Verwendung heimischer Gewächse als Heilkräuter
Seitdem der Mensch anfängt Kräuter zu verspeisen, rätselt er auch über die heilende Wirkung von diversen Pflanzen. So sind im Laufe der Jahrmillionen Wissensansammlungen entstanden, welche der modernen chemischen Medizin im Punkt Erdentreuheit und kosmischer Heilungsentfaltung weit voraus sind. Besonders hoch geschätzt ist die Heilkunst und das Heilwissen der Indianer. Ihre Medizinmänner tragen ihr allumfassendes Kräuterwissen von Generation zu Generation weiter und verfeinern ihre Tinkturen und Rezepte stets und multiplizieren die Wirkung von ihnen. So gibt es gegen jede Art von Beschwerde ein passendes Gegenmittel aus der Apotheke von Mutter Natur. Wenig beachtet wird dies von westlichen Zivilisationen, welche sich zum großen Teil der modernen Medizin verschrieben hat. Hier wird das Heilwesen der Indianer als Humbug oder Voodoo bezeichnet.
Nun, nach dieser kleinen Einführung ein Blick in unsere Deutschen Gärten. Wir finden dort auch unter alltäglichen Nutzpflanzen und Unkraut eine beachtliche Anzahl von wirkstoffbeinhaltenden Pflanzen. Zum Beispiel die Brennnessel (auch in Verbindung mit dem Wermut Maitrunk nach Hildegard von Bingen) : Sie gilt in der indianischen Weltanschauung als universelles Mittel zur Gesundheitserhaltung. Nun ist da schon etwas dran, denn die Brennnessel wirkt blutreinigend und harntreibend. Als Beilage in Salaten, in Tees oder in Gemüsegerichten kann man die Brennnessel sehr gut einbetten und sich auf die heilende Wirkung freuen. Leider hat die Brennnessel einen schlechten Ruf, da sich jeder schon einmal an ihr “verbrannt” hat. Ein gutes Gegenmittel für das Verbrennen ist der Ampfer, der meist in der Nähe der Nesseln wächst. Man zerdrückt ein paar Blätter davon und reibt die betroffenen Stellen mit dem Saft ein.
Als nächstes nehmen wir die Birke unter die Lupe. Der hoch hinaus wachsende Baum eignet sich besonders gut als Heilmittel, wenn es Herbst ist, da der Baum dann mit Ölen gesättigt ist. Das Holz in dünne Scheiben geschnitten. Dann werden mit heißen Steinen die ätherischen Öle aus dem Holz entzogen. Dazumals war dies ein beliebtes Mittel gegen Bronchitis.
Demnächst in loser Folge mehr zu alten Hausmitteln auf Gartenrausch.com.
Korbinian Rausch am 31. August 2009 in Fauna & Flora, Heilpflanzen
Nachdem letzte Woche im abgepackten Rucola (Eruca sativa), auch bekannt als Rauke oder Garten-Senfrauke, aus den Supermärkten Plus und Netto Blätter des Gewöhnlichen Greiskrauts (Senecio vulgaris) oder auch Jakobskreuzkraut entdeckt wurden, welche für den Menschen giftig sind, ruft die Nation den Rucola-Notstand aus. Fast alle deutschen Supermärkte haben daraufhin den Rucola vorübergehend aus ihrem Sortiment genommen. So etwas ist natürlich mitten im Hochsommer sehr dramatisch, da Rucola gerade in der heißen Jahreszeit bei den meisten Menschen auf dem Hauptspeiseplan steht.