Juli 24th 2009

Giftige Pflanzen – Vorsicht beim Spaziergang durch Wald und Wiesen

Viele Menschen leiden unter Allergien und reagieren teils sehr empfindlich auf Pflanzensporen, auf Berührung mit Blättern und Stängeln etc. Es gibt aber auch in unseren Breiten viele Pflanzen am Wegesrand, in sumpfigen Gelände, am Feldrand und vielerorten, die für alle Menschen giftig sind und bei Berührung heftige Reaktionen, Verbrennungen gleich, auslösen können.


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Kinder und giftige Pflanzen, Zecken und Co.

Da sollte man vor allem bei Kindern natürlich aufpassen. Bei den Kleinen ist sowieso nicht nur in freier Wildbahn, sondern auch im eigenen Garten geboten, darauf zu achten, dass sie keinen Zugang zu Pflanzen haben, deren Blätter oder gar Beeren (denn sie sind auf jeden Fall Objekt der Begierde) bei Verzehr giftig sind. Alles was Beeren hat oder auch nur so ähnlich aussieht, und nicht definitiv genießbar ist, ist in einem Haushalt mit kleinen Kindern tabu. Auch dann sollte man aber nicht darauf verzichten, die Kinder frühzeitig und wiederholt darüber aufzuklären, dass sie evtl. in anderen Gärten oder öffentlichen Räumen auf entsprechende Beeren stoßen könnten, regelmäßige aufmerksame Spaziergänge sind sinnvoll.

Lange Kleidung beim Spielen im Gras ist anzuraten, so kann man großflächigen Reizungen etwas vorbeugen. Das ist ohnehin auch bezüglich der Zeckengefahr, gerade in Süd- und Ostdeutschland, eine gute Idee. Auch das Baden oder Duschen nach dem Ausflug in die Natur (oder dem intensiven Spielen mit Katzen, Hunden und anderen Haustieren, die wahre Schleudern von Untieren wie Zecken, Flöhen etc sind) ist sinnvoll, um etwaige Parasiten abzuspülen bevor sie sich festbeißen – gerade Zecken krabbeln oft sehr lange am Körper, bis sie sich für eine Stelle entscheiden.

Giftige Pflanzen allgemein

Man sollte nicht meinen, wieviele Pflanzen schon bei Berührung zu Verletzungen führen können. Die Giftzentralen geben auch im Internet ausführlich Auskunft über gefährliche Pflanzen. Für den eigenen Garten kann man auch die Gärtnerei zu Rate ziehen, die wissen für gewöhnlich, welche Pflanzen man sich nach Hause holen kann (insbesondere, wenn man Kinder oder Haustiere hat, die nicht verstehen, dass sie sich vor etwaigen schmucken, aber schädlichen, Pflanzen fernhalten sollten).

Einige Beispiele:

  • Die Thuja, der vor allem für Heckenbepflanzungen beliebte Lebensbaum, sollte nur mit Handschuhen geschnitten werden, da er Hautrötungen hervorruft. Vielen Gartenliebhabern ist dieses recht phantasielose Gewächs aber ohnehin ein Dorn im Auge;-) Aber auch der immergrüne Buchsbaum ist kein harmloser Geselle.
  • Der Riesen-Bärenklau, eine locker über einen Meter hoch wachsende Pflanze mit charakteristischem Schirm aus Doldenblüten und dickem Stiel, ist in der Wildbahn regelmäßig anzutreffen und übt auf Kinder mit seinem harten Stiel eine gefährliche Faszination aus. Vor allem in Verbindung mit Sonneneinstrahlung zieht man sich so leicht schwere Verbrennungen zu. Auch die Herkulesstaude ist eine “photoxische” Pflanze, d.h. sie hinterlässt auf der Haut ein Gift, das in Verbindung mit UV-Strahlung zu Verbrennungen führt und sogar krebserregend ist.
  • Wilde Farne: Auch diese führen zu Hautreizungen, meist fühlt man schon kurz nach Kontakt einen brennnesselähnlichen Effekt.
  • Giftefeu: Da sagt’s schon der Name: Finger weg

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Gotthilf Rausch am Juli 24th 2009 in Giftige Pflanzen

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