sie zum Christentum. Der Statthalter selbst lie&#223; sich jedoch nicht &#252;berzeugen und verurteilte Andreas statt dessen zu Folter und einem langsamen Tod. Man kreuzigte den Apostel an einem X-f&#246;rmigen Kreuz, dem nach ihm benannten Andreas-Kreuz, das wir heutzutage an jedem Bahn&#252;bergang zu Gesicht bekommen. Nach zwei qualvollen Tagen, die der Heilige predigend am Kreuz h&#228;ngend verbrachte, starb er am 30. November 60 (?) in Griechenland. Der Statthalter selbst verfiel in Folge seiner Tat dem Wahnsinn und starb ebenfalls.<br/><br />
St. Andreas ist als Heiliger also nicht nur bedeutend f&#252;r die r&#246;misch-katholische Kirche, sondern wird auch ganz besonders verehrt in der orthodoxen Kirche. Er gilt als Schutzpatron der Fischer und Fischh&#228;ndler, Bergleute, Seiler, Metzger und Wassertr&#228;ger; f&#252;r Ehevermittlung, Ehegl&#252;ck und Kindersegen; gegen Gicht, Halsweh, Kr&#228;mpfe und Rotlauf (&#8220;Andreaskrankheit&#8221;). Desweiteren ist er der Schutzpatron von Russland, Schottland, Spanien, Griechenland, Sizilien, Nieder&#246;sterreich, Burgund und der Achaia in Griechenland; von Neapel, Ravenna, Brescia, Amalfi, Mantua, Bordeaux, Br&#252;gge und Patras. All diese L&#228;nder und St&#228;dte stehen in Zusammenhang mit seiner Wanderschaft oder mit Reliquien, die auf unterschiedlichste Art und Weise an diese Orte gelangten.<br/><br />
Aus diesen Geschichten und Legenden entstanden &#252;ber die Jahrhunderte nat&#252;rlich viele Br&#228;uche und Rituale, die vor allem in der sogenannten Andreasnacht (der Nacht zum 30. November) zur Anwendung kommen und die durchaus  von Interesse sind f&#252;r G&#228;rtner und Pflanzenfreunde.<br/></p>
<h2><span style="color: #ff6600;">Das Brauchtum der Andreasnacht:</span></h2>
<p>Die Andreasnacht geh&#246;rt zu den Losn&#228;chten genauso wie die Wintersonnenwende am 20./21.12 und Sylvester am 31.12./01.01. sowie noch einige andere N&#228;chte.  Solche N&#228;chte sind besonders daf&#252;r geeignet, die Zukunft vorauszusagen. Das Wort Los kommt in diesem Fall von dem deutschen Wort losen mit der Bedeutung vorhersagen, prophezeien.<br/> Die Br&#228;uche der Johannisnacht haben in den meisten F&#228;llen mit einem Orakel zu tun, welches einem M&#228;dchen den zuk&#252;nftigen Ehemann prophezeit.<br/><br />
<strong>Folgende Orakel sind da bekannt:</strong></p>
<ul>
<li>Die logischste Variante: Das M&#228;dchen trinkt vor dem zu Bett Gehen zwei Becher Wein und wird dann von ihrem zuk&#252;nftigen Ehemann tr&#228;umen.</li>
<li>Die einfachste Variante: Das heiratswillige M&#228;dchen schaut in dieser Nacht in den Spiegel und kann darin den zuk&#252;nftigen Ehemann sehen.</li>
<li>Die merkw&#252;rdigen Varianten:<br/>1.) Das M&#228;dchen zieht um Mitternacht aus einem Holzstapel schweigend einen Holzscheit heraus. Ist dieser gerade, so bekommt es einen jungen und starken Ehemann. W&#228;hlt es jedoch einen krummen Holzscheit, so wird auch der Ehemann krumm und alt.<br/>2.) Das M&#228;dchen wirft seinen linken Pantoffel &#252;ber die Schulter in Richtung der T&#252;r. Wenn der Schuh mit der Spitze zur T&#252;r zeigt, so wird das M&#228;dchen innerhalb eines Jahres heiraten.<br/>	3.)Das M&#228;dchen muss von einer Witwe beiderseits schweigend einen Apfel geschenkt bekommen, dessen eine H&#228;lfte sie vor und die andere nach Mitternacht i&#223;t. Alsdann wird sie von ihrem zuk&#252;nftigen Ehemann tr&#228;umen.</li>
</ul>
<p><br/>Br&#228;uche dieser Art lassen sich noch endlos hinzuf&#252;gen, da sie oft regional voneinander abweichen. Bekannt ist in dem Zusammenhang vielerorts auch noch das Andreasgebet, eine Art Heiratsbeschw&#246;rung, die gesprochen wird. Anschlie&#223;end soll sich der oder die zuk&#252;nftige im Spiegel oder im Feuerschein zeigen, denn nicht nur die M&#228;dchen benutzten die wertvolle Vorausschau in dieser Nacht.<br/><br />
Abgesehen von den Heiratsorakeln gibt es den sch&#246;nen Brauch der <strong>Andreasreiser</strong>:<br />
Man schneidet am Andreastag um 6, 9 oder 12 Uhr Zweige von sechs oder neun verschiedenen B&#228;umen oder Str&#228;uchern. W&#228;hrend dieser Arbeit darf nicht gesprochen werden und niemand sollte einen dabei beobachten. W&#228;hlen Sie drei der Zweige aus und umwinden Sie diese jeweils mit einem farbigen Band. Alle Zweige kommen zusammen in eine Vase. Die drei beb&#228;nderten Zweige symbolisieren jeweils einen Wunsch. Wenn die entsprechenden Zweige an Weihnachten bl&#252;hen, dann geht der Wunsch im n&#228;chsten Jahr in Erf&#252;llung.<br/><br />
In manchen Regionen laufen Kinder am Andreastag von T&#252;r zu T&#252;r, sagen einen Spruch auf und erhalten daf&#252;r eine S&#252;&#223;igkeit &#228;hnlich wie mancherorts an Halloween oder an Sylvester das Rummelpott-Laufen.<br/><br />
Zum Schluss noch ein Hinweis zum Bauern-Kalender, denn auch die Bauern nutzten den Andreastag zur Vorausschau auf das kommende Wetter und die daraus resultierende Ernte mit folgenden <strong>Bauernregeln</strong>:</p>
<ul>
<li>
<blockquote>&#8220;Schau in der Andreasnacht, / was f&#252;r Gesicht das Wetter macht:<br />
So wie es ausschaut, glaub&#8217;s f&#252;rwahr, / bringt&#8217;s gutes oder schlechtes Jahr.&#8221; </p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote>&#8220;H&#228;lt St.Andr&#228; den Schnee zur&#252;ck, / so schenkt er reiches Saatengl&#252;ck.&#8221; </p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote>&#8220;Wirft herab Andreas Schnee, / tut&#8217;s dem Korn und Weizen weh.&#8221; </p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote>&#8220;Andreasschnee / tut den Saaten weh.&#8221; </p></blockquote>
</li>
</ul>
<p><br clear="all"/></p>
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		<title>R&#252;ckbesinnung auf ein altes Bed&#252;rfnis des Menschen &#8211; das Leben mit der Natur</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 14:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gotthilf Rausch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mensch & Natur]]></category>

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		<description><![CDATA[T&#228;usche ich mich, oder mehren sich in den letzten Monaten die Beitr&#228;ge in den Medien, die indirekt und manchmal auch ganz deutlich davon sprechen, dass bei all dem Fortschritt und der Technisierung unserer Welt, die Sehnsucht des Menschen nach der Natur w&#228;chst? Wachsen ist m&#246;glicherweise das verkehrte Wort, denn es entsteht vielmehr der Eindruck als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>T&#228;usche ich mich, oder mehren sich in den letzten Monaten die Beitr&#228;ge in den Medien, die indirekt und manchmal auch ganz deutlich davon sprechen, dass bei all dem Fortschritt und der Technisierung unserer Welt, die Sehnsucht des Menschen nach der Natur w&#228;chst? Wachsen ist m&#246;glicherweise das verkehrte Wort, denn es entsteht vielmehr der Eindruck als ob diese Sehnsucht ein starkes Grundbed&#252;rfnis w&#228;re, das sich nun endlich wieder Raum schafft in unserer westlichen Welt.<br />
<br/><br />
Auff&#228;llig sind die Berichte in Fernsehen, Zeitungen und Internet &#252;ber vehemente Proteste in der Bev&#246;lkerung gegen die Zerst&#246;rung des letzten Gr&#252;ns in Gro&#223;st&#228;dten, &#252;ber Menschen, die in der Gro&#223;stadt sehr erfinderisch werden, um eigenes Gem&#252;se anbauen zu k&#246;nnen und &#252;ber Aktivisten, die durch die St&#228;dte laufen und auf jedem freien Fleckchen Samen von Pflanzen verstreuen  in der Hoffnung, die Stadt wieder lebenswerter und &#8220;nat&#252;rlicher&#8221; zu machen. Alles Projekte, die sich unter dem Begriff Guerilla-Gardening zusammenfassen lassen.<br />
<br/><br />
<img style="float:left;margin-right:25px;margin-bottom:10px;width:300px;" src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Gew%C3%A4chshaus%20084.jpg" alt="Sonnenblumen" />Alle diese Berichte zeigen in meinen Augen eines ganz genau: Der Mensch braucht die Natur in seiner direkten N&#228;he, um gesund leben zu k&#246;nnen und diese Tatsache muss kein Widerspruch sein zum Leben in einer modernen Gro&#223;stadt. Der Platz ist zwar &#228;u&#223;erst begrenzt, aber die Not macht erfinderisch. H&#228;&#223;liche Verkehrsinseln, vernachl&#228;ssigte Parkanlagen und vollgekackte Baumscheiben werden zu Sonnenblumenfeldern und Gem&#252;sebeeten. Man nutzt brachliegende Grundst&#252;cke und gestaltet daraus Stadtteilg&#228;rten, in denen die benachbart wohnenden Menschen ihr eigenes Gem&#252;se und K&#252;chenkr&#228;uter anbauen k&#246;nnen. Ein netter Nebeneffekt: Man lernt seine Nachbarn kennen und es versch&#246;nert unansehnliche Orte ungemein.<br/><br />
So betrachtet sieht diese sogenannte &#8220;R&#252;ckbesinnung zur Natur&#8221; nach einer Mode-Erscheinung aus, die m&#246;glicherweise in wenigen Jahren wieder von der Bildfl&#228;che verschwunden ist und nur ein nettes Hobby dargestellt hat. Schaut man aber genauer hin, so kann man noch ganz andere Unterstr&#246;mungen wahrnehmen und diese Zwischent&#246;ne spielen eine ganz andere klare Melodie: Arme Menschen werden immer &#228;rmer. Frisches Obst und Gem&#252;se ist auf einmal unerschwinglich, wenn man seinen Job verloren hat und die Aussicht auf einen neuen ind en Sternen steht. Viele der illegalen G&#228;rten in Barcelona entstanden, weil arbeitslose &#228;ltere Menschen aus der Not heraus begannen, ihr Gem&#252;se auf fremden Grund anzubauen. Der gute Nebeneffekt des &#8220;Besch&#228;ftigtseins&#8221; machte die Runde. K&#246;rperliche Arbeit draussen und in Gemeinschaft zum Zwecke der Selbstversorgung ist eine gute Therapie, wenn einen die Gesellschaft scheinbar nicht mehr will, weil man durch einen J&#252;ngeren ersetzt wurde oder der Stellenabbau h&#228;ufig zuerst die &#228;lteren Menschen trifft.<br/><br />
externe Links :<br />
&#8212;><a href="http://www.zeit.de/online/2008/38/guerrila-gardening?page=1" target="new">Guerilla-Gardening</a> kritisch von der Zeit beleuchtet.<br />
&#8212;><a href="http://www.urbanacker.net/" target="new">Urbanacker.net</a> eine Plattform f&#252;r Menschen, die aktiv g&#228;rtnern wollen in Gro&#223;st&#228;dten in Deutschland mit vielen guten Informationen und Adressen zu diesem Thema<br />
<br/><br />
Sieht man sich die Links etwas genauer an, so wird man feststellen, dass diese Garten-Bewegung keine Neuerfindung der letzten zwei Jahre ist, sondern schon viel weiter zur&#252;ckreicht. Erstaunlicherweise ist dieses Thema jetzt dann aber doch auch bei den Gartenbedarfs-Anbietern gelandet, die neuerdings Produkte zu diesem Thema auf den Markt bringen. Die englische Firma Burgon &#038; Ball Ltd., die schon seit 1730 existiert, hat sich mit der ebenso alteingesessenen und renomierten Royal Horticultural Society zusammengetan und ein System entwickelt, mit dem man einen kleinen Gem&#252;segarten anlegen kann auf nur 10 m² Fl&#228;che, der zwei Erwachsene t&#228;glich mit frischem Obst und Gem&#252;se versorgen kann. Dieses System besteht aus Pflanzbeuteln, die wie Hochbeete jederzeit und &#252;berall auf die Erde gestellt werden k&#246;nnen. Man bef&#252;llt sie mit entsprechender Erde und kann sofort mit der Aussaat beginnen. Dazu wird ein fertiger Pflanzplan angeboten, mit dessen Hilfe das Projekt tats&#228;chlich auch f&#252;r unge&#252;bte G&#228;rtner sofort gelingen kann. Eine geniale Idee, &#252;ber die ich auf folgender Seite gesto&#223;en  bin in einem Artikel &#252;ber dieses Produkt.<br/><br />
externer Link:<br />
&#8211;><a href="http://blog.plamundo.de/2010/endlich-auch-auf-plamundo-eine-auswahl-der-hervorragenden-gartenprodukte-von-burgon-ball/" target="new">Blog.Plamundo.de</a><br />
<br clear="all"/></p>
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		<title>21.Juni &#8211; langersehnter Sommeranfang:  Mitsommernacht, Sommersonnenwende, St. Johannes-Nacht</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 09:31:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Besonders in diesem Jahr mit seinem langen Winter und extrem kalten Fr&#252;hling ist er besonders sehnlichst erwartet: Der Sommer!! Auf der n&#246;rdlichen Hemisph&#228;re beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende am 21.Juni eines jeden Jahres. Dies ist der Tag mit dem l&#228;ngsten Tag und der k&#252;rzesten Nacht. Die Sonne steht direkt &#252;ber dem n&#246;rdlichen Polarkreis und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Besonders in diesem Jahr mit seinem langen Winter und extrem kalten Fr&#252;hling ist er besonders sehnlichst erwartet:<br />
<h3><span style="color: #ff6600;">Der Sommer!!</span></h3>
<p>Auf der n&#246;rdlichen Hemisph&#228;re beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende am 21.Juni eines jeden Jahres. Dies ist der Tag mit dem l&#228;ngsten Tag und der k&#252;rzesten Nacht. Die Sonne steht direkt &#252;ber dem n&#246;rdlichen Polarkreis und hat damit ihren n&#246;rdlichsten Punkt erreicht bevor sie sich wieder auf die Reise begiebt in Richtung &#196;quator.<br/>Direkt am n&#246;rdlichen Polarkreis geht an diesem Tag die Sonne garnicht unter.Man nennt dort diesen Tag auch Polartag. Die sogenannte Mitternachtssonne sinkt herab auf den Horizont und steigt wieder auf, statt wie normalerweise am Horizont unterzugehen. Es wird also nie richtig dunkel, weswegen dieses Ph&#228;nomen auch als &#8220;Wei&#223;e Nacht&#8221; bekannt ist.<br/></p>
<div align="center"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/DSCN2517.JPG" style="width:350px;" alt="Sonnenuntergang"/></div>
<p> Je n&#246;rdlicher man sich vom n&#246;rdlichen Polarkreis aus gesehen begibt desto mehr &#8220;Wei&#223;e N&#228;chte&#8221; kann man im Polargebiet erleben. Dort wird es an einigen Orten oft wochenlang nicht richtig dunkel. Die Umkehrung findet nat&#252;rlich ebenso im Winter statt, in dem es genauso wochenlang nicht hell wird.<br/><br />
Diese starke Beeinflussung des Lebens durch die Sonne mit Helligkeit und Dunkelheit erkl&#228;rt, warum die Sommersonnenwende als Fest an Bedeutung zunimmt je n&#246;rdlicher man lebt. In Skandinavien, dem Baltikum und Finnland ist dieses Fest deswegen ein sehr bedeutender Feiertag, der teilweise gleichzusetzen ist mit unserem Weihnachtsfest.<br/></p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Geschichte und Mythos der Sommersonnenwende </span></h3>
<p>Die Sommersonnenwende ist ein sehr altes Fest heidnischen Ursprungs wie alle Sonnenfeste, da der Mensch im Laufe seiner Entwicklungsgeschichte schon immer in starker Abh&#228;ngigkeit vom Sonnenkreislauf stand. Da die Unterschiede zwischen Sommer und Winter im hohen Norden Europas am kontrastreichsten sind, hat das Fest vor allem seine Wurzeln in den keltischen und germanischen Traditionen.<br/><br />
Die Kelten feierten dieses Fest gleich mehrere Tage lang zu Ehren der Erdenmutter, da es sich um die sch&#246;nste Zeit im Jahr handelte, denn das Wetter war meist warm und angenehm und die Natur pr&#228;sentierte sich in ihrer ganzen Pracht und &#220;ppigkeit. Erstes Gem&#252;se war schon reif und die kommende Ernte im Wachsen. Man sagte auch die Erdg&#246;ttin sei gerade schwanger mit den Fr&#252;chten der Erde. Deswegen ist es nicht weiter verwunderlich, das die Festlichkeiten sehr lebendig, lustvoll und ekstatisch begangen wurden. Man tanzte trancegleich nackt und nur geschm&#252;ckt mit Blumen und gr&#252;nen Zweigen  n&#228;chtelang um lodernde Feuer und huldigte so der Fruchtbarkeit der Erde. Selbsgebrautes Starkbier mit aphrodisierenden und halluzinogenen Kr&#228;utern angereichert wurde getrunken, so dass nicht verwunderlich ist, dass die T&#228;nzer in wilde ekstatische T&#228;nze verfielen, die man sp&#228;ter in christlicher Zeit als Veits-Tanz bezeichnete. Alles in allem ein Fest also der &#252;bersch&#228;umenden  Freude, Lebendigkeit und Fruchtbarkeit, an dem der Mensch den G&#246;ttern nahe kommen konnte.<br/> Die Kr&#228;uter, die traditionell sowohl f&#252;r das Getr&#228;nk als auch f&#252;r den K&#246;rperschmuck verwendet wurden, sollen folgende sein:</p>
<ul>
<li>Johanniskraut (Hypericum perforatum)</li>
<li>Beifu&#223; (Artemisia vulgaris)</li>
<li>Eisenkraut (Verbena officinalis)</li>
<li>Kamille (Matricaria chamomilla)</li>
<li>Holunderbl&#252;ten (Sambucus nigra)</li>
<li>Schafgarbe (Achillea millefolium)</li>
<li>Gundelrebe (Glechoma hederacea)</li>
<li>Blutwurz (Potentilla erecta)</li>
<li>B&#228;rlapp (Lycopodium bisdepuratum)</li>
<li>Arnika (Arnica montana)</li>
<li>Ringelblume (Calendula officinalis)</li>
<li>K&#246;nigskerze (Verbascum in Arten)</li>
<li>K&#252;mmel (Carum carvi)</li>
</ul>
<p>Andere Kulturen wie beispielsweise die germanische verehrten an diesem Tag mehr den Sonnengott oder zum Teil auch die Sonneng&#246;ttin, die an diesem Tag h&#228;ufig durch K&#246;pfen rituell ermordet werden, um in eine andere Daseinsform &#252;berzugehen oder anders ausgedr&#252;ckt der Gott der Jahreszeiten stirbt auf dem H&#246;hepunkt seiner Macht und der Kreislauf kann neu beginnen.<br/><br />
Mit der Christianisierung Europas waren die heidnischen und wilden Gebr&#228;uche nicht mehr geduldet. Da Johannes der T&#228;ufer aber an einem 24,Juni geboren wurde, verwendete man Bestanteile des urspr&#252;nglichen Sonnenwendfestes, um ein neues christliches Fest zu begr&#252;nden, dass die heidnischen Rituale verdr&#228;ngen sollte.   Erhalten geblieben ist seit Urzeiten das Feuer, das in unserem Kulturraum eher als Johanni-Feuer bekannt ist. Dieses wird traditionell auf hohen Bergen entz&#252;ndet zum einen als Symbol f&#252;rdie Sonne stellvertretend f&#252;r Christus und zum anderen als Schutzfeuer, das b&#246;se D&#228;monen, Krankheiten, mi&#223;gebildete Kinder und Hagelschaden fern halten soll. Zu diesem Zweck verbrannte man vielerorts symbolisch Strohpuppen im Feuer.<br/><br />
W&#228;hrend der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland hat man sich einiger alter germanischer Gebr&#228;uche bedient und diese mi&#223;braucht, indem die Sonnenwendfeste zu offiziellen Feiertagen erhoben und mit den Ideologien des Nationalsoziolismus gespickt wurden. Deswegen ruft das Sonnenwendfest noch oft einen bitteren Beigeschmack bei vielen Menschen hervor und hat oft einen schlechten Ruf.<br/> </p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Sommersonnenwende heute</span></h3>
<p>Was bleibt also &#252;brig von diesem alten Brauchtum? Der l&#228;ngste Tag im Jahr ist auch heute noch ein wirklich guter Grund zum Feiern, auch wenn ein bi&#223;chen Wehmut mitspielt, da klar ist, dass die N&#228;chte ab dann wieder l&#228;nger werden und einen ersten Hauch des Winters ank&#252;ndigen. Umso dringender mu&#223; die kurze Zeit des unbeschwerten Sommers genossen werden.<br/><br />
Geblieben ist unausweichlich das Sch&#252;ren und Umtanzen eines Feuers als Element, dass in allen Kulturen wie ein roter Faden vorhanden ist. Geblieben ist auch das Anfertigen von Blumenschmuck aus Kr&#228;utern und gr&#252;nen Zweigen in unterschiedlichster Form, sei es als Johanniskrone oder schlicht als Kr&#228;nze im Haar der M&#228;dchen. Es gibt Orte, an denen spezielles Bier gebraut wird, doch meistens wird es wohl eher gekauft und reichlich konsumiert. Der schwedische Brauch, die ersten frischen Kartoffeln mit Hering, Sauerrahm und Schnittlauch zubereitet sowie als Nachtisch frische Erdbeeren mit Sahne zu reichen, durchweicht mancherorts die heimischen Gebr&#228;uche.<br/><br />
Eine weitere sch&#246;ne Tradition aus Schweden f&#252;r junge, unverheiratete M&#228;dchen ist das Sammeln von sieben verschiedenen Wildkr&#228;utern von sieben verschiedenen Wiesen in der Nacht der Sommersonnenwende. Diese werden unter das Kopfkissen gelegt. Hat man das Sammeln schweigend und in aller Stille vollzogen, so wird man in der Nacht von seinem zuk&#252;nftigen Ehemann tr&#228;umen. Das Geheimnis des Namens darf jedoch auf gar keinen Fall geteilt werden, sonst geht die Verbindung nicht in Erf&#252;llung.<br/><br />
<strong>Zu guter letzt noch ein Tip f&#252;r den G&#228;rtner:</strong><br />
Tats&#228;chlich sind die Tage rund um den Sommeranfang sehr gut geeignet f&#252;r das erste Ernten vieler Kr&#228;uter. Diese stehen zum Teil noch vor der Bl&#252;te und sind jetzt besonders stark angereichert mit wertvollen &#228;therischen &#214;len und anderen wichtigen Geschmacksstoffen.<br/> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rankger&#252;ste aus Weiden und andere kreative Objekte einfach selber machen</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 15:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gartenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gartengestaltung]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Weiden- beziehungsweise Korbflechten ist eine uralte Handwerkskunst. Man fand im Nahen Osten Reste eines Weidenkorbs, die auf ca. 10000 v. Chr. datiert wurden. Diese Zeitangabe entspricht etwa dem Neolithikum, ein Zeitalter, in dem der Mensch anfing sesshaft zu werden und Landwirtschaft und Viehzucht zu betreiben. Weidengeflechte wurden f&#252;r sehr viele verschiedene Zwecke eingesetzt wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Weiden- beziehungsweise Korbflechten ist eine uralte Handwerkskunst. Man fand im Nahen Osten Reste eines Weidenkorbs, die auf ca. 10000 v. Chr. datiert wurden.<br />
Diese Zeitangabe entspricht etwa dem Neolithikum, ein Zeitalter, in dem der Mensch anfing sesshaft zu werden und Landwirtschaft und Viehzucht zu betreiben.<br />
Weidengeflechte wurden f&#252;r sehr viele verschiedene Zwecke eingesetzt wie nat&#252;rlich als Gef&#228;&#223;e zum Aufbewahren und Transportieren ( Wein- und Holzkiepen), zum Einz&#228;unen von &#196;ckern und Viehweiden, als Fischreusen, als Bienenk&#246;rbe und nat&#252;rlich auch als M&#246;bel.</p>
<p>In den letzten Jahren findet eine deutliche R&#252;ckbesinnung auf diese Handwerkstradition statt. Vor allem im Gartenbereich fallen die zunehmenden Angebote an Weidenflechtkursen und die daraus resultierenden Ergebnisse in den Privatg&#228;rten auf in Form von Rankger&#252;sten f&#252;r Kletterpflanzen als auch einfach als Dekorationsobjekte.<br />
Wenn man die Augen offen h&#228;lt, entdeckt man auch immer h&#228;ufiger &#8220;lebendige Gartenz&#228;une&#8221; aus wachsenden Weidenruten sowie Weidenh&#252;tten-und -tunnel als Spielpl&#228;tze f&#252;r Kinder.<br />
<br/></p>
<table>
<tr>
<td><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2435.JPG"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2435.JPG" style="width:135px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="weidenger&#252;st" /></a></td>
<td><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2432.JPG"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2432.JPG" style="width:135px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="weidenger&#252;st" /></a></td>
<td><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2430_0.JPG"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2430_0.JPG" style="width:135px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;" alt="weidenger&#252;st" /></a></td>
<td><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2384.JPG"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2384.JPG" style="width:135px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;"  alt="weidenger&#252;ste" /></a></td>
</tr>
</table>
<p><br/><br />
Das Weidenflechten kann nat&#252;rlich eine Kunst sein, aber im Grunde genommen ist es ganz einfach und kann von jedem gemacht werden.<br />
<br/></p>
<h4>Was ben&#246;tigt man zum Weidenflechten?</h4>
<ol>
<li>Nat&#252;rlich ben&#246;tigt man zum Weidenflechten als allererstes Weidenruten, da diese besonders biegsam und flexibel sind.<br />
 M&#246;glich sind auch andere Materialien wie Haselnussruten (Corylus avellana), junge Triebe von Hartriegel (Cornus in Arten und Sorten) und Schneeball (Viburnum in Arten und Sorten), die entlaubten Ranken von Waldrebe (Clematis in Arten und Sorten) und Brombeere (Rubus sectio Rubus) sowie Sauergrasgew&#228;chse (Cyperaceae) wie Seegras, Esperato, Schilf und Binse. Bei den Weidenarten eignen sich besonders folgende:</p>
<ul>
<li> Korb-Weide (Salix viminalis)</li>
<li>Silber-Weide (Salix alba)</li>
<li>Bruch-Weide (Salix fragilis)</li>
<li>Mandel-Weide (Salix triandra)</li>
</ul>
<p>Man kann die entsprechenden Ruten entweder als B&#252;ndel im Handel kaufen oder sie sich selber schneiden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass es nur in der Zeit vom 01. Oktober bis zum 28. Februar erlaubt ist Zweige zu schneiden zum Schutze von V&#246;geln und anderem Getier, das in der restlichen Zeit Nester baut und Brutpflege betreibt. Da man ja auch die unbelaubten Zweige nutzen m&#246;chte, ist dieser Zeitraum g&#252;nstig gelegen.<br />
F&#252;r Flechtarbeiten schneidet man meistens die einj&#228;hrigen Triebe mit L&#228;ngen zwischen 70 und 150 cm. M&#246;chte man gr&#246;&#223;ere Kletterger&#252;ste, Beeteinfassungen, Zaune oder sogar Pavillions bauen, so ben&#246;tigt man zus&#228;tzlich noch einige dickere und l&#228;ngere Ruten, die meistens dann schon von mehrj&#228;hrigen Trieben geschnitten und als Grundger&#252;st verwendet werden.<br />
Beim Flechten kann sowohl mit unterschiedlichen Mustern als auch mit verschiedenen Farben gespielt werden, denn die in Frage kommenden Geh&#246;lzarten haben unterschiedliche Rindenarten und -farben von gelbgr&#252;n &#252;ber rotbraun bis silbergrau gibt es ein gro&#223;es Farbspektrum, dass man beim Ernten der Ruten eventuell beachten sollte. Au&#223;erdem kann man die Ruten rau mit Rinde oder gesch&#228;lt ohne Rinde verarbeiten. Auch das gibt wieder neue Farbvariationen in dunkel und hell.</p>
<p>Wenn man die Weiden nicht selbst schneiden m&#246;chte, so kann man auch im Herbst beim st&#228;dtischen Gartenbauamt anfragen, ob man sich beim j&#228;hrlichen Schnittgut bedienen darf. In der Regel haben die nichts dagegen.</p>
<p>Beim selbstschneiden unbedingt scharfe und gute Werkzeuge benutzen, um die Pflanze nicht unn&#246;tig zu verletzen. Nach dem Schnitt &#252;berfl&#252;ssige Seitentriebe und Bl&#228;tter entfernen und in B&#252;ndeln trocknen lassen.</p>
<p>Vor der Verarbeitung m&#252;ssen die Ruten in Wasser eingeweicht werden, damit sie wieder biegsam und flexibel f&#252;r das Flechten werden. Dieses kann zwischen 10 min und 14 Tage dauern und ist eines der Mysterien des Korbmacherberufs.</li>
<p><br/> </p>
<li>Hat man die Weidenruten, braucht man eventuell eine scharfes und spitzes Messer, eine scharfe Gartenschere und eventuell farblich passendes Bindeband oder Draht sowie m&#246;glicherweise etwas zum Vorbohren der Steckl&#246;cher im Boden. Dann kann das eigentliche Flechten beginnen.<br />
Je nachdem was entstehen soll, werden dickere Ruten in der gew&#252;nschten Grundform in den Boden oder auch <a href="http://www.blumentopf-info.de">Blumentopf </a>gesteckt. Dabei sollte ca. ein Drittel der Rute zur Verankerung im Boden verschwinden. M&#246;chte man, dass die Weiden anwachsen und lebendig das Geflecht gestalten, so steckt man die Weiden einfach nur mit dem unteren Ende in den Boden. Sollen sie jedoch nicht anwachsen, so steckt man sie entweder verkehrt herum in den Boden, oder man sch&#228;lt das St&#252;ck, das sich im Boden befinden wird, damit es nicht Wurzeln bildet.<br />
Man sollte wissen, dass Weiden wirklich sehr austriebfreudig sind und manchmal trotz aller Gegenma&#223;nahmen Wurzeln bilden.</li>
<p><br/> </p>
<li>Steht die Grundform, so beginnt der wirklich kreative Teil &#8211; das Verflechten der Weidenruten miteinander oder das Einflechten von d&#252;nneren Ruten zum Stabilisieren und Dekorieren.<br />
Auch dabei ist zun&#228;chst einmal nicht viel zu beachten, denn man flechtet die Rute einmal vorne herum und einmal hinterheraum abwechselnd um die Formgebenden Ruten. Kommt man ans Ende der gerade benutzten Rute so f&#252;hrt man die n&#228;chste ein St&#252;ckchen parallel mit der vorherigen. Dadurch gibt es einen flie&#223;enden &#220;bergang.</p>
<p>Damit dieser &#220;bergang recht harmonisch aussieht verwendet beginnt man die neue Rute immer mit dem Teil, mit dem die alte endet. Endet sie also mit dem d&#252;nnen Ende, so setzt man die neue Rute auch mit dem d&#252;nnen Ende an  und andersherum.<br />
Der Kreativit&#228;t sind beim Flechten keine Grenzen gesetzt. Ich hole mir immer wieder Inspirationen von Abbildungen anderer Objekte. Nat&#252;rlich kann man auch mit dem Material spielen und einfach mal ein St&#252;ck bunten Stoffrest einflechten.  </li>
<p><br/>
	</ol>
<p><a href="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2427.JPG" target="new"><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_2427.JPG" style="float:left;margin-right:25px; margin-bottom:15px;width:250px;padding:2px;border:8px solid #FF6600;"  alt="Schwarz&#228;ugige Susanne" /></a>Wenn das Werk vollbracht ist  bleibt noch als letzte &#220;berlegung, ob es pur wirken oder noch durch eine Bepflanzung mit einer Kletterpflanze versch&#246;nert werden soll.<br />
F&#252;r das Beranken von Weidenkletterger&#252;sten bieten sich vor allem einj&#228;hrige Kletterpflanzen an wie Prunkwinde, Schwarz&#228;ugige Susanne, Glockenrebe oder auch Kapuzinerkresse, da diese bedingt durch ihre Lebensdauer nicht zu gro&#223; und wuchtig werden.</p>
<p>Mehr Informationen zum Thema Kletterpflanzen und ihre Verwendung k&#246;nnen Sie auf folgender Webseite finden:<a href="http://www.kletter-pflanzen.de/" target="new"> Kletterpflanzen.de</a><br />
 <br clear="all"/> </p>
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		<title>Der Garten im Advent &#8211; Barbarazweige und Wintersonnenwende</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 13:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Brauchtum & Rituale]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreszeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit riesen Schritte geht das Jahr zur Neige. Der Winter steht vor der T&#252;r und mit ihm eine ruhige und besinnliche Zeit. Auch im Garten wird es nun ruhig, denn das Tageslicht schwindet und die Pflanzen gehen fast alle ihn ihre Vegetationsruhe. Mit dem ersten Frost und Schnee wird alles mit einer wei&#223;en, leisen Decke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit riesen Schritte geht das Jahr zur Neige. Der Winter steht vor der T&#252;r und mit ihm eine ruhige und besinnliche Zeit.<br/><br />
Auch im Garten wird es nun ruhig, denn das Tageslicht schwindet und die Pflanzen gehen fast alle ihn ihre <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon-vegetationsruhe" target="new">Vegetationsruhe</a>. Mit dem ersten Frost und Schnee wird alles mit einer wei&#223;en, leisen Decke &#252;berzuckert.<br/><br />
Wenn im Garten alles aufger&#228;umt und gereinigt wurde, dann bleibt nicht mehr soviel zu tun.<br />
Zum Gl&#252;ck steht nun Weihnachten vor der T&#252;r und mit ihm die wundersch&#246;ne Adventszeit. Diese bringt neben Pl&#228;tzchen backen, Kerzenschein und gem&#252;tliche Teestunden vorm bollernden Kaminofen auch ein paar Br&#228;uche mit sich, die das G&#228;rtnerherz h&#246;her schlagen lassen.<br/><br />
Gleich zu Beginn der Adventzeit wartet die heilige Barbara mit ihrem Brauchtum gefolgt von der Wintersonnenwende (auch Tagundnachtgleiche genannt). Ich habe ein bi&#223;chen recherchiert, was es mit diesen Br&#228;uchen auf sich hat und m&#246;chte nun im folgenden meine Ergebnisse teilen:<br/></p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Was sind nun also Barbara-Zweige und Barbara-G&#228;rtchen?</span></h4>
<p> <img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.3.jpg" style="float:left;margin-right:20px;margin-bottom:10px;width:300px;" alt="Knospen" /><b><u>Die Legende der heiligen Barbara</u></b><br />
Ob es die Heilige Barbara tats&#228;chlich gab, ist nie gekl&#228;rt worden. Es gibt aber eine Legende, die auf eine Frau im 3.Jahrhundert zur&#252;ckgeht, die &#246;stlich von Konstantinopel (heute Istanbul) gelebt haben soll. Diese Barbara war die Tochter eines wohlhabenden Heiden, der ihr in ihrer Jugend eine gute und freie Erziehung und Bildung zukommen lie&#223;, angeblich um sie vom Christentum fern zu halten. Sie durfte sich ihre eigenen R&#228;umlichkeiten in einem Turm einrichten und erhielt dort regelm&#228;&#223;ig Unterricht von verschiedenen Gelehrten.<br/><br />
 Einer dieser Lehrer brachte ihr das Christentum nahe, woraufhin sie sich heimlich Taufen lie&#223;. Als ein Heide um ihre Hand anhielt, lehnte sie den Antrag ab und offenbarte sich vor ihrem Vater als Christin. Dieser w&#252;rde dar&#252;ber so zornig, dass er ihr die nur Wahl lie&#223; zwischen der Heirat mit dem Heiden oder einer furchtbaren Bestrafung. Als Reaktion auf diese Androhung fl&#252;chtete Barbara vor ihrem Vater, der sie daraufhin mit gez&#252;cktem Schwert verfolgte.<br/> Auf Grund eines Verrats konnte er sie stellen und seine Bestrafung war grausam und brutal. Doch auch dadurch wandte sie sich nicht vom christlichen Glauben ab, so das der endt&#228;uschte Vater sie wegen Hochverrats zum Tode verurteilen und sich selbst als Henker einsetzen lie&#223;.<br/><br />
 Am 04. Dezember starb der Legende nach die heilige Barbara als M&#228;rtyrerin, gek&#246;pft durch ihren Vater, der daraufhin vom Blitz getroffen wurde.<br/><br />
 <img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/Papis_Blumen.370.jpg" style="float:left;margin-right:20px;margin-bottom:10px;width:250px;" alt="Knospen" /><b><u>Der Barbara-Zweig</u></b><br />
 Die Legende zur Legende besagt desweiteren, dass sich auf dem Weg in den Kerker ein Kirschbaumzweig in ihrem Gewand verfangen habe, den Barbara fortan mit ihrem Trinkwasser am Leben erhielt, was dieser ihr mit dem Hervorbringen von Bl&#252;ten dankte.<br/> M&#246;glicherweise geht darauf der Brauch zur&#252;ck, am 04. Dezember Obstbaum zweige zu schneiden und sie in die Vase zu stellen, auf dass sie in der Weihnachtsnacht erbl&#252;hen m&#246;gen als Zeichen daf&#252;r, dass das &#8220;Licht der Welt&#8221; auf die Erde gekommen ist. Tut er dies tats&#228;chlich, soll es ein gutes Zeichen sein f&#252;r das kommende Jahr<br/>Verwendet werden vor allem: Weichsel, Apfel, Birne, Pflaume, Flieder, Linde, &#8211; heute nimmt man auch &#196;ste von Mandelb&#228;umchen, Forsythie, Jasmin, Weide und Rosskastanie. In den Alpen nennt man die Barbarazweige „Barbarabaum”. <br/>Damit die Zweige &#252;berhaupt zum Austreiben kommen, m&#252;ssen sie vor dem Schneiden schon einmal Frost bekommen haben, da sie den K&#228;lteimpuls dazu ben&#246;tigen. Ersatzweise kann man sie auch &#252;ber Nacht ins Gefrierfach legen. Den darauffolgenden Tag m&#252;ssen die Zweige im handwarmen Wasser liegen, um sie dann endlich in der Vase  platzieren zu k&#246;nnen. Egal,wann die Bl&#252;hten sich &#246;ffnen, dies ist im kalten Winterimmer ein sehr magischer Augenblick. Bekommt man doch eine Voraussicht auf den kommenden Fr&#252;hling.<br/><br />
Es wird gemunkelt, dass das Brauchtum um den Barbarazweig wiedermal auf germanischen Ursprung zur&#252;ckgreift, n&#228;mlich auf den Brauch der germanischen Lebensrute.<br/>Man schlug mit den bl&#252;henden Zweigen die Kinder, um die Lebenskraft der sich verj&#252;ngenden Natur auf sie zu &#252;bertragen. Ein Brauch, der sich heute am Nikolaustag wiederfindet. Die Rute diente urspr&#252;nglich nicht der Z&#252;chtigung von ungezogenen Kindern. sondern der Segensspendung. Der Schlag mit der Lebensrute hat noch einen Hintergrund: Auf diese Weise fordert man in Schweden die Julgeschenke ein. Der Schlagende &#252;bertr&#228;gt die Vitalit&#228;t der Natur und der Geschlagene dankt in Form eines Geschenkes.<br/><br />
Zur&#252;ck zur Barbara: Bei uns gibt es den Brauch mehrere Zweige zu schneiden und jeden einzelnen mit einem Namen eines Verehrers zu versehen. Der Zweig, der zuerst erbl&#252;ht, gibt Hinweis auf den zuk&#252;nftigen Br&#228;utigam.<br/><br />
<b><u>Das Barbara-G&#228;rtchen</u></b><br />
Bekannt auch unter den Namen Adonisg&#228;rtlein, Advents- oder Weihnachtsg&#228;rtchen.<br/>Dies sind die Namen f&#252;r das winterliche Gr&#252;n in der Krippe. Man streut am Barbaratag Weizen- oder Gerstenk&#246;rner auf einen Teller mit K&#252;chenkrepp oder Watte und begie&#223;t sie regelm&#228;&#223;ig. Zu Weihnachten ist die Saat aufgegangen und bildet einen dichten gr&#252;nen Busch, in den man als Hinweis auf das „Licht der Welt” eine Kerze stellt.</p>
<h4><span style="color: #ff6600;">Wintersonnenwende<br/> &#8211; von Raunacht und Licht</span></h4>
<p>Die Wintersonnenwende bezeichnet die l&#228;ngste Nacht des Jahres vom 21. auf den 22.Dezember. Mit ihr beginnen die Tage wieder l&#228;nger zu werden und das Licht kehrt zur&#252;ck. Je weiter n&#246;rdlich man beheimatet ist desto wichtiger und festlicher wird dieses Fest begangen, da hoch im Norden das Tageslicht zeitweilig sogar ganz verschwindet w&#228;hrend des Winters. Die Wiederkehr des Lichts begr&#252;&#223;t man mit einem gro&#223;en Lagerfeuer. Eine gute Gelegenheit mit guten Freunden im Garten zusammenzukommen und sich darauf zu freuen, dass der Beginn der n&#228;chsten Gartensaison nun deutlich n&#228;her r&#252;ckt.<br/><br />
 Gleichzeitig ist die Wintersonnenwendenacht auch der Beginn der Raun&#228;chte. Aus christlicher Sicht handelt es sich um die zw&#246;lf N&#228;chte zwischen Weihnacht und Dreik&#246;nig, dem neuen und dem alten Geburtstag Christi. Genaugenommen sind es aber jene zw&#246;lf Tage und N&#228;chte, die zwischen dem Mondjahr mit 354 Tagen und dem Sonnenjahr mit 366 Tagen liegen. Daher spricht man auch von der &#8220;Zeit zwischen den Jahren&#8221;. Um diese Tage ranken sich jede Menge Mythen und Br&#228;uche.<br/><br />
 Einer davon besagt, dass die Tore der Welten sich &#246;ffnen. Nach germanischer Vorstellung brauste nun die wilde Jagd durch die L&#252;fte: Odin galoppierte auf seinem achtbeinigen Ross Sleipnir durch den Himmel. Und Frau Holda, die im Winter als wilde Frau Percht erscheint, zieht mit ihrem unheimlichen Gefolge bestehend aus neun Kinderseelen, Elben, Zwergen und Hexen umher. Im Volksglauben hie&#223; es daher, dass man in den Rauhn&#228;chten nach dem Abendl&#228;uten nicht mehr vor die T&#252;r gehen solle, da man des Todes sei, wenn man der wilden Fuhre begegnet. Um das Haus vor diesen b&#246;sen Geistern zu sch&#252;tzen, schm&#252;ckt man Fenster und T&#252;ren mit immergr&#252;nen Zweigen. Besonders  Buchs, Eiben, Tannen und Wacholder sprach man eine d&#228;monenabwehrende Eigenschaften zu. Ihre Wirkungsweise soll &#228;u&#223;erst kurios sein, denn beim Anblick der Zweige verfallen &#8220;Hexen&#8221; angeblich in einen Z&#228;hlzwang. Statt Unfug zu treiben, z&#228;hlen sie die Bl&#228;tter oder Nadeln und kommen damit einfach nicht zu Ende.<br />
<br clear="all"/> </p>
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		<title>Hommage an den K&#252;rbis</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 14:52:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berta Rausch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anf&#228;nglich hat mich dieser ganze Kult um den K&#252;rbis, der  mittlerweile schon vor einigen Jahren &#252;ber den Atlantik zu uns ins gediegene Europa her&#252;berschwabbte,  ganz sch&#246;n genervt. Fragt man die Jugend, gab es Halloween warscheinlich schon immer in Deutschland. Trotz allen Widerwillens, muss ich jedoch feststellen, dass K&#252;rbisse einfach nicht aus dem Herbst wegzudenken sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anf&#228;nglich hat mich dieser ganze Kult um den K&#252;rbis, der  mittlerweile schon vor einigen Jahren &#252;ber den Atlantik zu uns ins gediegene Europa her&#252;berschwabbte,  ganz sch&#246;n genervt. Fragt man die Jugend, gab es Halloween warscheinlich schon immer in Deutschland.</p>
<p>Trotz allen Widerwillens, muss ich jedoch feststellen, dass K&#252;rbisse einfach nicht aus dem Herbst wegzudenken sind mit ihrer eindrucksvollen intensiv leuchtenden Farbe und manchmal auch Gr&#246;&#223;e.  Gerade dieses Jahr bin ich wieder sehr darauf aufmerksam geworden , was mich dazu veranlasst hat,  nun diesem Gew&#228;chs einen Artikel zu widmen.</p>
<h4>Deswegen nun zu Beginn ein paar Impressionen zum K&#252;rbis:</h4>
<table>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3257.JPG" style="width:200px; border:8px solid #999933;"alt="K&#252;rbis" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3260.JPG" style="width:200px; border:8px solid #999933;"alt="K&#252;rbis" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3271.JPG" style="width:200px; border:8px solid #999933;"alt="K&#252;rbis" /></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3262.JPG" style="width:200px; border:8px solid #999933;"alt="K&#252;rbis" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3277.JPG" style="width:200px; border:8px solid #999933;"alt="K&#252;rbis" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3265.JPG" style="width:200px; border:8px solid #999933;"alt="K&#252;rbis" /></td>
</tr>
<tr>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3279.JPG" style="width:200px; border:8px solid #999933;"alt="K&#252;rbis" /></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3269.JPG" style="width:200px; border:8px solid #999933;"alt="K&#252;rbis"/></td>
<td><img src="http://www.kultur-pflanze.de/files/images/IMG_3266.JPG" style="width:200px; border:8px solid #999933;"alt="K&#252;rbis" /></td>
</tr>
</table>
<p><br/></p>
<h4>K&#252;rbis-historisch betrachtet</h4>
<p>Die K&#252;rbisse (Cucurbita) bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der K&#252;rbisgew&#228;chse (Cucurbitaceae) und geh&#246;ren tats&#228;chlich zu den &#228;ltesten bekannten Kultursorten des Menschen. Wenn man den Angaben glauben darf, dann wurden Funde von Samen domestizierter K&#252;rbisse auf 10000 bis 8000 v. Chr. datiert.<br />
Urspr&#252;nglich wurde er wohl haupts&#228;chlich wegen seiner Samen kultiviert, die besonders nahrhaft sind, denn die Fr&#252;chte der Wildarten sind meistens reich an Bitterstoffen und wenig schmackhaft. Erst durch Zuchtversuche sind im Laufe der Zeit auch Sorten hervorgegangen, deren Fr&#252;chte als Nahrungsmittel verwendbar wurden.<br />
Beheimatet sind K&#252;rbisse in den warmen und feuchten Regionen von Mittel-und S&#252;damerika. Mit den Reisen von Christoph Columbus gelangten dann erst Samen nach Europa und nach Asien, wo sich besondere Vorlieben f&#252;r unterschiedliche Arten entwickelten und diese weiter kultiviert und gez&#252;chtet wurden.</p>
<p>Heute kennt man f&#252;nf K&#252;rbisarten mit vielen Sorten, die als Nahrungsmittel kultiviert werden:</p>
<ol>
<li><strong>Garten-K&#252;rbis </strong>(Cucurbita pepo): Zu diesen in den Sommermonaten zun&#228;chst weichen und schmackhaften, sp&#228;ter hartschalig werdenden K&#252;rbisarten z&#228;hlen die Zucchini, die melonengro&#223;en runden Rondini &#8216;Tonda di Nizza&#8217;, gelbe keulenf&#246;rmige Drehhalsk&#252;rbisse &#8216;Crookneck&#8217;, Spaghettik&#252;rbis, steirischer &#214;lk&#252;rbis, die &#8220;Fliegenden Untertassen&#8221; (UFO&#8217;s) oder auch Patissons mit flachrunden, gebuchteten Fr&#252;chten sowie die besonders lange lagerf&#228;higen Eichelk&#252;rbisse (Acorn) mit tropfenartiger Form. </li>
<li><strong>Riesen-K&#252;rbis</strong> (Cucurbita maxima): So hei&#223;t die gro&#223;e Gruppe der lagerf&#228;higen Einmachk&#252;rbisse, zu denen Sorten wie &#8216;Riesenmelonen&#8217; und &#8216;Gelber Zentner&#8217; geh&#246;ren.Bekannt wurde diese Gruppe auch durch einzelne Z&#252;chtungen, die die gr&#246;&#223;ten Fr&#252;chte der Erde produzieren wie beispielsweise die Sorten &#8216; Atlantic Giant&#8217; oder &#8216;Big Max&#8217;. Der neueste Rekord diesbez&#252;glich liegt angeblich bei 782 kg, gewogen am 3. Oktober 2009. Desweiteren z&#228;hlen zu dieser Art auch die zum Basteln geeigneten &#8220;Halloween&#8221;-K&#252;rbisse. Hierf&#252;r besonders geeignet sind die vor allem als Zierde genutzten Turban- und Minik&#252;rbisse wie &#8216;Jack be Little&#8217;, &#8216;Baby Bear&#8217; und &#8216;Sweet Dumpling&#8217;. Au&#223;erdem die zur Familie der Hubbards z&#228;hlenden Hokkaido- oder Carotak&#252;rbisse &#8216;Ushiki Kuri&#8217; und &#8216;Red Kuri&#8217;, &#8216;Blue Kuri&#8217;, &#8216;Blue Hubbard&#8217;, &#8216;Golden Hubbard&#8217; und der mit dekorativen Warzen versehene &#8216;Chicago Warted Hubbard&#8217;. </li>
<li><strong>Moschus-K&#252;rbis</strong> (Cucurbita moschata): Die Sorten dieser Gruppe  brauchen m&#228;nger und mehr W&#228;rme, weswegen sie vor allem  in s&#252;dlicheren L&#228;ndern verbreitet sind und als besonders aromatisch und schmackhaft gelten. Am bekanntesten sind der glockenf&#246;rmige Melonensquash &#8216;Butternut&#8217;, der in vielen L&#228;ndern  zu den Hauptgem&#252;sen z&#228;hlt sowie der tief gekerbte Muskatk&#252;rbis &#8216;Muscade&#8230;&#8217; beziehungsweise &#8216;Musquée de Provence&#8217;  und der Schlangenk&#252;rbis &#8216;Tromboncina d&#8217;Albenga&#8217;, der auch Keulenzucchini genannt wird auf Grund seiner schlangenartig, gekr&#252;mmten Fr&#252;chte.</li>
<li><strong>Feigenblatt-K&#252;rbis </strong>(Cucurbita ficifolia) wird in einem gro&#223;en geographischen Bereich angebaut, ist jedoch auf die H&#246;henbereiche zwischen rund 1000 bis fast 3000 m beschr&#228;nkt. Dies unterscheidet ihn von den anderen Arten der Gattung, die auch in wesentlichen tieferen Lagen angebaut werden. Er wird in allen Gebirgslagen Lateinamerikas angebaut. Es gibt vom Feigenblatt-K&#252;rbis keine kommerziellen Cultivare. Er l&#228;sst sich auch nicht mit anderen K&#252;rbis-Arten kreuzen.</li>
<li>(Cucurbita argyrosperma)</li>
</ol>
<p><br/></p>
<h4>Wichtige Info&#8217;s zum Anbau von K&#252;rbissen:</h4>
<ul>
<li>K&#252;rbisse sind meistens einj&#228;hrige nicht winterharte Pflanzen.</li>
<li>Sie geh&#246;ren zu den <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/starkzehrer">Starkzehrern</a> und ben&#246;tigen damit einen sehr humusreichen und n&#228;hrstoffreichen Boden mit viel organischer Masse. Dies ist auch der Grund, warum man K&#252;rbispflanzen h&#228;ufig am Kompost sieht. Im normalen Gartenbeet bietet sich eine Grundlage aus Pferdemist an. Dazu sollte man im Fr&#252;hjahr einen Graben ausheben und diesen mit dem Mist f&#252;llen. Anschlie&#223;end den Erdaushub mit Kompost vermischen und dann als Erdh&#252;gel mit ca. 30cm Breite &#252;ber der Mistpackung  anh&#228;ufen. Die K&#252;rbisse in einem Abstand von mindestens 10cm auf dem R&#252;cken des <a href="http://www.gartenwissen.com/gartenlexikon/mistbeet">Mistbeetes</a> auss&#228;hen. </li>
<li>K&#252;rbisse sind rankende Pflanzen mit gro&#223;en Bl&#228;ttern und wasserreichen Fr&#252;chten, die sehr viel Platz ben&#246;tigen. Eine Pflanze alleine kann leicht 3-4m² &#252;berwachsen. Sie eignet sich daher wunderbar als Bodendecker, um Brachfl&#228;chen vor  Unkrautbefall und Austrocknung zu sch&#252;tzen.</li>
<li>Damit die reifenden Fr&#252;chte am Boden nicht zu faulen beginnen, sollte man sie bei Zeiten mit einem Holzbrettchen unterlegen. Man kann sie ernten, wenn sie beim Anklopfen hohl klingen. </li>
<li>Kaum einer wei&#223;, das K&#252;rbis ein &#228;u&#223;erst gesundes Gem&#252;se ist. Sie sins sehr reich an Vitamin C und haben einen weit h&#246;heren Gehalt an Vitamin A (Carotin) wie Karotten. Dabei handelt es sich um ein kalorienarmes Gem&#252;se, das reich an Ballaststoffen ist. Aus dem frischen Fruchtfleisch lassen sich wunderbare Suppen zaubern. K&#252;rbis schmeckt sehr hervorragend in Kombination mit Ingwer oder auch s&#252;&#223;/sauer eingelegt als Kompott. Probieren Sie doch mal K&#252;rbismarmelade!</li>
</ul>
<p><br/></p>
<h4>&#8230; und was man sonst noch mit K&#252;rbis anfangen kann:</h4>
<p>Mittlerweile  sollte wohl fast jedem die Halloween-Tradition bekannt sein, aus K&#252;rbissen gruselige bis lustige Halloween-Laternen zu basteln. Diese sind als Jack O´Lantern verbreitet. Zur&#252;ck geht diese Tradition auf eine irische Geschichte, die von Jack O. handelt, einem B&#246;sewicht, dem es gelang den Teufel einzufangen. Dieser erkaufte sich seine Freiheit wieder mit dem Versprechen, Jack in Zukunft in Frieden zu lassen. Doch auch Jack O. musste irgendwann sterben. Auf Grund seiner Taten zu Lebzeiten wurde ihm die Aufnahme in den Himmel verweigert und nat&#252;rlich blieb ihm nun auch die H&#246;lle verwehrt. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine R&#252;be und eine gl&#252;hende Kohle, damit Jack damit durch das Dunkel wandern k&#246;nne. Die Iren brachten diese Geschichte als Auswanderer mit in die Vereinigten Staaten, wo  die R&#252;be mit der Zeit vom K&#252;rbis abgel&#246;st wurde, da dieser so zahlreich vorhanden war.<br />
Heutzutage stellt man die K&#252;rbis-Fratzen vor die Haust&#252;r aus der Tradition heraus, die b&#246;sen Geister vom Haus fern zu halten, die sich in der Nacht vom 31.Oktober auf den 01.November vermehrt herumtreiben sollen.<br/><br />
Auf etwas anderes lustiges bin ich noch gestossen bei meiner Recherche nach den Geheimnissen des K&#252;rbis und das nennt sich K&#252;rbisweitwurf (eng. Pumpkin chunking). Hierbei werden K&#252;rbisse mit extra daf&#252;r entwickelten Ger&#228;ten so weit wie m&#246;glich geschleudert. Der Rekord liegt angeblich bei 1324,8m. J&#228;hrlich finden Weltmeisterschaften am ersten Wochenende nach Halloween statt in Millsboro, Delaware (USA). Dabei sind manche Leute wirklich kreativ. Wen es interessiert, hier ein Link zur offiziellen Homepage  <a href="http://www.punkinchunkin.com/"> der Weltmeisterschaften</a>.<br/><br />
Zum Schluss noch ein Wort zu den <b>Eigenschaften als Heilpflanze</b>:<br />
Als Heilmittel eignen sich die Kerne von K&#252;rbissen, da diese besonders reichhaltig sind an &#214;len, Vitaminen und Mineralstoffen. Zink, Vitamin C und A sind in hoher Dosierung vorhanden. K&#252;rbiskerne finden daher ihren Einsatz bei der Behandlung von Prostatavergr&#246;&#223;erung und Prostatitis als auch gegen Darmparasiten.</p>
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