August 31st 2009

Verwendung heimischer Gewächse als Heilkräuter

Seitdem der Mensch anfängt Kräuter zu verspeisen, rätselt er auch über die heilende Wirkung von diversen Pflanzen. So sind im Laufe der Jahrmillionen Wissensansammlungen entstanden, welche der modernen chemischen Medizin im Punkt Erdentreuheit und kosmischer Heilungsentfaltung weit voraus sind. Besonders hoch geschätzt ist die Heilkunst und das Heilwissen der Indianer. Ihre Medizinmänner tragen ihr allumfassendes Kräuterwissen von Generation zu Generation weiter und verfeinern ihre Tinkturen und Rezepte stets und multiplizieren die Wirkung von ihnen. So gibt es gegen jede Art von Beschwerde ein passendes Gegenmittel aus der Apotheke von Mutter Natur. Wenig beachtet wird dies von westlichen Zivilisationen, welche sich zum großen Teil der modernen Medizin verschrieben hat. Hier wird das Heilwesen der Indianer als Humbug oder Voodoo bezeichnet.

Nun, nach dieser kleinen Einführung ein Blick in unsere Deutschen Gärten. Wir finden dort auch unter alltäglichen Nutzpflanzen und Unkraut eine beachtliche Anzahl von wirkstoffbeinhaltenden Pflanzen. Zum Beispiel die Brennnessel (auch in Verbindung mit dem Wermut Maitrunk nach Hildegard von Bingen) : Sie gilt in der indianischen Weltanschauung als universelles Mittel zur Gesundheitserhaltung. Nun ist da schon etwas dran, denn die Brennnessel wirkt blutreinigend und harntreibend. Als Beilage in Salaten, in Tees oder in Gemüsegerichten kann man die Brennnessel sehr gut einbetten und sich auf die heilende Wirkung freuen. Leider hat die Brennnessel einen schlechten Ruf, da sich jeder schon einmal an ihr “verbrannt” hat. Ein gutes Gegenmittel für das Verbrennen ist der Ampfer, der meist in der Nähe der Nesseln wächst. Man zerdrückt ein paar Blätter davon und reibt die betroffenen Stellen mit dem Saft ein.

Als nächstes nehmen wir die Birke unter die Lupe. Der hoch hinaus wachsende Baum eignet sich besonders gut als Heilmittel, wenn es Herbst ist, da der Baum dann mit Ölen gesättigt ist. Das Holz in dünne Scheiben geschnitten. Dann werden mit heißen Steinen die ätherischen Öle aus dem Holz entzogen. Dazumals war dies ein beliebtes Mittel gegen Bronchitis.

Demnächst in loser Folge mehr zu alten Hausmitteln auf Gartenrausch.com.

1 Kommentar »

Korbinian Rausch am August 31st 2009 in Fauna & Flora, Heilpflanzen

1 Kommentar zu “Verwendung heimischer Gewächse als Heilkräuter”

  1. Kräuterhexchen schrieb am 18 Sep 2009 um 11:31 #

    Sehr interessant, dass ausgerechnet diese beiden Pflanzen – Birke und Brennessel- ausgewählt und vorgestellt wurden. Zusammen ergeben sie eine gelungene Mischung für eine Frühjahrskur.
    Dazu benötigt man allerdings den Saft von der Birke, den man im zeitigen Frühjahr, wenn die Säfte zu steigen beginnen (März bis Mai), durch Abzapfen gewinnen kann. Dafür wird einfach ein kleines Loch in den Stamm gebohrt, ein Röhrchen oder ein Schlauch hineingesteckt und ein Auffangbehälter darunter gehängt. Das Loch muß wirklich nicht tief sein und den Baum dadurch schädigen, sondern es reicht eigentlich schon das Durchdringen der Rinde. Dann wartet man und wird sich gewaltig wundern, denn so eine Birke gibt tatsächlich jede Menge von dem Saft her.
    Jeden Morgen ein Gläschen davon getrunken im Wechsel mit Tee von den ersten frischen Brennesselblättchen macht den Körper fit nach dem Winter. Diese Kur soll den Körper reinigen und aufbauen. Birkenwasser und Brennessel wirken tatsächlich harntreibend und Blut reinigend. Bekannt ist auch Birkenwasser als Stärkungsmittel für das Haar.

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