Januar 19th 2012

Gartentrends 2012 – back to the roots !


Der Trend der letzten Jahr setzt sich fort und wird zu einer Art Volksbewegung und neuer Geisteshaltung. Das Stichwort ist Urban Gardening.

Worum geht es beim Urban Gardening?

Keimzelle dieser Bewegung sind die grossen Moloche dieser Welt. Größstädte, die laut und stinkend sind und dem Menschen eigentlich kaum Platz zum Atmen und Menschsein bieten. Genau an diesen künstlichen Orten, bricht sich das uralte Bedürfnis des Menschen seine Bahn, ein natürliches Wesen zu sein, das die Zeit spüren möchte mit dem wechsel der Jahreszeiten und dem schwinden und wiederkommen des Lichts, das die Erde spüren muss, um gesund und aufrecht durchs Leben zu gehen und das eingebettet sein will in den Kreislauf des Lebens, dem Wachsen und Vergehen.
Aus diesem Grund sprießen an den unwirtlichsten und häßlichsten Orten wie vermülltem Brachland plötzlich Gemeinschaftsgärten aus dem Boden wie die Pilze bei feuchtwarmen Wetter. Aus allem, was man bekommen kann entstehen grüne Oasen inmitten der Stadt. Aus alten Paletten und Plastikkisten entstehen kreative Hochbeete, Kräuter, Obst und Gemüse finden ein neues Zuhause in ausgediehnten Kunststoffsäcken, alten Pet-Verpackungen und das ganze sieht auch noch gut aus.

Prinzessinnengarten Prinzessinnengarten
Prinzessinnengarten Prinzessinnengarten
Prinzessinnengarten Keimzelle
Keimzelle Keimzelle

Die Großstädter – ob klein oder groß, jung oder alt- machen es vor. Sie sind mittlerweile Fachleute für eine gesunde Vielfalt unter den Gemüsesorten, wissen wie richtig kompostiert wird und welche Pflanze gerne welchen Nachbarn haben möchte, damit sie sich auch wohlfühlen kann.
Kurz gesagt: Aus dem „Urban Gardening“ entsteht nun endlich ein Trend für die Gartenkultur im allgemeinen. Auch bei den Menschen, die sich über einen eigenen Garten, Balkon oder Terrasse erfreuen können, findet ein deutliches Umdenken statt. Vorbei sind die Tage der reinen Ziergärten, die zwar wunderschön aussehen, leider aber keinen Nutzwert mehr hatten.
Wer jetzt ‚in‘ sein will, der bepflanzt seine Balkonkästen mit Kräutern, Salat und Erdbeeren. Im Garten wird an den sonnigsten Plätzen wieder Platz geschaffen für den Anbau von Obst und Gemüse. Soll es trotzdem noch schön aussehen, so können diese Beete nach alter Bauerngartentradition mit kleinen Buchsbaum- oder Kräuterhecken eingefasst werden. Diese verbessern das Kleinklima für das Beet indem sie vor Wind und Wetter schützen und haben einen hohen Zierwert.
Auch Einfassungen aus geflochtenen Weiden wirken sehr ansprechend und können in Verbindung mit dem Anlegen eines Mistbeets besonders frühe und üppige Erträge fördern.
Eine weitere sehr praktische Möglichkeit des Gemüseanbaus sind Hochbeete.Werden sie aus einem schönen Holz oder gar aus Natursteinen gebaut, so sehen sie sehr gut aus und ermöglichen den rückenschonenden Anbau von Gemüse. Ganz schnell kann man Hochbeete zum Kleingewächshaus, Frühbeet oder zum Tomatenhaus umbauen.


externer Link: –> Wunderschöne und sehr funktionelle Hochbeete in Handarbeit liebevoll gefertigt gibt es bei Gartenfrosch. Möchte man nicht selber bauen, so sind diese Hochbeete absolut empfehlenswert.


Immer häufiger sieht man jedoch jetzt auch den kleinen Gemüseanbau am Fensterbrett und ich muss sagen, ich bin sehr erstaunt, was sich dort tatsächlich bei richtiger Pflege ernten lässt.

Tomaten-Fenster Gemüsefenster Erdbeeren im Pflanzbeutel
Lassen Sie sich vom neuen Gartentrend ispirieren und machen Sie mit. Nichts schmeckt besser wie selbst geerntete Tomaten oder Erdbeeren und beides lässt sich auf kleinstem Raum anbauen.
Sollten Sie noch ein paar Anregungen für den richtigen Ort benötigen, so sollten Sie einen kurzen Blick auf die folgende Webseite werfen:
–> www.stadt-gemuese.de

3 Kommentare zu “Gartentrends 2012 – back to the roots !”

  1. Schöne Zusammenstellung, danke! Ich habe letztes Jahr auch auf der Fensterbank Salat und Tomaten angebaut und werde das sicher dieses Jahr wiederholen!

    Ich möchte Sie gerne noch auf die Seite http://www.mach-mal.de aufmerksam machen, da gibt es zurzeit einen Gartenwettbewerb. Vielleicht möchten Sie sich ja beteiligen. Ich bin dort Administratorin und würde mich freuen, von Ihnen zu lesen.

  2. Also 2013 scheint im Bereich Garten und Gartenmöbel wieder sehr modern zu werden. Selbst die Terrassenmöbel aus Holz sehen sehr chic und modern aus. Das Jahr verspricht spannend zu werden 🙂
    Ich freu mich auf weitere Beiträge von euch 🙂

  3. Urban Gardening verstehe ich als eine Chance. Die Gartengestaltung und die Gartenexistenz/Grünflächenexistenz im urbanen Raum zu etablieren, verstehe ich als eine umfangreiche Möglichkeit. Alte und Junge Menschen kommen zusammen, arbeiten zusammen, pflanzen und ernten gemeinsam. Man sieht Leute nicht nur im Anzug und mit dem Smartphone schnell von A nach B hasten. Ein Stadtbild wird zunehmend von Urban Gardening verändert. Menschen arbeiten körperlich an der nächsten Strassenecke. Wo sieht man das sonst noch, als auf dem Land? Leute in Arbeitsbekleidung mit dreckigen Händen und dem Spaten in der Hand. Der Garten allgemein ist eine grosse Chance. Ein Ort der Ruhe. Kinder sehen wie Möhren wachsen. Ob diese nun direkt in der Erde stecken oder in einer mit Erde befüllter Kunststoffkiste … es handelt sich eben um einen kreativen Materialeinsatz … Kortenstahl und Glas sind ja als Dekorationselemente auch nicht mehr so weit weg. Ob man die zum Urban Gardening braucht ist nebensächlich; die Freude und Ruhe die der Garten in sich bürgt zählt.

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